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Autor Thema: American Gods von Neil Gaiman  (Gelesen 521 mal)
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T.M.O.D. (the master of disaster)


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« am: 23. Mai 2008, 08:10:30 »

Hallo Leute,

bin gerade dabei, mir das obige Hörbuch reinzuziehen.... und bin begeistert von dieser Art von Roman, der ein Zwischending zwischen philosophischem Roadmovie, einer fantastischen Reise durch die gesellschaftlichen Niederungen Amerikas und einem Fanstasyroman ist...

Hörens- und sicher lesenswert, ich denke auch daran, mir das Buch zu kaufen.

Ich gebe hier im folgenden die Worte eines Rezensenten aus Amazon wieder:

Drei lange Jahre saß Shadow im Gefängnis ab. Als er endlich aus dem Kittchen entlassen wird, muß er erfahren, daß seine Frau Laura bei einem Autounfall auf recht frivole Weise ihr Leben ließ. Beim Flug in sein nun trostloses Zuhause, erhält er von einem sonderbaren hünenhaften Mann das Angebot, ihm als sein Helfer mit noch unbekanntem Auftrag zu folgen. Ein seltsamer Typ mit Glasauge, den er bald darauf in einer Bar wiedertreffen sollte - Wednesday ist sein Name. Shadow willigt widerwillig in den Vorschlag ein - und nun nimmt „American Gods", ein Buch, das eigentlich den Charakter eines road movies hat, seinen Lauf.
Gar sonderbare Leutchen finden sich auf der Fahrt durch das amerikanische Herzland, dem Mittelwesten, einer Aneinanderreihung eher monotoner Bundesstaaten, die sonst kaum Vorlage für literarische Bestleistungen sind. Doch was Neil Gaiman, Autor des genialen „Neverwhere", von Minnesota bis Kansas und Tennessee auf den Plan treten läßt, ist nicht nur amüsant, sondern auch sehr philosophisch. Verpackt in ein turbulentes Crossover aus Edda, Fantasy und Detektivgeschichte geht er der Frage nach, was macht das eigentliche Wesen Amerikas aus: Ist es das Land an sich in seiner Majestät, egal ob oder von welchen Menschen besiedelt? Ist es die bunte kollektive Tradition der einzelnen Einwanderkulturen mit ihrem reichen Pantheon? Oder muß in der Moderne, in der Gläubigkeit an technologischen Fortschritt und massenmedialer Hysterie nach dem Leitbild gesucht werden?

Unvereinbare Glaubenssysteme von Alt und Neu prallen aufeinander. Ein Sturm braust heran, eine Götterdämmerung zieht herauf. Und Shadow fällt eine tragende Rolle in diesem gigantischen Konflikt zwischen Tradition und Gegenwart zu. Er ist der Spielball, aber auch Auserwählte, die Zukunft in diese oder jene Richtung zu lenken - oder in ihr gar einen dritten Weg zu zeigen. Allerlei Götter, Göttinnen und Götzen kreuzen auf seiner Odyssee durch Amerikas geographisches wie metaphorisches Herz seinen Weg. Liebe und Verrat findet er ebenso wie Sieg, Niederlage oder Tod und Wiederauferstehung. Shadow wird selbst zu einer Art Halbgott, wenn gleich auch ungewollt und mit allen irdischen Makeln behaftet.
Nietzsche postulierte „Gott ist tot". In „American Gods" wird diese philosophisch-metaphysische Sicht verfeinert, indem, daß Götter solange leben, solange der Glauben der Menschen an sie bestehe. Dadurch sind sie gleichermaßen sterblich wie unauslöschlich, da sie in der einen Vorstellungsform verschwinden und in anderer erneut wie Phönix aus der Asche entsteigen. Wednesday und sein dubioser Gegenpart Mr. World wollen diesem Gesetz durch Shadow ein Schnippchen schlagen. Laura, seine „anders tote" Frau, kommt dabei die Rolle der dea ex machina zu, die immer dann zur Stelle ist, wenn es eng für ihren „anders lebendigen" Gemahl wird. Der Showdown des Buches im hinterwäldlerischen Rock City nimmt eine überraschende Wendung. Und selbst nach dem eigentlichen Ende des zentralen Erzählungsstranges zeugen weitere gelungene twist and turns für Gaimans Talent als Autor.
Wednesday, Wotan und Odin sind zwar eins, aber deshalb noch lange nicht dieselben. Alles klar? Wenn nicht, fahren Sie nach Island. Nach einem oder mehreren Drinks steht der All-Vater für ein klärendes Wort möglicherweise selbst neben Ihnen an der Theke ...


LG Admin
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« Antworten #1 am: 26. Juni 2008, 20:25:16 »

Hallo Ady,
hast du das Hörbuch zu Ende gehört?

Wie hat es dir persönlich gefallen?
Könnte es ein Geschenk für einen guten Freund sein?
Ich suche noch etwas Passendes für jemanden...  Smiley

LG, Yda
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« Antworten #2 am: 26. Juni 2008, 21:14:28 »

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« Antworten #3 am: 26. Juni 2008, 21:16:43 »

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« Antworten #4 am: 27. Juni 2008, 08:56:09 »

Lieber Admin!

Das klingt tatsächlich verwirrend.  doof Mir wurde schon schwindlig beim Durchlesen Deiner Beschreibung.... Rotwerden Hast Du Dich da gut ausgekannt?

Und vor allem: Wie geht das aus?  Heilig

Liebe Grüße
Spirit
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« Antworten #5 am: 27. Juni 2008, 15:44:32 »

Der, dem ich das zugedacht habe, ist ein kluger Kopf und wird das schon auseinanderdividieren können.
Muss ja auch für ganz kluge Leute was geben, was die graue Masse stimuliert, massiert und trainiert.  doof

Spirit, mach dir nichts draus - für mich ist das auch nichts.
Ich hätte gern die Kurzfassung davon mit Beilage der geschichtlichen, tatsächlichen Hintergründe.

Love, Yda
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« Antworten #6 am: 27. Juni 2008, 23:06:19 »

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