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Autor Thema: Cyberspace  (Gelesen 2800 mal)
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« Antworten #60 am: 17. August 2007, 11:25:00 »

Liebe Gondwana & Spirit

ich muss sagen, eure Beiträge hier sind äußerst faszinierend aber auch beängstigend. Es ist sicher nicht leicht, über solche Erlebnisse zu schreiben und drum auch danke dafür.
Diese Vorahnungen, oder es ist eigentlich mehr als das, scheinen mir aber eher ein schweres Los, denn ein Vorteil zu sein. So gesehen bin ich ja heilfroh, dass mir solche Dinge kaum zustossen (vielleicht lasse ich das auch nicht zu, aus Angst vor dem Verlust einer gewissen Realitätsebene).
Ich bin aber faszinierter Leser dieser Posts und versuche, mir einen Reim drauf zu machen. Ich denke mal verschärft darüber nach (wie passen denn solche Dinge in mein Weltbild?), und werde meine persönliche Conclusio irgendwann hier vom Stapel lassen.

Liebe Grüße (und weiter so)  Smiley

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« Antworten #61 am: 22. August 2007, 00:00:09 »

Liebe Spirit :-)

(... zwar bist Du im Urlaub derzeit, aber ich unterhalte mich trotzdem weiter mit Dir! ;o))




Ich erkläre mir das so (das erhebt jetzt keinen Anspruch auf Richtigkeit, sondern ist auch nur eine Krücke für mich Roll Eyes): Das, was Du auffängst und wiedergibst, ob nun im Wachbewusstsein oder im Traum, ist eine Variante, auf die jemand zusteuert, weil er selbst seine Realität schafft. Es ist nicht das Ereignis selbst, das Du wahrnimmst, sondern die Vorstufe davon - die Gedanken, die erschaffen.

Ja, so könnte es sein ... aber ich hab´ ehrlich gesagt Schwierigkeiten mit der Vorstellung, jemand steuert auf seine eigene Ermordung hin. Ich weiß nicht. Gerade bzgl. des Todes habe ich schon merkwürdige Dinger erlebt, auch Sachen wahrgenommen über/von jemandem, nachdem oder während er starb. Die ich "normalerweise" nicht wissen konnte.

Alles in allem ist das, was ich erlebe oder wahrnehme, für mich nach und nach zu einer Ansammlung von Indizien geworden, um mir (nur mir selbst - weil auch ich keinen Anspruch auf Richtigkeit erhebe!) sicher zu werden, daß nichts von irgendetwas getrennt ist, daß jeder, egal, wo er sich befindet, mit jedem zu jeder Zeit verbunden ist. Ich weiß, das ist schwer nachvollziehbar und ich sage das bestimmt nicht leichtfertig dahin, sondern es ist das Ergebnis von Gedanken, Gefühlen und Wahrnehmungen aus jahrzehntelanger Erfahrung. Nur können wir das nicht immer wahrnehmen, es wäre sicherlich auf Dauer auch sehr schwierig, mit dem Leben "fertig" zu werden.


Zitat
...Es ist sozusagen nicht die "Realität" im eigentlichen Sinne, die sich gezeigt hat, sondern ihre Angst, die nun in Bildern übersetzt von Dir gesehen wurde. Und diese Angst war nicht unberechtigt, wie sich gezeigt hat.

Das würde zumindest im konstruktivistischem Sinne passen.  Roll Eyes *ächz*

*LOL*  Cheesy


Zitat
Dann kam ein Schnitt und ein zweites Bild für die Variante "lässt sich operieren": Ein Löffel mit Zucker drauf, der Zucker rieselt langsam vom sich kippenden Löffel und der Löffel fällt danach in ein Waschbecken. Hier gabs für mich die Erklärung des "Löffel abgebens" - also auch Tod. Nur - was war der Zucker? Mein Exmann meinte dazu: Das könnte die Süße des Lebens sein.

Variante 2 bedeutete also, OP und die Süße des Lebens noch genießen dürfen.


Wow! Danke für´s erzählen. Das bedeutet mir sehr viel. Das Sinnbild für Zucker ist wohl wirklich Leben.
Als mein Vater 1990 an einer schweren, unheilbaren Krankheit litt (Wegener Syndrom), hatten ihn alle Ärzte aufgegeben und wir alle waren völlig verzweifelt, weil diese Krankheit bis dato immer einen lethalen Ausgang hatte. Zu der Zeit war mir nicht mal die Bedeutung des Wortes lethal bewußt. Meine Schwester kam zu mir mit einem medizinischen Wälzer aus der Stadtbücherei (damals hatte man noch kein Internet) und wir lasen, was dort über die Krankheit geschrieben stand. Sie las vor: "Diese Krankheit hat immer einen lethalen (tödlichen) Ausgang." Wir wußten in dem Moment, als wir es lasen, die Bedeutung dieses Wortes nicht, ist das nicht seltsam? Mußte das im Fremdwörterlexikon nachgucken ... hinterher dachte ich, daß wir´s wohl eher nicht wissen, nicht wahrhaben wollten. Meine Schwester konnte nicht aufhören zu weinen. Obwohl sonst ich immer diejenige war, die viel zu nah am Wasser gebaut hatte, war ich seltsam ruhig und wußte irgendwie, daß er das überlebt, daß er der erste ist, der damit weiterleben wird.

Ein paar Tage später, als es ihm noch schlechter ging hatte ich einen Traum:
Ich sah ihn, wieder wie auf einem Monitor, auf dem Mond. Ganz weit weit weg ... ganz klein. Ein Mann ging ihm entgegen, der hatte etwas in der Hand. Ich konnte das Bild heran"zoomen", weil es so klein war, daß ich es zuerst nicht erkennen konnte, was er da in der Hand vor sich hin trug. Es war so eine Zuckerstange, wie es sie auf der Kirmes gibt, rosa-weiß-gedreht, wie eine Spirale. Ich wußte, der Mann muß meinem Vater die Zuckerstange geben, sonst stirbt er. Die beiden gingen aufeinander zu, wie in Zeitlupe. Es war fast unerträglich langsam. Sie kamen sich näher und näher und dann war es soweit --- gleich würden sie aufeinander treffen. Ich traute mich nicht mal mehr zu blinzeln und dann --- ging er vobei an meinem Vater, der Mann mit der Zuckerstange - er ging vorbei und ich schrie: Neeeeeeiiiin!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Geh zurück!!!! BITTE!
Da blieb er stehen, ganz plötzlich. Ging zurück, wie ein Film, der zurückgespult wird war das, bis sie wieder voreinander standen und dann hat er ihm die Zuckerstange überreicht. Mein Vater lebt immer noch, zwar wurde er Frührentner und muß viele Medikamente nehmen, aber meine Eltern fahren mind. 5x im Jahr in Urlaub, geniessen ihr Leben ...


Zitat
Dann kam noch - unaufgefordert, ein drittes Bild: Eine Uhr, die 5 vor 12 zeigte. Mit diesem Bild konnte ich nichts anfangen, dachte jedoch, es müsse bedeuten, dass es bereits sehr dringend sei...oder auch die andere Interpretation: Mitternacht ist bald da...

So geht´s mir auch oft. Ich interpretiere und interpretiere und am Ende ist die Deutung richtig, hat aber eine andere, verblüffende Auflösung.


Zitat
Er starb kurze Zeit später mit Leberschwellung, knallgelber Haut und verzweifelt, weil er so gerne noch gelebt hätte...

Warum? Fragt man sich da. Was soll das? Wenn einer doch gerade so glücklich ist!! So ein Mist!!  Sad


Zitat
Ich glaube, Du verstehst, was ich meine mit dem Satz, dass man nur wahrnehmen kann aber nichts ändern. Weil jeder Mensch seine eigene Realität aufbaut. Nur Beobachter - ändern und beeinflussen geht offensichtlich nur bei der eigenen Realität (die, wie in meinem Fall mit den Schwiegervater, möglicherweise verknüpft mit der meinen war).

... mir drängt sich der Verdacht auf, wir beeinflussen - weil wir alle in einem Fluss schwimmen. Einfluss. Wir wechselwirken, wie Elementarteilchen, eine Billardkugel, die einmal angestossen ihren Verlauf nimmt ... wir können zusehen, aber auch eingreifen. Damit klar zu kommen, mit dieser Verantwortlichkeit ist eine Sache für sich.


Zitat
P.S. Mein Schwiegervater verließ uns am 5.12. - das war das Bild mit der Uhr.  Roll Eyes



Ohne Worte.

Grüße zu Dir, wo immer Du bist  Wink
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« Antworten #62 am: 22. August 2007, 00:09:05 »

Lieber Admin :-)

danke sehr für Deine Worte  Smiley
Nein, es ist nicht so leicht über diese Erlebnisse zu scheiben, - ich brauche da meist eine regelrechte "Anwärmzeit". Aber es ist schön, daß es möglich ist hier in diesem Forum ... thx.


Ich denke mal verschärft darüber nach (wie passen denn solche Dinge in mein Weltbild?), und werde meine persönliche Conclusio irgendwann hier vom Stapel lassen.

*schongespanntbin*



liebe Grüße,
Gondwana

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« Antworten #63 am: 02. September 2007, 20:58:14 »

Hier habe ich noch einen interessanten Link zum Thema Cyberspace gefunden:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/2/2080/1.html
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« Antworten #64 am: 02. September 2007, 21:41:15 »

... besonders gefällt mir die Idee, elektromagnetische Aktivität quasi als globale Hirnaktivität zu sehen. Das ist ein sehr plastisches Bild.

In einem Punkt sehe ich das aber doch etwas anders als der Gute (der wirklich schön zusammenfasst, keine Frage): eigentlich gibt es dieses globale Gehirn doch vermutlich auf einer nichttechnologischen Stufe auch, zumindest meine Wahrnehmungen aus der pre-massen-digitalen Zeit, also etwa vor ca 1980, und auch noch in der Folgezeit lassen das zumindest vermuten.
Für mich wäre interessant, zu erfahren, wie sich diese beiden Bereiche wohl beeinflussen, verdeckt die technologische Vernetzung die physiologische/biologisch/psychische vielleicht, oder fördert es sie letztlich zu Tage?
« Letzte Änderung: 02. September 2007, 21:42:53 von greenbuddha » Gespeichert


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« Antworten #65 am: 04. September 2007, 20:46:50 »

... letzteres - vermute ich. Es müssen ja erst mal Ausdrucksmittel gefunden werden, um dem Ganzen eine Kontur und letztendlich vielleicht sogar eine Gestalt zu verleihen ... es mag Zeiten geben, wo das Augenmerk mehr auf der technolog. Vernetzung liegt (so wie derzeit). Ändert sich vlt. wieder ...
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« Antworten #66 am: 05. September 2007, 08:34:46 »

Liebe Spirit :-)

(... zwar bist Du im Urlaub derzeit, aber ich unterhalte mich trotzdem weiter mit Dir! ;o))




Nun, jetzt bin ich wieder da und freu mich, von Dir zu lesen... Cheesy


Zitat

Ja, so könnte es sein ... aber ich hab´ ehrlich gesagt Schwierigkeiten mit der Vorstellung, jemand steuert auf seine eigene Ermordung hin. Ich weiß nicht. Gerade bzgl. des Todes habe ich schon merkwürdige Dinger erlebt, auch Sachen wahrgenommen über/von jemandem, nachdem oder während er starb. Die ich "normalerweise" nicht wissen konnte.

Ja, so sehe ich es auch - es ist schwer vorstellbar, besonders wenn es dann z.B. (das ist mein wunder Punkt) um Kinder geht - da setzt jede Vorstellungskraft bei mir aus. Wenn wir das Thema Kinder weglassen, geht es leichter für mich. Bei Kindern hab ich die (derzeitige, weil nicht sicher) Einstellung, dass das morphische Feld der Umwelt (noch) den größeren Anteil an der Entwicklung der Realität innehat, darum komm ich mit konstruktivistischem Gedankengut hier nicht weiter.

Aber bei Erwachsenen, so denke ich, ist es ein ganz guter Ansatz. Wenn ich mir meine bisherigen Erlebnisse so überdenke, so komme ich sehr oft zu dem Schluss, dass vieles davon nichts anderes als eine logische Konsequenz von der Situation war, in der ich damals steckte.

Zitat
Alles in allem ist das, was ich erlebe oder wahrnehme, für mich nach und nach zu einer Ansammlung von Indizien geworden, um mir (nur mir selbst - weil auch ich keinen Anspruch auf Richtigkeit erhebe!) sicher zu werden, daß nichts von irgendetwas getrennt ist, daß jeder, egal, wo er sich befindet, mit jedem zu jeder Zeit verbunden ist. Ich weiß, das ist schwer nachvollziehbar und ich sage das bestimmt nicht leichtfertig dahin, sondern es ist das Ergebnis von Gedanken, Gefühlen und Wahrnehmungen aus jahrzehntelanger Erfahrung. Nur können wir das nicht immer wahrnehmen, es wäre sicherlich auf Dauer auch sehr schwierig, mit dem Leben "fertig" zu werden.

Das möchte ich zu 100% unterschreiben, so sehe ich es auch.


Zitat
Wow! Danke für´s erzählen. Das bedeutet mir sehr viel. Das Sinnbild für Zucker ist wohl wirklich Leben.
Als mein Vater 1990 an einer schweren, unheilbaren Krankheit litt (Wegener Syndrom), hatten ihn alle Ärzte aufgegeben und wir alle waren völlig verzweifelt, weil diese Krankheit bis dato immer einen lethalen Ausgang hatte.

Ein paar Tage später, als es ihm noch schlechter ging hatte ich einen Traum:
Ich sah ihn, wieder wie auf einem Monitor, auf dem Mond. Ganz weit weit weg ... ganz klein. Ein Mann ging ihm entgegen, der hatte etwas in der Hand. Ich konnte das Bild heran"zoomen", weil es so klein war, daß ich es zuerst nicht erkennen konnte, was er da in der Hand vor sich hin trug. Es war so eine Zuckerstange, wie es sie auf der Kirmes gibt, rosa-weiß-gedreht, wie eine Spirale. Ich wußte, der Mann muß meinem Vater die Zuckerstange geben, sonst stirbt er. Die beiden gingen aufeinander zu, wie in Zeitlupe. Es war fast unerträglich langsam. Sie kamen sich näher und näher und dann war es soweit --- gleich würden sie aufeinander treffen. Da blieb er stehen, ganz plötzlich. Ging zurück, wie ein Film, der zurückgespult wird war das, bis sie wieder voreinander standen und dann hat er ihm die Zuckerstange überreicht. Mein Vater lebt immer noch, zwar wurde er Frührentner und muß viele Medikamente nehmen, aber meine Eltern fahren mind. 5x im Jahr in Urlaub, geniessen ihr Leben ...

Das finde ich jetzt absolut spannend. Wenn ich davon ausgehe, dass von der Organsprache her Zucker etwas mit Liebe zu tun hat, und der Morbus Wegener möglicherweise etwas mit Schuldgefühlen (Autoimmunerkrankungen oder Erkrankungen, bei denen der Körper sich selbst offensichtlich zerstören bzw. angreifen möchte, haben möglicherweise den psychischen Inhalt, dass etwas passiert ist, an dem sich der Betreffende schuldig fühlt und sich selbst etwas nicht verzeihen kann - er "zerfleischt" sich selbst, wie der Volksmund sagt), so sehe ich in der Zuckerstange auch etwas, das nach Selbstliebe aussieht. Weil es eine feste Stange ist, denke ich auch an Selbstachtung....die hat man nicht, wenn man sich etwas nicht verzeihen kann - keine Selbstliebe und keine Selbstachtung. Ich weiß nun nicht, was da jetzt wirklich zutrifft, Du kannst das sicher besser beurteilen.

Zitat
So geht´s mir auch oft. Ich interpretiere und interpretiere und am Ende ist die Deutung richtig, hat aber eine andere, verblüffende Auflösung.

Ja, manchmal ärgere ich micht furchtbar - weil das Bild eh richtig war, nur ich hab es in meiner (oft mit Wunschdenken verbundenen) Logik falsch interpretiert. grmpf

Zitat
... mir drängt sich der Verdacht auf, wir beeinflussen - weil wir alle in einem Fluss schwimmen. Einfluss. Wir wechselwirken, wie Elementarteilchen, eine Billardkugel, die einmal angestossen ihren Verlauf nimmt ... wir können zusehen, aber auch eingreifen. Damit klar zu kommen, mit dieser Verantwortlichkeit ist eine Sache für sich.

Das finde ich, ist ein wichtiger Punkt. Da wären wir z.B. bei den Kindern - wir entscheiden sozusagen mit, was ihnen widerfährt. Sowohl in der "Realität" als auch im Feld. Und bei (für uns relevanten) Erwachsenen sind wir unweigerlich mit ihren Gedanken und sie mit unseren verknüpft. Macht mit Angst, der Gedanke.  Roll Eyes

Ich denke, Du merkst, wie ich bei diesem Thema schwimme. Ich kann nur beobachten und versuchen, irgendwelche Schlüsse daraus zu ziehen. Ob sie stimmen, weiß ich nicht, ich kann nur irgendwie mit meiner Logik rangehen. Aber sie sind mir trotzdem nicht ganz geheuer.  Wink

Liebe Grüße
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« Antworten #67 am: 05. September 2007, 08:57:48 »

Hier habe ich noch einen interessanten Link zum Thema Cyberspace gefunden:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/2/2080/1.html

Liebe Gondwana!

Danke für den Link, finde ich ausgesprochen interessant. Obwohl ich ein wenig hadere mit dem Denken, dass die Entwicklung der Sprache eine Kommunikation erst ermöglicht hat (es ist nicht auszuschließen, dass sie vorher in anderer, vielleicht sogar direkterer Form bereits vorhanden war).

Aber ausgehend von dieser Einstellung, dass Sprache der erste Schritt zu Vernetzung war, wäre der nächste und wichtigste Schritt im Cyberspace die gemeinsame Sprache. Erst dann wäre Kommunikation übers Netz effizient.

Heute ist es so, dass ich mich z.B. über Themen austauschen kann (wie dieses hier), wenn ich einen Interessensbegriff in den Google eingebe. Finde ich super, denn früher wars mühsamer.... Doch wirklich effizienten, intensiven Informationsaustausch gäbe es nur dann, wenn alle Benutzer dieselbe Sprache sprechen würden.

Soviel zur technischen Seite. Das, was wir hier teilweise beschreiben, ist ein mögliches Abbild - auf gedanklicher Ebene. In einer Universalsprache, weil sie mit Bildern oder Gefühlen arbeitet.

Ich hab mal von Joseph Murphy einen Band gelesen, in der er bestimmte Bibelzitate interpretierte, wie z.B. "Dir geschehe nach Deinem Glauben" etc. und er meinte, die Bibel würde nur "falsch" gelesen, in Wahrheit sei sie ein Werk, das uns vermitteln könnte, wie es funktioniert....das Leben und die Erschaffung der Realität. Kann nun sein oder auch nicht, aber was mich faszinierte war die Tatsache, dass die Bibel meistens in Gleichnissen spricht.

Meine Bilder sind auch oft Sprichwörter, Gleichnisse oder ähnliches. Das ist einerseits eine universelle Sprache weil bildhaft, andererseit individuell, denn Sprichwörter haben in jeder Sprache eine andere Bedeutung.

PCs mit Bildern wären angesagt...*grins*

Grübelnde Grüße
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« Antworten #68 am: 07. September 2007, 15:53:18 »

Ja, so sehe ich es auch - es ist schwer vorstellbar, besonders wenn es dann z.B. (das ist mein wunder Punkt) um Kinder geht - da setzt jede Vorstellungskraft bei mir aus. Wenn wir das Thema Kinder weglassen, geht es leichter für mich. Bei Kindern hab ich die (derzeitige, weil nicht sicher) Einstellung, dass das morphische Feld der Umwelt (noch) den größeren Anteil an der Entwicklung der Realität innehat, darum komm ich mit konstruktivistischem Gedankengut hier nicht weiter.


Liebe Spirit :-),

das kann ich gut verstehen und ich hatte mit dem Thema auch so meine Schwierigkeiten, bis ich ein 9jähriges Mädchen kennenlernte, deren Schwester mit 10 Jahren bei einem Schulbusunglück tödlich verunglückte. Es ist eigentlich völlig unverständlich, warum ein so junger Mensch so früh sein gerade angefangenes Leben beenden muß. Niemand weiß, was das soll und alle stehen da und sind einfach nur geschockt.

In meinem "Gondwana-Land" habe ich einmal etwas darüber geschrieben und stelle den Link dazu einfach mal hier rein:

http://www.newaeon.de/index.php?act=viewPosting&postingID=309509


... für mich tat sich da eine völlig neue Sicht auf ... die viel Tröstliches an sich hatte ...


Zitat
Das finde ich jetzt absolut spannend. Wenn ich davon ausgehe, dass von der Organsprache her Zucker etwas mit Liebe zu tun hat, und der Morbus Wegener möglicherweise etwas mit Schuldgefühlen (Autoimmunerkrankungen oder Erkrankungen, bei denen der Körper sich selbst offensichtlich zerstören bzw. angreifen möchte, haben möglicherweise den psychischen Inhalt, dass etwas passiert ist, an dem sich der Betreffende schuldig fühlt und sich selbst etwas nicht verzeihen kann - er "zerfleischt" sich selbst, wie der Volksmund sagt), so sehe ich in der Zuckerstange auch etwas, das nach Selbstliebe aussieht. Weil es eine feste Stange ist, denke ich auch an Selbstachtung....die hat man nicht, wenn man sich etwas nicht verzeihen kann - keine Selbstliebe und keine Selbstachtung. Ich weiß nun nicht, was da jetzt wirklich zutrifft, Du kannst das sicher besser beurteilen.

Daran, was Du geschrieben hast, ist im Hinblick auf meinen Vater wohl einiges richtig! Aber ich kann das nur vermuten, denn er hat niemals über seine Emotionen gesprochen und heutzutage haben wir keinen Kontakt mehr.
(es erstaunt mich, daß Du die Krankheit kennst)


Zitat
Da wären wir z.B. bei den Kindern - wir entscheiden sozusagen mit, was ihnen widerfährt. Sowohl in der "Realität" als auch im Feld. Und bei (für uns relevanten) Erwachsenen sind wir unweigerlich mit ihren Gedanken und sie mit unseren verknüpft. Macht mit Angst, der Gedanke.  Roll Eyes


Die Kinder widerum entscheiden aber auch mit, was uns passiert! Jeder ist mit jedem verbunden, verknüpft. Und dann kommt die Frage: ab wann ist ein Kind kein Kind mehr - wo ist da eine Trennungslinie, die ist doch eigentlich nur imaginär ...


Zitat
Ich denke, Du merkst, wie ich bei diesem Thema schwimme. Ich kann nur beobachten und versuchen, irgendwelche Schlüsse daraus zu ziehen. Ob sie stimmen, weiß ich nicht, ich kann nur irgendwie mit meiner Logik rangehen. Aber sie sind mir trotzdem nicht ganz geheuer.  Wink


Ja, ist ein schwieriges Thema und ich bin da auch lieber ganz vorsichtig mit meinen Gedanken.


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« Antworten #69 am: 07. September 2007, 16:13:24 »

Danke für den Link, finde ich ausgesprochen interessant. Obwohl ich ein wenig hadere mit dem Denken, dass die Entwicklung der Sprache eine Kommunikation erst ermöglicht hat (es ist nicht auszuschließen, dass sie vorher in anderer, vielleicht sogar direkterer Form bereits vorhanden war).


Sehe ich auch so. Es gibt ja auch nonverbale Kommunikation oder wie Du schreibst, direkt, also eine Art Telepathie.


Zitat
Heute ist es so, dass ich mich z.B. über Themen austauschen kann (wie dieses hier), wenn ich einen Interessensbegriff in den Google eingebe. Finde ich super, denn früher wars mühsamer.... Doch wirklich effizienten, intensiven Informationsaustausch gäbe es nur dann, wenn alle Benutzer dieselbe Sprache sprechen würden.

Meinst Du sowas wie Esperanto?  Shocked ... dann doch lieber englisch, was?  Grin


Zitat
Soviel zur technischen Seite. Das, was wir hier teilweise beschreiben, ist ein mögliches Abbild - auf gedanklicher Ebene. In einer Universalsprache, weil sie mit Bildern oder Gefühlen arbeitet.

Ich hab mal von Joseph Murphy einen Band gelesen, in der er bestimmte Bibelzitate interpretierte, wie z.B. "Dir geschehe nach Deinem Glauben" etc. und er meinte, die Bibel würde nur "falsch" gelesen, in Wahrheit sei sie ein Werk, das uns vermitteln könnte, wie es funktioniert....das Leben und die Erschaffung der Realität. Kann nun sein oder auch nicht, aber was mich faszinierte war die Tatsache, dass die Bibel meistens in Gleichnissen spricht.

Jau, ich finde auch die Geschichte mit dem Apfel und dem Paradies sehr bemerkenswert. Als Gleichnis für die Bewußtwerdung des Menschen. Auch, daß eine Schlange diesen darreicht ist interessant, denn die Schlange wird ja auch heute noch in vielen Kulturen als Botschafterin der Träume gesehen. Ich hab´ mir da schon viele Gedanken drüber gemacht. Ob dieser Bewußtseinszustand vor dem Zustand des Selbstbewußtseins ein traumartiger war, denn das Träumen wird ja dem Unterbewußtsein zugeordnet.
Ist unser Bewußtsein aus den Träumen entsprungen? Waren die Träume (das Unterbewußte) der Vermittler zwischen Unbewußtem und Bewußtem?? Ein Bindeglied, Umwandler ... (ein Thema für sich ...)
 
Zitat
Meine Bilder sind auch oft Sprichwörter, Gleichnisse oder ähnliches. Das ist einerseits eine universelle Sprache weil bildhaft, andererseit individuell, denn Sprichwörter haben in jeder Sprache eine andere Bedeutung.

Finde ich auch oft frappant und manchmal ist mir das fast schon unheimlich. Sowas wie mit Deinem Schwiepa "die Patschen strecken" ...

Eigentlich passieren mir solche "Wort-Gleichnisse" ständig - oder achte ich da besonders drauf? Man wird wohl mit der Zeit aufmerksamer ...


Grüßles,
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« Antworten #70 am: 08. September 2007, 23:37:08 »


das kann ich gut verstehen und ich hatte mit dem Thema auch so meine Schwierigkeiten, bis ich ein 9jähriges Mädchen kennenlernte, deren Schwester mit 10 Jahren bei einem Schulbusunglück tödlich verunglückte. Es ist eigentlich völlig unverständlich, warum ein so junger Mensch so früh sein gerade angefangenes Leben beenden muß. Niemand weiß, was das soll und alle stehen da und sind einfach nur geschockt.

In meinem "Gondwana-Land" habe ich einmal etwas darüber geschrieben und stelle den Link dazu einfach mal hier rein:

http://www.newaeon.de/index.php?act=viewPosting&postingID=309509


... für mich tat sich da eine völlig neue Sicht auf ... die viel Tröstliches an sich hatte ...

Danke für den Link - ich hatte ihn schonmal gelesen, als ich mir das Gondwanaland mal angeguckt hatte  Wink - es ist eine sehr berührende Geschichte, die dieses "wer-weiß-für-was-es-gut-ist" gut auf den Punkt bringt. Das Mädel kann man sich richtig gut vorstellen. Hat mir damals schon total gut gefallen, Deine Schilderung und Deine Gedanken dazu.


Zitat
Daran, was Du geschrieben hast, ist im Hinblick auf meinen Vater wohl einiges richtig! Aber ich kann das nur vermuten, denn er hat niemals über seine Emotionen gesprochen und heutzutage haben wir keinen Kontakt mehr.
(es erstaunt mich, daß Du die Krankheit kennst)

Ja, die Väter - meiner ist auch noch von der Generation, in der man über seine Gefühle oder gar Ängste niemals sprechen durfte - schon gar nicht gegenüber den Töchtern.... Roll Eyes


Zitat
Die Kinder widerum entscheiden aber auch mit, was uns passiert! Jeder ist mit jedem verbunden, verknüpft. Und dann kommt die Frage: ab wann ist ein Kind kein Kind mehr - wo ist da eine Trennungslinie, die ist doch eigentlich nur imaginär ...

Genau da bin ich mir nicht wirklich sicher, ob die Kinder da wirklich mitentscheiden.

Spielen wir das mal gedanklich durch:

Angenommen, unsere Vorstellungen erzeugen die Realität oder zumindest die Tendenz einer Realität. Die Gedanken von Kindern sind wesentlich direkter, kompromissloser, phantasievoller, aber auch "einfacher" als die von Erwachsenen. Ich könnte mir vorstellen, dass der Konstruktivismus bei Kindern nicht funktioniert, um sie zu schützen.

Ich meine damit nicht, dass Kinder schlecht denken oder so, sondern tabuloser als Erwachsene. Sie nehmen noch wesentlich mehr in sich auf, ich denke, das hängt damit zusammen. Ihre Gedanken gehen nach innen, nicht nach außen (ist jetzt doof ausgedrückt, aber mir fällt da nichts anderes ein). Sie sind ein Gefäß, das ständig neue Eindrücke empfängt und verarbeitet - ich denke, sie sind eher Empfänger als Sender.

Hach, ich kanns nicht beschreiben, wie ich das meine grmpf klingt alles anders, als das Bild, das ich im Kopf habe. Das Bild eines "unschuldigen" Kindes, das erst Erfahrungen machen muss.

Wie ein Buch, das noch nicht beschrieben ist und deshalb auch nicht gelesen werden kann. Erst wenn was drinsteht, kann es eine Botschaft vermitteln.

Und so wirkt das Kind nicht auf das morphische Feld ein, sondern die Erwachsenen bzw. das Umfeld macht das. Das ist so etwas wie Fürsorge, genauso wie ein Kind nicht alleine in die Wildnis geschickt wird, sondern beschützt und behütet wird - so ähnlich stelle ich mir das mit den Gedanken und dem Gedankenfeld vor.

Zitat


Ja, ist ein schwieriges Thema und ich bin da auch lieber ganz vorsichtig mit meinen Gedanken.


*winke*

Vorsichtig ist ein gutes Wort - ich finde erst gar keine Worte *grins*

Zitat
Meinst Du sowas wie Esperanto?  Shocked ... dann doch lieber englisch, was?  Grin

Mi parolas Esperanton....ist schon lange her, aber Esperanto hab ich mal gelernt, als ich noch ganz sprachensüchtig war *grins* ist insoferne eine geniale Sprache, weil sie unkompliziert ist und in kürzester Zeit gelernt werden kann.
Mich hat damals auch der Gedanke fasziniert, dass es für einen Soldaten ungleich schwieriger sein muss, auf jemanden zu schießen, der dieselbe Sprache sprechen kann wie er. Waren noch meine "Atomkraft-Nein-Danke-Demos"-Zeiten....

Englisch ginge allerdings genauso - es wäre einfach eine Vereinfachung, eine bessere Vernetzung und ein Mehr an Informationen.

Zitat
Jau, ich finde auch die Geschichte mit dem Apfel und dem Paradies sehr bemerkenswert. Als Gleichnis für die Bewußtwerdung des Menschen. Auch, daß eine Schlange diesen darreicht ist interessant, denn die Schlange wird ja auch heute noch in vielen Kulturen als Botschafterin der Träume gesehen. Ich hab´ mir da schon viele Gedanken drüber gemacht. Ob dieser Bewußtseinszustand vor dem Zustand des Selbstbewußtseins ein traumartiger war, denn das Träumen wird ja dem Unterbewußtsein zugeordnet.
Ist unser Bewußtsein aus den Träumen entsprungen? Waren die Träume (das Unterbewußte) der Vermittler zwischen Unbewußtem und Bewußtem?? Ein Bindeglied, Umwandler ... (ein Thema für sich ...)

Der "sündenfall" als Gleichnis für das Heraustreten aus der Ewigkeit, um "es zu wissen" (der Baum der Erkenntnis), um Erfahrungen zu er-leben, das hat mich auch schon immer fasziniert. Ich war mal in einem Forum, es hieß jenseits-de.com, da wurde die These vertreten, dass wir sozusagen der materialisierte Traum einer Art Generation vor uns sind.

Klingt kompliziert (hab ichs wieder geschafft *grins*), ne es soll so sein (lt. dieser Seite): Als erstes gabs Gott oder ATI (als Synonym für Alles Was  IST bzw. All There Is), dieses hatte einen Traum, dadurch spalteten sich sowas wie Kopien von diesem ab (sozusagen zur Materie verdichtete Gedanken), diese Kopien träumten wieder und schafften dadurch Materie etc.

Dieses Forum war vor einigen Jahren sehr interessant für mich, inzwischen habe ich in anderen Foren gelesen, dass es ziemlich dogmatisch geführt werden soll, das war damals alles nicht so. Ich hab mir das heute mal angeguckt, es dürfte sich dort wirklich viel verändert haben.

Da gehts vom Prinzip dann darum, dass wir mit unseren Gedanken ähnliches machen: Das Erschaffen von Realitäten.

Hm, ich bin mir nicht ganz darüber im Klaren, ob mein Posting heute verständlich ist... Roll Eyes

Liebe Grüße
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Hi Spirit,

klar verständlich, wie immer :-)


Genau da bin ich mir nicht wirklich sicher, ob die Kinder da wirklich mitentscheiden.

Spielen wir das mal gedanklich durch:

Angenommen, unsere Vorstellungen erzeugen die Realität oder zumindest die Tendenz einer Realität. Die Gedanken von Kindern sind wesentlich direkter, kompromissloser, phantasievoller, aber auch "einfacher" als die von Erwachsenen. Ich könnte mir vorstellen, dass der Konstruktivismus bei Kindern nicht funktioniert, um sie zu schützen.

Ich meine damit nicht, dass Kinder schlecht denken oder so, sondern tabuloser als Erwachsene. Sie nehmen noch wesentlich mehr in sich auf, ich denke, das hängt damit zusammen. Ihre Gedanken gehen nach innen, nicht nach außen (ist jetzt doof ausgedrückt, aber mir fällt da nichts anderes ein). Sie sind ein Gefäß, das ständig neue Eindrücke empfängt und verarbeitet - ich denke, sie sind eher Empfänger als Sender.

Hach, ich kanns nicht beschreiben, wie ich das meine grmpf klingt alles anders, als das Bild, das ich im Kopf habe. Das Bild eines "unschuldigen" Kindes, das erst Erfahrungen machen muss.

Wie ein Buch, das noch nicht beschrieben ist und deshalb auch nicht gelesen werden kann. Erst wenn was drinsteht, kann es eine Botschaft vermitteln.


Das mit dem Buch ist ein gutes Bild und es hat sicherlich auch damit zu tun, daß Kinder viel mehr im Jetzt leben als später, wenn sie Erwachsene sind. Da hängt man dann ja auch oft in Vergangenem herum oder die Gedanken konzentrieren sich auf die Zukunft. Womit ich in Bezug auf die Beteiligung am morphogenetischen Feld ein Problem habe, ist der Zeitpunkt: ab wann ist ein Kind kein Kind mehr? Wird es in der Pubertät bewußter oder passiert das mit 18 Jahren? Das ist bestimmt sehr unterschiedlich.

Vielleicht wäre es hilfreich in diesem Zusammenhang den Begriff Schuld ganz zu streichen. Ich versteh schon, was Du mit unschuldiges Kind meinst, aber wo fängt ein Mensch an, Schuld zu tragen? Meines Erachtens nie. Aber das ist nur meine Sicht.

Dazu kommt noch, daß ich nicht mal der Ansicht bin, als Erwachsener zu entscheiden im Sinne von Konstruktivismus, sondern es eher so sehe, daß es passiert. Ich kann mir gar nicht bewußt mein Leben gestalten, sondern nur wünschen und hoffen und wenn ich darüber nachdenke, fällt mir ein, daß ich wohl auch als Kind mit meinen damaligen Vorstellungen teilweise meine heutige Realität erzeugt habe. Kann das nur anhand eigener Erfahrungen erklären. Ob das generell bei Kindern so ist, das möchte ich mir nicht anmaßen zu behaupten.

Als Kind hatte ich immer 3 Wünsche, die waren da, solange ich zurückdenken kann, um gewappnet zu sein, wenn die berühmte gute Fee daherkommt und ich 3 Wünsche frei habe. Um mir das nicht mit irgendwelchen blöden (materiellen) Dingen zu vermasseln, die mir dann evtl. spontan rausgesprudelt wären  Grin habe ich da sehr viel drüber nachgedacht, weil ich natürlich ein Optimum wollte!  Roll Eyes

1. Kommunikation mit Tieren
2. eine Tarnkappe
3. in die Zukunft sehen können

Wunsch 1 ist mir bisher erst 1x für mich verifizierbar erfüllt worden, obwohl ich etliche Erlebnisse mit Tieren hatte (und auch noch habe). Damit meine ich nicht, den Ton meines Nymphensittichs, wenn er Hunger hat. Natürlich kommuniziere ich mit ihm, aber ich meinte es halt damals eher so wie Dr. Doolittle *ggg* (erzähl´ ich vielleicht ein andermal :-))

Wunsch 3 ist erfüllt. Zur genüge. Nein, ich kann nicht in die Zukunft sehen, aber hatte so viele Erlebnisse und Wahrnehmungen, die daraufhin erst in der Zukunft stattfanden, egal, ob in Träumen oder daß ich einfach innerlich sehe, was passiert oder höre Gedanken über die Zukunft von anderen Menschen, die mir mit ihrer Stimme gesagt werden, als würde man sich normal unterhalten.
Als mir das zum ersten mal passierte, dieser "Blick" in die Zukunft, da war mir das gar nicht mehr recht, sondern hat mich vielmehr geängstigt und mir fiel sofort ein: das habe ich mir doch immer gewünscht ...

Nun, ob es ein Resultat dieser Wunsch-Fixierung aus jüngster Kindheit ist oder sowieso passiert wäre, das weiß ich nicht. Die Tarnkappe läßt noch auf sich warten, obwohl ich schon oft das Gefühl hatte, eine aufzuhaben  Undecided


Zitat
Und so wirkt das Kind nicht auf das morphische Feld ein, sondern die Erwachsenen bzw. das Umfeld macht das. Das ist so etwas wie Fürsorge, genauso wie ein Kind nicht alleine in die Wildnis geschickt wird, sondern beschützt und behütet wird - so ähnlich stelle ich mir das mit den Gedanken und dem Gedankenfeld vor.

Wie gesagt, ich kann nur von mir erzählen. Und deswegen glaube ich, daß ein Kind ebenso an diesem Feld beteiligt ist. Es wäre ansonsten getrennt und für mich gibt es nichts, was von irgendetwas oder irgendwem getrennt ist. Das passt nicht in mein Gesamtbild. Aber es ist halt mein Bild und Deines ist eben anders.  Smiley


Zitat
Mi parolas Esperanton....ist schon lange her, aber Esperanto hab ich mal gelernt, als ich noch ganz sprachensüchtig war *grins* ist insoferne eine geniale Sprache, weil sie unkompliziert ist und in kürzester Zeit gelernt werden kann.


Echt? Da habe ich wohl ein dickes Vorurteil. Bislang dachte ich immer, Esperanto sei total schwierig zu lernen.  Shocked


Zitat
Der "sündenfall" als Gleichnis für das Heraustreten aus der Ewigkeit, um "es zu wissen" (der Baum der Erkenntnis), um Erfahrungen zu er-leben, das hat mich auch schon immer fasziniert. Ich war mal in einem Forum, es hieß jenseits-de.com, da wurde die These vertreten, dass wir sozusagen der materialisierte Traum einer Art Generation vor uns sind.

Wau! Da ist was dran. Wußte gar nicht, daß sich da andere auch so viele Gedanken drüber machen. Ist nicht mal so abwegig. Also unser Bewußtsein als materialisierter Traum ... faszinierend!  Grin


Zitat
Klingt kompliziert (hab ichs wieder geschafft *grins*), ne es soll so sein (lt. dieser Seite): Als erstes gabs Gott oder ATI (als Synonym für Alles Was  IST bzw. All There Is), dieses hatte einen Traum, dadurch spalteten sich sowas wie Kopien von diesem ab (sozusagen zur Materie verdichtete Gedanken), diese Kopien träumten wieder und schafften dadurch Materie etc.


Ist ja n Dingen. Vor Jaaahren habe ich da mal eine Zeichnung angefertigt zu meiner Vorstellung über die Entwicklung des Bewußtseins, das hat was davon ...


Danke für die vielen Anregungen. Hab´ ich wieder Gedankenfutter! *ggg*

Eine gute Nacht wünsch´ ich Dir,
liebe Grüße,
Gondwana
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« Antworten #72 am: 12. September 2007, 23:00:46 »

Liebe Gondwana!

Zitat
Das mit dem Buch ist ein gutes Bild und es hat sicherlich auch damit zu tun, daß Kinder viel mehr im Jetzt leben als später, wenn sie Erwachsene sind. Da hängt man dann ja auch oft in Vergangenem herum oder die Gedanken konzentrieren sich auf die Zukunft. Womit ich in Bezug auf die Beteiligung am morphogenetischen Feld ein Problem habe, ist der Zeitpunkt: ab wann ist ein Kind kein Kind mehr? Wird es in der Pubertät bewußter oder passiert das mit 18 Jahren? Das ist bestimmt sehr unterschiedlich.

Ich denke, dass die Pubertät da der Zeitpunkt ist, in dem der Wandel beginnt. Nicht umsonst treten z.B. Poltergeistphänomene meist im Zusammenhang mit pubertierenden Jugendlichen auf. Hier beginnen sich Gedanken zu materialisieren. Im Idealfall langsam, beschützt und als fließender Übergang - bei massiven Problemen als unkontrollierte Materialisationen. Könnte ich mir zumindest so vorstellen...

Zitat
Vielleicht wäre es hilfreich in diesem Zusammenhang den Begriff Schuld ganz zu streichen. Ich versteh schon, was Du mit unschuldiges Kind meinst, aber wo fängt ein Mensch an, Schuld zu tragen? Meines Erachtens nie. Aber das ist nur meine Sicht.

Der Ausdruck Schuld ist tatsächlich falsch gewählt. An Schuld im eigentlichen Sinne glaube ich auch nicht, nur an Sichtweise. Jeder meint, es "richtig" zu machen... Roll Eyes

Zitat
Dazu kommt noch, daß ich nicht mal der Ansicht bin, als Erwachsener zu entscheiden im Sinne von Konstruktivismus, sondern es eher so sehe, daß es passiert. Ich kann mir gar nicht bewußt mein Leben gestalten, sondern nur wünschen und hoffen und wenn ich darüber nachdenke, fällt mir ein, daß ich wohl auch als Kind mit meinen damaligen Vorstellungen teilweise meine heutige Realität erzeugt habe. Kann das nur anhand eigener Erfahrungen erklären. Ob das generell bei Kindern so ist, das möchte ich mir nicht anmaßen zu behaupten.

Hm, da müsste ich nun in meine Erinnerungen gehen, die leider nur sehr unvollständig vorhanden sind - meine Kindheit ist größtenteils unzugänglich für mich. Ich weiß allerdings von Erzählungen von meinen Geschwistern, dass ich angeblich als Kind immer behauptet hatte, dass ich, wenn ich "groß wäre", mal drei Kinder haben möchte.  Wink Das trat ja auch ein. Inwieweit dies nun da reinpasst, kann ich nicht beurteilen, bei Kindheitsfragen muss ich größtenteils passen. *seufz*

Zitat
Nun, ob es ein Resultat dieser Wunsch-Fixierung aus jüngster Kindheit ist oder sowieso passiert wäre, das weiß ich nicht. Die Tarnkappe läßt noch auf sich warten, obwohl ich schon oft das Gefühl hatte, eine aufzuhaben 

Finde ich genial, Deine Schilderung! Wegen der Tarnkappe brauchst Du Dir übrigens überhaupt keine Sorgen machen: Die kommt irgendwann bestimmt....Ich hab in einem Thread über das (weibliche) Älterwerden mal eine bereits ältere Freundin von mir zitiert, die meinte, das Altwerden beginnt damit, plötzlich nicht mehr gesehen zu werden....(von der Männerwelt)....also: Das Positive dran ist, das Wunsch Nr. 2 auch irgendwann in Erfüllung geht  Grin

Zitat
Wie gesagt, ich kann nur von mir erzählen. Und deswegen glaube ich, daß ein Kind ebenso an diesem Feld beteiligt ist. Es wäre ansonsten getrennt und für mich gibt es nichts, was von irgendetwas oder irgendwem getrennt ist. Das passt nicht in mein Gesamtbild. Aber es ist halt mein Bild und Deines ist eben anders. 

Ja, es ist anders, wenn auch nicht viel.  Smiley Ich würde mir mit Deinem Bild wahrscheinlich wesentlich leichter tun, bestimmte Dinge erklären zu können. Aber für mich ist es nicht ganz schlüssig und damit hadere ich gerne mit dem "Schicksal" grmpf

Zitat
Wau! Da ist was dran. Wußte gar nicht, daß sich da andere auch so viele Gedanken drüber machen. Ist nicht mal so abwegig. Also unser Bewußtsein als materialisierter Traum ... faszinierend!

Es waren auf dieser HP schon teilweise tolle Ansätze, viele Erklärungsmodelle...manche Sachen waren mir allerdings zu extrem, wie z.B. die Vorstellung, das Leben sei ein "Plan", der ablaufe, egal ob wir das nun wollen oder nicht. Das war mir dann in letzter Konsequenz doch nicht ganz geheuer, obwohl ich mich ein wenig damit angefreundet hatte.  Grin

Was mir dabei auch noch ganz gut gefallen hat war die Vorstellung von ständigen Parallelexistenzen und die These, dass in Wahrheit alles synchron abläuft (auch wenn ich es nicht verstehe *grins*).

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« Antworten #73 am: 14. September 2007, 19:41:00 »

Hi Spirit :-)

Ich denke, dass die Pubertät da der Zeitpunkt ist, in dem der Wandel beginnt. Nicht umsonst treten z.B. Poltergeistphänomene meist im Zusammenhang mit pubertierenden Jugendlichen auf.


Huch!  Shocked Shocked Shocked ... von Poltergeistern weiß ich gerade mal soviel, wie ich vor etlichen Jahren in dem gleichnamigen Film gesehen habe ... hast Du da Beispiele? *völligahnungslosbin*


Zitat
Hm, da müsste ich nun in meine Erinnerungen gehen, die leider nur sehr unvollständig vorhanden sind - meine Kindheit ist größtenteils unzugänglich für mich.


Das ist schade. Ich kann mich sogar noch an Begebenheiten und Gefühle aus der Babyzeit erinnern. Das ist aber wohl nicht ganz so üblich, kenne auch kaum Leute, bei denen das so ist ...


Zitat
Ich weiß allerdings von Erzählungen von meinen Geschwistern, dass ich angeblich als Kind immer behauptet hatte, dass ich, wenn ich "groß wäre", mal drei Kinder haben möchte.  Wink Das trat ja auch ein.


Das finde ich aber auch schon sehr speziell! Es könnte doch sein, daß es Dich auch beeinflußt hat.


Zitat
Wegen der Tarnkappe brauchst Du Dir übrigens überhaupt keine Sorgen machen: Die kommt irgendwann bestimmt....Ich hab in einem Thread über das (weibliche) Älterwerden mal eine bereits ältere Freundin von mir zitiert, die meinte, das Altwerden beginnt damit, plötzlich nicht mehr gesehen zu werden....(von der Männerwelt)....also: Das Positive dran ist, das Wunsch Nr. 2 auch irgendwann in Erfüllung geht  Grin


*lach* - ja, das habe ich auch gelesen, was Du darüber geschrieben hast. Bei mir war das mit der Tarnkappe bisher, d.h. - früher war es oft so, nicht bemerkt zu werden, immer eher ein Statist gewesen zu sein. Da hieß es dann manchmal: ach, Du warst auch dabei??? Hab´ Dich gar nicht gesehen.
Aber das ist lange her. Meine Familienmitglieder haben mich meist nicht wahrgenommen. Heutzutage nehme ich sie nicht mehr wahr, indem ich den Kontakt zu ihnen abgebrochen habe. Nein, nicht etwa wegen ausgleichender Gerechtigkeit oder so, sondern es hat sich einfach so ergeben.


Zitat
...manche Sachen waren mir allerdings zu extrem, wie z.B. die Vorstellung, das Leben sei ein "Plan", der ablaufe, egal ob wir das nun wollen oder nicht. Das war mir dann in letzter Konsequenz doch nicht ganz geheuer, obwohl ich mich ein wenig damit angefreundet hatte.  Grin


Es gab Zeiten, da dachte ich das auch. Inzwischen hat sich das total verändert. Ich glaube weder an Plan, noch an Zufall. Es ist, wie es ist.


Zitat
Was mir dabei auch noch ganz gut gefallen hat war die Vorstellung von ständigen Parallelexistenzen und die These, dass in Wahrheit alles synchron abläuft (auch wenn ich es nicht verstehe *grins*).


*kicher* ... auch darüber hab´ ich mir schon Gedanken gemacht. Parallelexistenz hört sich ja auch irgendwie ziemlich abgefahren an - wenn man denn diese auch bewußt gleichzeitig wahrnehmen könnte. Stell Dir das mal vor. Woaaaaaa  Grin Grin Grin


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« Antworten #74 am: 19. September 2007, 09:27:36 »

Liebe Gondwana!

Zitat
Huch!     ... von Poltergeistern weiß ich gerade mal soviel, wie ich vor etlichen Jahren in dem gleichnamigen Film gesehen habe ... hast Du da Beispiele? *völligahnungslosbin*

Hm, da muss ich ehrlich sagen, da müsste ich jetzt mal beginnen zu googeln und zu sammeln. Ich hab diese Sätze aus meinem Gedächtnis geschrieben, hatte mich mit dem Thema befasst, nachdem es bei uns im Haus zu ständigen unerklärbaren Kurzschlüssen, durchgebrannten Geräten, explodierenden Glühbirnen etc. gekommen war.

Diese Serie hatte vor einigen Jahren begonnen, damals setzte ich mich als erstes mal mit dem Begriff Poltergeist auseinander, weil es mir am naheliegendsten erschien, die Ursachen im Außen zu suchen (ja, ja der Sündenbock *kicher*).

Bei meinen Recherchen stieß ich auf verschiedenste Erfahrungsberichte und kam irgendwann zu dem Schluss, dass diese Phänomene mit auf Gegenstände umgeleiteter Wut bzw. Aggression eingehergehen müssten. In diesen Berichten stand auch, dass es sehr häufig im Zusammenhang mit Jugendlichen auftreten würde - was mir damit auch logisch erschien. Weil gerade in der Pubertät spielen die Hormone Berg- und Talfahrt und Aggressionen wechseln mit Weinerlichkeit ständig ab - wie soll man damit umgehen können?

Ich hab in einem Thread hier schon mal geschildert, wie bei uns Glühbirnen eingehen: Sie explodieren mit einem lauten Knall, meistens platzt der Lampenschirm (oft sinds ja Glaskugeln rundherum) gleich mit. Einmal stand ich genau drunter....die teilweise winzigen Scherben aus meinen Haaren zu holen war Schwerstarbeit.

Die Fassungen schmelzen dabei, d.h. Glühbirnenwechsel nur mit Flachzange, oft Hammer und Meissel möglich.  Roll Eyes

Und das liegt definitiv nicht an meinem Haus - es begann vor ein paar Jahren im vorigen Haus, plötzlich - und dieses Phänomen nahm ich bei der Übersiedlung mit.

Noch dazu waren die ersten (dort beim Einzug vorhandenen) Glühbirnen, die platzten, innen silber-schwarz belegt - das bekommen nur Glühbirnen, die jahrelang im Gebrauch sind. Also gabs dieses Phänomen in diesem Haus vor mir offensichtlich noch nicht.

Erinnerungen an meine Kindheit sind kaum vorhanden. Leider..... Allerdings kann ich mich sehr gut an eine alte Frau erinnern, die unheimlich groß war, beim Einkauf oft neben uns stand, einen dunkelbraunen Staubmantel anhatte, meistens ein rotes Halstuch um hatte und sehr dünn war. Ich sehe heute noch das Gesicht vor mir und kann sie genau beschreiben. Ich habe vor ein paar Jahren meine Mutter gefragt, ob sie sich noch an diese Frau erinnern könnte - und es stellte sich heraus, dass diese Frau eine Nachbarin von uns gewesen ist, die kurz VOR meiner Geburt gestorben war.

Also bin ich mir bei meinen wenigen Kindheitserinnerungen nicht ganz so sicher, was was ist...  Roll Eyes

Liebe Grüße
Spirit


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