Religiöses Gefühl soll Schmerzen lindern können,
so nachlesbar in diesem link:
http://de.news.yahoo.com/dpa2/20080930/tsc-religises-gefhl-kann-schmerzen-linde-35ffd9d.htmlIch möchte dem nicht widersprechen, sondern das Ganze noch erweitern.
Ich pflegte einmal eine hochbetagte Nachbarin privat. (putzen, einkaufen, Gespräche/Unterhalterin)
Sie lag oft danieder und hatte sehr schlimme Schmerzen aufgrund einer stark vergrößerten Leber,
die sich durch eine nichtausgeheilte Hepatitis entwickelte, die sie sich als Rot-Kreuz-Schwester auf einer Fähre zwischen Deutschland und Dänemark zuzog, als sie Kriegsverwundete begleitete.
Diese Frau lehnte Schmerztabletten ab.
Sie hatte für sich erkannt, dass die Nebenwirkungen ihren Körper noch mehr schwächen würden.
Sie akzeptierte ihre Krankheit, legte sich bei großen Schmerzattacken selbst die Hände auf das kranke Organ,
und sie begab sich - ich würde es meditativ nennen - in einen meditativen Zustand.
Sie ließ alles los, ergab sich dem Schmerz und konnte so Linderung empfinden.
Sie schaltete das Gegensteuern ab, womit das Empfinden des Schmerzes gelindert wurde.
So konnte sie alles aushalten, indem ihr inneres Kino lief.
Ich durfte an ihrem Bett sitzen und mir das ansehen.
Es gab Zustände, während denen sie ganz weit weg war und auch nicht redete.
War es nicht so schlimm, sprachen wir in beinahe normalem Sprechrhythmus miteinander, je nach ihrem Befinden.
Einmal hatte sie auch schon das Licht gesehen, was wohl typisch ist für den Übergang von hier zum Tod.
So lernte ich, dass es noch viel mehr gibt, als wir uns erklären können.
Und wenn der Schmerz gar nicht mehr zu ertragen ist, werden wir ohnmächtig.
LG, Yda