Heute Abend hab ich auf Rtl 2 den Film
The day After - der Tag danach gesehen[Sa 23:23] <Meilin> also der Film ist 1983 entstanden und löst bei mir immer noch das beklemmende Gefühl aus, als ich ihn sah, wie damals als ich ihn mit 17 Jahren im Kino sah.... Horrorszenario ja, doch ziemlich authentisch und doch überzeichnet dargestellt...... ich schreib was noch im TV Bereich dazu, ich muss das loswerden, bin sowas
[Sa 23:23] <Meilin> ... ich bin sowas von aufgewühlt und es muss einfach sein..........
Ja und nun setz ich das, was ich in der SB (siehe Zitat) angekündigt hatte, in die Tat um.
gleich ein paar Links und Zitate zum Verständnis und auch der Handlung des Filmes, was mich besonders anspricht im folgendem Text, hebe ich
fett heraus.
das waren die offiziellen Seiten vom Sender RTL2
http://forum.geizhals.at/t535387.htmlhttp://www.rtl2.de/9147.htmlund nun noch ein Wahnsinnstext, den ich mir ergoogelt habe.
http://www.filmzentrale.com/rezis/thedayafterth.htmThe Day After
Ein postnuklearer Aufklärungsfilm
Es gibt Filme, deren Verdienst nicht künstlerischer, sondern thematischer Natur ist. Es sind Filme, die etwas Zeitgeist konservieren, ihn ohne eine besondere Fertigkeit oder künstlerische Finesse auf Zeluloid bannen. Es sind Filme, die als solche nicht nennenswert sind, sich aber dank ihrer gesellschaftlichen Bedeutung in die Filmgeschichte eingebrannt haben. Ein solcher Film ist The Day After.
Für die Bewohner in Kansas, dem Mittleren Westen der USA, wird 1983 eine fast 40 Jahre lang gehegte Schreckensvision wahr: Der Atomkrieg bricht aus. Im Zuge des NATO-Doppelbeschlusses rüstest Westeuropa auf, wehren sich die Sowjets, belagern und besetzen West-Berlin; der Kalte Krieg wird heiß. Innerhalb kürzester Zeit starten die Atomraketen, einige detonieren in Kansas-City. Was von der Welt übrig bleibt, was Überleben in einer neuen Archaik bedeutet, das zeigt The Day After.
Die Szenen, die den Zuschauer nach dem großen Knall erwarten, sind wahrhaft beeindruckend, ja tief verstörend. Da hocken Familien in ihren nutzlosen Kellerbunkern, die allmählich zu Jauchegruben werden, warten ohne zu wissen, wie lange und vor allem worauf eigentlich. In den Resten ehemaliger Krankenhäuser führen Ärzte den absurden Kampf gegen den Strahlentod, an dem sie schließlich selbst zugrunde gehen. Draußen geht es noch verzweifelter zu: Kutschen rollen durch allseitiges Ödland und ausgebrannte Städte, Staub und Ascheregen hüllen die Landschaft ein. Zerlumptes, verbranntes und haarloses Volk säumt ehemalige Highways, nukleare Aussätzige, die um die letzten Artefakte der untergegangenen Zivilisation kämpfen. In Kirchen, die nur noch aus einem Kreuz bestehen, erschallt die Offenbarung wie ein tagesaktueller Kommentar. Das Leben ist wieder so geworden, wie Hobbes es befürchtet hat: eklig, viehisch und kurz.
So bedrückend und verstörend die Szenen auch sind, so wenig liegt das an einem nüchternen Realismus der Darstellung. Denn was man zunächst dafür halten könnte, ist tatsächlich nur der ästhetische Code des Fernsehfilms, der The Day After ist. Wie tief er dem Stil von TV-Serien aus den 70ern bis 80ern entspringt, zeigt sich in dem überlangen Intro, das beabsichtigt wie eine Mischung aus Waltons, Denver-Clan und Werbevideo örtlicher Wirtschaftsverbände wirkt. Eine solch ereignislose, scheinheilige Welt schreit geradezu nach ihrer Vernichtung, möchte man meinen, wäre da nur nicht das allzu Authentische des politisch-militärischen Herganges. Schon in diesem ersten Teil verleiht gerade die Glaubwürdigkeit der Ereignisse dem Film seine Wirkung, die im zweiten Teil in einer fast unerträglichen Atmosphäre des Untergangs gipfelt. Und so erscheinen auch die eindimensionalen Sitcom-Charaktere überaus glaubwürdig, wenn sie die Eskalation in Berlin und später Deutschland lange Zeit nicht ernst nehmen: Man hat mit der Gefahr zu leben gelernt, sich eingerichtet im Rüstungswettlauf und Systemwettbewerb und dem Glauben, am Ende doch davonzukommen.
Vor dieser Gefahr der Alltagswerdung atomarer Vernichtungspotenziale versucht The Day After mit seinem Horrorszenario zu warnen. Anstatt jedoch auf das Grauen der bloßen Bilder zu setzen, fühlte Regisseur Nicholas Meyer sich offenbar genötigt, diese auch noch zu kommentieren. Das führt zu fast schon komischen Szenen, etwa wenn die Charaktere einander zu erklären scheinen, was Strahlung ist, aber eigentlich den Zuschauer schulmeistern – als ob die seit den frühen 50er Jahren hysterischen Amerikaner nicht genau gewusst hätten, was Fallout oder Strahlung sind. Diese Belehrungen ebenso wie die satirische, Kubricks Dr. Strangelove entlehnte, Radioansprache des Präsidenten – nach den Atomschlägen gibt es einen Waffenstillstand zwischen den USA und der UDSSR – verwässern die dichte Atmosphäre aus Entsetzen und Ausweglosigkeit.
The Day After ist trotz seiner Fernsehfilm-Ästhetik und seines Alters noch immer so bedrückend und nahegehend wie am ersten Tage. In einer Welt, die auch heute noch ein hundertfaches Potenzial an atomarer Selbstzerstörung aufweist, ist dieser postnukleare Aufklärungsfilm weiterhin sehenswert, zum Glück jedoch mittlerweile mehr Fiktion als mögliches Ergebnis politischer Verirrungen.
Thomas Hajduk
und noch den Link von Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Tag_danachDer Film, der explizit mit dem Ziel gestaltet wurde, eine starke Wirkung in der breiten Öffentlichkeit zu erzielen, hat zum damaligen Zeitpunkt erstmalig in einem Hollywood-Film die Folgen eines solchen Atomschlages dargestellt. Dabei wurde auf die Interessen des Massenpublikums und des Mediums Fernsehen insoweit Rücksicht genommen, als man sich auf die amerikanische Bevölkerung beschränkte und etwa der Tod von Hauptpersonen nicht ausgespielt wurde. Die Handlung des Films endet mehrere Wochen nach den Angriffen und konzentriert sich daher auf die kurzfristigen Folgen. Weitere Aspekte wie z.B. der nukleare Winter oder die gesellschaftliche Verrohung werden nur angedeutet oder nicht gezeigt. Dennoch wurde durch diesen Film eine Diskussion in den USA und Europa ausgelöst. Zum damaligen Zeitpunkt stellte der Film für viele die radikalste Darstellung eines Atomkriegs dar. Das gleiche Thema ist 1984 auch Inhalt des britischen Films Threads.
Anders als bei Filmen wie Top Gun, die großzügige Unterstützung vom US-Militär bekamen, war das Pentagon von diesem Filmprojekt schon im Vorhinein alles andere als begeistert und soll versucht haben, es zu verhindern.
Der Film ist der bislang erfolgreichste Fernsehfilm. Allein in den USA hatte er eine Einschaltquote von 100 Millionen Zuschauern. In anderen Ländern wurde er zunächst im Kino gezeigt.