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Autor Thema: Verbindung zwischen Materie und Geist?  (Gelesen 1090 mal)
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T.M.O.D. (the master of disaster)


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« am: 17. Mai 2008, 23:28:11 »

Hallo meine Lieben,

Ein Fragenkomplex, der mich schon seit langem beschäftigt:
Körper / Materie versus Geist / Bewusstsein, wodurch sind die beiden miteinander verbunden? Erzeugt Materie Geist? Oder Geist Materie? Oder sind beide voneinander unabhängig existierend, und gehen in der Manifestation des materiellen Körpers nur eine zeitlich begrenzte Bindung ein?
Wo ist im Menschen die Schnittstelle zwischen Körper und Geist gelegt? Im Gehirn? Gibt es ein höheres Bewusstsein, an das unser Geist ankoppeln kann?
Gibt es Wechsel- oder Rückwirkungen zwischen Geist und Materie, kann willentlich von uns Einfluss auf unseren Körper genommen werden, wie schon in einem anderen Thread hier angerissen wurde? Passiert dies andererseits auch unwillkürlich bei starken negativen Einflüssen und könnten dadurch schlimmstenfalls Krankheiten und schließlich sogar Tod dadurch verursacht werden?
Ich denke, fast jeder spürt, dass es eine immaterielle Seite seines Selbst gibt, dass seine Grenzen nicht in der Materie enden. Aber nur die wenigsten lassen zu, dass dieses Gefühl überhand nimmt, im Zweifelsfall wird dann rein mechanistisch gedacht und materiell entschieden. Warum eigentlich? Warum hat der Mensch meist Angst vor seiner immateriellen Seite??
Alles nur Fragen und keine Antworten werdet ihr jetzt denken  Roll Eyes aber meine Denkansätze dazu bestehen leider hauptsächlich noch aus Fragen ... und mich würden eure Ansichten zu diesem Themenkreis interessieren.

LG Admin


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Spirit
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« Antworten #1 am: 18. Mai 2008, 21:53:06 »

Lieber Admin!

Das sind Fragen *schluck*.....

Ich kann sie leider auch nicht beantworten, weil es mir oft total schwer fällt, diese Dinge in Worte zu fassen, von denen ich nur eine Ahnung habe...aber ich möchte Dir meine Ahnung hierher schreiben:

Mein Denkansatz geht in die Richtung, dass von vornherein Geist und Materia verbal unterschieden wird, als wären es zwei verschiedene Dinge - ich glaube nicht, dass dem so ist.

Meine Meinung dazu ist, dass beides dasselbe ist und nur eine andere Schwingungsgeschwindigkeit besitzt. Frag mich jetzt bitte nicht, wie das funktioniert, es ist eben nur eine Ahnung.

Dieses Gefühl, dass es so sein könnte, entsteht wenn ich mir überlege, dass die Zwischenräume bedeutender sind als das Sichtbare. Die Zwischenräume sind vielleicht "der Geist".....

Wenn ein Berg uns Menschen nicht wahrnehmen kann, weil wir in seinen Verhältnissen viel zu kurz leben (und demnach vielleicht zu schnell schwingen oder zu langsam oder in einem anderen Muster), so kann es auch sein, dass wir den Geist auch nicht sehen können, weil er eben auch anders schwingt als die Materie, die durch die Augen "sichtbar" ist.

Kann uns eine Ameise wahrnehmen? Kann eine Ameise den Mond wahrnehmen? Was nimmt ein Lebewesen wahr? Was ist Wahrnehmung?

Wenn Geist im Prinzip das Gleiche ist wie Materie, dann entsteht weder das eine durch das andere noch umgekehrt, sondern "etwas" schwingt verschieden.

Hm, ist das Chaos in meinen Worten irgendwie verständlich?  Roll Eyes

Liebe Grüße
Spirit
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DieWölfin
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« Antworten #2 am: 18. Mai 2008, 22:24:55 »

Materie und Geist?
Würde es nicht eher heißen Körper und Psyche?
Und wo ist die dritte Komponente dabei?
die Seele?

Ich versuche es mal so zu beschreiben:

die Seele ist ewig...
und kommt aus der göttlichen Quelle...bei uns allen...
das ist das was uns mit allem hier verbindet...
Wenn wir geboren werden, scheint diese Verbindung erstmal weg zu sein...
wir materialisieren in einem physischen Körper, der eine Psyche besitzt...
Wir haben hier ein mehr oder weniger schweres Leben...
das erzeugt oft Angst...
Wir fühlen uns abgetrennt von der Quelle...
und suchen...den Weg zurück...über Hindernisse...
dabei sind wir eigentlich nie wirklich getrennt...
nur die Verbindung ist zuweilen gestört...
oft durch die eigene Psyche oder den Verstand...
die uns beide dabei im Weg stehen können...
uns als Teil des Ganzen zu fühlen...

die Schamanen haben eine ziemlich treffende Aussage, wie ich finde:
Alles lebt eigentlich im Gleichgewicht...
und Krankheit ist schlicht das Ungleichgewicht...

Ich persönlich bin davon überzeugt,
daß jede Krankheit eine tiefere Ursache hat...
was natürlich manchmal schwer nachzuvollziehen ist...

Körper, Psyche und Seele bilden im Idealfall eine harmonische Einheit
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Es gibt nichts, was es nicht gibt.


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« Antworten #3 am: 19. Mai 2008, 14:18:16 »

@Wölfin:

Materie und Geist sind für mich nur weitergefasste Rahmenbegriffe (sogar allumfassend, könnte man sagen) ... die Seele im weiteren Sinn könnte man vllt. als eine dem materiellen anhaftende Unterform des Bewusstseins betrachten.
Eine "Dreiheit" Körper, Psyche und Seele kann ich daher nicht so nachvollziehen... Naja, vielleicht könnte man sagen, die Psyche ist das dem Materiellen nähere, dem körperlichen anhaftende, und der Geist ist das was außerhalb von uns ist, was einer sog. "göttlichen" Quelle entspringt... aber wie gesagt, nicht so mein Ding. Ich neige zu einem dualen Weltbild (Geist und Materie), sonst wirds zu kompliziert  Wink
Unterschreiben möchte ich deine Aussagen / Interpretationen:
Zitat
Alles lebt eigentlich im Gleichgewicht...
und Krankheit ist schlicht das Ungleichgewicht...
und

Zitat
Ich persönlich bin davon überzeugt,
daß jede Krankheit eine tiefere Ursache hat...
was natürlich manchmal schwer nachzuvollziehen ist...

Die materialistische / wissenschaftliche Sichtweise der Medizin ist punktuell wahrscheinlich passend, behandelt aber nur symptomatisch und ist bei der Ursachenforschung sehr schwach entwickelt bzw. oft auf dem Holzweg. Hier wäre vieles zu tun, und möglicherweise ist zuvor ein Paradigmenwechsel im Grundsätzlichen Denken dieser Wissenschaft notwendig!

@Spirit:
Deine Aussage:
Zitat
...entsteht wenn ich mir überlege, dass die Zwischenräume bedeutender sind als das Sichtbare. Die Zwischenräume sind vielleicht "der Geist".....
hat mich sehr zum Nachdenken gebracht, diesen Ansatz habe ich noch nie verfolgt, es scheint mir lohnenswert, in dieser Richtung weiterzudenken. Das passte eigentlich ja auch zu der "neuen" Kosmologie, wo die größten Einflüsse auf den Kosmos von Energie und Materie ausgeht, die weitgehend unbekannt und unerforscht sind (dunkle Energie und dunkle Materie).
Der Geist, der sich in den unerforschten (und vielleicht unerforschlichen) Zwischenräumen manifestiert ... faszinierend, würde Spock sagen  Wink

LG Admin





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Gondwana
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« Antworten #4 am: 19. Mai 2008, 17:36:10 »

Lieber Admin,

... mich beschäftigt dieses Thema auch schon sehr lange und ich bin momentan bei der Ansicht angekommen, daß dieses Bindeglied zwischen Körper/Materie und Geist/Bewußtsein (ich nenne es Geist/Raum - aber ist eigentlich das gleiche ...) die Seele/Energie ist. Eine Art Vermittler und/oder Transformator vom Körperlichen ins Geistige und umgekehrt.

Ich stelle mir das vor wie bei der Mengenlehre, wo Seele/Energie die Schnittmenge von Körper/Materie und Geist/Raum bildet.

An ein "höheres Bewußtsein", an das unser Geist ankoppelt, glaube ich nicht. Das müßte ausserhalb von uns sein und ich denke Bewußtsein ist immer Selbst und keine Frage der Ankoppelung, sondern der individuellen Wahrnehmung. Unteilbar. ( ---> doppelsinnig (hatten wir schon mal in einem anderen Thread, oder?!).


Gibt es Wechsel- oder Rückwirkungen zwischen Geist und Materie, kann willentlich von uns Einfluss auf unseren Körper genommen werden, wie schon in einem anderen Thread hier angerissen wurde? Passiert dies andererseits auch unwillkürlich bei starken negativen Einflüssen und könnten dadurch schlimmstenfalls Krankheiten und schließlich sogar Tod dadurch verursacht werden?


Ja, das denke ich schon ... leider nicht nur im positiven, sondern auch im negativen Sinn.

Letztens las ich einen interessanten Bericht über eine Operation am offenen Gehirn bei einem Mann, der einwilligte, während dieser OP (die bei vollem Bewußtsein durchgeführt wurde) einen Test bei sich durchführen zu lassen. Der behandelnde Chirurg fügte sich selbst vor den Augen des Patienten eine kleine Stichwunde an einem Finger zu und es konnte festgestellt werden, das auch die Schmerzrezeptoren für die zuständige Hirnregion des Patienten, dem diese Wunde NICHT zugefügt wurde TROTZDEM stimuliert wurden!


Zitat
Ich denke, fast jeder spürt, dass es eine immaterielle Seite seines Selbst gibt, dass seine Grenzen nicht in der Materie enden. Aber nur die wenigsten lassen zu, dass dieses Gefühl überhand nimmt, im Zweifelsfall wird dann rein mechanistisch gedacht und materiell entschieden. Warum eigentlich? Warum hat der Mensch meist Angst vor seiner immateriellen Seite??


 eek2 Hat er das?? Oder hast DU Angst davor? Ich z.B. habe eindeutig mehr "Angst" vor meiner materiellen Seite.


Liebe Grüße,
Gondwana
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« Antworten #5 am: 19. Mai 2008, 22:26:49 »

Ich stelle mir das vor wie bei der Mengenlehre, wo Seele/Energie die Schnittmenge von Körper/Materie und Geist/Raum bildet.

Ein gutes Bild Gondwana, das gefällt mir..

An ein "höheres Bewußtsein", an das unser Geist ankoppelt, glaube ich nicht. Das müßte ausserhalb von uns sein und ich denke Bewußtsein ist immer Selbst und keine Frage der Ankoppelung, sondern der individuellen Wahrnehmung. Unteilbar. ( ---> doppelsinnig (hatten wir schon mal in einem anderen Thread, oder?!).

Ja, das hatten wir schon woanders.... Für mich ist es ziemlich evident, dass es ein "höheres Bewusstsein" gibt, und ich glaube auch, dass wir und nicht nur wir sondern jegliche Daseinsform daran ankoppelt.... die Materie ist mMn. eine Emanation des Bewusstseins, eine spezielle Ausdrucksweise und eine Möglichkeit, mehr zu werden.... hmm, schwer zu fassen, finde ich auch  Grin

Hat er das?? Oder hast DU Angst davor? Ich z.B. habe eindeutig mehr "Angst" vor meiner materiellen Seite.

Die Gesellschaft, alles was uns umgibt, versucht uns zu erzählen, dass wir ausschließlich materiell sind.... als Babies haben wir noch starke immaterielle Anteile, als Kind wird uns dann diese "unbrauchbare" Fühlweise abgewöhnt und wir werden ins materielle Weltbild gepresst. Diese Seite sollte uns Angst machen, du hast recht, aber wir sind eben in gesellschaftliche und konventionelle Formen gepresste Materialisten.... drum haben die meisten (mich inklusive) Angst vor unserer immateriellen Seite.... weil sie eben nicht erwünscht, nicht konformistisch ist.

LG Admin
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Niclas
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« Antworten #6 am: 31. Juli 2008, 18:54:38 »

Ein Fragenkomplex, der mich schon seit langem beschäftigt:
Körper / Materie versus Geist / Bewusstsein, wodurch sind die beiden miteinander verbunden? Erzeugt Materie Geist? Oder Geist Materie? Oder sind beide voneinander unabhängig existierend, und gehen in der Manifestation des materiellen Körpers nur eine zeitlich begrenzte Bindung ein?
Wo ist im Menschen die Schnittstelle zwischen Körper und Geist gelegt? Im Gehirn? Gibt es ein höheres Bewusstsein, an das unser Geist ankoppeln kann?
Gibt es Wechsel- oder Rückwirkungen zwischen Geist und Materie, kann willentlich von uns Einfluss auf unseren Körper genommen werden, wie schon in einem anderen Thread hier angerissen wurde? Passiert dies andererseits auch unwillkürlich bei starken negativen Einflüssen und könnten dadurch schlimmstenfalls Krankheiten und schließlich sogar Tod dadurch verursacht werden?

Hallo Admin,

das sind allerdings einige hochspannende Fragen. Wenn es Dir recht ist, möchte
einfach mal ein paar Anmerkungen aus hermetischer Sicht dazu machen.

Ganz allgemein formuliert, kann man sagen, daß die Hermetik eine sehr alte
Naturphilosophie ist, mit der sich schon die alten Ägypter und Griechen beschäftigten
und die sich - auch damals schon - eben mit diesen verborgenen Zusammenhängen
zwischen Materie und Geist beschäftigte. Heute - im Lichte der modernen
Wissenschaften - mag sie zwar auf den ersten Blick etwas angestaubt wirken,
aber der Eindruck täuscht ... wie ich finde.

Ein wesentlicher Grundsatz in der Hermetik ist die Belebtheit der gesamten Natur.
Also vom kleinsten Molekül bis hin zur größten Galaxis gibt es nichts "Totes", während
die moderne Wissenschaft zwischen toter und lebender Materie unterscheidet.
Die Hermtik geht auch davon aus, daß Geist die Ursache von Materie ist.

Das hört sich zwar vermutlich erst mal ziemlich gewagt an, aber wenn man sich
die Frage stellt, was eher möglich ist - Materie ohne Geist oder Geist ohne Materie -
dann kann man schon ins Grübeln kommen.

Die hermetischen Forscher kamen zu dem Schluß, daß Bewusstsein der Schlüssel
zum Universum sein muß. Bewusstsein, daß sich in vielen unterschiedlichen Graden
der Entwicklung in der Materie zeigt. So gibt es bspw. folgende Aussage über
das Leben:

Es schläft im Stein,
träumt in der Pflanze,
erwacht im Tier
und wird sich im Menschen
seiner selbst bewußt.


Demnach wäre die Materie das Projektionsfeld in dem sich Bewusstsein entwickelt.
Wie ein Eiswürfel innerhalb eines großen mit Wasser gefüllten Glases "schwimmt"
die materielle, physisch-physikalische Welt in der sie umgebenden Metaphysik.

Für unser heutiges Verständnis scheinen solche Aussagen sehr weit hergeholt zu
sein, aber interessanterweise findet man diese und ähnliche Überlegungen in
fast allen großen Kulturen und zu allen Zeiten wieder ... vom griechischen Pneuma,
dem hebräischen Ruach, über das indische Prana bis hin zum chinesischen Chi.

Und wenn Geist ... bzw. Bewusstsein ... die Materie tatsächlich bedingt, dann
ergeben sich daraus natürlich weitreichende Konsquenzen ...


Viele Grüße
Niclas
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« Antworten #7 am: 01. August 2008, 09:48:40 »


Demnach wäre die Materie das Projektionsfeld in dem sich Bewusstsein entwickelt.
Wie ein Eiswürfel innerhalb eines großen mit Wasser gefüllten Glases "schwimmt"
die materielle, physisch-physikalische Welt in der sie umgebenden Metaphysik.


Wenn ich mir überlege, wie ich "meine" Wirklichkeit beeinflusse oder sagen wir miterschaffe, dann scheint es mir nur eine logische Konsequenz zu sein, dass Materie in letzter Schlussfolgerung dem Gedanken nachfolgen muss.

Materie könnte aus einer speziellen Art von Gedanken bestehen. Es gibt Strömungen die meinen, Materie wäre eine Massenillusion. Klingt sympathisch, irgendwie.

Dass Gedanken Materie verändern sieht man am leichtesten am Körper - hier ein Problem, dort eine Zellveränderung. Gedanken bewirken hormonelle Ausschüttungen, Neurotransmitter, wie wiederum an eigenen sensiblen Rezeptoren Zellveränderungen hervorrufen.

Das einfachste und wohl berühmteste Beispiel ist der Pawlowsche Hund. Und beim Menschen ist es nicht anders.

Ich berufe mich da auch sehr gerne auf das relativ simple Beispiel des Cholesterinspiegels, der durch die Angst, verletzt zu werden, sofort ansteigt.

Siehe auch (kurze Erklärung, bei Interesse schreibe ich gerne genaueres dazu, aber ich möchte niemanden langweilen)

http://www.argumente.biz/forum/magie-liebeszauber-und-sonstige-phanomene/der-'wunderthread'/msg24901/#msg24901

Wir können mit unseren Gedanken tatsächlich Materie verändern - zumindest die, in innerhalb unserer Haut sitzt.  Wink

Liebe Grüße
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« Letzte Änderung: 01. August 2008, 09:49:53 von Spirit » Gespeichert

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« Antworten #8 am: 01. August 2008, 15:04:42 »

Hi Spirit,

es gibt sogar etliche "Strömungen" ... genau genommen, findest Du diese Grundidee
sehr, sehr oft wieder.

Am bekanntesten ist bei uns momentan wohl die indische Vorstellung. Da heißt es,
daß die Welt (also alles, die Welt, das ganze Universum) "Maya" ist. Eine Illusion.
Wir selbst sind es, die diese Illusion erschaffen (haben). Wir "träumen" diese
vermeintliche "Realität" nur.

Aber so interessant diese Überlegungen auch sind, so führ(t)en sie doch zu einigen
recht "unpraktischen" Schlußfolgerungen: Weil die Welt also eine Illusion ist, müssen
wir diese Illusion überwinden. Geschehen soll das mithilfe der "Abtötung" des
eigenen Ichs ... Überwindung aller Wünsche, totale Willens- und Antriebslosigkeit.

Damit bildet diese Vorstellung so ziemlich das Gegenteil von dem, was in unserer
heutigen westlichen Kultur idealisiert wird. Bei uns gilt die physisch-physikalische
Welt, die Materie, als die einzig wahrhaftige Realität ... alles anderes existiert nicht.

Trotzdem gibt es unzählige gutdokumentierte Fälle, die selbst nach wissenschaftlichen
Kriterien, erhebliche Zweifel an der Vollständigkeit des reinen Materialisms notwendig
machen. Und wenn man selbst entsprechende Erfahrungen gemacht hat, dann gibt
es sowieso keinen Zweifel.

Aber es kann halt nicht sein, was nicht sein darf ...


Viele Grüße
Niclas

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« Antworten #9 am: 01. August 2008, 15:13:14 »



Aber so interessant diese Überlegungen auch sind, so führ(t)en sie doch zu einigen
recht "unpraktischen" Schlußfolgerungen: Weil die Welt also eine Illusion ist, müssen
wir diese Illusion überwinden. Geschehen soll das mithilfe der "Abtötung" des
eigenen Ichs ... Überwindung aller Wünsche, totale Willens- und Antriebslosigkeit.


Hm, das sehe ich (für mich) jetzt nicht als Schlussfolgerung. Denn wenn ich in gewisser Weise der Erschaffer bzw. Beeinflusser der Materie bin (siehe mein Beispiel mit den Zellveränderungen), wäre es doch erst recht interessant, die Materie NICHT zu überwinden.

Sondern den Einklang mit ihr zu finden - das sehe ich als Kunststück. Nicht das Meer überwinden wollen, sondern sich mit den Wellen genau dorthin befördern lassen, wo es besonders schön ist... Wink

Liebe Grüße
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« Antworten #10 am: 01. August 2008, 15:29:11 »

Genau! claphands

Mein Verdacht ist auch, daß die "Wahrheit" irgendwo dazwischen liegt. Wenn wir wirklich
die Schöpfer dieser materiellen Welt sind, dann macht es aus meiner Sicht auch keinen
Sinn, diese Welt verlassen zu wollen ... bzw. jedes weitere Erschaffen sofort einstellen
zu wollen.

Mal abgesehen davon scheinen wir auch garnicht nicht-erschaffen zu können ... offenbar
sind wir ständig und unaufhörlich dabei. Nur macht es auch aus meiner Sicht eigentlich
nur Sinn, von dem unbewussten Erschaffen zum bewussten Erschaffen hinüberzugehen.


Gruß
Niclas
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« Antworten #11 am: 01. August 2008, 16:23:02 »

Ich kann das jetzt mal nur aus der anatomischen Ecke beleuchten:

Je größere Probleme wir auf psychischer Ebene haben, desto größer ist auch die Gefahr, materielle Probleme (Krankheiten) zu bekommen - denn in der Materie zeigt sich, was in der Seele gerade bearbeitet wird. Gedanken erschaffen Zellveränderungen.

Der Japaner Emoto mit seinen wunderschönen Wasserkristallen hat schon ein schönes Beispiel dafür gegeben, wie Gedanken materielle Strukturen verändern.

http://www.lichtkreis.at/html/Wissenswelten/Wasserbelebung/dr-masaru-emoto-wassergedaechtnis.htm

Nun müsste man daher zwangsläufig schlussfolgern, dass ein Mensch, der keine Probleme hat, auch keine Krankheiten bekommen kann und theoretisch viel länger lebt.

Da würde man dann bei der "Gleich-Gültigkeit" landen, denn wenn man allem gegenüber gelassen bleibt, kann man auch keine Probleme haben.

Doch meinen Beobachtungen nach ist genau das Gegenteil der Fall.  Roll Eyes

Menschen, die sich von der Welt bzw. der Kommunikation zurückziehen, erleiden schneller Konflikte und damit Erkrankungen als Menschen, die in einem sozialen Gefüge mit reger und funktionierender Kommunikation leben, OBWOHL sie vielleicht mehr Möglichkeiten hätten, Problemen zu begegnen als ein Mensch in der Einsamkeit.

Wo ist also der Knackpunkt?

Meiner Meinung nach in der Fähigkeit, Probleme zu LÖSEN. Es ist relativ egal, wievielen Problemen (=Aufgaben) man im Laufe seines Lebens die Stirn bieten muss, es kommt (zumindest bezogen auf die Gesundheit) immer nur darauf an, sie zu lösen.

Und das geht am allerbesten mit funktionierender Kommunikation. Was man in der Seele einkapselt, weil man nicht darüber sprechen kann/will, das kapselt sich auch im Körper ein. Sobald man im regen Austausch mit anderen Menschen steht, gibt es Möglichkeiten, eine Aufgabe leichter zu lösen. Durch das Reden kann man das Problem von verschiedenen Seiten beleuchten, abschwächen ("Das ist mir auch schon passiert" etc.), auf alle Fälle bieten sich hier Chancen.

Die ein Eremit nicht hätte.

Demnach ist das Nicht-Erschaffen kontraproduktiv, weil es möglicherweise nicht ums Nicht-Erschaffen geht, sondern um Perfektionierung des bereits Geschaffenen. Durch das erfolgreiche Lösen eines Problems gibt es eine Ent-Wicklung, das ist der Fluss, der einen trägt. Die Nicht-Erschaffung wäre Stagnation, aber keine Entwicklung.

Liebe Grüße
Spirit
« Letzte Änderung: 01. August 2008, 16:25:50 von Spirit » Gespeichert

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« Antworten #12 am: 01. August 2008, 16:46:19 »

Die Nicht-Erschaffung wäre Stagnation, aber keine Entwicklung.
Yep! So isses!

Meines Erachtens gibt es zwei ganz grundsätzlich verschiedene
Varianten des ... na, nennen wir es mal ganz allgemein:
Gleichgewichts. Entweder jemand steht wirklich über den Dingen
und schafft es ein inneres Gleichgewicht aufrecht zu halten,
weil es tatsächlich seinem Empfinden entspricht oder weil er
seine Gefühle und Wünsche unterdrückt. Gerade letzteres scheint
mir sehr weit verbreitet zu sein und führt wohl mit an Sicherheit
grenzender Wahrscheinlichkeit entweder zum absolut
gegenteiligen Ergebnis oder zur völligen Abgestumpftheit.

Das Ziel scheint es zu sein, die eigenen Wünsche irgendwie in
den Griff zu kriegen. Dementsprechend wird häufig versucht die
Wünsche auszublenden oder (als ein Übel) zu unterdrücken.
Aber auf die wesentlich einfachere Variante scheint kaum einer
zu kommen: Sie (sich) einfach zu erfüllen. In diesem Sinne
schöpferisch zu wirken.

Denn oftmals ist es ja so, daß gerade die Erfüllung eines unserer
Wünsche  zu der Erkenntnis führt, daß es möglicherweise nicht
das war, was man sich wirklich wünscht.


Gruß
Niclas
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« Antworten #13 am: 01. August 2008, 16:56:09 »

Ergänzung:

Die meisten östlichen Methoden und Techniken zur Bewusstseinserweiterung
sind allerdings genau so angelegt, daß der Rückzug des Praktizierenden in
die Einsamkeit absolut erforderlich ist. Zumindest für eine gewisse Zeit.
Den Schülern einer östlichen Weisheitslehre bleibt also garnichts anderes
übrig, als sich (wenigstens zeitweise) von der "Welt" zurück zu ziehen.

Etwas völlig anderes ist natürlich das Einigeln und Abkapseln mancher Leute.
Vielleicht nicht immer unbedingt räumlich, aber zumindet sozial und auch
kommunikativ. Aber das wird es wohl immer geben ...

Gruß
Niclas
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« Antworten #14 am: 01. August 2008, 22:12:26 »


Denn oftmals ist es ja so, daß gerade die Erfüllung eines unserer
Wünsche  zu der Erkenntnis führt, daß es möglicherweise nicht
das war, was man sich wirklich wünscht.


Ja, ich würde es sogar noch krasser ausdrücken: Sehr oft geht ein Wunsch in Erfüllung aber der Wunsch ist nicht weniger geworden. Denn solange man meint, "etwas" zu brauchen, um glücklich zu sein oder zufriedener zu sein, so wird dieses Etwas diese Lücke nicht füllen können, sondern es wird wieder "Etwas" geben, dass dann angestrebt wird, um glücklich oder zufriedener zu sein.

"Du kannst Millionen auf Deinem Sparbuch haben - solange Du nicht zufrieden bist, wirst Du Dich wie ein Bettler fühlen..."

Liebe Grüße
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