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Spirit
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« am: 02. April 2008, 10:51:55 » |
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Eines von vielen Schicksalen eines Kindes: Ein Vater klagt, weil er seinen kleinen unehelichen Sohn NICHT sehen will...und bekommt recht (was ich als richtig empfinde, denn was hätte der arme kleine Kerl davon?) - aber die Hintergründe sind tragisch, finde ich: Quelle: http://derstandard.at/?url=/?id=3285724Der Mann heiratet eine andere und bekommt zwei Kinder. Dann treffen sich die Schulfreunde von einst wieder, und 1999 kommt Fernando auf die Welt. "Es war eine rein sexuelle Beziehung meines Mandanten zu dieser Frau", sagt Rechtsanwältin Heike Hase, die den Kindsvater vertritt. Stets habe ihr Mandant klargemacht, dass er keine Kinder wolle. Er habe auch gefordert, Fernando nach der Geburt zur Adoption freizugeben.
Alleinerzieherin
Doch das lehnt die Mutter ab. Sie zieht ihren Sohn allein auf. Die finanzielle Zuwendung des Vaters ist ihr aber zu wenig. Sie will, dass ihr Sohn den Vater auch sieht - mit ihm Fußball spielt, oder Pommes essen geht.
Ok, sie hätte wissen müssen, dass dieser Mann kein Kind will - aber das Kind kann ja da auch nix dafür.....inzwischen ist der 9-jährige in einem Heim, weil seine arbeitslose Mutter sich keine Wohnung mehr leisten kann... Solche Schicksale wirds viele geben, aber ich finde es tragisch, sehr tragisch. Hier noch ein Zitat aus dem Link: Viele geschiedene oder unverheiratete Väter, die sich ans Familiengericht wenden, kämpfen um eines: Sie wollen ihren Nachwuchs öfter sehen. Und dann gibts Menschen, die wollen genau das Gegenteil... Nachdenkliche Grüße Spirit
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Gondwana
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« Antworten #1 am: 02. April 2008, 12:30:48 » |
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Tja, sowas gibt´s. Bei dem Vater meines Sohnes war/ist es ebenso. 1997 bekam ich Drohbriefe von ihm; wenn ich nicht auf den Kindesunterhalt verzichten würde, dann holt er seinen Sohn am Wochenende nicht mehr ab. Dabei ging es keinesfalls um Geld, er verdiente damals schon ziemlich viel. Und er machte das wahr. Mir blieb dann die "ehrenvolle" Aufgabe, meinem Kind irgendwie zu erklären, warum sein Vater ihn nicht mehr sehen will. Aber ich habe das nicht über´s Herz gebracht ihm die Wahrheit zu sagen, sondern bin immer ausgewichen. Seitdem hat der Vater nur einmal Kontakt aufgenommen, um herauszukriegen, ob sein Sohn Abitur macht und studieren will, weil er die Gebühren dafür zahlen müßte (ist inzwischen ein Schwerverdiener). Zu diesem Anlass schrieb er ihm einen Brief zum Geburtstag, - sie könnten sich doch mal wieder treffen etc. ... War nur Heuchelei, wie ich von Anfang an wußte; denn nachdem er in Erfahrung gebracht hatte, daß mein Sohn Abitur machen will, verschwand er wieder in der Versenkung. Er hätte das ja auch mich fragen können, dann wäre nicht alles bei meinem Sohn wieder aufgerissen. Aber nein, er wollte da obendrein auch noch den sich sorgenden Vater raushängen lassen und hat Lügengeschichten über mich erfunden, ICH hätte vereitelt, daß er, der Ärmste seinen Sohn nicht mehr sehen dürfte ... Voraussichtlich wird er sich in diesem Sommer wieder melden, weil mein Sohn dann "regulär" mit dem Abi fertig wäre ... er weiß ja nicht, daß er die 12. Klasse wiederholt. Das widert mich so an. Dabei war er damals, als ich schwanger wurde, derjenige, der sich viel mehr darüber freute; weil er davon ausgegangen war, unfruchtbar zu sein. Sorry, das kam gerade so hoch ... 
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Spirit
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« Antworten #2 am: 02. April 2008, 13:18:21 » |
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Liebe Gondwana! Das ist schlimm - so unfassbar. Ich kenn das so gar nicht (ich meine, ich kenne schon Mütter, wo die Väter nix zahlen wollen, aber ich kenne niemanden, der sein Kind nicht sehen will). Ok, das erste Jahr nach meiner Scheidung hatte mein Ex auch nur sehr sporadisch und nur kurzen Kontakt zu den Kindern, aber das war deshalb, weil seine Freundin mit den drei Kindern überfordert war und sich quergelegt hatte. Aber er hatte dann eine andere Freundin, mit der er heute noch zusammen ist und seitdem gibts regelmäßigen Kontakt, solange die Kinder auch noch wollen. Die Älteste hatte von Haus aus kein besonderes Interesse an Papa-Wochenenden, weil sie lieber mit Freunden unterwegs war, aber die Mittlere und die Jüngste freuen sich schon immer drauf. Und das, obwohl die Mittlere bereits studiert - normalerweise in dem Alter sind sie auch eher schon an anderen Wochenendbeschäftigungen interessiert. Sie war auch nach der Matura mit ihrem Papa in Italien, weil sie sich das gewünscht hatte - Ein Wochenende nur mit ihm als Reiseführer. Und er akzeptiert auch, dass sie studieren wollen (wollen, ob sies dann tatsächlich machen, sieht man ja im Gluckenmutter-Thread...  ), ohne mit der Wimper zu zucken. Und ich hatte ihm nach der Scheidung klargemacht, dass er jederzeit die Kinder sehen könne, wann immer er möchte. Und die Kinder sollten auch jederzeit zu ihm kommen können, wenn sie das wollten - alles ist offen. Ich versteh das echt nicht - wie kann ein Mann sich diese Chance, den Kontakt zu seinem Kind zu halten, entgehen lassen....mir würde es das Herz zerreissen, wenn ich meine Kinder nicht sehen könnte. Ich kann mich da echt nicht reinfühlen in die Gedanken Deines Ex..... Aber: Irgendwann wird er bemerken, dass er was verpasst hat - und dann hilft auch kein Jammern, die Brücken, die gebrochen wurden, lassen sich nicht mehr aufbauen. Man kann nur hoffen, dass Dein Junge das trotz allem gut verkraftet hat.  Das ist echt bitter.... Bei meiner Großtante lief eine ähnliche Geschichte, er ließ sie damals mit zwei Kindern sitzen und sie schuftete für zwei, um die Kinder durchzubringen (war in den Kriegsjahren....). Sie wurden nie geschieden, weil er unauffindbar war und sie sich nicht drum kümmerte - sie war so enttäuscht und mit dem Überlebenskampf beschäftigt, dass sie nie wieder einen Mann kennenlernte. Als sie alt war, stand er wieder vor der Türe. Er meinte, er wäre nun ja doch bald in einem Alter, wo er vielleicht einer Pflege bedürfte und eigentlich seien sie ja verheiratet..... Sie hat ihn gar nicht reingelassen, er wohnte dann in ihrer Nähe auf Untermiete und ließ sich von der Vermieterin "den Haushalt machen". Immer wieder versuchte er auch, zu den mittlerweile erwachsenen Kindern Kontakt aufzunehmen, aber für sie war er nicht nur ein Fremder, sondern auch jemand, dem sie nicht verzeihen konnten. Er starb einsam... Ist schon länger her, die Geschichte - aber irgendwie typisch. Weil Vater wird man nicht durch die Zeugung, Vater wird man durch die Übernahme der Vaterrolle. Und wenn man der nicht nachkommt, darf man sich nicht wundern, wenn die Kinder einen nicht als Vater sehen. Liebe Grüße Spirit
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« Antworten #3 am: 02. April 2008, 13:42:30 » |
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Spirit, Gondwana Kaum zu glauben, diese Art wie manche Männer mit ihrem Nachwuchs umgehen. Wenn es Geschlechtshaftung geben würde, müsste man sich richtiggehend mies fühlen. Und es ist mir auch irgendwie emotional komplett unverständlich, ich frage mich, wie es denn sein kann, dass man keine Bindung zu seinen Kindern aufbaut? Oder welche Umstände schuld dran sein könnten, dass man mit mit Emotionen der Kinder sogar erpresserisch umgeht? Aus Gründen der Vollständigkeit: Ich kenne sehr wohl Männer, Spirit, die ihre Kinder nicht sehen wollen, und ich kannte sogar eine Frau (ziemlich gut), die ihre Kinder nicht sehen wollte, die vom Mann aufgezogen werden und die versucht(e), so wenig Alimente zu bezahlen als möglich. Ich habe damals versucht, sie davon zu überzeugen, dass sie sich wieder mit ihren Kindern treffen solle, das tat sie vielleicht 2 oder 3 mal (aber eher mir zuliebe) und dann war es wieder vorbei damit.....  Mir ist diese Denkungsart als liebender Vater vollkommen fremd  Selbst vorangehende Rosenkriege und sonstige emotionale Eruptionen sollten doch nicht die Liebe zu den Kindern beeinflussen können. Oder war diese Liebe vllt. nicht groß genug? LG Admin
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Yda
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« Antworten #4 am: 02. April 2008, 17:34:14 » |
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Ihr Lieben, diese Menschen, die ihre Kinder nicht fühlen können, tun mir so leid. Sicher sind mehrere von ihnen selbst unbemutterte / unbevaterte Wesen, die liebevolle Zuwendung nicht erfahren durften und somit keine adäquaten Verhaltensmuster in sich tragen. Es ist so traurig. Meine Kinder gehören auch zu den unbevaterten. Seine neue war immer eifersüchtig auf uns drei. Sie bauten sich ein Haus mit zwei Kinderzimmern, die meine Kinder NIE betreten haben, denn diese Zimmer waren für die Kinder der neuen Frau gedacht. Leider Gottes wurde sie nie schwanger... Unterhalt musste ich immer einklagen, da ja zwei Kinderzimmer stets auch Miete kosten, und Kinder eben auch Geld, was er wohl nie verstand, obwohl er selbst aus einem armen Elternhaus kam. Ich denke, auf Kosten unserer Kinder wurde von seinem neuen Haus mindestens der Keller und ein Geschoss gebaut... Kindern fehlt ohne ein Elternteil ein Stück Identität. Das "Woher komme ich?" kann nur hälftig beantwortet werden. Meine Tochter war mit 14 (magersüchtig damals) in jugendpsychiatrischer Behandlung, wo ihr Vaterkontakt nahe gelegt wurde und mir dringend geraten wurde, diesen zu bewerkstelligen, da meine Tochter das ja nach 10 Jahren ohne ihn nicht konnte. Der kam dann auf mein Drängen beim Vater EIN EINZIGES MAL zustande, wobei der "Vater" seiner neuen Frau eine Lüge auftischte - dass er Schicht hätte. Sie weiß bis heute nicht, dass er bei uns zu Besuch war!!! Heute sagen meine Kinder, sie hätten keinen Vater. Es ist einfach schlimm. Jahrelang hab ich versucht, dass dieser Mann seine Kinder besucht - jedoch vergeblich. Aus der jetzigen Erfahrung kann ich sagen, dass ich immer besser Mütter verstehe, die ihren Kinder ein Märchen auftischen und sagen, der Vater sei gestorben kurz nach ihrer Geburt. Das vereinfacht es zumindest eine Zeit lang. Aber eines Tages will JEDER Mensch wissen, wer seine Vorfahren sind und wo sein Weg begann... Shit, ich finde das so anrührend und traurig, dass mir grade ganz komisch im Herzen wird...  Dieses Gerichtsurteil, wo der Vater vom Kindeskontakt verschont wird, finde ich einfach..., mir fehlen die Worte..., das ist WIDERNATÜRLICH!!! Sowas kann nur auf Papier stattfinden, aber nicht im Gefühl oder Herzen von Menschen. Jeder müsste verdonnert werden, sich verdammt noch mal um seine Kinder zu kümmern!!! Yda mit Seufzer
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« Letzte Änderung: 02. April 2008, 17:39:51 von Yda »
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Wortkombinationen, FP: Forums probleme hab ick keene. Frap pant, oder? (ok, der letzte war jetzt gemogelt.) 
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Spirit
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« Antworten #5 am: 02. April 2008, 17:59:33 » |
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Ich muss Euch sagen, das sind Berichte, da blutet mir das Herz beim Durchlesen. Leicht habt Ihr es bis jetzt ja nicht gerade gehabt....irgendwann kehrt sich das Blatt - irgendwann werden die Väter "ihre" Kinder brauchen - und ich denke, jeder kriegt seine Rechnung präsentiert. So oder so. Aber das hilft Euch auch nichts, denn das "irgendwann" bringt jetzt auch keinen Vorteil oder ändert nichts an der Situation. Ich kann da immer nur den Kopf schütteln, und ich verstehe das nicht - wie kann man seine eigenen Kinder so behandeln? Auch das Beispiel, das Du, Admin gebracht hast mit der Mutter, die ihre Kinder nicht sehen will - das begreife ich nicht. Und auch wenn ich es begreifen würde, so wie Du schreibst, Yda, dass das wahrscheinlich Menschen sind, die selbst Probleme in der Kindheit hatten oder diese Art von Liebe nicht gelernt haben - ich krieg einfach eine Riesenwut, wenn ich sowas lese. Dieses Gerichtsurteil, wo der Vater vom Kindeskontakt verschont wird, finde ich einfach..., mir fehlen die Worte..., das ist WIDERNATÜRLICH!!! Sowas kann nur auf Papier stattfinden, aber nicht im Gefühl oder Herzen von Menschen. Jeder müsste verdonnert werden, sich verdammt noch mal um seine Kinder zu kümmern!!! Ja, so gesehen hast Du recht - ich hatte mit meiner Aussage, dass ich das Urteil richtig finde, nur daran gedacht, dass es ja gar nix bringen würde, den Vater zur Liebe zu zwingen, das würde nicht funktionieren. Aber es ist insoferne falsch, als dass es ein Signal in die falsche Richtung ist - in Richtung Freibrief für Menschenverachtung. Insoferne muss ich meine Meinung revidieren. Liebe Grüße Spirit
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Yda
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« Antworten #6 am: 02. April 2008, 18:11:14 » |
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Ich muss noch einen nachlegen. Dass der Vater aus dem o.a. Gerichtsurteil NUR SEX wollte und kein Kind, entbindet doch nicht von der Verantwortung für das entstandene Leben! Die Mutter muss ja auch damit leben, wobei ihr Leben völlig umgekrempelt wird von diesem einen Mal Sex!  Liebe Spirit, ich habe auch eine merkwürdige Mischung an Gefühlen in mir zu diesem Urteil. Man kann niemanden zur Liebe zwingen. Aber zum Anschauen dessen, was entstanden ist, finde ich schon, dass man das sollte. Mindestens - sag ich jetzt mal so - zwei Mal im Jahr. Ich könnte mir vorstellen, dass so mancher ablehnende Elternteil in diesen Abständen die Entwicklung SEINES eigenen Fleisch und Blutes deutlich sehen kann. Vielleicht entdeckt er sich selbst in dem Kind, so dass dann bestenfalls doch noch eine Eltern-Kind-Beziehung möglich wird?! Bei einigen hätte das vielleicht Erfolg bringen können... Einen Versuch ist es wert. Natürlich sollte der zum Besuch Verdonnerte beim Besuchen des Kindes NICHT allein sein! Um dem Kind Schutz zu bieten. Denn es gibt sicher dumme Leute, die ihre Wut am unschuldigen Kind auslassen, was ich als Gefahr sehe... Noch nachdenklicher, Yda
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Spirit
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« Antworten #7 am: 02. April 2008, 18:21:44 » |
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Da fällt mir dazu was ein: Ein findiger Anwalt könnte eigentlich den Vater verklagen, wegen seelischer Grausamkeit gegenüber dem Kind. Denn die Folgeschäden, die sich ergeben, wenn ein Kind vom Vater abgelehnt - oder noch schlimmer - negiert wird, sind sicher in vielen psychotherapeutischen Praxen zu sehen....Sachen, mit denen man lange, wenn nicht sogar sein Leben lang kämpfen wird. Ist derzeit rechtlich nicht möglich, aber irgendwie...ein Zeichen wäre es - denn es gibt eben nicht nur eine finanzielle Verpflichtung dem Kind gegenüber, sondern auch eine ethische, finde ich. Der Gesetzestext ist da zwar ziemlich eindeutig: (meistens) der Vater zahlt Alimente, (meistens) die Mutter "zahlt" denselben Wert in Form der Erziehungs- und Betreuungsarbeit. Damit ist festgelegt, dass der, der Alimente zahlt, NICHT erziehen oder betreuen muss....Betonung auf muss. Liebe per Gesetzesbeschluss....das geht leider nicht.  Liebe Grüße Spirit
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Inti
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« Antworten #8 am: 03. April 2008, 04:21:43 » |
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das ist echt traurig und hier geht es eigentlich nicht darum was der Vater oder die Mutter will, sondern was das Kind braucht und eigentlich müsste es ein Recht auf beide Eltern geben, nur kann man Liebe leider nicht erzwingen - traurig traurig LGInti
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Sturmfarbe
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« Antworten #9 am: 03. April 2008, 09:05:26 » |
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Das ist wirklich immer wieder traurig, wenn man so etwas liest. Daß Menschen so wenig an ihre Kinder denken. Ich kenne beides von Bekannten: beim einen ist die Mutter einfach abgehauen, als das Kind gerade mal sechs Monate alt war, der Vater (ein Türke noch dazu) hat das Töchterchen mühsam selbst aufgezogen, hat jetzt aber eine Freundin, die dem Kind eine sehr gute Mutter ist , das Mädchen ist jetzt 8 Jahre alt. Bei der anderen Bekannten ist es so, daß sie noch zwei Geschwister hat und sie wissen nicht, wer ihr Vater ist. Das ist so, daß der Vater verheiratet war und die große Liebe der Mutter - nie hat jemand erfahren, wer er ist, anscheinend zu seinem Schutz. Das war ca. 1966, also zu einer Zeit, wo es noch nicht üblich war, drei Kinder ohne Ehemann zu bekommen. Die Kinder, besonders die Älteste, haben schon ihr Manko wegen des geheimgehaltenen Vaters.
Und doch - wie schon oben gesagt, die Liebe zum Kind kann man nicht erzwingen. Daß Kinder benutzt werden z.B. bei Trennungen zur emotionalen Erpressung, das ist oft so. Z.B. hat der Exmann einer Freundin die damals 11jährige Tochter so gegen die Mutter aufgehetzt (er hat vor ihr ständig rumgeheult, wie böse die Mutter wäre, hat sich vor der Tochter betrunken und ihr was vorgelitten), daß die Tochter die Mutter regelrecht fertiggemacht hat nach der Trennung - nur war es so, daß er sich überhaupt nicht mehr gekümmert hat, nix bezahlt hat (nur auf Klagen hin) und die Mutter arbeiten ging und die Tochter versorgt hat. Trotzdem ist es heute noch so (die Tochter ist inzwischen fast dreißig) daß das Verhältnis Mutter/Tochter absolut gestört ist.
Auch was ihr von euch erzählt, Gondwana und Yda - das ist traurig, unverständlich und doch Realität. Leider!
Liebe Grüsse, Sturmfarbe
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Je mehr wir uns erheben, um so kleiner erscheinen wir denjenigen, die nicht fliegen können (Zitat von Nietzsche)
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Spirit
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« Antworten #10 am: 03. April 2008, 11:01:23 » |
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Das Problem bei der Sache ist die Ethik.
Man kann Menschen leider nicht dazu zwingen, sich ethisch korrekt zu verhalten - auch Gesetze könnten das nicht. Ich hab mir das durch den Kopf gehen lassen, was man eigentlich machen könnte (jetzt mal bezogen auf diesen Fall des 9-jährigen Buben).
Wenn es ein Gesetz gäbe, das den Vater zu einer Strafe verdonnert, wenn er sich nicht um den Buben kümmert, dann könnte man das ja nur aus dem Titel der Blutsverwandtschaft heraus tun.
Nehmen wir den Fall an, ein Ehepaar hat ein Kind, der Vater verlässt die Familie, als der Junge 10 Jahre alt ist, weil er draufkommt, dass der Junge nicht sein leiblicher Sohn ist.
.....
Der Junge würde genauso leiden wie ein Junge, dessen "richtiger" Vater ihn nicht mehr sehen will. Wo ist dann der Unterschied?
Gesetze können nichts regeln, was die Ethik anbelangt, die lässt sich nicht erzwingen.
Grübelnde Grüße Spirit
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Inti
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« Antworten #11 am: 03. April 2008, 11:48:05 » |
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alle möglichen Dinge werden geregelt z.B. Eheverträge aufgesetzt - warum gibt es keine Erziehungsverträge? Aber wenn jemand unter Druck steht, wirkt sich das auch wieder gegen das Kind aus
LGINti
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Spirit
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« Antworten #12 am: 03. April 2008, 12:41:40 » |
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Erziehungsvertrag - das klingt irgendwie gut.
Wie sollte dieser Vertrag aussehen?
Und sollte dieser Vertrag nur Blutsverwandte betreffen oder jeden, der eine "Rolle" bei der Erziehung spielt? (Das Beispiel mit dem Sohn, der nicht vom Vater ist).
Liebe Grüße Spirit
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Ratte
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« Antworten #13 am: 10. April 2008, 00:44:55 » |
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Hey Ihr`s!
Möchte mich auch mal wieder zu Wort melden. Ich finde es sehr schade, daß Ihr das alle NUR aus der Sicht der armen Mütter seht, die allein gelassen werden mit der Verantwortung... und aus der Sicht der armen Kinder, die keinen Vater haben. Wie ist es mal mit ner anderen Sicht? Mal etwas weniger konservativ? Was ist mit den armen Männern, die keinerlei Macht haben, ob eine Frau schwanger wird oder nicht. Wenn eine Frau es drauf anlegt, kann der Mann es nicht verhindern. Und wenn ich als Frau mit nem verheirateten Mann in die Kiste spring, von dem ich noch dazu sehr klar und deutlich gemacht bekommen habe, daß er nichts anderes als Sex mit mir will, und dann schwanger werde, dann hab ich gewiss nichts gutes im Sinn, und bin an den Konsequenzen selber Schuld! Denn gerade diese, im o.g. Artikel, Frau hatte wohl eher im Sinn die Ehe auseinander zu bringen, den Mann durch dieses Kind an sich zu binden, oder ähnliches. Aus Liebe zu dem Kind war das sicher nicht, denn sonst wäre dieses Kind nun nicht im Heim, und sie hätte sicher alles gegeben, einen Job zu finden um diese kleine Familie durch zu bringen... aber jetzt war der Junge ja kein Druckmittel mehr, also weg damit... oder wie??? @Admin... dass auch Du als Mann das so einseitig siehst, wundert mich schon sehr. Frauen haben es so leicht, die Männer fertig zu machen... da kann ein aufgezwungenes oder angehängtes ja oder sogar fälschlicher Weise untergejubeltes Kind schon gut bei weiter helfen... und ich als Frau denke, in gerade solchen Fällen liegt die Verantwortung (oder wenn Ihr wollt Schuld) für derart UNETHISCHES Verhalten bei diesen Frauen alleine!
Und nicht, daß es zu Mißverständnissen kommt, ich rede hier nicht von den Frauen, wo das Kind von beiden gewünscht, dann aber vom Vater verlassen wird, weil gerade mal der zweite Frühling ausgebrochen ist, und er keine Lust mehr auf Verantwortung jeglicher Art hat.
So... jetzt könnt Ihr es mir mal wieder so richtig geben, da ich mit dieser Meinung hier wohl mal wieder allein stehe.
Lieben Gruß Ratte :-)
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« Letzte Änderung: 10. April 2008, 00:47:02 von Ratte »
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Behandle jeden Menschen wie einen weisen Menschen, er koennte Dein Lehrer sein!
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Ratte
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« Antworten #14 am: 10. April 2008, 01:00:11 » |
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Ach ja... noch was... Erziehungsvertrag find ich auch prima... aber vielleicht wäre ein BEziehungsvertrag ein besserer Anfang. Könnte z.B. so aussehen: Hiermit gehen wir, Liselotte Meyer und Eugen Müller eine Beziehung ein. Wir sind uns einig vorerst verantwortungsvoll für Verhütung zu sorgen, da wir beide uns klar sind, noch keine Kinder versorgen zu wollen. Verstößt einer der o.g. Vertragsparteien gegen diese Vereinbarung, verpflichtet er sich schon jetzt, die alleinige vollständige Verantwortung zu tragen. Diese Regelung tritt nur dann nicht in Kraft, wenn die andere Vertragspartei auf Grund von Sinneswandel die Verantwortung mit tragen möchte. Ha...  und ich gehe jede Wette ein, die "tropis" (trotz-Pille) werden aussterben!!!
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« Letzte Änderung: 10. April 2008, 01:03:49 von Ratte »
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