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Autor Thema: Geheimnis Langes Leben  (Gelesen 1892 mal)
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Yda
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« Antworten #45 am: 10. Juni 2008, 09:20:10 »

.... davon mal abgesehen, ich möchte nicht so alt werden. Ist für mich nicht erstrebenswert, alle die, die mir nahestehen, gehen zu sehen und selbst so als Relikt noch dazusein. Nee, nee.

Wenn's dem Relikt  Wink dabei körperlich noch vollkommen gut geht - warum nicht? Einer muss doch der letzte sein und das Licht ausmachen!
Dann hat die Natur das so vorgesehen.

Naja, das kommt mir heute jedenfalls so vor, weil es mir grade so gut geht...

LG, Yda


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« Antworten #46 am: 10. Juni 2008, 09:36:30 »

Die momentane Befindlichkeit ist sicher auch verantwortlich für den Lebenswillen, ich stelle mir auch vor, in Gesundheit und Würde (d.h. geistig nicht oder nur wenig abzubauen) altern zu können, würde mir schon gefallen, sogar wenns 100 Jahre werden würden (wogegen ein wenig meine Lebensweise opponiert  Wink) Vor allem die Neugier würde mich da auch dazu animieren!

LG Admin
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Spirit
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« Antworten #47 am: 10. Juni 2008, 10:02:51 »

Hm. Ich könnte mir vorstellen, dass ich irgendwann mal genug habe und müde werde und einfach schlafen will.  Roll Eyes

Genug gesehen, genug gehört, genug erlebt und gut ist.

Stell ich mir aber auch schön vor. So wie ein Einschlafen im Winter vor dem offenen Kamin, der wärmt.

Weil alles, was gesagt werden musste, gesagt wurde - und alles, was getan werden musste einfach getan ist.

Ich weiß nicht, ob ich diesen Zustand dann mal tatsächlich erreichen werde (vielleicht hat man immer das Gefühl, noch was tun zu müssen, ich weiß nicht), aber ich stell ihn mir irgendwie zufrieden vor.

Liebe Grüße
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Yda
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« Antworten #48 am: 10. Juni 2008, 10:13:13 »

Stimmt, Ady, ich denke auch, dass das momentane eigene Befinden eine große Rolle spielt.

Liebe Spirit,
was du schreibst, ist auch für mich verständlich.

Dieses Nachlassen von Beteiligung am realen Leben fängt eigentlich schon jetzt punktuell an.
Habe ich bei mir beobachtet.
Was mich nicht mehr betrifft - Kindergeldzahlungen, Schulbildungssystem ... - das nehme ich nicht mehr so konkret wahr. Ich schalte bei den Themen ab und bekomme da nur noch über die Medien große Skandale mit.

So wird der Kreis dessen, worin man lebt, zwar kleiner, aber ich denke, solange immer noch was Neues hinzukommt - z.B. neuer Job, andere Freunde, der Drang, die Welt zu bereisen - wird es an anderer Stelle wieder mehr.
Erst wenn dieser Kreislauf auch nachlässt, ist man lebenssatt, und dann kann dieses Loslassen eintreten, bis man ganz in Ruhe sein mag.

LG, Yda
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« Antworten #49 am: 15. September 2008, 22:56:58 »

Gerade höre ich mir eine Diskussion im ORF 2 an... da wurde unter anderem gesagt: Ein Kind, das jetzt geboren wird, hat bereits ein 50/50 Chance, 100 Jahre alt zu werden! Das Leben wird immer länger andauern... wir sind nicht länger alt sondern länger jung...

LG Admin
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Spirit
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« Antworten #50 am: 16. September 2008, 09:17:12 »

...wenn nicht "äußere Umstände" wie z.B. ein Krieg das verhindern....

Die geringere Lebenserwartung früher, vor allem bei Männern, war auch statistisch belastet durch die Kriegsjahre.

Ehrlich - ich weiß nicht, ob ich 100 werden möchte. Frag mich, wenn ich 99 bin... Cheesy

Liebe Grüße
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Jasmin
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Und dann weis man nicht was man sagen soll


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« Antworten #51 am: 16. September 2008, 20:09:53 »

...wenn nicht "äußere Umstände" wie z.B. ein Krieg das verhindern....

Die geringere Lebenserwartung früher, vor allem bei Männern, war auch statistisch belastet durch die Kriegsjahre.

Ehrlich - ich weiß nicht, ob ich 100 werden möchte. Frag mich, wenn ich 99 bin... Cheesy

Liebe Grüße
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Wenn ich mit 100 Jahren noch einen Reggae aufs Parket legen könnt, dan währe mir das
Alter egal. Es kommt darauf ann wie  tüdelig oder daneben mann währe. Sonst spielt die
Zeit keine große Rolle für mich, den wir kommen aus der Ewigkeit und gehen wieder in die
Ewigkeit. Da existiert der Begriff Zeit nicht.

Liebe Grüße Jasmin
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« Antworten #52 am: 16. September 2008, 20:58:51 »

Ohja, Jasmin - da hast Du jetzt recht... Ja

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Yda
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« Antworten #53 am: 19. September 2008, 10:55:23 »

So sehe ich das auch. Wenn ich sehr alt werden sollte, möchte ich geistig und körperlich noch auf der Höhe sein dabei.
Die Forschung muss unbedingt in Sachen Demenzerkrankungen vorangehen.
Was nutzt mir ein funktionierender Körper, wenn das Hirn nicht mehr mitkann?

Derzeit betreue ich einen knapp über 70 Jahre alten Mann, der Geschäftsführer eines florierenden Unternehmens war und seit zwei Jahren so rapide geistig abbaut, dass er nun vollstationär betreut werden muss.
Es ist wirklich sehr traurig, so einen Verfall mitzuerleben. Wenn allein eine zum Thema passende Antwort wie ein Lichtblick am Tag sein kann. So eine Kleinigkeit, die so wichtig werden kann... !

Was mich nach wie vor beschäftigt, ist die Frage nach der gesunden Dosierung von geistiger Aktivität im Sinne von Trainieren des "Denk-Muskels".
Ich erlebe Menschen, die hirnorganisch erkrankt sind an Schizophrenie, fortschreitender Demenz des Alzheimer-Formenkreises, Depressionen u.ä., die einst sehr verantwortungsvolle Ausbildungen hatten und erfolgreich im Berufsleben standen: Piloten, Aufklärer, Firmen-Chefs, Polizeibeamte.
Was ist die Ursache für diesen rapiden, nicht altersgerechten geistigen Verfall? Könnte es die Überforderung sein,
die irgendwann komplett abschalten lässt?
Das waren doch allesamt kluge Köpfe, die sicher ganz viel nachgedacht, gelernt und Wissen angewendet haben...

LG, Yda

« Letzte Änderung: 19. September 2008, 10:57:03 von Yda » Gespeichert

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« Antworten #54 am: 25. September 2008, 20:48:41 »

Offensichtlich schützt also eine denkorientierte/ verantwortungsvolle Tätigkeit nicht vor einer möglichen Demenz ... diese Info ist wichtig, wenn ich auch noch nicht wirklich weiß, warum... danke Yda, vor allem, weil du Info aus erster Hand bieten kannst!  Smiley Ich dachte bis jetzt immer, dass "gscheite Leute" auch lange gescheit bleiben. Wieder einmal eine Binsenweisheit!

LG Admin




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Yda
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« Antworten #55 am: 25. September 2008, 21:23:51 »

Ja, ich war auch schockiert, als mir das bewusst wurde.
Ein großer Anteil an der Demenz bei den Hochintelligenten könnte tatsächlich eine Überforderung sein,
vor allem bei den  Spitzenkräften.

Ich kenne eine Familie, wo der Sohn studierte. Beststudent war er. Es wurde von ihm erwartet,
dass er andere noch unterstützt in Form von Nachhilfestunden, wobei natürlich seine perfekte Klausuren
darunter nicht leiden durften.
Der kam in so eine starke Überforderung, dass er eines Tages abgedreht ist.
Riss sich die Sachen vom Leib, schloss sich in seinem Zimmer ein (wohnte noch bei den Eltern), kam tagelang
nicht heraus. Die Mutter berichtete, er käme nur nachts raus, wenn alle schlafen. Er urinierte im Zimmer in einen Eimer, wollte niemanden mehr sehen und eigentlich sterben.
Er benahm sich wie ein gehetztes Tier, ließ monatelang niemanden an sich ran. Natürlich auch keinen Arzt.
Die Mutter hat sich dann psychologisch beraten lassen.
Hat immer weiter für ihn mitgekocht und ihm Essen in den Kühlschrank gestellt.
Er war trotz allem total abgemagert und unrasiert, als er eines Tages wieder vor den Eltern erschien.
Dann hatte er zwar noch tiefe Depressionen, aber er war bereit, eine Therapie zu machen.
Die war dann auch lange vollstationär.
Dieser hochintelligente junge Mann war etliche Jahre ein seelisches Wrack, konnte nicht mehr raus aus seiner Haut.
Mittlerweile ist er gesundet, hat eine eigene Familie gegründet und arbeitet als Handwerker.
Aber er will sich nie mehr zwingen lassen, Bücher lesen zu müssen und kann mit dem Thema Lernen nicht gut umgehen.
Das war sicher mehr als eine "einfache" Psychose (sorry, Psychosen sind nie einfach!), der war teilweise schizophren. Und es ist wie ein Wunder, dass er wieder normal geworden ist.

Der schizophrene ehemalige Pilot (Anfang 50), den ich kenne, hat da wohl eine familiär ererbte Disposition, was aber auch noch nicht vollständig erforscht ist. Wie bei Krebs - ist es nun oder ist es nicht erblich? Da streitet sich die Wissenschaft noch.

Aus all dem ziehe ich ganz für  mich den Schluss, dass eine geistige Überforderung auch solcherart Krankheiten auslösen kann, die mit einem Verfall der geistigen Kräfte einhergehen. Dann schaltet der Kopf ab und der Rückzug nach innen ist der Ausweg zum Überleben, was dann jedoch einem Vegetieren gleicht.

Ich tausche mich auch so gern über das Thema aus, weil es mich schon immens beschäftigt.

LG,Yda

 















« Letzte Änderung: 25. September 2008, 21:29:37 von Yda » Gespeichert

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« Antworten #56 am: 26. September 2008, 14:14:45 »

Offensichtlich schützt also eine denkorientierte/ verantwortungsvolle Tätigkeit nicht vor einer möglichen Demenz ... diese Info ist wichtig, wenn ich auch noch nicht wirklich weiß, warum...

Ich denke sogar, dass sie ursächlich damit zusammenhängt.

Man stelle sich vor, dass ein Mensch, der alles, nur nicht intellektuell versagen darf (Redner, Geschäftsleute, verantwortungsvolle Tätigkeiten, Ärzte, Wissenschaftler - also alle Gruppen, für die "etwas zu Vergessen" eine Katastrophe sein könnte), in welche Situation dieser Mensch kommen kann, ein Vergessensfehler könnte seinen Absturz bedeuten.

Wo der Otto Normalverbraucher sich nicht mal großartig dabei was denkt ("Na, hab ich was vergessen, tja... Wink) - kann es für solche Menschen den Ruin bedeuten.

Von der Organsprache her hat Alzheimer mit diesem Thema zu tun. Wenn Du etwas vergisst, was dramatische Folgen hatte (Stichwort Weichensteller bei der Bahn) und man sich selbst schwerste Vorwürfe deshalb macht, Menschen zu Schaden gekommen sind oder man sich einfach total blamiert fühlt, dann beginnt das Vergessen auf Raten....

Könnte so sein... Roll Eyes

Liebe Grüße
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« Antworten #57 am: 27. September 2008, 22:55:37 »

Spirit, das klingt einleuchtend irgendwie, wenn das auch die Schulmedizin wahrscheinlich nicht so sehen wird

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