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Autor Thema: Ignoramus et ignorabimus  (Gelesen 302 mal)
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Spirit
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Ignoriere
« am: 14. Februar 2008, 09:53:58 »

...dieser Ausspruch von Emil Heinrich Dubois-Reymond ist mir heute wieder mal zwischen die Finger gekommen.  Roll Eyes

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ignoramus_et_ignorabimus

Ich zitiere:

Zitat
Ignoramus et ignorabimus (lat. „Wir wissen es nicht und wir werden es niemals wissen“) ist ein Ausspruch des Physiologen Emil Heinrich du Bois-Reymond, der bekannt geworden ist als ein Ausdruck der Skepsis gegenüber den Erklärungsansprüchen der Naturwissenschaften.

Du Bois-Reymond äußerte die Worte erstmals 1872 in dem Vortrag „Über die Grenzen der Naturerkenntnis“, den er auf der Versammlung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte GDNÄ in Leipzig hielt. Du Bois-Reymond postuliert hier zwei grundsätzliche Grenzen des Naturerkennens: Unerkennbar sei zum einen das Wesen von Materie und Kraft, zum anderen das Verhältnis, in dem Bewusstseinszustände zu ihren materiellen Voraussetzungen stehen.

In seinem 1880 vor der Königlichen Akademie der Wissenschaften zu Berlin gehaltenen Vortrag "Die sieben Welträthsel" unterscheidet er - wie der Titel schon sagt - insgesamt sieben Welträtsel, von denen er einige für grundsätzlich unlösbar hält. Du Bois-Reymonds Thesen erregten große Aufmerksamkeit und wurden sehr kontrovers diskutiert. Ernst Haeckels erfolgreichstes Buch „Die Welträthsel“ ist etwa eine Reaktion auf die Thesen du Bois-Reymonds.

Noch heute gibt es in der Philosophie des Geistes – und besonders in der Qualiadebatte – zahlreiche Reaktionen auf die Ignoramus-et-ignorabimus-Rede, da du Bois-Reymond das Bewusstsein für grundsätzlich unerklärlich hielt. Er behauptete:

Welche denkbare Verbindung besteht zwischen bestimmten Bewegungen bestimmter Atome in meinem Gehirn einerseits, andererseits den für mich ursprünglichen, nicht weiter definierbaren, nicht wegzuleugnenden Tatsachen 'Ich fühle Schmerz, fühle Lust; ich schmecke Süßes, rieche Rosenduft, höre Orgelton, sehe Roth ...' (Lit.: du Bois-Reymond, 1872)

wobei mich persönlich der letzte, fett unterlegte Absatz am meisten beschäftigt.

Ich weiß, es gab hier schon Threads über das Bewusstsein, das Ich....aber es geht mir darum:

Gilt für Euch dieses ignoramus et ingorabimus in Bezug auf den Begriff Bewusstsein?

Oder ist es die einzige Chance, die man hat, wenn man dieses Thema durchleuchten möchte?

Ich empfinde es so. Sich in der Unsicherheit wohl zu fühlen, weil die Unsicherheit das einzig sichere ist.

Liebe Grüße
Spirit, heute mit philosophischen Anwandlungen  Wink
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« Antworten #1 am: 14. Februar 2008, 14:02:29 »

Hallo Spirit,

man ist versucht, der Ansicht von Dubois-Reymond zuzustimmen, wenn es um Dinge wie Bewusstsein geht... Aus sich selbst heraus sich selbst zu erkennen scheint schier unmöglich, da ja der erhabene Standpunkt ja fehlt, den man zum Erzeugen von sicherem Wissen doch benötigt.
Ich bin allerdings der Ansicht, dass auch in diesem Fall gesicherte Erkenntnisse möglich sind, nur dass das Wissen eher induktiv gewonnen werden wird und nicht deduktiv, so wie das Hirn wahrscheinlich auch eher nach induktiven Prinzipien arbeitet.

LG Admin
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