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Autor Thema: Seelische Krueppel durch Scheidung  (Gelesen 1433 mal)
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Spirit
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« Antworten #15 am: 01. Dezember 2007, 22:30:44 »

@Meylyn:

Ich denke auch nicht, dass das Elternhaus zwingend etwas mit der eigenen Beziehung zu tun hat. Es kann sein, muss aber nicht - bei uns wars so, dass meine Eltern nun über 50 Jahre verheiratet sind (und noch immer total liebevoll und achtsam miteinander umgehen), und von 4 ihrer Kinder sind drei davon geschieden.

Wenn die Rechnung stimmen würde, müsste es umgekehrt sein....

@Wolfsfrau:

Das erinnert mich jetzt an einen Onkel von mir, da hab ich manchmal bei seiner Tochter geschlafen, als wir beide noch klein waren. Ich hatte immer fürchterliche Angst vor ihm, denn er kam nachts immer betrunken nach hause, stritt lautstark mit meiner Tante und rief dann immer, er würde sie verlassen und jetzt auf der Stelle sein "Weibi" holen und mitnehmen (meine Cousine). Sie hielt ihn immer davon ab, in unser Zimmer zu kommen....

Er weinte dann immer und wenn meine Cousine aufgewacht war und rausging, dann nahm er sie in den Arm und weinte sich bei ihr (!) aus, wie schlecht doch die Mutter sei und sie sei sein "einziges Weibi" und und und... Da war ähnliches - er versuchte, sie zur Verbündeten zu machen.

Meine Cousine war da hoffnungslos überfordert damit - na klar, sie liebte Mama UND Papa. Wie konnte er von ihr verlangen, sich auf eine Seite zu stellen? Aber Besoffene sind offensichtlich in ihrem Selbstmitleid so.

liebe Crüße
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Yda
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« Antworten #16 am: 01. Dezember 2007, 22:59:42 »

@Meylyn:
Ich denke auch nicht, dass das Elternhaus zwingend etwas mit der eigenen Beziehung zu tun hat. Es kann sein, muss aber nicht - bei uns wars so, dass meine Eltern nun über 50 Jahre verheiratet sind (und noch immer total liebevoll und achtsam miteinander umgehen), und von 4 ihrer Kinder sind drei davon geschieden.

Wenn die Rechnung stimmen würde, müsste es umgekehrt sein....

Liebe Spirit,
hier mag ich meine Sicht einwerfen.

Ich denke, wir können die Beziehungen von verschiedenen Generationen nicht mehr miteinander vergleichen, da sich IMMENS viel geändert hat!
Welche Umwelt-/Außen-/Medieneinflüsse strömen heute auf die jungen Paare ein, die so oft junges Glück verunsichern oder auch die Beziehung zerstören?
Ok, die alten Paare kriegen diese Einflüsse jetzt ja auch noch mit, aber die sind a) in einer langjährigen, gefestigten Partnerschaft, die sich nicht mehr so rasant wandelt und haben b) nicht mehr das Bedürfnis, alles Neues aufzunehmen. Also leben mehr in ihrer kleinen Welt, die oft ja auch schon außerhalb des Berufslebens, abgekoppelt ist.

Auch waren sie oft quasi zwangsverpflichet, durchzuhalten, da Scheidung nicht angesagt war und DURCHHALTEN die Devise lautete. Bei deinen Eltern scheint es wahre Liebe und gut im Fluss zu sein, was mich sehr freut. Meine Eltern halten mir auch ihr Vorbild hin (!), sind aber die, die wegen Moral und gemeinsamen Hauses zusammenbleiben... Nicht wirklich angenehm, aber sie durchblicken das nicht mehr!

Liebe Grüße, Yda
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DieWölfin
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« Antworten #17 am: 02. Dezember 2007, 10:17:36 »

Hallo Wölfin,

du hast geschrieben

Zitat
...wurde sie vermutlich von Geburt an bis zum 5 Lj. mißbraucht...

Wurde das nicht polizeilich und gerichtlich untersucht?? Das muss doch die Hölle sein, wenn hier keine Klarheit herrscht? Wenn das stimmt, muss es Gerechtigkeit geben, anders ist mir das nicht vorstellbar...

LG Troll  Afro

Nein, ich habe keine Anzeige erstattet, auf Anraten der Therapeutin, des Jugendamtes und der Anwältin...
Leider sind so kleine Kinder nicht in der Lage, exakte Angaben zu machen wie genaue Zeitpunkte oder Orte
Es fiel mir schwer, das zu akzeptieren...es herrscht trotzdem ziemliche Klarheit, WAS und WER . . .es gab
eben nur keine Verurteilung oder Strafe...die Kleine wollte diese Dinge einfach nur vergessen.
Es gibt nichts schlimmeres für so ein Kind, als wenn hinterher bei einem Gerichtsurteil die Täter freigesprochen
werden, als wenn es gelogen hätte...außerdem ist diese Materie etwas komplizierter, als es den Anschein hat.
Sie liebte diese Leute ja und wollte nicht daß die bestraft werden (Dann kommt der Papa ins Gefängnis, war
mal eine Aussage von ihr in Therapie, man kann sich an 5 Fingern abzählen wo sie solche Info herhatte, oder?)

Das Thema Mißbrauch ist ein sehr komplexes Thema, viele haben falsche Vorstellungen davon und können
sich garnicht vorstellen, wie kompliziert die psychologischen Vorgänge in Mißbrauchsopfern sind. Viele wissen
ja nichtmal wie häufig Mißbrauch innerhalb von Familien vorkommt und was der bewirkt. Wußtest du z.B., daß
jedes 4. Mädchen und jeder 6. Junge bis zum 16. Lebensjahr mindestens 1x Mißbrauch erlebt?? Das sind
offizielle zahlen des Familienministeriums von 1994....OFFIZIELLE Zahlen...stell dir eine Schulklasse von 30
Kindern vor, dann weißt du wieviele Mißbrauchsopfer darunter sitzen....ohne die Dunkelziffer...

Oder wußtest du, daß fast alle Kinder, die schon in ganz jungen Jahren mißbraucht werden, meist im
Laufe ihrer Kindheit von mehreren Leuten mißbraucht werden, die untereinander nicht mal etwas
voneinander ahnen? Weil diese Kinder bestimmte "Signale" aussenden, werden sie gleich mehrfach als
Opfer auserkoren...das macht dann auch eine glaubwürdige Aussage vor Gericht so schwierig, weil sie
da dann oft dinge durcheinanderwerfen...

Oder wußtest du, daß Kinder sich während eines Mißbrauchs oft "abschalten", weil ihre Psyche das sonst
nicht überleben würde? Daß Mißbrauch bei kleinen Kindern seltenst richtigen Geschlechtsverkehr beinhaltet,
weil das zu leicht nachzuweisen ist? Kennst du die Anzeichen, die auf einen Mißbrauch hindeuten können?
EIN Symptom alleine kann alles mögliche bedeuten oder auch garnichts, erst die
Kombination gewisser Anzeichen deutet auf Mißbrauch hin....Ich bin mittlerweile selber sowas wie ein
Experte in dieser Thematik...und eins kann ich dir mit Sicherheit sagen...es kommt häufiger vor, als du
dir das ausmalen möchtest....und ein Kind, das über Mißbrauch berichtet, denkt sich das nie aus, es wird nur
beim kleinsten geäußerten Zweifel nichts mehr erzählen und lieber weiter leiden....Kinder die mißbraucht werden
versuchen verzweifelt auf ihre Lage aufmerksam zu machen, nur meist werden die Anzeichen und
Hilferufe übersehen....

Ich habe andere Wege gefunden damit umzugehen, mein Haß ist verraucht, denn er führt ins Nichts und hilft
niemandem...Ich habe Geduld gelernt, sie hat diese Dinge wirklich vergessen, was ich nie für möglich gehalten hätte...
Mittlerweile ist sie 13 und seit ein paar Monaten wieder in Therapie, weil sie sich erinnern möchte,
nachdem sie auf dem Dachboden Fotos fand und nicht wußte wer diese Leute sind, will sie mehr wissen... ich
habe dafür gesorgt, daß wir stabil wurden, unser Leben zur Ruhe kommt, damit sie irgendwann den Wunsch hat
sich zu erinnern, was jetzt der Fall ist...Wenn S I E es möchte, werde ich vor Gericht gehen...

Ich glaube daran, daß es eine höhere Gerechtigkeit gibt...nur so nebenbei...mein Ex-Mann hat wohl seit einigen
Jahren Krebs, wohl unheilbar...und kämpft um sein Leben...vielleicht hat er ja den Wunsch, vorher reinen Tisch
zu machen...was für meine Tochter sicher die beste Lösung wäre, statt eine Gerichtsverhandlung... Das weiß ich
allerdings nicht sicher, nur aus 3.Hand, da die ganze Familie nach und nach hier weg zog. Ich brauche kein
Gericht, daß uns Ruhe verschafft oder Gerechtigkeit gibt...nicht mehr...ich dachte auch mal anders...

Wenn du noch Fragen hast, frag ruhig...aber ich könnte mir vorstellen, daß das ein wenig ins OT grutscht ist?
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« Antworten #18 am: 02. Dezember 2007, 11:09:25 »

Hallo Wölfin,
ist überhaupt nicht OT.. Danke für deine aufwühlenden Beiträge!
LG Admin
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DieWölfin
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« Antworten #19 am: 02. Dezember 2007, 11:44:15 »

Hallo Wölfin,
ist überhaupt nicht OT.. Danke für deine aufwühlenden Beiträge!
LG Admin

Hallo Admin

Die sollen aber eigentlich garnicht aufwühlend sein. Ich versuche das so sachlich wie möglich zu behandeln.
Alles andere ist unklug, destruktiv und wenig sinnvoll....
Ich denke, du verstehst, wie ich das meine...
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« Antworten #20 am: 02. Dezember 2007, 11:53:56 »

Wölfin, deine Beiträge sind sachlich, keine Frage... Nichtsdestotrotz erregen sie Emotionen, zumindest bei mir.
lg Admin
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MeYLYn
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« Antworten #21 am: 02. Dezember 2007, 12:10:49 »

Wölfin, deine Beiträge sind sachlich, keine Frage... Nichtsdestotrotz erregen sie Emotionen, zumindest bei mir.
lg Admin

oh ja
treffender hätte ich es auch nicht ausdrücken können.

Auch bei mir tut sich emotional sehr viel.
Vielleicht auch, weil ich ein kleines Mädchen von 5 Jahren habe.
Was nun nicht heißt, dass ich glaube, ihr Papa täte ihr so etwas an.
Sorry, diese obige Aussage ist nicht im geringsten sachlich von mir.

Liebe Grüße Meilin
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« Antworten #22 am: 02. Dezember 2007, 12:45:13 »

Ihr Lieben,
ich finde es einfach sehr zu Herzen gehend, von vielen hier die Lebensgeschichten lesen zu dürfen!
Das schafft Nähe und Verbundenheit, obwohl wir uns nicht persönlich kennen.
Das zeigt, wie klug der Schreibende mit seiner Vergangenheit umgeht, diese zu bewältigen.
Und es macht auch Hoffnung, dass ein jeder sich sein Glück erschaffen kann, wonach er sich sehnt.

Zum eigentlichen thread-Thema ist mir auch noch was eingefallen, also zum Thema Scheidung allgemein.
Ganz früher starben die Leute eher.
Da war man mit 40 schon verbraucht. Der Angetraute musste nicht sooooo ewig lange ertragen werden, wie heute, wo die Menschheit doppelt so alt und noch älter wird!
Wenn ich heute mit 40 noch agil bin und weiß, dass mir noch eine lange Spanne Zeit zur Verfügung steht, dann kann ich mich eben nicht damit zufriedengeben, an jemandem zu leiden, der sich mit mir nicht mitentwickelt oder absolut nicht zu mir passt!

Mir machen manchmal auch die Selbstzweifel und -vorwürfe zu schaffen, wenn ich dran denke, dass meine Kinder im zarten Alter von 3 und 5 Jahren durch die von mir forcierte Trennung den Papa verloren - wobei er sich dann nicht mehr blicken ließ, was ich nie so vorhatte!!!
Sie bekamen von mir mehrere potentielle neue Väter präsentiert. War sicher nicht immer lustig, vor allem grade in Trennunsphasen nicht, aber es gibt nicht nur negative Aspekte daran. Sie haben so nun mehrere Vorbilder, an denen sie sich orientieren könnten, wenn sie wollten. Besser mehrere Vater-Varianten, als eine Null-Orientierung eines Sohnes, desse Mutter männerfeinlich geworden ist und keinerlei brauchbare (!) Hinweise für das eigene Mann-Werden geben kann.
Oder wie seht Ihr das?

LG, Yda
« Letzte Änderung: 02. Dezember 2007, 12:49:07 von Yda » Gespeichert

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« Antworten #23 am: 02. Dezember 2007, 16:14:25 »

Ihr Lieben,

Mir machen manchmal auch die Selbstzweifel und -vorwürfe zu schaffen, wenn ich dran denke, dass meine Kinder im zarten Alter von 3 und 5 Jahren durch die von mir forcierte Trennung den Papa verloren - wobei er sich dann nicht mehr blicken ließ, was ich nie so vorhatte!!!
Sie bekamen von mir mehrere potentielle neue Väter präsentiert. War sicher nicht immer lustig, vor allem grade in Trennunsphasen nicht, aber es gibt nicht nur negative Aspekte daran. Sie haben so nun mehrere Vorbilder, an denen sie sich orientieren könnten, wenn sie wollten. Besser mehrere Vater-Varianten, als eine Null-Orientierung eines Sohnes, desse Mutter männerfeinlich geworden ist und keinerlei brauchbare (!) Hinweise für das eigene Mann-Werden geben kann.Oder wie seht Ihr das?

LG, Yda


Hallo Yda...
Kannst du das fett markierte mal näher erklären, wie du das meinst? irgendwie steh ich ein wenig
auf der Leitung...sorry...wolltest du damit sagen, daß du männerfeindlich wurdest? Aber du hattest
doch danach Partner schriebst du? Bin grad etwas verwirrt irgendwie... doof
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Spirit
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« Antworten #24 am: 02. Dezember 2007, 16:37:34 »

@Wölfin: Danke für Deine Offenheit!

@Yda: Ich kann da vielleicht nicht so mitdiskutieren. Meine Kids sind erstens Mädels - da ist der Bezug mehr auf der Mama-Seite (natürlich brauchen sie den Vater genauso, aber die Identifikation erfolgt eher über die Mutterseite). Wenn der Vater dabei eine Rolle spielt, dann eher dahingehend, dass der Vater die männliche Umwelt symbolisiert, d.h. wenn der Vater nie da war oder "unerreichbar" dann finden die Mädels später mal gerne Männer sympathisch, die ein ähnliches Muster (Unerreichbar, selten da, vielleicht vergeben) aufweisen.

Meine Mädels waren bei der Scheidung auch schon ein wenig älter - 8, 11 und 12. Meinen jetzigen LG, den ich vor über fünf Jahren kennenlernte (da war ich schon zwei Jahre geschieden), habe ich ihnen demnach nicht als Vater präsentiert.

Erstens hatten sie schon einen (und regelmäßigen Kontakt) - mein Ex und ich hatten und haben ein sehr gutes Verhältnis zueinander, in Erziehungsfragen wende ich mich oft heute noch an ihn, wir besprechen das ausführlich und er stärkt mir dann bei einem Gespräch mit dem jeweiligen Kind den Rücken, also wir ziehen da an einem Strang. Es hat halt nicht mehr für eine Beziehung gereicht, aber für Freundschaft allemal.

Und zweitens waren sie damals 10, 13 und 14 - sie hätten niemals einen "anderen" Vater akzeptiert. Mein LG hat sich von Anfang an aus der Erziehung rausgehalten, meine Kids akzeptierten ihn als den Freund der Mama, also eher kameradschaftlich, nicht vaterähnlich.

Dadurch hatte ich diese Problematik nicht, auch nicht das fehlende Vaterbild (ja, eingeschränkt - aber nicht fehlend). Sie konnten und können auch heute noch jederzeit bei ihm anrufen oder sich mit ihm treffen, abgesehen von den Vaterwochenenden. Meine Älteste nimmt immer wieder gerne Nachhilfestunden bei seiner jetzigen Lebensgefährtin, weil sie in dem Beruf arbeitet, was sie für die Matura braucht...Also irgendwie sind wir eine richtig Patchworkfamilie.

Yda, ich habe bei Dir nicht den Eindruck, dass Du männerfeindlich bist. Darum wundere ich mich darüber, dass Du glaubst, Dein Sohn könnte das so sehen.

Auch bei uns gabs nach der Scheidung den Spruch: "Frauenpower!", wenn meine Mädels mit mir ausmalten, die Parkettböden verlegten schon wie die Profis...mir beim Fliesenlegen halfen etc. Das schweisste sehr zusammen und sie wunderten sich über Schulkolleginnen, die nichtmal wussten, was ein Akku-Schrauber ist... Verrückt - aber deshalb ist frau kein Männerhasser. Und ich denke, Du bist auch keine....

LIebe Grüße
Spirit
« Letzte Änderung: 02. Dezember 2007, 16:40:26 von Spirit » Gespeichert

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« Antworten #25 am: 02. Dezember 2007, 23:50:58 »

... Sie bekamen von mir mehrere potentielle neue Väter präsentiert. War sicher nicht immer lustig, vor allem grade in Trennunsphasen nicht, aber es gibt nicht nur negative Aspekte daran. Sie haben so nun mehrere Vorbilder, an denen sie sich orientieren könnten, wenn sie wollten. Besser mehrere Vater-Varianten, als eine Null-Orientierung eines Sohnes, desse Mutter männerfeinlich geworden ist und keinerlei brauchbare (!) Hinweise für das eigene Mann-Werden geben kann.

Hallo Yda...
Kannst du das fett markierte mal näher erklären, wie du das meinst? irgendwie steh ich ein wenig
auf der Leitung...sorry...wolltest du damit sagen, daß du männerfeindlich wurdest? Aber du hattest
doch danach Partner schriebst du? Bin grad etwas verwirrt irgendwie... doof

Liebe Wölfin, liebe Spirit,
hui, das ist ja völlig verkehrt rübergekommen..., naja, da fehlt der mündliche Austausch... habe die Themen wohl zu nah in einem Absatz gemixt.  cool1

Ich bin NICHT männerfeindlich, ich schätze Männer sehr, sonst hätte ich ja nicht immer wieder Anläufe für Beziehungen genommen bzw. neue Beziehungen auch geführt.

Das "männerfeindlich" bezog ich auf Frauen, die nach der Scheidung mit den Kindern allein bleiben und nie wieder jemanden an sich heranlassen. Die die Enttäuschung nicht verarbeiten und sich ein krasses, endgültiges Bild vom Mann bauen, um sich damit vor neuen Traurigkeiten zu schützen. Wobei sie vergessen, dass jede neue Beziehung ja auch Gutes bringt, sonst würde man ja gar nicht aufeinander aufmerksam werden.

Liebe Spirit,
ich freue mich für Euch, dass Ihr es so gut hinbekommen habt mit der weiteren gemeinsamen Verantwortung für Eure Kinder!!! Wirklich Freundschaft zu halten trotz Trennung ist eine wahrhafte Leistung, zeugt von Erwachsensein, differenzieren zu können. Klasse!  claphands

Liebe Wölfin,
dir wünsche ich auch alles Liebe, und ich habe großen Respekt vor deiner Problembewältigung!

Ganz liebe Nachtgrüße von Yda
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« Antworten #26 am: 03. Dezember 2007, 08:38:02 »

Liebe Yda!

Na da hab ich ganz schön was durcheinander gebracht.... Verrückt - Entschuldige bitte.  Rotwerden

Ich hab mir schon gedacht, das passt überhaupt nicht....

Ich hab eine Freundin, da ist das so. Wobei ich gestehen muss, dass ich das eher oberflächlich sehe, weil ich nicht wirklich viel Kontakt zu ihr habe. Sie hat nach der 3. Scheidung abgerechnet mit dem Männerbeziehungen und ist seitdem (schätze mal 10 Jahre) überzeugter Single. Sie hat drei Söhne, der Jüngste ist noch bei ihr.

Ich hab sie manchmal gefragt, wie es ihr dabei geht - sie ist glücklich. Weil sie, wie sie sagt, niemandem zuhören muss, wie er sich aufplustert, tun und lassen kann, was sie will - und nicht verletzt werden kann. Ihr ist schon ziemlich Wildes passiert, ich kanns irgendwie verstehen, was sie meint.

Und trotzdem ist sie ein Mensch, den ich irgendwie bewundere - ich hab noch nie einen Menschen getroffen, der so herzlich lachen kann wie sie. Egal wie schlecht es ihr (z.B. finanziell) ging - sie machte halt Dinge, die kein Geld kosten wie z.B. spazierengehen (wo andere beim Heurigen sitzen) und schaffte es, dabei Glück und Zufriedenheit zu empfinden. Sie ist ein unheimlich genügsamer Mensch, der mit sich selbst glücklich sein kann. 'Das ist eine bemerkenswerte Eigenschaft. *neid*

Ok, ich verplaudere mich...

Liebe Grüße
Spirit

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« Antworten #27 am: 03. Dezember 2007, 09:11:16 »

Liebe Spirit,
deine Freundin hat für sich die Single-Entscheidung getroffen, aber so wie du sie beschreibst, hat sie für sich innerlich aufgeräumt und weiß genau, wo sie steht. Es klingt keine Männerfeindlichkeit durch.
Wie geht sie mit ihren Kindern und dem Thema um? Das wäre mal interessant in Hinsicht auf die Vorbildwirkung, die wir in der Erziehung ja haben, ob man das will oder auch nicht.

G l G, Yda
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« Antworten #28 am: 11. Dezember 2007, 12:59:12 »

Hallo Ihr lieben!

@Wölfin... ist länger her, Deine Frage, aber da ich viel Arbeit hatte, will ich Dir spät, aber dennoch antworten.
Ich kann Dich, glaube ich, gut verstehen... sicher kenne ich nur die Aussagen meines Mannes, der beiden Jungs, und der Großeltern... und ich habe meinen Mann ja nun auch selber kennengelernt... und manchmal verstehe ich die Ausraster seiner Ex-Frau... doch finde ich, gibt es keinen, aber auch wirklich KEINEN Grund, seine Kinder zu verprügeln!!! Mein Mann hat viel, zu viel, mit sich machen lassen... mit sich und mit seinen Söhnen... aber er war schwach... muß man die Schwäche ausnutzen? Ich könnte genauso mit ihm umgehen... aber was ist denn sinnvoller? Meine Macht über ihn auszuspielen, und ihn auch zu unterdrücken? Oder versuchen, ihm zu helfen, Selbstwertgefühl zu entwickeln und aufzubauen? Das ist mMn eine Charakterfrage... ich habe zweitere Möglichkeit gewählt, und komme mir selbst dabei manchmal vor, als würde ich ihm was böses tun. Vielleicht ist das ein Grund mit, warum ich ihn nur noch als Freund liebe, nicht aber als Mann?
Kann sein... aber Fakt ist für mich, es kommt nicht darauf an, wie sich andere verhalten, sondern was man selbst daraus macht!

Lieben Gruß
Daniela Smiley
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« Antworten #29 am: 11. Dezember 2007, 18:21:28 »


Wie geht sie mit ihren Kindern und dem Thema um? Das wäre mal interessant in Hinsicht auf die Vorbildwirkung, die wir in der Erziehung ja haben, ob man das will oder auch nicht.

G l G, Yda

Liebe Yda!

Sorry, ich hab Deinen Beitrag irgendwie nicht mitgekriegt *schäm*, antworte also auch erst jetzt drauf...

Mit ihren Kindern...ich muss Dir ehrlich sagen, ich weiß es nicht. Zwei davon sind ja auch schon erwachsen, der Dritte ist jetzt flügge und wenn ich sie mal sehe, sehe ich sie meistens ohne Kids. Viel Kontakt hab ich leider nicht zu ihr, weil sie relativ weit weg von mir wohnt.  Traurig1

Nur manchmal telefonieren wir oder mailen miteinander, und da muss ich immer total lachen, weil sie so ein lustiger Mensch ist. Letztens hat sie geschildert (und dabei zerkugelt man sich schon, alleine wie sie das erzählt), dass sie einen Mann kennengelernt hat und er hat ihr ungefragt alles aus seinem Leben erzählt, und nochdazu fürchterlich angegeben...was er nicht für ein toller Hecht sei...und nach dieser Selbstdarstellung seinerseits hat sie zu mir gesagt: "Ja, und da ist es mir wieder eingefallen...SO sind sie. Und ich hatte es schon fast vergessen".... Verrückt

Liebe Grüße
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