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Autor Thema: Erstgeborene sind intelligenter?  (Gelesen 1559 mal)
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JimmyVoice
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« Antworten #30 am: 08. Juli 2007, 22:23:19 »

Es heisst ja auch : Wer klug ist, stellt sich dumm. und Der Kluge kann sich immer dumm stellen, doch der Dumme kann niemals auf Klug machen
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« Antworten #31 am: 09. Juli 2007, 20:29:55 »

Hi Ihr Lieben,

Und weil wir möchten, dass unsere Kids gut überleben, lehren wir ihnen genau diese Maßstäbe. Sonst hätten sie nämlich Nachteile, und das wollen wir ja nicht.  Roll Eyes

In jeder Kultur ist es so, dass Eltern ihre Kinder SO erziehen, dass sie innerhalb der "Regeln" dieser Kultur möglichst erfolgreich leben können und möglichst viele Vorteile haben. Damit zementiert man leider die Regeln immer mehr.

Heißt das also in letzer Konsequenz: entweder ich laufe mit sämtlichen Regeln (egal ob ich sie für sinnvoll halte oder nicht) und bringe dies auch meinen Kindern bei oder ich muss mir anderseits den Vorwurf gefallen lassen, meine Kinder falsch erzogen zu haben und ihnen somit das Leben schwer gemacht zu haben, bzw. aus ihnen Außenseiter gemacht zu haben?

grübelnde Grüße
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Ich wünsche uns allen zwei treue Freunde: Liebe und Frieden.
Spirit
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« Antworten #32 am: 09. Juli 2007, 20:44:33 »

Ja, ich denke, in diesem Dilemma stecken wir. Aber die gute Nachricht: Es geht zwar langsam, doch mit jeder Generation ändert sich ein bisschen.

Ich merke das z.B. bei den Türken in unserer Gegend: Die Mutter trippelt mit dem Kopftuch und bodenlangem Mantel bei 40 Grad im Schatten 1 Meter hinter ihrem Mann her, davor geht selbstbewusst die jugendliche Tochter - in Jeans, mit erhobenem Haupt und ohne Kopftuch. Man passt sich an. Und versucht, seine Kinder so zu erziehen, dass sie die besten Chancen haben.

Liebe Grüße
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« Antworten #33 am: 20. August 2007, 12:44:10 »

...
Erstgeborene haben möglicherweise tendenziell ein Zuwendungsplus in ihrer Kleinkindphase, was z.B. der Sprachentwicklung förderlich sein dürfte, die einen erheblichen Anteil an den Möglichkeiten hat, Wissen hinzu zu gewinnen und zu vernetzen.

Hinzufügen möchte ich, dass es sicher auch zu beachten gilt, in welchem zeitlichen Abstand die Geschwisterkinder geboren wurden.

Meine Kinder sind nur eben grade so zwei Jahre auseinander, d.h. ich war das zweite Mal schwanger, als mein Erstling grade mal eben so zu laufen anfing. Werdende Mütter kümmern sich schon während der Schwangerschaft auch um das 2. Kind, sei es eben nur aus körperlichen Unpässlichkeiten heraus oder hinsichtlich der Ausrichtung der Wohnung auf den Zuwachs. Da kann ein Erstgeborenes schnell in den Hintergrund rücken, was deinem o.G. dann widersprüchlich gegenübersteht.

Aus dem Abstand der Jahre betrachtet muss ich leider zugeben, dass ich meine Tochter zu schnell als "die Große" betitelt und auch behandelt habe... Sie war selbst noch so bedürftig, und ich habe sie oft unbewusst benachteiligt. Sie ist eine zu wenig bemutterte Frau geworden.
Zum Glück arbeiten wir jetzt bewusst daran und sind trotz dieser Definzite nun doch noch dabei, eine gute Mutter-Tochter-Verbindung zu erarbeiten, was mich sehr glücklich macht.

Mein zweites Kind hat sich in der frühsten Kindheit stark an der älteren Schwester orientiert.
Das ist ganz normal und wohl in allen Geschwisterkonstellationen zu beobachten, falls der Altersabstand nicht zu groß ist und für das jüngere der ältere unnereichbar wirken oder sein kann.
Durch die geschwisterliche Vorbildwirkung ist mein Sohn schneller selbstständig geworden als meine Tochter. Sie hat ja bei der Erziehung quasi mitgeholfen. Sie hat ihm gezeigt, wie man Schnürsenkel bindet und vieles andere mehr...

Ich denke nicht, dass Intelligenz mit der Stelle, die man in der Geschwisterabfolge einnimmt, begründbar ist.
« Letzte Änderung: 20. August 2007, 12:45:57 von Ida » Gespeichert

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« Antworten #34 am: 20. August 2007, 12:54:38 »

...In jeder Kultur ist es so, dass Eltern ihre Kinder SO erziehen, dass sie innerhalb der "Regeln" dieser Kultur möglichst erfolgreich leben können und möglichst viele Vorteile haben. Damit zementiert man leider die Regeln immer mehr.

Liebe Spirit, das hast du sehr gut rausgearbeitet!

Welchen Spagat müssen z.B. die muslimischen Familien im christlichen Ausland bei der Kindererziehung machen...!
Eigene Position beziehen für sich und extra nochmal für die Kinder und deren Zukunft.

Jasmin, als Flüchtlingskind aus Zagreb dann in Deutschland gelandet, ist ein weiteres Beispiel hierfür.

Nicht zuletzt die in der DDR Geborenen, die nach der Wende sich selbst und ihre Kinder im anderen, z.T. als übergestülpt erlebten Gesellschaftssystem neu einsortieren mussten...

Zementierte Regeln sind ungesund.
Zu große Wechsel mitunter aber ebenso.
Es bedarf schon einer gewissen Lebensweisheit, Kinder intelligent zu erziehen. Nur wenige junge Eltern haben diese.
Was wiederum ein Plädoyer für Spätgebärende ist.   Wink
Trotzdem bin ich nicht böse drum, eine junge Mutter gewesen zu sein. Hat auch Vorteile...

Und zumindest sind meine beiden Kinder in der Lage, ihr eigenes Geld zu verdienen - die Erstgeborene OHNE abgeschlossene Berufsausbildung, der zweite mit. Ganz schön intelligent beide, oder?  Cheesy

« Letzte Änderung: 20. August 2007, 12:58:25 von Ida » Gespeichert

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« Antworten #35 am: 28. August 2007, 18:19:57 »

Hallo Foris!
Würde mich sehr freuen, wenn noch jemand was zum Thema schriebe.
Suche doch Bestätigung oder Reibung an meinen Gedanken...  Grin
Morgen hab ich frei und sicher Zeit zum Forumserieren.

Bi ba,
I da
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« Antworten #36 am: 28. August 2007, 21:11:43 »

...ok, wenn's denn also nicht die Zuwendung ist, vielleicht ist es bei denen, die die nicht bekommen, das frühe Pushen zur Selbstständigkeit und die leichte Überforderung (das Gehirn mag ja leichte Überforderung, wie die meisten Organe, die dann etwas wachsen, um sich den gesteigerten Ansprüchen an zu passen).
Menschen sind ja in der Regel recht wenig monokausal in den Impulsen, die sie für irgendetwas verwenden.


Ja, hast recht, die Spielereien hier fordern mich auch nicht so richtig ... Grin
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« Antworten #37 am: 05. September 2007, 22:27:32 »

Liebe Ida, hallo an Alle!

Ich denke, diese ganze Geschichte mit der Konstellation hält nicht wirklich. Es gibt soviele Charaktereigenschaften bei Kindern, die nicht mit der Reihenfolge erklärbar sind.

Ich hab drei Kids und jedes reagiert völlig unterschiedlich - das spätere Lernverhalten bzw. Erfolg beim Lernen hängt von so vielen Faktoren ab, dass die Geburtsreihenfolge bestenfalls einen kleinen Faktor dabei ausmacht.

Ich bin, wie schon erwähnt, in der Geschwisterreihenfolge mittendrin gewesen und hatte eine höheren Schulabschluss als die älteren Geschwister - es kommt möglicherweise auf die Motivation, das Temperament, die Hartnäckigkeit des Kindes UND der Eltern drauf an.

Der Eltern deshalb, weil die Eltern ja auch entscheiden, ob sie den langen Atem und die finanziellen Möglichkeiten haben, Kinder lange ausbilden zu lassen.

Liebe Grüße

Spirit

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« Antworten #38 am: 06. September 2007, 14:24:20 »

Hi,
ich denke schon, dass es psychologisch im Hinblick auf die Entwicklung des Kindes eine Rolle spielt, an welcher Stelle der Geschwisterreihenfolge jemand steht.
Als ich mit meiner Tochter beim Jugendpsychologen war, war das sogar die erste Frage, die uns gestellt wurde!
Erst danach kam die Frage nach Familie: wann die Scheidung war, ob Vater-Kontakt besteht etc.

Ich werde mal im Internet suchen, ob ich noch was Fundierteres darüber finden kann.
Spannendes Thema.
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« Antworten #39 am: 06. September 2007, 15:44:36 »


Spannendes Thema.

Ja, finde ich auch.  Smiley

Es wird schon einen Einfluss haben, denke ich. Ich glaube nur nicht an die Wichtigkeit dieses Einflusses - denn es gibt so viele Einflüsse und Faktoren, dass nur alle zusammen eine Richtung bestimmen können.

Z.B. ob das Kind eher lebhaft ist oder ruhig, (meine Älteste ist lebhaft, die Zweite ruhig - bei meinen Geschwistern wars genau umgekehrt)
ob sich die Familienverhältnisse zwischenzeitlich ändern, (z.B. die vielzitierte Scheidung, die aus den Söhnen Partnerersatz machen kann)
wie der Abstand zwischen den Geschwistern ist (Mama hatte Zeit fürs Erste oder bekam sofort das Zweite oder der "Nachzügler nach 20 Jahren)
und so weiter....

Darum glaube ich nicht, dass die Geschwisterreihenfolge so ausschlaggebend sein kann. Auch meine subjektiven Erfahrungen im Umkreis, dass Erstgeborene intelligenter sein sollen, besagt eher das Gegenteil.  Roll Eyes

Aber es interessiert mich sehr, das Thema - wenn Du dazu noch was findest, würde es mich sehr freuen!

Liebe Grüße
Spirit
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