tut mir leid, wollte mich outen. habs nicht sofor für notwendig erachtet. hab immer mitgelesen, wie amoruritme verhöhnt wurde.
das zum thema es gibt hier keine ironie, sarkasmus etc.
hat mir weh getan, wie mit ihm umgesprungen worden ist. deswegen hab ich heut mit einer grundnegativen einstellung zu schreiben begonnen.
bin dir jedenfalls dankbar, spirit, dass du mich nicht auch "ausgelacht" hast.
nein, ich hab keine kinder. ich werd jedenfalls heute noch von dem profil-artikel zitieren, wie ich gesagt habe.
beim thema erziehung bin ich noch sehr vorsichtig - für die kindergrippe bin ich aber nicht aus prinzip... so wie das in dem artikel angedeutet wird... wenns nicht anders geht- ok. und ich verurteile auch sicher niemanden.
ich halts nur für bedenklich alles auf einmal "haben" zu wollen. karriere, kinder... etc ein arbeitskollege sagte letztens zu mir, die familie laufe ja so nebenbei, neben der familie - und er verstünde nicht warum ich nicht so karrierefixiert bin...
Schau Kitkat - ich bin Mutter von drei Kindern und ich würde für meine Kinder wahrscheinlich alles tun. Nachdem ich anfangs gar keine Kindern bekommen konnte, dann war ich schon angemeldet für eine Adoption, machte alle dafür notwendigen Kurse, dann wurde ich doch schwanger - ein medizinisches Wunder lt. Auskunft der Ärzte. Das Kind starb noch in meinem Bauch.
Für mich waren Kinder immer - und sind sie heute noch - die größten Wunder dieser Erde. Ich bekam dann noch drei Kinder, Mädchen, die heute schon 20, 19 und 16 sind.
Ich hatte vorher einen Spitzenjob den ich aufgab und ich bereue es nicht - ich habe die Jahre mit meinen Kindern total genossen und mir tut jede Frau leid, die arbeiten gehen muss und diese Zeit nicht mit den Kindern verbringen kann. Das ist auch der Grund, warum ich FÜR ein großzügiges Kindergeld bin, damit es den Frauen (entschuldige ich meine auch Männer damit) ermöglicht wird diese Jahre beim Kind zu bleiben.
Als sie größer wurden, ging ich halbtags arbeiten, weil sie sowieso vormittags in der Schule waren. Und das bin ich heute auch noch - weil meine Jüngste sonst keine einzige Hausübung machen würde *grins*.....
Soviel zur Ausgangssitation, damit Du meine Reaktionen auch verstehen kannst.
Ich habe Freundinnen, denen gings nicht so gut wie mir - Vollzeitjob MUSSTE sein damit die Familie über die Runden kam. Und sie checkten das auch irgendwie - und ihre Kinder sind tatsächlich selbständiger als meine Mamamädels, denen die Mama alles hintnachräumt.
Und ich denke, es kommt sicher in erster Linie darauf an, WIE man die Zeit mit den Kindern verbringt - Qualität vor Quantität. Denn meine Freundinnen haben halt dann mit ihren Kindern in der spärlichen Freizeit viel unternommen, um das wieder wettzumachen.
Es schmerzt, wenn hier Egoismus oder Böswilligkeit unterstellt wird bei solchen Frauen. Das ist auch der Grund, warum ich bei dieser Verurteilerei nicht mitspiele - denn wäre ICH in der finanziellen Situation gewesen, dass ich einen Vollzeitjob annehmen MUSS, wäre ich deshalb ein Monster?
Mir gehts einfach darum, dass jeder Vater, jede Mutter in den meisten Fällen versuchen wird, sein/ihr Bestmöglichstes für die Kinder zu tun. Und das sollte dem anderen auch immer zugestanden werden - das wäre eine völlig andere Basis für eine Diskussion.
Und das fehlt hier - hier wird EIN Weg genannt, und der MUSS der einzig richtige sein - das sehe ich eben nicht so - auch wenn ich diesen Weg gegangen bin.
Liebe Grüße
Spirit