Ich habe heute in der Zeitung gelesen, dass es einen Lebensmittelskandal in Kanada gibt, bei dem bereits 12 Tote zu beklagen sind.
Fleisch einer bestimmten Firma sei mit Listeriose-Erregern verseucht gewesen, nun wären etliche Menschen erkrankt, diese Krankheit kann tödlich enden.
Nun ist mir aber noch aus Ausbildungszeiten Listeriosis irgendwie nicht als "Fleischkrankheit" (wie z.B. Trichinen) in Erinnerung gewesen, deshalb hatte ich in der Tante Wiki nachgeguckt.
Hier mal der Link aus der Zeitung:
Quelle:
http://www.krone.at/index.php?http%3A//www.krone.at/krone/S28/object_id__112229/hxcms/index.htmlAusgelöst wurden die Vergiftungen offensichtlich durch Fleisch des Lebensmittelherstellers Maple Leaf Foods. Maple Leaf rief alle entsprechenden Produkte der Fabrik in Toronto zurück, nachdem die Krankheitsfälle bekannt wurden.
Das Fleisch dürfte laut Gesundheitsbehörde mit Listeriose infiziert gewesen sein. Die durch Bakterien verursachte, hochansteckende Krankheit ist vor allem für Ältere, Schwangere und neugeborene Kinder gefährlich.
Eigenartig anders steht das in der Wiki, denn hier wird hauptsächlich Käse oder Gemüse als Infektionsquelle genannt, denn Listeriose-Erreger werden durch Kochen abgetötet. Sie befinden sich aber auch völlig normal auf fast jedem Gemüse, das aus der Erde kommt.
Listerien kommen praktisch überall (ubiquitär) vor. Sie gelten als Schmutzkeim und sind besonders in Abwässern, Böden sowie verunreinigtem Wasser, Lebens- und Futtermitteln verbreitet. Da Listerien somit eher als Erd- oder Fäulniskeime anzusehen sind, wird die Erkrankung auch als „Geonose“ oder „Sapronose“ bezeichnet. Die direkte Ansteckung von Tier zu Tier, Tier zu Mensch oder von Mensch zu Tier findet praktisch nicht statt.
Die häufigsten Infektionsquellen für Wiederkäuer sind unzureichend vergorene oder erdreichverschmutzte Silage mit einem pH-Wert > 5,6 oder verdorbenes Heu.
So gut wie jedes mit Erde oder Staub kontaminierte Lebensmittel enthält Listerien, weshalb insbesondere Obst und Gemüse beziehungsweise pflanzliche Futtermittel für die Ansteckung verantwortlich sind. Ausnahmen stellen Karotten, Äpfel und Tomaten dar, in denen sich der Erreger nicht hält.
Lebensmittel tierischer Herkunft sind zumeist sekundär kontaminiert, werden also erst bei der Verarbeitung mit Listerien beimpft. Besonders gefährdet sind Rohmilch und Butter. Milchprodukte wie Hartkäse, Joghurt und Quark gelten dagegen als sicher. Die ordnungsgemäße Pasteurisierung tötet Listerien zuverlässig ab. Pasteurisierte Milch kann aber im Haushalt wieder kontaminiert werden, wodurch es auch bei Kühlschranklagerung zu einer Anreicherung mit Listerien kommen kann. Mayonnaise, Geflügelfleisch und kurzgereifte Rohwürste (Teewurst, Mettwurst) sind ebenfalls kritische Lebensmittel.[4] Vor allem auf den Oberflächen von Roh- und Weichkäsen und Salami können sich Listerien vermehren und Kolonien bilden. Da in solchen Fällen nur jene Menschen erkranken, die zufällig ein Stück mit Kolonien verzehren, andere, die das gleiche Lebensmittel auch essen, jedoch nicht, ist die Aufklärung hier besonders schwierig. Bei vakuumverpacktem Räucherlachs wurden Kontaminationsraten von bis zu 50 % festgestellt, wobei hier offenbar nur gering humanpathogene Stämme auftreten und Lebensmittelinfektionen durch Räucherlachs selten vorkommen.[3]
Interessant auch die Feststellung, dass Listeriose-Erreger nicht bei jedem Menschen Erkrankungen hervorrufen. Sondern der Körper normalerweise (dacht ich mirs doch, wenn das Zeugs auf dem Gemüse vorkommt) kein Problem damit hat.
Es stellt sich somit die Frage, warum....
Die Antwort kommt etwas später:
Mit der Entwicklung wirksamer immunsuppressiver Medikamente ab den 1950er- und 1960er-Jahren erlangte die Listeriose zunehmend klinische Bedeutung beim Menschen.[16] Mit der Aids-Epidemie in den 1980er-Jahren stiegen auch die Listeriosefälle an, da Aids-Patienten ein 500-fach erhöhtes Erkrankungsrisiko haben.[
weiters:
Bei Tieren sind die Vermeidung der Verfütterung verschmutzter Futtermittel, verdorbenen Heus oder fehlgegorener Silagen sowie die Vermeidung von Stress und anderer das Immunsystem schwächender Faktoren die wirksamsten Vorsorgemaßnahmen.
Cortison, Stress, also alles, was unser Immunsystem kaputt macht...

Lg
Spirit