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Autor Thema: Wie entsteht ein Hurrikan  (Gelesen 300 mal)
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T.M.O.D. (the master of disaster)


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« am: 04. September 2008, 18:31:57 »

Aus aktuellem Anlass --- soeben hat Gustav für Angst und Schrecken gesorgt, momentan schlägt gerade Hanna zu und Ike lauert schon in den Weiten des Atlantik auf seinen Auftritt:

Die Entstehungsbedingungen für tropische Stürme sind recht komplex. Es lassen sich aber einige wichtige Voraussetzungen für die Sturmbildung aufstellen:

Das Meer muss eine Wassertemperatur von mindestens 26 bis 27 Grad aufweisen. Ausnahmen stellen aus ehemaligen außertropischen Tiefs entstehende Stürme dar, die sich manchmal schon bei Wassertemperaturen von 20 bis 24 Grad umwandeln können. Entscheidend ist nicht die absolute Wassertemperatur, sondern die Differenz zur Lufttemperatur in höheren Schichten.
Das Meeresgebiet muß groß genug sein. Die Ostsee reicht dafür nicht aus, selbst wenn sie warm genug wäre.

Direkt am Äquator können sich keine Stürme bilden, da hier die Corioliskraft - siehe hier: (Corioliskraft... und ihre Auswirkungen ?) fehlt, die die Drehbewegung verursacht. Erst ab etwa 5 Grad nördlicher und südlicher Breite reicht die Corioliskraft - die ablenkende Kraft durch die Erddrehung - aus.

Es darf keine große vertikale Windscherung auftreten. Das bedeutet: Weht der Höhenwind aus einer anderen Richtung oder deutlich stärker als der Bodenwind, dann sind die Voraussetzungen ungünstig, der Sturm oder der entstehende Sturm bekommt sozusagen Schieflage und wird förmlich auseinandergetrieben.

Der Sturm braucht einen "Startmechanismus", aus dem er sich aufbauen kann. Das kann eine Wellenstörung ("Easterly Wave") in der tropischen Passatströmung sein oder auch ein außertropisches Tief, das sich in einen tropischen Wirbel umwandelt.

Kommen alle diese Voraussetzungen zusammen, dann kann sich aus solch einem tropischen Tiefdruckgebiet ein Wirbelsturm bilden. Hier steigt die feuchtwarme, von der Sonne aufgeheizte Luft auf, und es bilden sich dicke Gewittertürme. Am Erdboden fehlt jetzt Luft, sodass der Luftdruck fällt. Um den Druckunterschied auszugleichen, strömt von außen neue Luft heran, die wiederum aufsteigt. Durch die Erddrehung (via Corioliskraft) wird das System in Drehbewegung versetzt, und ein Wirbel entsteht. Je schneller die Luft aufsteigt, desto größer wird auch die Drehbewegung und damit die Windgeschwindigkeit. Bei der Wolkenbildung wird zusätzlich Wärme freigesetzt, die den ganzen Prozess noch weiter anheizt. Sind die Bedingungen günstig genug (kaum Scherung, sehr warmes Wasser, kein Land in der Nähe), dann kann sich ein gewaltiger Hurrikan zusammenbrauen.

Für den Atlantik und den Nordostpazifik steht dem National Hurricane Center in Miami eine Namensliste für 6 Jahre zur Verfügung. In jedem Jahr wird bei dem Buchstaben A angefangen, abwechselnd mit einem weiblichen und einem männlichen Namen. Nach Ablauf der 6 Jahre beginnt die Liste wieder von vorne.



Hat nun ein Sturm enorme Schäden angerichtet und/oder viele Todesopfer gefordert, wird der Name dieses Sturms aus der Liste gestrichen und taucht nie wieder auf, so zum Beispiel HUGO 1989, ANDREW 1992, MITCH 1998, KEITH 2000 oder KATRINA, RITA und WILMA im Jahre 2005.

LG Admin
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Kelte
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« Antworten #1 am: 04. September 2008, 21:59:26 »

Warum fallen die Taifune nicht unter die selbe Kategorie?
Kelte
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Glaube und Wissen verhalten sich wie zwei Schalen einer Waage ...
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« Antworten #2 am: 04. September 2008, 22:22:54 »

Tun sie, sie sind nur nicht Teil der amerikanischen Realität  Grin
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Yda
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« Antworten #3 am: 05. September 2008, 01:41:18 »

Das ist ja interessant.
Diese Benamsung hatte ich schon mal irgendwo gelesen,
aber ich wusste bislang nicht, dass die besonders heftigen dann einmalig bleiben, indem diese Namen
nicht mehr wieder genommen werden.

Katrina ist mir noch ein Begriff, aber Rita und Wilma überhaupt nicht.

Danke schön für die Infos!
LG, Yda
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Forumsprobleme hab ick keene. Frappant, oder? (ok, der letzte war jetzt gemogelt.) whistle
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