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Autor Thema: Religiöses Gefühl kann Schmerzen lindern  (Gelesen 207 mal)
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Yda
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« am: 02. Oktober 2008, 16:00:33 »

Religiöses Gefühl soll Schmerzen lindern können,
so nachlesbar in diesem link:
http://de.news.yahoo.com/dpa2/20080930/tsc-religises-gefhl-kann-schmerzen-linde-35ffd9d.html

Ich möchte dem nicht widersprechen, sondern das Ganze noch erweitern.
Ich pflegte einmal eine hochbetagte Nachbarin privat. (putzen, einkaufen, Gespräche/Unterhalterin)
Sie lag oft danieder und hatte sehr schlimme Schmerzen aufgrund einer stark vergrößerten Leber,
die sich durch eine nichtausgeheilte Hepatitis entwickelte, die sie sich als Rot-Kreuz-Schwester auf einer Fähre zwischen Deutschland und Dänemark zuzog, als sie Kriegsverwundete begleitete.

Diese Frau lehnte Schmerztabletten ab.
Sie hatte für sich erkannt, dass die Nebenwirkungen ihren Körper noch mehr schwächen würden.
Sie akzeptierte ihre Krankheit, legte sich bei großen Schmerzattacken selbst die Hände auf das kranke Organ,
und sie begab sich - ich würde es meditativ nennen - in einen meditativen Zustand.
Sie ließ alles los, ergab sich dem Schmerz und konnte so Linderung empfinden.
Sie schaltete das Gegensteuern ab, womit das Empfinden des Schmerzes gelindert wurde.
So konnte sie alles aushalten, indem ihr inneres Kino lief.
Ich durfte an ihrem Bett sitzen und mir das ansehen.
Es gab Zustände, während denen sie ganz weit weg war und auch nicht redete.
War es nicht so schlimm, sprachen wir in beinahe normalem Sprechrhythmus miteinander, je nach ihrem Befinden.
Einmal hatte sie auch schon das Licht gesehen, was wohl typisch ist für den Übergang von hier zum Tod.

So lernte ich, dass es noch viel mehr gibt, als wir uns erklären können.
Und wenn der Schmerz gar nicht mehr zu ertragen ist, werden wir ohnmächtig.

LG, Yda
« Letzte Änderung: 02. Oktober 2008, 16:03:23 von Yda » Gespeichert

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« Antworten #1 am: 02. Oktober 2008, 16:23:40 »

...die Macht der GEdanken und der Imagination.

Wenn wir Trost bzw. Beistand erwarten, dann spüren wir ihn auch.

Finde ich wirklich interessant und ein gute Bestätigung des Satzes: Dir geschehe nach Deinem Glauben!

Das Beispiel von der Frau mit der Hepatitis hat mich sehr berührt...ich bin einmal auch ohnmächtig geworden vor Schmerzen, das ging aber total schnell. Aufgewacht bin ich erst im Rettungsauto. Rotwerden Und hab mich nicht ausgekannt, was passiert ist.

Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man in einer Art meditativen Zustand, wenn der Schmerz schlimm wird, immer wieder in diesen Ohnmachtszustand hineingleiten kann oder so halb....

Liebe Grüße
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« Antworten #2 am: 05. Oktober 2008, 20:43:25 »

in dem fall würde ich sagen, dass der Glaube allein den Schmerz nicht lindert, sondern eher die Umgebung. Gläubige fühlen sich in einer Kirche sicherer und fühlen sich auch wohler und da fährt das Gehirn in manchen stellen etwas runter und ist wessentlich entspannter.

Nicht so Christliche können genauso gut in der Stadt sich was antunt, dass Gehirn arbeitet genauso Aktiv und findet nicht so leicht seine ruhe und reagiert in manchen Situationen Extremer als währe man Zuhause wo  sich das Gehirn etwas Runterfährt und nicht ganz so Stark Reagiert.

In Kurz, dass Schmerzgefühl wird meiner Meinung nach beeinflusst wo wir uns befinden.
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« Antworten #3 am: 05. Oktober 2008, 21:53:12 »

in dem fall würde ich sagen, dass der Glaube allein den Schmerz nicht lindert, sondern eher die Umgebung. Gläubige fühlen sich in einer Kirche sicherer und fühlen sich auch wohler und da fährt das Gehirn in manchen stellen etwas runter und ist wessentlich entspannter.

Nicht so Christliche können genauso gut in der Stadt sich was antunt, dass Gehirn arbeitet genauso Aktiv und findet nicht so leicht seine ruhe und reagiert in manchen Situationen Extremer als währe man Zuhause wo  sich das Gehirn etwas Runterfährt und nicht ganz so Stark Reagiert.

In Kurz, dass Schmerzgefühl wird meiner Meinung nach beeinflusst wo wir uns befinden.

Die Frage ist, ob eine Kirche wirklich beruhigend wirkt? Auf mich sicher nicht! Obwohl ich die Architektur von Sakralbauten an und für sich beeindruckend finde, habe ich kein Vertrauen in ihre Erbauer und fürchte auch, dass sie mit dem Blut von Machtlosen gebaut wurde... Ok, das gehört jetzt hier nicht so ganz hierher.

Ich denke, dass gewohnte Umgebung vllt. den Schmerz lindert und das könnte im Fall von Kirchen eigentlich nur den Pfarrer betreffen  Wink

@Yda: Deine Erfahrung mit dieser Frau ist beeindruckend, deren Verhalten bzw. Meditation hat aber mMn. nichts mit religiösem Gefühl oder dergleichen zu tun....
Irgendwo hatten wir doch auch schon einen Thread hier (ich hab ihn aber auf die Schnelle nicht gefunden), in dem beschrieben war, dass es schwerkranken Menschen, wenn für sie gebetet wurde, schlechter ging als ohne entspr. Gebete. (muss noch kramen...)
Ich glaube, dass die Angst, die die Religionen ihren Schäfchen einjagen, in gesundheitlicher Hinsicht schädlich ist und dass religiöses Gefühl auch deswegen im Fall einer Krankheit kontraproduktiv ist (ich weiß schon, aus mir spricht der Atheist  Evil)

LG Admin
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Sabine
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« Antworten #4 am: 10. Dezember 2008, 09:26:53 »

So arbeiten auch Hypnotiseure.
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« Antworten #5 am: 10. Dezember 2008, 09:50:16 »

Hallo Admin,
es kommt sicher immer darauf an, in welchem persönlichen Verhältnis der Kranke zur Religion steht.
Klar gibt es welche, die sich durch Schmerzen bestraft fühlen für ihre Sünden. (Vorstufe vom Fegefeuer?) Da sie dann meinen, das genau stünde ihnen zu, werden sie bestimmt fürchterlich leiden mit dem Hintergedanken, dass dann irgendwas wieder gut würde. Sühne also.

Aber es gibt auch ganz viele, die ihren Glauben positiv leben und sich darin getragen und beschützt fühlen.
Denen tut es gut, wenn ich z.B. am Bett einer ängstlichen Seniorin sage, dass ich sie in mein Abendgebet mit einschließe oder dass ich ihr für diese Nacht meinen Schutzengel ausleihe, da sie grade besonderen Schutz braucht.

LG, Yda
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« Antworten #6 am: 10. Dezember 2008, 11:04:23 »

 
  Hallo Ihr Lieben,

  ich habe auch so meine Erfahrungen mit Schmerzen gemacht,nach 17 Operationen bestimmt kein Wunder.
  Meine grösste Erfahrung,bitte nur für mich,ist einen Schmerz akzeptieren,ich kann ihn dann besser ertragen.
 
  Ich bin ein gläubiger Mensch,allerdings keine grosse Kirchgängerin,mir hat der Glaube geholfen.
  Meine Schmerzen sind nicht geheilt worden,sondern meine perönliche Einstellung.
 
  Ich denke jeder macht da seine eigenen Erfahrungen.

  LG Akire

 
 

 
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Spirit
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« Antworten #7 am: 10. Dezember 2008, 11:42:23 »

17 OPs, das ist ja heftig!  Shocked

Ich glaube, dass Schmerzen in vielen Fällen zur Heilung dazugehören - als Schutzversuch des Körpers.

So wie ein gebrochenes Bein schmerzt, damit man es nicht verwendet sondern in Ruhe heilen lässt. Die Schwellung, die dabei entsteht, schützt den Knochen wie ein dicker Polster, der Schmerz verhindert weitere Beanspruchung - so kann der Knochen verheilen.

Und wenn man Schmerzen als biologisches Heilungszeichen sieht, glaube ich, dass das auch leichter zu ertragen ist. Allerdings gibts Schmerzzustände, die (z.B. Karzinome im Endstadium oder kurz nach OPs), die ausgeschaltet werden müssen, finde ich.

Mein Vater sagt immer (er ist Katholik und ich naja, nicht wirklich  Roll Eyes): Spätestens am Sterbebett fängt jeder an zu glauben...

Mal sehen, wie ich bis dahin denke.

Liebe Grüße
Spirit
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