DieWölfin
Basis Advanced

Bewertung: 33
Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 66
|
 |
« am: 13. Januar 2008, 12:10:57 » |
|
Hallo alle zusammen...
Da ich jetzt noch ein kleines Kind habe und eine in der Pubertät... stelle ich fest, daß sich meine Erziehung doch sehr von derjenigen damals unterscheidet... Ebenso sehe ich natürlich im Nachhinein (reifer geworden und dazugelernt) heute, daß ich einige Fehler machte, die ich so heute nicht mehr machen würde...
Einige Beispiele: -ich werde mein Kind nicht mehr ständig woanders lassen, um arbeiten zu gehen oder auszugehen... -ich werde nicht mehr ständig was anderes zu essen machen, nur weil mein Kind alles mögliche nicht essen will (mit dem Erfolg, daß sie jahrelang nur bestimmte Dinge aß, was immer schlimmer wurde, bis ich einen Riegel vorschob...) -ich werde viel mehr mit meinem Kind reden und mich von Anfang an mit hinsetzen und Schularbeiten machen -ich bin wesentlich weniger autoritär...und bleibe viel ruhiger...
Natürlich ist jedem klar, daß man IMMER Fehler in der Erziehung machen wird...aber ich glaube, daß man beim 2.Kind doch weniger macht, weil man gelernt hat. Ist das erste Kind dadurch nicht auch ein wenig benachteiligt? Das ist die Frage, die ich mir letzte Zeit oft stelle... Da ich eine 15 Jahre alte Schwester habe, die vieles darf, was ich damals nicht durfte und die es mit meinen Eltern heute viel leichter hat...stelle ich bei mir doch eine gewisse Wehmut fest, wenn das der richtige Begriff ist dafür, mir fällt nur grad kein besserer ein...ich hatte ja doch eine ziemlich harte Kindheit...
Wie war das bei euch? Wie sind eure Erfahrungen? Als Kinder und auch als Eltern? Vielen Dank im voraus für eure Antworten...
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Es gibt nichts, was es nicht gibt.  
|
|
|
|
Spirit
|
 |
« Antworten #1 am: 13. Januar 2008, 14:42:39 » |
|
Liebe Wölfin! Ich glaube, dass es verkehrt sein kann, egal wie man/frau es macht. Erstens sind alle Kinder tatsächlich verschieden und zweitens ist es (zumindest im pubertären Alter) sowieso falsch, was man gemacht hat... Meine Kids haben sich alle irgendwie unterschiedlich entwickelt, obwohl ich versucht habe, überall gleich zu reagieren. Geht nicht ganz, denn Kids sind verschieden. Bei der einen war es gut, alles zu erklären, die andere wollte das nicht. Ich glaube, dass man überhaupt kein Patentrezept anbieten kann, was nun verkehrt wäre und was richtig, weil absolut jedes Kind etwas anderes braucht bzw. will. Das eine Kind wird bei Berufstätigkeit der Mutter super selbständig und lernt selbst und ist stabil, das andere kippt sofort in die Verwahrlosung. Dazwischen gibts jede Nuance. Es gibt wahrscheinlich Grundpfeiler, auf denen eine Erziehung stehen kann, wie Liebe, Verständnis, Zeit usw. Aber ich glaube nicht, dass man generell kategorisieren kann, was ein Erziehungsfehler ist und was nicht. Weils eben bei dem einen Kind einer wäre und beim anderen Kind genau das richtige. Klingt ein bisschen wirr, ich hoffe, es kommt rüber, wie ich das meine. Ich kann nun nur für mich sprechen: Ich hab halt immer geschaut, dass ich dann, wenn die Kids zuhause sind, auch zuhause bin. Also sobald sie in den Kindergarten/Schule gingen, hatte ich einen Halbtagesjob, davor blieb ich daheim. Weil meine Ma das auch so gemacht hatte und ich es genossen habe, zu Mittag ein warmes Essen und einen Ansprechpartner vorzufinden. Ob ich das nun genutzt habe oder nicht (in der Pubertät freute mich das ja beides nicht), es war beruhigend zu wissen, dass wer auf mich wartet. Und dieses Gefühl wollte ich meinen Kids weitervermitteln. Darum hab ich das gemacht, Karriere kannst Du natürlich vergessen, aber was solls. Ob es richtig war, weiß ich auch nicht. Es war einfach mein Weg. Freundinnen von mir, die voll berufstätig waren, haben mir vorgeschwärmt, wie selbständig ihre Kids schon waren, als meine noch keine Ahnung vom Leben hatten. Wird auch stimmen. Sie konnten schon kochen, den Haushalt schupfen, während meine noch am Rockzipfel hingen. Ok, stimmt. Aber für MICH war es wichtig, weil es ein Wert war, den ich ihnen vermitteln wollte. Und ich weiß, jetzt wo sie fast erwachsen sind, dass sie das genauso genossen haben wie ich damals. Aber ich muss dazu sagen, ich habe keine Oma oder Tante oder so in der Nähe, dass ich meine Kinder hätte in guten Händen lassen können, wäre ich ganztags arbeiten gegangen. Ich war zuhause und dann halbtags und habs wirklich genossen, die Zeit mit den Kindern - das wars wert, eindeutig.  Und wenn Du es irgendwie schaffst, für die Kleine mehr Zeit zur Verfügung zu haben, ist das sicher super. Auch wenn sie es scheinbar nicht nützt das Angebot - Sicherheit vermittelt es allemal, und das ist durch nichts zu toppen, finde ich. Erziehungsfehler habe ich sicher auch genug gemacht. Z.B. war ich in manchen Sachen zuwenig konsequent, besonders bei der Jüngsten. Da muss ich sagen, ich habe gemerkt, dass mir die Kraft und die Energie ausgeht. Da hab ich eher schonmal fünfe grade sein lassen, weil ich einfach nicht mehr wollte.  Oder weil ich Alleinerzieherin war/bin, wars manchmal nicht so leicht, weil ich ja doch eher ein Weichling bin. Aber meine Kids waren im Großen und Ganzen auch fair und habens nicht ausgenutzt, zumindest nicht viel.  Und ich denke, egal WIE man erzieht, ich glaube, jeder versucht, sein Bestes zu geben. Und ob es richtig war oder nicht, kann man erst sagen, wenn sie erwachsen sind. Wieviele Kids hängen mit 15 an der Nadel? Immer nur Erziehungsfehler? Ich weiß nicht - manchmal ist es das Umfeld auch, wo sie reingeraten....Vielleicht ist Erziehung die eine Sache, und Glück gehört auch dazu, ne Menge Glück. Liebe Grüße Spirit
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Wenn Du etwas nicht willst, gibt es Gründe, wenn Du etwas willst, gibt es Wege...
|
|
|
|
Sturmfarbe
|
 |
« Antworten #2 am: 13. Januar 2008, 18:37:54 » |
|
Ich denke, daß das Wichtigste ist, einem Kind Selbstvertrauen zu geben. Da zu sein, seine Sorgen und Nöte, selbst im Kindergartenalter, ernst zu nehmen. Zu reden. Und sowieso keine verbale und körperliche Gewalt.
Ich konnte für meinen Sohn nicht immer dasein, mußte arbeiten gehen. Aber sobald er in der Schule war, hab ich geschaut, daß ich meine Arbeitszeit reduzieren konnte, um nachmittags da zu sein. Na ja, mit Karriere war da auch nix drin.
Ich glaube auch, daß ein Kind, dem sein Selbst- und Urvertrauen nicht genommen wird, sehr viel mehr Stand im Leben haben wird, als jemand, dem das genommen wird - und damit meine ich aber nicht, wenn die Eltern arbeiten gehen usw. - es liegt einfach daran, daß das Kind in seiner Person geachtet wird und ernstgenommen.
Ich wurde sehr bald Omi, mit 45 schon, jetzt bin ich 54. Bin berüchtigt dafür, daß meine Enkelkinder bei mir Anarchismus lernen, was aber durchaus geschätzt wird, denn es ist ein Ausgleich für das doch streng nach Stundenplan verlaufende Leben der beiden: Schule, Hausaufgaben, Musikschule, Reiten usw. - und daheim geht Anarchismus natürlich nicht, schon klar, da braucht es Regeln (die gibt es bei mir auch, aber recht wenige).
Na ja, Glück ist auch dabei und was vor allem anderen das Wichtigste ist , ist einfach Liebe für das Kind.
Liebe Grüsse, Sturmfarbe
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Je mehr wir uns erheben, um so kleiner erscheinen wir denjenigen, die nicht fliegen können (Zitat von Nietzsche)
|
|
|
|
MeYLYn
|
 |
« Antworten #3 am: 13. Januar 2008, 19:10:25 » |
|
Also ich schalt mich einfach mal kurz zu folgendem Satz von Wölfin ein. -ich werde mein Kind nicht mehr ständig woanders lassen, um arbeiten zu gehen oder auszugehen... Mein Kind auch ab September, wenn sie in die Schule kommt, in einem Hort unterzubringen, da bleibt mir wohl nichts anderes übrig. Ich kann mir leider einen Job, der um 12 Uhr endet nicht leisten. Aber ich habe ja nun einen Tagesjob, der um 17 Uhr endet, und keine 2 wöchigen Schichten, die erst um 20 Uhr aufhören. Insofern denke ich tue ich ihr doch etwas Gutes, denn ich kann sie täglich vom Hort dann abholen und dann haben wir beide Freizeit. Am Freitag höre ich um 15 Uhr auf und da können wir dann die Hausaufgaben durchgehen und so. Dafür gehe ich fast nie aus und bin von daher am Abend daheim bei meiner Kleinen. Ich hoffe, das gleicht das Defizit ein bisschen aus. Das wars vorerst. Ich muss mich dann erst einlesen, besonders Spirit hat ja wieder mal sehr viel Information und Tipps für uns. Wenn auch die Tipps, wie sie richtig erkannt hat, dass es wohl kein Patentrezept gibt. Alles Liebe MeYLYn
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Relativ ist das Sein, endlos die Zeit, komm und tauch ein, in die Ewigkeit
|
|
|
|
Spirit
|
 |
« Antworten #4 am: 13. Januar 2008, 19:51:35 » |
|
Ich hoffe, mein Posting ist nicht so rübergekommen, als wäre ich der Meinung, eine Mama zu hause sei das einzig Wahre....das meinte ich damit nicht, hoffentlich wurde das nicht so aufgefasst. Ich meinte damit, dass ich glaube jeder Mensch versucht das weiterzugeben, was er selbst als angenehm empfunden hat. Wäre meine Mutter ganztags berufstätig gewesen und ich hätte mich darüber gefreut, dass mir niemand dreinredet, hätte ich wahrscheinlich diesen Vorteil auch bei meiner Erziehung weitergeben mögen. Gibt überall Vorteile und Nachteile, und der Mensch ist offensichtlich so, dass er die Vorteile eher im Auge behält. @Sturmfarbe: Du hast sicher recht, eines der wichtigen Dinge, die Kinder von uns erhalten sollten ist Selbstvertrauen (das war zu "unserer" Zeit nicht so an der Tagesordnung  , ich kann mich noch ganz gut dran erinnern, dass wir als Kinder erst mal "garnix" zu reden hatten...sondern in der Hierarchie ganz unten angesiedelt waren). Bin schon neugierig wie ich als Oma mal sein werde......  @Meylyn: Ich denke, es kommt bei der Zeit niemals auf die Quantität, sondern auf die Qualität drauf an. Jüngste durfte auch einmal die Woche in den Hort, weil sie das unbedingt wollte. Ihr gefiel es dort total gut, weil ihre beste Freundin dort auch hinging. Das mit dem Leisten-Können: Das ist so eine Sache. Ich hatte den direkten Vergleich vor Augen bei Freundinnen, die auch drei Kinder hatten und ganztags arbeiten gingen. Abgesehen davon, dass das total stressig war, abends nachhause, für soviele Menschen kochen, waschen, bügeln etc. blieb ihnen im Endeffekt meistens genausoviel Geld "über" bzw.nicht über wie mir. Weils das alles nicht zu schaffen war, wurde eine Bedienerin (Putzhilfe) bezahlt, die kostete viel. Dann der Hort für drei Kinder - die Hälfte (!) des Gehaltes ging nur für diese Kosten auf. Dazu kommt, dass man mit mehr Zeit zur Verfügung billiger kochen kann als Vollzeitberufstätige mit drei Kids. Die schnelle Küche ist meistens teuer. Gemüsebeet im Garten, Einkochen nach Saison, das sind alles Dinge, die sparen sehr, sehr viel Geld - aber sie brauchen Zeit. Fazit: Es rentierte sich finanziell überhaupt nicht. Sie waren nur total fertig mit den Nerven. Bei ein, max. zwei Kindern rechnet sich das vielleicht noch grade, aber bei mehreren...die Hortkosten fressen Dich arm. Sie konnten sich genausowenig leisten wie ich mir. Da war absolut kein Unterschied, wir waren alle arm wie die Kirchenmäuse.  Die Rechnung krieg ich natürlich auch präsentiert, erstens keine Karriere (ok, damit kann ich leben  ), zweitens keine bzw. fast keine Rente. Es hat sicher alles Vor- und Nachteile.... Liebe Grüße Spirit
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Wenn Du etwas nicht willst, gibt es Gründe, wenn Du etwas willst, gibt es Wege...
|
|
|
|
MeYLYn
|
 |
« Antworten #5 am: 13. Januar 2008, 21:12:46 » |
|
ich hab ja nur meine kleine, bei mir kommen aber auch diverse Verbindlichkeiten hinzu, die mir mein Exmann hinterlassen hat. nein ich will keine Diskussion, wie ich da raus kommen kann, aus den Schulden, ich sag nur es ist so.
Wie gesagt es geht nur um meine Kleine, aber wenn ich früher aus hab, hole ich sie auch früher ab. drum Freitag 15 Uhr ist schon wieder toll.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Relativ ist das Sein, endlos die Zeit, komm und tauch ein, in die Ewigkeit
|
|
|
|
Spirit
|
 |
« Antworten #6 am: 13. Januar 2008, 21:36:31 » |
|
ich hab ja nur meine kleine, bei mir kommen aber auch diverse Verbindlichkeiten hinzu, die mir mein Exmann hinterlassen hat. nein ich will keine Diskussion, wie ich da raus kommen kann, aus den Schulden, ich sag nur es ist so.
Wie gesagt es geht nur um meine Kleine, aber wenn ich früher aus hab, hole ich sie auch früher ab. drum Freitag 15 Uhr ist schon wieder toll.
Das meinte ich damit, als ich schrieb, dass es bei mir um drei Kinder ging - da waren die Hortkosten dann schon unheimlich hoch. Bei einem Kind schaut die Sache sicher ganz anders aus. Das ist voll ok, wie Du das machst. Und das Leben ist leider teuer, ohne Job ist halt nix zu machen. Ich hab dieses Rechenbeispiel nur auf meine Situation damals bezogen erzählt, auch um zu erklären, warum das für mich zu teuer war. Ich hatte erst gestern mit meiner Ältesten ein Gespräch, wo es um die Kosten ging, die so nebenbei laufen...Betriebskosten sozusagen, die jeder Bewohner im Haushalt verursacht. Da hab ich mal bewusst nachgerechnet, das ist enorm. Und geboren zu werden, heißt Kosten zu verursachen. Da kommt niemand drumrum (vielleicht ein Obdachloser, ich weiß nicht). Liebe Grüße Spirit
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Wenn Du etwas nicht willst, gibt es Gründe, wenn Du etwas willst, gibt es Wege...
|
|
|
|
MeYLYn
|
 |
« Antworten #7 am: 14. Januar 2008, 09:37:20 » |
|
Ich wollte ja ursprünglich einen eigenen Thread eröffnen, aber es passt gerade so gut hier herein. weil Spirit folgendes erwähnt hat. Aber ich muss dazu sagen, ich habe keine Oma oder Tante oder so in der Nähe, dass ich meine Kinder hätte in guten Händen lassen können, wäre ich ganztags arbeiten gegangen. Im Kindergarten weiß ich meine Kleine ohnehin sehr gut aufgehoben. Meine Eltern wohnen 30 km Autofahrt weit weg, also das fällt schon einmal weg, dass die Kleine nach der Schule (wenn es soweit ist, dass sie zur Schule geht) zu ihnen könnte. Zu weit und unpraktisch. Also dann die Tante, das ist die Schwester von meinem Freund, der ja der Papa von meiner Kleinen ist. Ursprünglich haben wir uns drauf geeinigt, das war glaub ich im Sommer letzten Jahres, dass meine Kleine, wenn sie in die Schule kommt, in der 1. Klasse nicht in den Hort soll, sondern dann gleich zu ihr kommen kann. Der Schulstoff ist dann auch so, dass sie die Aufgaben bewachen könnte. Sie ist ja schon etwas älter als ich und hat auch gesundheitlich ein paar Probleme, sodass sie um die Frühpension angesucht hat........ das Verfahren ist laufend. Dann hat sie ja noch ihre kleine bald 2 jährige Pflegetochter. Doch genau diese war dann der Grund, dass die Tante (meiner KLeinen, ab nun schreib ich nur Tante ohne Erklärung) meinte, dass Angela (meine Kleine) wegen Jasmin (Pflegetochter) wohl nicht so gut zum Aufgabe machen kommen wird. Also doch besser Hort, dass sie dort Aufgaben machen kann und dann holt sie die Tante ab, besonders in der Schicht, wenn ich bis 20 Uhr arbeite. Gut dieses ist nun nicht mehr nötig, weil ich ja wegen meiner neuen Arbeit keine 20 Uhr Schichten mehr habe. Ich muss dazu sagen, dass die Tante früher immer in der Nähe meiner Arbeitsstelle gewohnt hat und dann, auch jetzt noch, ein paar Minuten Fußweg von unserem zu Hause. Wäre dann vielleicht so gewesen, dass sie Angela vom Hort etwas früher geholt hätte, als ich, weil ich ja erst nach 17 Uhr kann. Nun gut nun zum eigentlichen Grund, warum ich das hier alles reinschreibe. Es ist nun so, dass die Tante umzieht, und zwar 40 min Autofahrt entfernt, weiter als meine Eltern wohnen. Und zwar ist es Ende Jänner soweit. Also insofern muss bzw müssen wir das innerhalb der Familie ohnehin nun selber managen. Ich denke, einmal die Woche kann der Papa sie abholen, einmal einer seiner Söhne, da beide mit Sicherheit wochentags auch mal frei haben, war immer so. Ja und die anderen 2 Tage höre ich eben eine Stunde früher auf. Dann gehts auch. Dennoch ein bisschen fühle ich mich von der Tante im Stich gelassen, obwohl ich auch weiß dass diese Denkweise völlig irrelevant ist. Was mir noch so durch den Kopf geht, sind wieder einmal diese genialen Fügungen der Schicksalsfäden. Das gehört eigentlich auch in einen anderen Thread, sind aber nur 2 Punkte, die mir auf dem Herzen liegen. Es ist doch so, wenn man bedenkt ich hätte noch den alten Job, bei dem ich jede 2. Woche 4 Tage die 20 Uhr Schicht hatte, nun nicht mehr machen könnte. Ich müßte kündigen....... ja natürlich hab ich das ja schon getan und diese Überlegungen sind im Prinzip hinfällig. Ich möchte nur eins sagen, als ich letztes Jahr gekündigt habe, war noch keine Rede von einem Umzug der Tante meiner Kleinen. So gesehen hat mir das Schicksal eine Möglichkeit gegeben rechtzeitig alles in die Wege zu leiten. Und nun, wo die Fakten feststehen mit dem Umzug....... es war eine sehr spontane Idee von der Tante, kam sozusagen erst im neuen Jahr auf..... Also nun wo das mit dem Umzug Fakt ist, habe ich einen Job mit Zeiten, an denen ich meine Kleine sehr gut selbst holen kann, besonders, wenn sie dann in den Hort geht. Ja das wars auch schon von mir. diesmal viel von mir mit jeder Menge OT wenn das nicht hier reinpasst, kann es Admin ja auch verschieben. Liebe Grüße MeYLYn
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Relativ ist das Sein, endlos die Zeit, komm und tauch ein, in die Ewigkeit
|
|
|
|
Spirit
|
 |
« Antworten #8 am: 14. Januar 2008, 09:45:33 » |
|
Liebe Meylyn! Da bekam ich jetzt direkt ne Gänsehaut beim Lesen...die glücklichen "Zufälle" und Fügungen sind schon ein Hammer... Ich wollte Dir noch was dazu schreiben, ist aber nur meine subjektive Meinung: Wenn ich wählen könnte zwischen Hort und Verwandten (lassen wir das Finanzielle mal weg), würde ich den Hort wählen - zumindest wenn er so toll ist wie er bei uns war. Meine Kleine war ja nur einmal die Woche (und das nicht regelmäßig), weil sie so gerne dorthin "auf Besuch" ging. Heim kam sie mit erledigten Hausübungen (so schön hatte sie sie zuhause nie hinbekommen!), ausgetobt, weil sie dort nach der Lernstunde im Garten herumtollen konnten und glücklich, weil sie viel tratschen konnte. (ganz die Mama, nicht?  ) Bei Verwandten ist das halt immer so eine Sache, das eigene Kind wird immer vorgehen, möglicherweise kritisiert sie Dich und Deine Erziehung pausenlos, macht alles anders als Du...da sind Konflikte vorprogrammiert. Und im Hort ist Angie unter Gleichaltrigen - das macht auch gleich viel mehr Spaß.  Liebe Grüße Spirit
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Wenn Du etwas nicht willst, gibt es Gründe, wenn Du etwas willst, gibt es Wege...
|
|
|
|
Yda
|
 |
« Antworten #9 am: 14. Januar 2008, 09:57:47 » |
|
... Natürlich ist jedem klar, daß man IMMER Fehler in der Erziehung machen wird...aber ich glaube, daß man beim 2.Kind doch weniger macht, weil man gelernt hat. Ist das erste Kind dadurch nicht auch ein wenig benachteiligt? Das ist die Frage, die ich mir letzte Zeit oft stelle... Da ich eine 15 Jahre alte Schwester habe, die vieles darf, was ich damals nicht durfte und die es mit meinen Eltern heute viel leichter hat...stelle ich bei mir doch eine gewisse Wehmut fest, wenn das der richtige Begriff ist dafür, mir fällt nur grad kein besserer ein...ich hatte ja doch eine ziemlich harte Kindheit...
Wie war das bei euch? Wie sind eure Erfahrungen? Als Kinder und auch als Eltern? Vielen Dank im voraus für eure Antworten...
Liebe Wölfin, genau das Thema habe ich seit mehreren Jahren mit meiner Schwester, die nur drei Jahre älter ist als ich, aber mir noch ab und an mal vorwirft - ja vorwirft! - dass ich als Nesthäkchen ja bevorzugt wurde und so viel mehr durfte als sie... Bei ihr ist es nicht nur eine Wehmut, es ist eher eine Wut. Und komischerweise richtet sie diese gegen mich und nicht gegen unsere Eltern, die die Verursacher dieser sind! Ist ja auch einfacher. Mit mir kann man reden. Muttern ist immer noch eine Respektsperson für sie. Unglaublich! Meine Schwester ist fast 45! An die traut sie sich immer noch nicht ran! Lässt sich abblocken mit nur einem Wort, wenn sie mal einen Versuch gestartet hatte! Neulich fiel mir dann endlich die richtige Antwort für sie ein, und ich hoffe nun, dass sie endlich erwachsener damit umgehen kann und nicht mehr länger diese Dinge auf mich projiziert, die zu unseren Eltern gehören. Habe ihr gesagt: - Ich war ein Kind! Was kann ich dafür, dass sie zu mir ein anderes Gefühl hatten als zu dir? Nochmal: Ich war ein unschuldiges Kind, was sich diese Behandlung nicht ausgesucht hat! - Kläre das mit unseren Eltern. Söhnt euch aus und zeigt euch eure wirklichen Gesichter! - Du hattest zu Beginn deiner Kindheit unsere Eltern drei ganze Jahre NUR FÜR DICH ALLEIN! Das hatte ich als zweitgeborene Tochter NIE! Ich musste von Anfang an mit einer Schwester die Elternliebe teilen! Auch habe ich an sie als Mutter appelliert und ihr ihre eigenen Töchter vor Augen gehalten, die altersmäßig vier Jahre auseinander sind. Habe sie erinnert, dass diese beiden vom Charakter her auch so verschieden sind wie wir zwei es waren und ja auch noch sind. Dass man - wie Spirit mit ihren drei Töchtern auch immer wieder betont - nicht jedes Kind gleich behandeln kann! Aber das leuchtet meiner Schwester leider überhaupt nicht ein. Aus ihrer eigenen Kindheitsfrustration heraus hat sie die Erziehungsjahre ihrer Kinder ständig aufgepasst, dass auch die jüngere Tochter nicht etwa aus Erfahrungen heraus ein wenig anders behandelt wurde und etwa diese oder jene Kleinigkeit anders, BESSER gemacht werden konnte. NEIN; sie wurden beide exakt über einen Kamm geschoren und in ein Erziehungskorsett gepresst, was sie als junge Mutter gedanklich erstellt hat und was bis zum Ende durchgezogen werden musste. Ich finde das schlimm. Und ich bin traurig, dass sie es nicht schafft, ihre Kindheitserlebnisse und -gefühle mit unserer Mutter zu klären. Sie weiß einfach nicht, wie da herangehen. Mit unserem Vater kommt das schon zu spät. Er ist bereits zu dement, um einem tiefgründigeren Disput folgen zu können. Erstmal bis hierher. Mir laufen grade Filme ab... puh..., aber danke für das Thema. Muss ja mal so bearbeitet werden, dass die negativen Schwingungen in mir auch Frieden finden.  Liebe Grüße, Yda
|
|
|
|
« Letzte Änderung: 14. Januar 2008, 10:02:53 von Yda »
|
Gespeichert
|
Wortkombinationen, FP: Forums probleme hab ick keene. Frap pant, oder? (ok, der letzte war jetzt gemogelt.) 
|
|
|
|
MeYLYn
|
 |
« Antworten #10 am: 14. Januar 2008, 10:12:20 » |
|
Liebe Meylyn!
Da bekam ich jetzt direkt ne Gänsehaut beim Lesen...die glücklichen "Zufälle" und Fügungen sind schon ein Hammer... Oh ja, seit ich weiß, dass die Tante soweit weg zieht, geht mir dieser Gedanke so oft durch den Kopf. Es ist wirklich so im Nachhinein betrachtet, nur so zu sehen. Ich war total fertig und extremst unter Druck im alten Job, sodass ich bereit war für die Worte meiner Freundin, die mich ja im Prinzip überzeugt hat, mir das, wo sie ist, einmal anzuschauen. Die Zeit war reif dafür und es geht mir besser dort. Generell haben wir, besonders die Tante und ich aber auch zu dem Zeitpunkt als meine Entscheidung feststand, gemeint, es wäre im Hinblick darauf, dass Angi bald in die Schule kommt besser, wenn ich einen Tag-Job hab ohne Schichten bis 20 Uhr. An diesen Tagen konnte ich Angi frühestens um 20.20 von der Tante holen. Gut am nächsten Tag ließ ich sie ausschlafen und brachte sie erst zwischen 9 uhr und 10 uhr VM in den Kiga, doch das ist mit der Schule dann auch nicht mehr möglich. Da müssen wir dann sowieso raus..... und da ist es schon was anderes, ob ich sie erst um halb neun von jemanden abhole, oder um halb sechs oder halb sieben. Ich wollte Dir noch was dazu schreiben, ist aber nur meine subjektive Meinung: Wenn ich wählen könnte zwischen Hort und Verwandten (lassen wir das Finanzielle mal weg), würde ich den Hort wählen - zumindest wenn er so toll ist wie er bei uns war. Meine Kleine war ja nur einmal die Woche (und das nicht regelmäßig), weil sie so gerne dorthin "auf Besuch" ging. Heim kam sie mit erledigten Hausübungen (so schön hatte sie sie zuhause nie hinbekommen!), ausgetobt, weil sie dort nach der Lernstunde im Garten herumtollen konnten und glücklich, weil sie viel tratschen konnte. (ganz die Mama, nicht?  ) Bei Verwandten ist das halt immer so eine Sache, das eigene Kind wird immer vorgehen, möglicherweise kritisiert sie Dich und Deine Erziehung pausenlos, macht alles anders als Du...da sind Konflikte vorprogrammiert. Und im Hort ist Angie unter Gleichaltrigen - das macht auch gleich viel mehr Spaß.  Liebe Grüße Spirit Liebe Spirit, für den 2. Teil deines Posts danke ich dir von Herzen. Ich weiß z.b. dass Angie sehr gerne auch am NM im Kindergarten ist, dort kann sie besonders, in der schönen Jahreszeit, wunderbar den Garten und Spielplatz dort nutzen und sie ist unter gleichaltrigen. So lieb sie Jasmin hat, Jasmin ist noch zu klein. Und ich glaube auch, dass es gut ist, wenn sie im Hort unter fachlicher Leitung ihre Hausaufgaben macht. ich kann mich ja am freitag Nachmittag drum kümmern, weil da hab ich um 15 Uhr aus, ja und am WE haben wir 2 dann frei. LG Meilin
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Relativ ist das Sein, endlos die Zeit, komm und tauch ein, in die Ewigkeit
|
|
|
|
Yda
|
 |
« Antworten #11 am: 14. Januar 2008, 10:13:12 » |
|
Meine Tochter, die nur zwei Jahre älter ist als mein Sohn, hat sich bei mir auch mal während der Pubertät beschwert, dass sie meinte, ich würde ihn bevorzugen.
Das war auch eine ganze Weile so. Sie hatte sich in ihre Barby-Prinzessinnenwelt vergraben und pubertierte in Märchen und Pferdemalereien vor sich hin und war nicht für die Außenwelt erreichbar. Mein Sohn kam IMMER raus aus seinem Zimmer, zeigte Neugier auf alles und war im Alltag ein sehr wissbegieriger, anleitungswilliger Junge, der stets Freude am Helfen und auch Reparieren damals unseres alten Fachwerkhauses (ehemalige Wassermühle) hatte. Tochter empfand alles Mittun als lästig und angefordertes Helfen. Sie wollte anderes tun. Sohn zog mit uns am gleichen Strang. Er bekam sowohl von mir als auch von meinem damaligen Lebensgefährten Anerkennung in seiner Rolle als Sohn und als fähiger heranwachsender junger Mann. Meine Tochter war selbst für Lob für die Dinge, die sie gut konnte (Pferde zeichnen, Tiere pflegen, Puppenhäuser bauen und gestalten) verschlossen. Es kam einfach nicht an bei ihr!
So war sie mehrere Jahre in einer Außenseiterposition verhaftet. (3:1) Wir haben das bemerkt, waren aber leider nicht in der Lage, das aufzulösen. Im Nachhinein denke ich, es fehlte ihr der leibliche Vater, der sie mal geherzt und geliebt hätte, einfach nur so, wie sie war. Ich war damals zu gestresst, hatte zuviele Baustellen auf einmal zu bewältigen. Das klingt nach Ausrede, aber wenn ich das näher ausführe, sprengt das den thread. Und meine Tochter war mir in ihrer - sorry - Zickigkeit sooo ähnlich als Pubertierende, dass mein Spiegelbild in ihr mich fast erschlagen hat und ich damit nicht liebevoll umgehen konnte. Ich habe zuviel mit ihr geschimpft wegen ihrer Andersartigkeit. Konnte sie nicht wohlwollend so sein lassen, wie sie nun mal war.
Das macht einen Großteil dessen aus, weshalb sie sich von mir zurückzog. Wir haben das schon mehrfach versucht, zu beleuchten. Ich habe mich mehrmals bei ihr als erwachsener Tochter dafür entschuldigt. Aber es ist mehr als nur das eine Thema, und sie ist ziemlich starrköpfig sowohl vom ererbten Charakter her, in dem sie mehr nach ihrem Vater kommt, als auch vom Sternzeichen... Sie ist in Therapie. Letztes Jahr durfte ich sie dreimal sehen und auch in meine Arme schließen. Seit Oktober ist wieder Funkstille, da sie mit unserer Andersartigkeit nicht umgehen kann und sich von mir dominiert fühlt. (Musterwiederholung: Unsere Mutter - meine Schwester = Erstgeborene, meine Schwester als Mutter - meine Nichte = Erstgeborene, ich als Mutter - meine Erstgeborene = Tochter) Ich akzeptiere die Entscheidung meiner Tochter auf erneuten Kontaktabbruch und habe sie nur durchbrochen, in dem ich ihr zum Jahreswechsel eine SMS mit guten Wünschen schrieb. Es kam tatsächlich ein "Bin gut reingerutscht." zurück, was mich schon sehr beruhigte und auch sehr freut. Immerhin ein Zeichen!
Eine heile-Welt-Familie werden wir nie mehr werden können. Aber ich lerne, mich mit den gegebenen kleinen Anzeichen von Zugehörigkeit abzufinden und mich daran zu erfreuen.
Yda mit einem Seufzer
|
|
|
|
« Letzte Änderung: 14. Januar 2008, 10:30:31 von Yda »
|
Gespeichert
|
Wortkombinationen, FP: Forums probleme hab ick keene. Frap pant, oder? (ok, der letzte war jetzt gemogelt.) 
|
|
|
|
Yda
|
 |
« Antworten #12 am: 14. Januar 2008, 10:44:33 » |
|
Ich denke, wie Spirit, dass es keine Patentrezepte bei der Kindererziehung gibt.
Wundervoll ist es, wenn man mit seinen erwachsenen Kindern die Positionen klären kann. Wenn bei einer Aussprache gesagt werden kann, wie man sich als Kind fühlte. Wenn die Eltern sagen, warum was wie gelaufen ist und auch, wie man als Kind auf sie gewirkt hat. Und wenn evtl. ein Entschuldigen möglich ist bzw. am allerbesten ein Verzeihen und gegenseitiges Annehmen. Das habe ich mit meinen Eltern erreicht, was mich auch sehr glücklich macht.
Es passieren zwischen uns - meinen Eltern und mir - immer noch Dinge, die mir widerstreben. Ich kann dann aber inzwischen erwachsen reagieren und mich zurückziehen und ihre Welt wieder verlassen. Da sind auch gute 100 km dazwischen, die das Atmen zuweilen sehr erleichtern, mich manchmal aber auch traurig machen, weil ich schon ein verbindliches Gefühl zu ihnen habe und sie aufgrund der Endlichkeit unserer Leben gern öfter erleben würde...
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Wortkombinationen, FP: Forums probleme hab ick keene. Frap pant, oder? (ok, der letzte war jetzt gemogelt.) 
|
|
|
|
Spirit
|
 |
« Antworten #13 am: 14. Januar 2008, 14:04:43 » |
|
Yda, Dein Beitrag trifft mich mitten ins Herz. Ist eine schlimme Sache, tut weh, verdammt weh, glaube ich.  Mir hat eine Freundin mal was gesagt, von dem ich ahne, dass es stimmt: Mädchen verhalten sich immer in Rivalität zur Mutter, Jungs sind die Charmeure. Für die Jungs ist die Mama immer die Größte (an die instinktiv auch keine Freundin rankommt, nur löst er sich irgendwann mal von der Ma), für Mädchen ist sie immer die Konkurrenz. Da sind Probleme - ich spreche jetzt von der Pubertät, wo das beginnnt - vorprogrammiert. Glaub mir, ich war manchmal mit meinen drei Töchtern auch am Rande des Wahnsinns. Und es waren schon so manche Situationen, wo die einzig richtige Reaktion von mir den Rausschmiss bedeutet hätte....und ich habs nicht getan. Wie oft ich von meinen Mädels ein "Ich hasse Dich" gehört habe, möchte ich gar nicht zählen. Ich hab drauf immer lächelnd geantwortet: "Ich Dich auch Schatz!". Sie hassten mich noch mehr dafür, glaube ich. Zumindest in der Phase der Pubertät, heute können sie "teilweise" schon darüber lachen. Meine Älteste hat mir oft Dinge an den Kopf geworfen, wo ich zutiefst verletzt war. Einmal, in einer ruhigen Minute, hat sie mir erklärt, warum sie das macht - sie sagte damals "Mama, das geht so schnell, auf einmal wird mir heiß und ich krieg so eine Wut, auf alle, auf die ganze Welt und ich weiß nicht warum. Und dann sag ich Sachen, die ich gar nicht sagen will. Und später versteh ich gar nicht mehr, warum ich das gesagt habe..." Sie hatte damals perfekt die Hormonschwankungen beschrieben, die in der Pubertät auftreten, wo die weiblichen Kids Achterbahn fahren mit ihren Emotionen. Und das war für mich auch ein Knackpunkt - bei unseren Diskussionen in Betracht zu ziehen, dass sie eventuell gar nicht "sie selbst" sein könnte, wenn sie so reagiert. Sondern eigentlich nur ein kleines Mäderl, das von erwachsenen Hormonen überschwemmt wird und sich gar nicht auskennt und nur wild um sich schlägt. Und mit diesem Gedanken im Hinterkopf wurden unsere Auseinandersetzungen auch um vieles leichter. Meine größte Angst war ja immer, dass meine Töchter nach mir geraten.  Ich war ein richtiges Gfrast in meiner Jugend, hab meine Eltern auch fast in den Wahnsinn getrieben. Mit 16 haben sie mich rausgeschmissen, weil ich nicht mehr zu ertragen war. Und ich habe mir geschworen, ich würde das nie, nie, nie mit meinen Kids machen....natürlich kriegte ich genau diese Situationen serviert, damit ich schön brav lernen konnte, wie meine Eltern sich wohl gefühlt haben mussten....  Täter-Opfertausch in Reinstkultur. Sie sind noch alle daheim, aber alles nur mit vielen Kompromissen möglich - fast wia im richtign Lebn.... Manchmal dachte ich mir: "Ok, es hat Dir ja auch niemand versprochen, dass es einfach werden würde..." Yda, ich halte Dir die Daumen, dass es wieder einen Weg für Euch geben wird. Spätestens, wenn Deine Tochter in DEINER Situation steckt, wird sie einiges verstehen. Oft versteht man keine Worte, sondern muss selbst da durch. Lass sie, sie wird Dich irgendwann verstehen. Bei mir war das immer so - wenn ich jemanden nicht verzeihen konnte, durfte ich (oft nur kurze Zeit später) seine Rolle spielen. Da kann man sich nicht drumrumschummeln. Und ich hatte meinen Eltern damals vieles nicht verziehen - meine Mädels gaben mir reichlich Gelegenheit dazu, sie verstehen zu lernen. *ächz* Liebe Grüße & umarm  Spirit
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Wenn Du etwas nicht willst, gibt es Gründe, wenn Du etwas willst, gibt es Wege...
|
|
|
|
Yda
|
 |
« Antworten #14 am: 14. Januar 2008, 15:23:08 » |
|
Liebe Spirit, du schreibst immer so mitfühlend, dass mir ganz warm ums Herz wird.  Oh menno, jetzt hatte ich grade einen langen Beitrag geschrieben, aber durch einen Fehler ist der ganze Text weg... Mal schauen, ob ich mich später nochmal aufraffe zum Neuschreiben. Spirit, wie alt sind deine Mädels jetzt? Liebe Meylyn, ich finde das toll, wie du so genau Eure Situation überdenkst und alles regelst. Deine Angi hat es richtig gut bei dir!  Ist doch schön, wie jetzt alles so passt mit Arbeitszeiten und Familienleben! Ganz liebe Grüße, Yda
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Wortkombinationen, FP: Forums probleme hab ick keene. Frap pant, oder? (ok, der letzte war jetzt gemogelt.) 
|
|
|
|