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Autor Thema: Cyberspace  (Gelesen 4940 mal)
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Gondwana
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« Antworten #75 am: 29. Oktober 2007, 22:51:59 »

Liebe Spirit :-)

... hui --- high energy bei Dir.   Wink Ja, ich hatte das mit den Glühbirnen von Dir in einem anderen Thread schon gelesen.

Seit längerer Zeit möchte ich Dir gern zu Deinem Bericht mit der alten (bereits verstorbenen) Frau etwas schreiben.


Erinnerungen an meine Kindheit sind kaum vorhanden. Leider..... Allerdings kann ich mich sehr gut an eine alte Frau erinnern, die unheimlich groß war, beim Einkauf oft neben uns stand, einen dunkelbraunen Staubmantel anhatte, meistens ein rotes Halstuch um hatte und sehr dünn war. Ich sehe heute noch das Gesicht vor mir und kann sie genau beschreiben. Ich habe vor ein paar Jahren meine Mutter gefragt, ob sie sich noch an diese Frau erinnern könnte - und es stellte sich heraus, dass diese Frau eine Nachbarin von uns gewesen ist, die kurz VOR meiner Geburt gestorben war.

Kinder haben anscheinend (noch) keine Angst vor solchen Erscheinungen. Menschen zu sehen, die nicht mehr leben, kann wohl nur für diejenigen Realität sein, die damit klar kommen und sich nichts weiter dabei denken. Ich nehme an, bei Dir war es so, daß Du die Frau als ganz normale Lebende wahrgenommen hast und sie deswegen gar nichts Besonderes für Dich war ...

Als mein Sohn ca. 4 Jahre alt war, hatte er 2x eine Wahrnehmung einer Person, die ich nicht sehen konnte. Und er ist immer Realist durch und durch gewesen, schon als kleines Kind. Auch heute noch, mit 19 Jahren hat er Effekte über die er alle Jubeljahre mal mit mir spricht, die er nicht haben will und die überhaupt nicht zu seiner Lebenseinstellung passen. Er glaubt an nichts, nur an Fakten, aber oft passiert es ihm, daß er Dinge im Voraus weiß, die jemand sagen oder tun wird, halt Anhäufungen von unerklärlichen Dingen ... zu häufig um sie als Zufall abzutun. Manchmal habe ich mich schon gefragt, ob sowas erblich ist, bei uns in der Familie gab es eine mongolische Ur ... großmutter, die Schamanin war.

Damals, als er klein war, es war an einem Sonntag, wir waren aufgestanden und zusammen nach unten in die Küche gegangen. Ich hielt ihn an der Hand, als wir das Zimmer betraten. Beim öffnen der Tür blieb er wie angewurzelt stehen, zeigte auf die Bank, wo er immer saß und sagte sehr erbost: "Da sitzt eine Frau auf meinem Platz!" Da war keine Frau. Ich sah ihn an. Jede Mutter kennt ihr Kind und ich wußte, daß er sich das nicht ausgedacht hatte. Er starrte in die Richtung der Bank und wendete sich zur Seite, sah einer für mich imaginären Person hinterher, als würde jemand durch die Tür, zu der wir hereingekommen waren, gehen. Und dann sagte er: "Die ist einfach durch mich hindurchgegangen!" und mit einem Kichern: "Die war nackt!"

Dann ging er einfach zur Tagesordnung über, fing an zu spielen und wartete aufs Frühstück. Um überhaupt etwas zu sagen, was ansich gar nicht nötig war und wohl eher meiner eigenen Beruhigung galt, erklärte ich ihm, das sei wohl sein Schutzengel gewesen. Interessiert hat ihn das nicht mehr weiter ...

Ein anderes Mal sah er auf der Treppe nach oben einen Mann stehen, da ist mir mein Herz in die Füße gerutscht, als er in die Küche kam und sagte, da stünde ein Mann oben auf der Treppe. Es war so echt, daß ich mir mein schärfstes Messer griff und vor Aufregung einer Ohnmacht nahe mit ihm zur Treppe schlich. Aber da war keiner. Er beschrieb den Mann und seine Beschreibung passte haargenau auf einen Bekannten, der kurz zuvor gestorben war. Seit dessen Beerdigung hatte ich das Gefühl, er wäre bei uns im Haus. Dazu gibt es auch noch eine Vorgeschichte, die ist etwas länger und vielleicht schreibe ich sie mal auf.

Hast Du etwas ähnliches bei Deinen eigenen Kindern beobachten können? Es interessiert mich sehr, da ich mit meinen Überlegungen, ob diese Art der Wahrnehmungen, die Du ja auch kennst, erblich sein können.


Lieben Gruß,
Gondwana
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« Antworten #76 am: 31. Oktober 2007, 18:41:29 »

Liebe Gondwana!

Bei meinen Kindern habe ich einiges beobachten können, allerdings nicht vordergründig. Z.B. hat mir meine Älteste mal folgende Geschichte erzählt, da war sie grade so alt, dass sie sprechen konnte. Ich hörte anfangs gar nicht sooo genau zu, dann allerdings war ich sprachlos:

"Es war so dunkel, und da bin ich rückwärts die Treppe runtergefallen. Und ich hab versucht, mich anzuhalten, weil ich Angst hatte, aber ich bin immer weiter ins Dunkle gefallen und dann war es plötzlich hell - und ich war auf der Welt...."

Dass meine Jüngste den Opa, also meinen verstorbenen Schwiegervater gesehen hatte, nachdem er gestorben war und bei ihr eine unglaubliche Nachricht hinterlassen hatte, die niemand von uns wissen konnte, hab ich an anderer Stelle glaub ich, schonmal erzählt.

Ja, bei der Jüngsten war auch was: Als meine Schwiegermutter (also Opas Frau) starb, war ich gerade schwanger. Meine Kleine wurde geboren, wuchs heran und als Opa starb, "erbten" wir die ganzen Fotos von ihm. Als meine Jüngste ein Foto von der Schwiegermutter sah, erklärte sie ganz begeistert, dass sie diese Frau kenne.

Auf meine Frage hinauf, woher sie sie kenne, erzählte sie, dass diese Frau bei ihrer Geburt dabeigewesen ist und ihr geholfen habe. (Die Hebamme konnte es nicht gewesen sein, die sah gänzlich anders aus).

Und meine Älteste nimmt heute noch manchmal (sie ist jetzt 19) den Opa wahr. Einmal, da hatte sie grad fürchterlichen Liebeskummer, kam sie total verstört und mit hochrotem Kopf zu mir und erzählte, dass sie gerade von hinten umarmt wurde, obwohl niemand im Zimmer war. Sie erschrak fürchterlich, aber dann hörte sie dicht an ihrem Ohr die Stimme vom Opa, der zu ihr sagte, sie solle sich keine Sorgen machen, es sei schon alles richtig, wie es gekommen ist. Opa hatte sie umarmt und getröstet, war total lieb, finde ich.

Mein Bruder ist auch so ein Kandidat. Grin Allerdings kriegt er die Panik und will nichts davon wissen, was die Sache eher verschlimmert. Als er Besuch von seinem Freund aus Kindertagen gehabt hatte, rannte er nur noch mit aufgestellten Nackenhaaren durchs Haus - er meinte, "da ist wer...." - es stellte sich heraus, dass sich eine Freundin dieses Bekannten kurz vorher das Leben genommen hatte. Offensichtlich hatte er sie bei seinem Besuch "mitgebracht".

Meine Schwägerin erzählte mir, dass sie im Wohnzimmer saßen, mein Bruder wieder ganz weiß wurde und sagte: "Da ist wieder wer"....und plötzlich der große Ficus Benjamini, der im Eck stand, so zu zittern begann, wie wenn jemand daran kräftig rütteln würde.

Ich meinte, dass diese arme Frau vielleicht Hilfe braucht, vielleicht einfach ein Gebet oder gute Wünsche, gute Worte (sie wurde von allen eher verachtet, sie war drogensüchtig, gewalttätig auch gegen ihre kleinen Kinder und solche Sachen - ihr Tod war eine Überdosis) - einfach Hilfe.

Ich stell mir das irgendwie schlimm vor, man stirbt und alle sind froh darüber....ich glaube, dass liebevolle Gedanken und liebevolle Gefühle so etwas wie eine Brücke über den Fluss sein können...

Sie haben (obwohl nicht gerade gläubig) für sie gebetet und versucht, mit ihr zu reden und sie liebevoll zu verabschieden. Es war dann vorbei mit dem "Spuk".

Bei mir gabs auch noch so eine Geschichte...

In den Nachtdiensten bei der Rettung schlief ich meistens alleine im Zimmer, es gab zwei Zimmer, weil die Männleins meistens schnarchten, legte ich mich immer in das zweite. (Oft war ja an Schlaf nicht zu denken, aber man gab die Hoffnung halt nicht auf dass es eine Nacht ohne viele Einsätze würde).

Eines Nachts "spukte" es im Zimmer. Die Kastentüren gingen auf und zu - ein Nylonsackerl mit meinem Taggewand, das am Boden stand, bewegte sich durchs Zimmer - ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Eine Woche später - dasselbe wieder, auch in der folgenden Woche. Zuhause war alles ok, nur bei der Rettung nicht.

Bis eine Freundin von mir an meine Türe klingelte und mich fragte, ob es möglich sei, über die Rettung jemanden suchen zu lassen. Und da war sie da, die Gänsehaut - ich wusste sofort dass nun die Erkärung für den Spuk folgen würde...

Und so war es - ihr Mann war vor 4 Wochen weggefahren (nach einem Streit), und seit drei Wochen (!) gab es kein Lebenszeichen mehr, die Spur hätte sich verloren, keine Kontoabhebungen mehr, nichts. Und - er hatte eine Waffe dabei. Drei Wochen - das war genau die Zeit, seit der es bei der Rettung so eigenartig zuging...

Ich meinte, ob sie die Möglichkeit schon in Betracht gezogen hätte, dass er nicht mehr bei uns verweilen würde und sie bejahte es...er wurde ziemlich genau ein Jahr später in einem Wald von einem Pilzsucher gefunden. Er hatte sich erschossen.

Detail am Rande: Am (ist jetzt aus ich denke nachvollziehbaren Gründen konstruiert) 7. Juli 2000 war sein Begräbnis. Danach bekam meine Freundin von der Polizei seine Sachen ausgehändigt. Dabei war eine Mineralwasserflasche, die seinen Vornamen als Marke hatte plus das Wort -quelle.

Das Ablaufdatum der Flasche war der 7. Juli 2000 - genau der Tag seines Begräbnisses. Also, sein Name+Quelle - Ablaufdatum=Begräbnis.

So, nun genug mit meinen (wahren) Gruselgeschichten.  Roll Eyes

Liebe Grüße
Spirit


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Gondwana
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« Antworten #77 am: 02. November 2007, 15:45:27 »

Liebe Spirit,

in Deiner Familie gibt es also noch mehrere Menschen, deren Antennen auf "Empfang" gestellt sind ... danke für Deine Berichte! Das mit dem Mann Deiner Freundin ist ja heftig - auch mit der Mineralwasserflasche.

Als es da nachts "spukte" und der Nylonsack sich bewegte, - bist Du da aufgestanden? Hast Licht angemacht? Hast Du versucht, das anzuhalten? Oder war das eher diffus? Ich kann mir das gar nicht vorstellen, wie Gegenstände sich von selbst im Zimmer bewegen.

Einmal, ist auch schon viele Jahre her, da nahm ich kurz vorm einschlafen etwas, daß irgendwie aus weißen Punkten zusammengesetzt war und sich wie ein Feld durchs Schlafzimmer bewegte, wahr. Dann wurde ich wieder richtig wach und es war verschwunden. Ich nahm an, daß mein Gehirn mir, so kurz vorm einschlafen, einen Streich gespielt hatte; das kann ja passieren ... Nachts träumte ich dann aber von dem Vater einer Freundin. Ich sah sie als kleines Kind in einem Garten, wo sie in der Hocke saß an einem Stachelbeerstrauch. Ihr Vater (den ich nur 2x gesehen habe, hatte keine Verbindung zu ihm) stand hinter ihr und sagte: "Aber ich weiß doch, daß du mich liebst!"

Am nächsten Tag rief meine Freundin an. Noch bevor sie etwas sagte, wußte ich, daß ihr Vater gestorben war ... Abends kam sie zu mir und ich erzählte ihr von dem Traum. Da hat sie mir erzählt, daß sie als Kind mal fürchterlichen Streit mit ihrem Vater hatte und ihn anschrie: "Ich hasse dich!" Sie war danach in den Garten gelaufen, da war ein Stachelbeerstrauch hinter dem sie sich versteckt hat ...

Jetzt, als er so plötzlich gestorben war, ging es ihr schlecht wegen dieser Sache damals und weil sie ihm nie gesagt hatte, daß sie ihn doch eigentlich liebt ...

Ich weiß nicht, ob diese weißen Punkte, die ich in der Nacht zuvor wahrgenommen habe, etwas mit ihrem Vater zu tun hatten. Auf jeden Fall war es ein Gefühl von Anwesenheit (keine Ahnung, wie ich das sonst ausdrücken soll ...)


LG,
Gondwana



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« Antworten #78 am: 02. November 2007, 16:07:53 »

... Ich denke, dass die Pubertät da der Zeitpunkt ist, in dem der Wandel beginnt. Nicht umsonst treten z.B. Poltergeistphänomene meist im Zusammenhang mit pubertierenden Jugendlichen auf. Hier beginnen sich Gedanken zu materialisieren. Im Idealfall langsam, beschützt und als fließender Übergang - bei massiven Problemen als unkontrollierte Materialisationen. Könnte ich mir zumindest so vorstellen...

Hallo zusammen!
Die Pubertät... hmmm, ich für mich selbst habe das eher wahrgenommen.
Bzw. wir müssten uns wohl einigen, WANN genau die Pubertät beginnt?

Abgesehen von der Pubertät sind es sicherlich auch ausschlaggebende Ereignisse, die beim Kind
den Reifungsprozess beschleunigen.
Bei mir ging das mit 9 los, als klar war, dass meine Oma bald sterben müsste (Krebs) und klar war, dass sie mit 60 ansich noch nicht dran gewesen wäre und dass die Ärzte und Erwachsenen machtlos sind.
Dann noch ein Umzug von einem Mehrfamilien-Miethaus in ein Einfamilienhaus, wo ich oft allein drin war, weil alle anderen unterwegs waren und ich mich anfangs oft gruselte.

Und wenn ich noch weiter zurückdenke: Schon im Kindergartenalter hatte ich so "Anfälle" von Gedankenfluten, wo ich etwas ganz Bestimmtes durchdachte und träumend fixierte bzw. manifestierte, im Sandkasten sitzend oder auf der Schaukel ...

Spannendes Thema.
LG, Ida
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« Antworten #79 am: 02. November 2007, 16:19:59 »

Liebe Gondwana!

Das ist auch heftig, Deine Geschichte...obwohl sie Sinn macht - sie hat jemandem geholfen....

Liebe Spirit,


Als es da nachts "spukte" und der Nylonsack sich bewegte, - bist Du da aufgestanden? Hast Licht angemacht? Hast Du versucht, das anzuhalten? Oder war das eher diffus? Ich kann mir das gar nicht vorstellen, wie Gegenstände sich von selbst im Zimmer bewegen.



Du wirst lachen, ich bin normalerweise kein ängstlicher Mensch, aber da war ich fix und foxi. Zuerst find das mit den Kastentüren an, da hörte ich zuerst ein Knarren und wurde davon munter. Dann schaltete ich das Licht an und sah die offene Kastentüre - dachte mir auch noch nicht viel dabei, außer, dass sie nicht ordentlich geschlossen war und halt jetzt aufgegangen war, weil der Kasten ja schief stehen könnte. Ich schlief dann wieder ein und der Alarm ging los - Einsatz - und ich sprang aus den Federn und zog mich schnell an und als ich rauslaufen wollte, sah ich aus den Augenwinkeln, dass die Kastentüre wieder zu war. Und da hab ich dann gedacht, jetzt setzts mich auf den Allerwertesten.

Das war das erste Mal, dass es mir aufgefallen war. Es wiederholte sich dann noch öfters und da muss ich sagen, da wurde mir dann schon anders..*grusel* vor allem, weil ich nicht wusste, WER da ist. Normalerweise, wenns "spukt", klärt sich das ja recht schnell, man ist erleichtert, nicht zu spinnen und die Sache hat sich. Doch das ging über 3 Wochen (ok, immer nur einmal in der Woche).

Beim letzten Mal nahm ich wie immer, weil ich am nächsten Tag ja ins Büro musste, gleich mein Bürogewand mit - Duschen gabs ja dort und jeden Komfort - und weil es gleich mit Einsätzen losging, vergaß ich das Gewand im Nylonsackerl, ließ es also im Schlafzimmer am Boden stehen und als ich schlafen ging, hatte ich auch total drauf vergessen. Ich fiel ins Bett und lauschte schon, weil ich ja auf "meine" Kastentürenspielchen schon wartete. Da hörte ich ein Rascheln am Boden - ich schaltete das Licht an und sah noch, wie mein Sackerl mit den Kleidern sich am Boden weiterbewegte.

Allerdings glaubte ich gar nicht, dass das ein Spuk sein könnte, sondern dachte zuerst nur: Dübbisch Frau - an eine Maus. Eine Maus müsse in dem Sackerl sein *grusel* - vor Mäusen hab ich ja doch einen ziemlichen Bammel. So öffnete ich vorsichtig das Sackerl, trug es zum zweiten Bett und leerte es kopfüber aus - keine Maus, nur Gewand. Da wusste ich dann, dass das nun was anderes sein musste...

Aber am nächsten Tag kam dann eh schon die Freundin, die alles aufklären konnte.

Liebe Grüße
Spirit
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