Ich denke, Fertiggerichte haben Vor- und Nachteile. Sie sind praktisch, wenn man berufstätig ist und keine Zeit fürs Kochen hat (oder auch keine Energie mehr, kann ja auch sein...). Aber ich finde, dass Selbstgekochtes besser schmeckt.
Als ich noch keine Kids hatte, hab ich mir mittags im Büro manchmal so Fertiggerichte gemacht, damals hatte mir das gut geschmeckt. Später, als ich zuhause bei den Kids war, war ich Vollbluthausfrau, Mehl wurde täglich frisch gemahlen, alles selbst gemacht und bio war eh klar...
Das Selbstmachen ist mir geblieben (ich mahle auch schnell das Mehl selbst, dauert ja nur ein paar Minuten und macht praktisch keine Mehrarbeit), es ist Gewohnheitssache und ich hab die Zeit dazu, weil ich ja nur halbtags arbeite.
Aber ich kann mir vorstellen, dass ich später, wenn ich wieder ganztags arbeiten gehe, auch mal zum Päckchen greifen könnte, wenns schneller gehen soll.
Als wir den Zubau machten, hatten wir drei Wochen keine Küche - es gab einzig und allein entweder kaltes Essen oder Mikrowellenfutter. Und die Kids, die vorher Fans von Fertiggerichten waren (eh klar, was man nie kriegt, muss ja besser sein

), weigerten sich die letzte Woche schon, das zu essen.
Naja, und teuer ist das Zeugs auch ganz schön. Ich stand letztens an der Kasse, weil ich Specklinsen mit Semmelknödel kochen wollte und die Zutaten einkaufte. Und wie es der Zufall will, stand genau vor mir ein Mann, der eine fertige Dose Specklinsen und ein Päckchen mit fertigen Semmelknödeln auf das Förderband legte. Er zahlte knappe 5 Euro. Für eine Portion.
Ich zahlte 3,40 Euro - für 6 Portionen.
Es war übrigens lustig, wie mich der ansah, war eine komische Situation, auf dem Förderband standen: 1 Dose Specklinsen, eine Packung Semmelknödel, dann der Trennbalken, dann kamen eine Dose Linsen, Speck und Semmelwürfel, sonst hatten wir beide nichts anderes.

Liebe Grüße
Spirit