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Autor Thema: Geheimnis Langes Leben  (Gelesen 1923 mal)
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T.M.O.D. (the master of disaster)


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« am: 27. Mai 2007, 23:06:12 »

Hallo Leute,

woran kann es liegen, dass es einige wenige Menschen gibt, die uralt werden, und das, ohne jemals ernsthafte Krankheiten zu bekommen?

Beispiel: Jeanne Louise Calment aus Frankreich, sie wurde beweisbare 122 Jahre



Ein anderes interessantes Beispiel ist Emma Fanchon Faust Tillman, USA.
Sie starb mit 114 Jahren, und sie hatte 4 Geschwister, die aelter als 100 wurden, davon einen Bruder, Eugene, der 108 Jahre alt wurde.

Haben diese Menschen besondere Gene?
Wie denkt ihr darueber? Und ist es ueberhaupt erstrebenswert, so alt zu werden?

Liebe Gruesse

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Jasmin
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Und dann weis man nicht was man sagen soll


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« Antworten #1 am: 27. Mai 2007, 23:36:46 »


Halo Admin

Ich denke nicht das es erstrebenswert ist so alt zu werden. aber was sollen die Menschen mache es steht nicht in ihrer macht das zu Entscheiden. Ich bin jetzt 72 in September werde ich 73 mein Vater starb mit 76 ich schaetze und Hoffe das ich in einigen Jahren auch gehen darf. Ich weiss nicht ob ich noch viel aelter werden moechte, aber solange die Gesundheit stimmt steht dem nichts im Wege. An was es Liegt ich Schaetze das da mehrere Fakten eine Rolle spielen. 1. Genen, 2. Lebensweise,
3. Ernaehrung und und und. Ich verspreche mich von euch zu verabschiden wen ich so weit bin.
L.G. Jasmin
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Kelte
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« Antworten #2 am: 28. Mai 2007, 12:16:36 »

Hi

aus meiner jetzigen Sicht (ich bin 48 Jahre) ist es fuer mich noch nicht wichtig, mir vorzustellen, dass ich besonders alt werden muesste. Ich weiss nicht, wie es in 20 Jahren sein wird, vielleicht moechte ich mir dann vorstellenn koennen, sehr alt zu werden. Vielleicht moechte man immer, dass gedachte 20 Jahre zwischen seinem Alter und dem Tod sind?!

Eine Grossmutter von mir wurde ziemlich alt (91 Jahre) die anderen 3 Grosseltern sind ziemlich jung gestorben. Ob das jetzt Einfluss (genmaessig) auf meine Lebensdauer, moechte ich bewzeifeln.
Sicher hat im gewissen Sinn der Lebenswandel mit der Lebenserwartung zu tun, wenn einer saeuft wie ein Loch, wird er einfach nicht alt, hab ich selber schon 2 Beispiele erlebt. Rauchen hat denke ich keinen so grossen Einfluss.

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Sojus
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« Antworten #3 am: 28. Mai 2007, 21:48:33 »

Alter ist fuer mich abschreckend, daher moechte ich nicht sehr alt werden. Mein Grossvater hat gelitten wie ein Hund, bevor ihn der Tod gnaedig holte, und das hat sich damals bei mir eingebrannt (ich war noch Kind).
Manche haben Glueck und werden hochbetagt ohne Leiden und Krankheit, doch das ist eine unsichere Sache. Wovon das abhaengt, ist Grundlage intensiver Forschung und wird irgendwann mal bekannt werden. Wenn dann noch Methoden zur tatsaechlichen Lebensverlaengerung gefunden werden, wird das das explosivste Wissen in der gesamten Menschheitsgeschichte sein. Aber das waere ein eigenes Thema.

Sojus
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« Antworten #4 am: 28. Mai 2007, 21:51:50 »

Hm, ich weiss jetzt gar nicht, ob ich soo alt werden moechte. Irgenwann, glaube ich, wird man muede.

Einfach muede und sagt: Lass gut sein, es ist genug.

Kann aber auch sein, dass ich bis ins hohe Alter neugierig bin und nicht genug kriegen kann vom Leben.

Kann ich derzeit noch nicht sagen - ich lass mich ueberraschen... Wink

Dass die Ernaehrung und die Lebenweise eine Rolle spielen kann, kann ich mir gut vorstellen. Vitamine und Mineralstoffe sind wie der Duenger fuer Balkonblumen.

Es kommt wahrscheinlich nicht nur auf das "wie lange" , sondern auch auf das "wie" drauf an....

Liebe Gruesse
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Yda
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« Antworten #5 am: 14. Juni 2007, 07:11:25 »

Ein Grund, dass Menschen sehr alt werden, ist sicher der, dass sie nicht aufhoeren, bestimmte Ziele zu verfolgen. Und sei es nur, sich zu sagen: "Ich moechte so gern im naechsten Fruehling noch einmal das Erwachen der Natur bewundern koennen."

Wer aufhoert, zu traeumen und zu wuenschen, ist sicher eher unter den Sterbenden.
Multimorbiden faellt das Am-Leben-bleiben-Wollen sicher wesentlich schwerer, als jemandem, der nicht unter Schmerzen oder krankhaft bedingten grossen Einschraenkungen leidet.
Das Zusammenspiel vieler Fakten macht wahrscheinlich den Unterschied beim einzelnen Idividuum aus.

Manch alter Mensch ist einfach auch neugierig auf seine Ur-Ur-Enkel, nimmt aktiv teil am Leben der nachfolgenden juengeren Generationen.
Ja, so ist auch der Erhalt der Neugier auf das, was kommt, ein Antrieb fuer laengeres Hierbleiben.

Ach ja, die Ausgangsfrage bezog sich ja auf Gesundheit...
Die Voraussetzung fuer Gesundheit ist sicher ganz stark von der Psyche abhaengig. Wie gluecklich/zufrieden bin ich mit mir und meinem Leben? Wenn diese Frage positiv beantwortet werden kann, ist wahrscheinlich ein hohes Risiko fuer Krankwerden ausgeschlossen. Wobei diese seelische Gesundheit herzustellen wohl der schwierigste Punkt ist, da wir alle irgendwie im Laufe des Lebens gekraenkt oder unangemessen behandelt werden, was sich irgendwie koerperlich ausdruecken kann.

Ich wuerde gern mal diese Franzoesin gefragt haben, wie sie gelebt hat.
Eine 100jaehrige Berlinerin sagte mir mal: "Geniesse das Leben mit allem, was dazugehoert. Spass an der Liebe, koerperliche Bewegung (sie tanzte viel und gern) und jeden Tag ein Schlueckchen Alkohol, dann wirst du 100 Jahre alt." (sie hatte immer eine Packung Weinbrandbohnen vorraetig  Cheesy )
Kurz nach ihrem runden Geburtstag verstarb sie.
« Letzte Änderung: 14. Juni 2007, 07:17:11 von Ida » Gespeichert

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« Antworten #6 am: 14. Juni 2007, 08:29:11 »

Liebe Ida!

So aehnlich sehe ich das auch. Es gab mal eine Studie ueber das Altern von Schimpansen. Hier stellte sicher heraus, dass das erreichte Lebensalter sehr stark von der Funktion innerhalb der Gruppe abhing.

Funktion nicht im Sinne von Hierarchie, sondern Gebrauchtwerden bzw. Aufgabe.

Und das scheint ja auch beim Menschen der Fall zu sein: Habe ich noch Wuensche, Hoffnungen, Aufgaben, werde ich noch "gebraucht", so ist das sicher ein ganz starker Motor.

Die Grossfamilie, in der die "Alten" fuer die Betreuung der Enkel oder Urenkel herangezogen werden, Menschen, die zum Beispiel bis ins hohe Alter bei der Rettung oder sonstigen sozialen Organisationen tatkraeftig zupacken - das sind Bilder, die ein langes Leben gut vorstellbar machen.

Die Mutter eines Kollegen von mir war ziemlich gebrechlich und weil sie schon fast ein Pflegefall war, kam sie in ein Pflegeheim. Sie war schon fast blind und es war nicht mehr zu verantworten, sie alleine im Haus zu lassen.

Normalerweise (und wahrscheinlich auch aus dem Grund des Wegfalls des "Gebrauchtwerdens") geht es in einem Pflegeheim relativ schnell bergab....

Doch hier war es voellig anders. Als die Kinder die Mutter besuchten, stand sie wichtig am Gang, schob (als halbblinder) eine andere Patientin mit ihrem Rollstuhl durch die Gegend.

Das sei ja schrecklich, wie schlecht die Menschen hier beinand waeren, meinte sie, nicht mal gehen koenne die Frau, die sie grade im Rollstuhl spazierenfuehrte.

Und sie bluehte auf - sie hatte ploetzlich wieder eine Aufgabe.

Irgendwo ist immer ein Sinn drin.  Roll Eyes Und der laesst Menschen leben...

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« Antworten #7 am: 17. Juni 2007, 16:10:01 »

Gute Ueberlegung Ida & Spirit, Nachvollziebar.
Ich denke trotzdem, dass das Erreichen eines sehr hohen Alters auch mit einer guenstigen Genkonstellation zu tun hat. Schaut euch mal in eurem Bekanntenkreis um, ich denke jeder kennt Menschen, die mit 60 schon alt aussehen und Beschwerden haben, waehrend es andere gibt, die mit 80 noch total agil sind und wesentlich juenger wirken. Und das zieht sich meist familiaer durch.

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« Antworten #8 am: 17. Juni 2007, 21:59:30 »

Es koennte aber auch sein, dass sich Verhaltensweisen familiaer durchziehen....

Und damit scheinbar bestimmte koerperliche Erscheinungen "vererbt" werden.....

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« Antworten #9 am: 18. Juni 2007, 08:33:17 »

Und wie meinst du das jetzt? Dass sich Verhalten vererbt, oder was? Verhalten ist doch nicht angeboren, sondern erlernt. Zumindest bei uns Menschen.

S.
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« Antworten #10 am: 20. Juni 2007, 08:54:24 »

Die russischen Maenner haben auf jeden Fall nicht das Geheimnis des langen Lebens entdeckt, sie werden durchschnittlich nur 59 Jahre alt, die Haelfte von ihnen stirbt an Alkoholismus.

http://science.orf.at/science/news/148379

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« Antworten #11 am: 20. Juni 2007, 09:14:02 »

Lieber Kelte!

Danke fuer den Link - war interessant (werde gleich saemtliche Flaschen aus der Bar leeren *grins*), schade nur, dass die dranhaengende Diskussion sofort in das Thema Cannabis freigeben/nicht freigeben ausgeartet hat.....

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Kelte
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« Antworten #12 am: 20. Juni 2007, 09:35:02 »


Danke fuer den Link - war interessant (werde gleich saemtliche Flaschen aus der Bar leeren *grins*),

Ich hoffe ja doch, ins Klo! Oder willst du auch die oesterreichische Frauensterbequote erhoehen!  Cheesy Grin

Kelte
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« Antworten #13 am: 10. September 2007, 21:59:40 »

Und wie meinst du das jetzt? Dass sich Verhalten vererbt, oder was? Verhalten ist doch nicht angeboren, sondern erlernt. Zumindest bei uns Menschen.

S.

Ich denke, dass (a) die Gene schon eine große Rolle beim Altern spielen.
Wobei hierbei sicherlich auch (b) Verhaltensmuster - geerbte, genetisch bedingte sowie antrainierte, erlernte - einen beträchtlichen Anteil für die Lebenslänge haben.

Beispiel zu (a): Besteht eine Neigung zu Suchtverhalten? Es soll ja inzwischen nachweisbar sein, dass z.B. Alkoholiker ihre Veranlagung auch genetisch weitergeben und dass beispielsweise Kinder von Alkoholikern nicht mal den Kontakt zum betreffenden Elternteil brauchen um auch hier abzurutschen und süchtig zu werden.

Beispiel zu (b): Wie geht die Familie mit Gesundheit um? (Sport, Ernährung, Pflege der Psyche, Stressverhalten...)

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« Antworten #14 am: 10. September 2007, 22:28:56 »

Hm, muss ich jetzt mal scharf nachdenken....mein Vater war bereits vor meiner Geburt starker Raucher. Ich hab Zeit meines Lebens mit dieser Sucht gekämpft (ich hab erst voriges Jahr wieder mal aufgehört - wie schon so oft - ich hoffe, es diesesmal dauerhaft zu schaffen).

Vielleicht gibt man das Nikotin bereits mit den Genen mit? Könnte schon möglich sein. Andererseits wurde ich schon als Kind eingenebelt. Das heißt, ich wurde schon als Kleinkind süchtig.  Undecided

Möglicherweise verschwimmen die Grenzen zwischen Vererbung und dem erlernten Verhalten.

Ein Teil meiner Verwandtschaft starb sehr jung, der andere Teil wurde sehr alt. Also wenn ich das Jungsein überlebe, hab ich demnach ganz gute Chancen aufs Altwerden *grins*

Liebe Grüße
Spirit
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