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Ohne Dich gehts nicht!
 
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« am: 29. Dezember 2008, 09:42:03 » |
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Ist Schönheit oder das was allgemein dafür gehalten wird, eher ein Vorteil oder ein Nachteil? Theorie: Schönheit ist eine gewisse Zeit lang ein Vorteil, auf längere Sicht gesehen aber ein Nachteil. Schöne Menschen bekommen leichter was sie wollen (in jeder Hinsicht), das verschafft ihnen ein verzerrtes, überhöhtes Bild ihrer Vorzüge. Man wird "verzogen". Schönheit schwächt sich bekanntlich ab einem gewissen Lebensalter ab. Das Erlangen von Vorteilen aufgrund äußerlicher Vorzüge hört auf. Frustration setzt ein, da positive charakterliche Eigenschaften bzw. irgendwelche Fertigkeiten als Ersatz dafür herhalten müssten, oft aber nicht ausgebildet sind. Heulendes Elend steht zu erwarten und kann, da die Flexibilität in diesem Alter dann beschränkt ist, langanhaltend sein. Kann das stimmen? (Ich selbst bin eher Außenstehender in Sachen Schönheit  .. und noch dazu männlich) 11
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 Nichts ist einfacher, als sich schwierig auszudrücken, und nichts ist schwieriger, als sich einfach auszudrücken.
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« Antworten #1 am: 29. Dezember 2008, 09:49:03 » |
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« Letzte Änderung: 29. Dezember 2008, 09:49:57 von 11 »
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 Nichts ist einfacher, als sich schwierig auszudrücken, und nichts ist schwieriger, als sich einfach auszudrücken.
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Spirit
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« Antworten #2 am: 29. Dezember 2008, 14:21:32 » |
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Lieber 11! Ja, ich finde auch, dass es schöne Menschen leichter haben im Leben, zumindest was die Karriere betrifft. Ich finde nur, dass Schönheit nicht unbedingt ein Garant ist, dass man auch glücklich wird. Und das wäre für mich schon ein Indikator, der wichtig ist - ob man durch etwas glücklich sein kann oder nicht. Schönheit ist sicher von Vorteil. Schönheit schwächt sich bekanntlich ab einem gewissen Lebensalter ab. Das Erlangen von Vorteilen aufgrund äußerlicher Vorzüge hört auf. Frustration setzt ein, da positive charakterliche Eigenschaften bzw. irgendwelche Fertigkeiten als Ersatz dafür herhalten müssten, oft aber nicht ausgebildet sind. Heulendes Elend steht zu erwarten und kann, da die Flexibilität in diesem Alter dann beschränkt ist, langanhaltend sein.
Das sehe ich jedoch nicht unbedingt so - ein schöner Mensch bleibt im Normalfall schön (soferne er nicht z.B. 180 kg rauffuttert oder ähnliches, was nicht unseren Schönheitsidealen entspricht), nur ändert sich im Laufe des Alterns auch die Zielgruppe, will heißen, die schöne 90-jährige Frau wird dann wahrscheinlich nicht mehr von 20-jährigen bewundert, sondern auch von 90-jährigen - und wird dort in dieser Zielgruppe genauso ihre Vorteile gegenüber einer eher unscheinbareren 90-jährigen vorfinden, wenn man das so sehen mag. Dass man Vorteile verliert aufgrund des Alters kann schon sein, allerdings wird es Bereiche geben, wo man Vorteile gewinnt aufgrund des Alters. Wobei ich denke, dass Schönheit gerade bei Frauen oft schwierig ist, ich habe Freundinnen, wo dieses Attribut zutrifft - Mensch, das ist vielleicht ein Stress, wenn sie nur einkaufen gehen wollen. Da wird stundenlang gefönt, gestiled, geschminkt, vorm Spiegel gedreht - während ich einfach einkaufen gehe. Wenn man bzw. frau seinen Selbstwert immer über das Feedback von Außen gefüttert bekam, dann muss man das auch erhalten, mit Makeup, mit Image, mit Gut-Aussehen etc. Das ist sicher anstrengender als das Selbstbewusstsein, das von innen kommt. Es muss irgendwie auch schrecklich sein, wenn man annehmen muss, dass man nur wegen seinem Aussehen geliebt bzw. wertgeschätzt wird. Und DAS zähle ich auf alle Fälle zu den Nachteilen, die Schönheit (auch) bieten kann. Liebe Grüße Spirit
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Yda
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« Antworten #3 am: 29. Dezember 2008, 17:43:44 » |
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Schönheit - Vorteil oder Nachteil? Im Kindes- und Jugendalter haben es die Schönen oft leichter in vielen Dingen. Sie werden gesehen und ihnen wird oft mehr zugestanden, was sich Unscheinbarere mühselig erbitten müssen.
Eine wunderschöne Mitschülerin/Freundin hat mir im zarten Alter von 15 Jahren die Ohren vollgeheult, dass sie so viele Verehrer hätte, dass sie sich nicht entscheiden könnte! Und alle drängten sie dazu. Sie weinte!!! Ich stand fassungslos davor und wusste keinen Rat, zumal ich das so nicht kannte und selbst noch nicht mal einen einzigen Verehrer hatte, so dass ihr Kummer meinen eigenen nur zu deutlich machte. Überfluss kontra Mangel. Heute amüsiert mich diese Erinnerung.
Für mich kommt Schönheit immer von innen. Wenn jemand selbstbewusst ist, Charme hat, klug ist und was von Herzen aus sich raus tut, dann empfinde ich ihn als schön.
So finde ich z.B. schon immer Barbra Streisand wunderschön, denn sie hat Ausstrahlung, Weiblichkeit, eine wundervolle Stimme, den Mut, vor Menschenansammlungen aufzutreten und frei zu sprechen und zu singen. Sogar ihr Silberblick und ihre große Nase gefallen mir. Das gerade macht sie so interessant. Sie sieht eben nicht wie eine Barbypuppe aus.
Die Schönheitsideale, die uns die Kosmetik- und Textilindustrie aufzwingen will, ignoriere ich schon lange.
Es gibt wohl der allgemeinen Norm entsprechende Gesichter, die jedoch ausdruckslos sind aus verschiedenen Gründen. Depressionen zum Beispiel verändern ein Gesicht, dass es oft einfach nicht mehr so richtig schön ist. Herabfallende Mundwinkel, herabzeigende Schultern, leise Stimme... und schon muss man sie suchen, die Schönheit.
Mir macht in der Altenpflege Freude, die vergangene Schönheit auf alten Gesichtern zu suchen. Und in ihrer Ausstrahlung, die immer noch da ist und die man mit liebevoller Betreuung wiedererwecken kann, kann es dann zur Ausbildung einer Altersschönheit kommen. Da ist eigentlich beinahe niemand, dem ich nicht etwas Schönes abgewinnen könnte...
Momentan erlebe ich grade ein Frau, die erst zwei Wochen bei uns ist und ihre unvermeidlich tödliche endende Diagnose Krebs erfahren hat. Sie ist geistig klar im Kopf. Anfangs war sie natürlich komplett in der Krise, kaum dass man sie wahrnehmen konnte, so still war sie. Noch eine Chemo will sie nicht, weil es "jetzt genug ist." Jetzt ist sie nochmal zum Leben erwacht und möchte es schön haben in ihrer letzten Lebensphase. Ich sehe ein Leuchten in ihren Augen. Sie hat Momente, wo sie selbstkritisch und witzig sein kann. Da finde ich sie regelrecht attraktiv in ihrem zerbrechlichen Körper, dem rosa Pullover, aus dessen Ausschnitt ein blütenweißer Blusenkragen hervorschaut und die so sportlich und gar nicht wie 83 Jahre wirkt... Da fühle ich eine Vitalität aufflammen, die im nächsten Moment verpufft, wenn sie sich in Übelkeit befindend auf ihr Bett legt und unter ihrer Wolldecke stumm leidend verschwindet.
Ich glaube, es ist mein Respekt vor der Lebensleistung anderer, der sie in meinen Augen schön erscheinen lässt. Auch das Erleben, wie jemand erwachsen mit einer progressiven Krankheit umgeht, flößt mir großen Respekt ein. Nicht jammern, nicht verbittern, nicht Hilfe um jeden Preis ablehnen in der Hoffnung, mit der Ignoranz dessen, was ist, das Ende vermeiden zu können... das sind die wirklich großen Charaktere. Und die sind allesamt WUNDERSCHÖNE Menschen.
Etwas abgeschweift aber doch schon noch am Thema grüßt Yda
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« Letzte Änderung: 29. Dezember 2008, 17:49:54 von Yda »
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chiara
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« Antworten #4 am: 29. Dezember 2008, 19:07:43 » |
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Die wirkliche Schönheit eines Menschen, die Seele, wenn man so will, das findet sich sicher nicht über das Äußere eines Menschen. Irgendjemand hat einmal gesagt: Das Aussehen entscheidet, mit wem wir zusammenkommen, der Charakter, mit wem wir zusammenbleiben. Wer auch immer das gesagt hat, hatte definitiv recht, denn wir sind von der Natur unleugbar so programmiert, dass wir Schönheit suchen. Schönheit bedeutet Gesundheit, bedeutet Erhaltung der Art. Es liegt in der Natur des Menschen, einen gesunden Partner für seine Nachkommen zu finden, so wie dieser Instinkt auch jedem anderen Tier zu eigen ist. Dass man es 'schönen' Menschen dadurch oft leichter macht, ist ebenfalls Tatsache (ich setze 'schön' unter Anführungszeichen, weil Schönheit im Auge des Betrachters liegt und individuell interpretiert wird), aber die Schönheit, die uns von den Medien verkauft wird, ist nicht die Norm. Nicht, was wir eigentlich suchen. Ich habe einmal von einem Experiment gehört, das in diesem Zusammenhang sicherlich seltsam klingt und an sich schon mal für die eine oder andere Gänsehaut gesorgt hat, aber nichtsdestotrotz bestätigt, was wir anscheinend in Wirklichkeit suchen: Durchschnittlichkeit. Man hat die Bilder von Frauen genommen, alles Opfer eines Serienmörders, und sie übereinandergelegt. Die Gesichter dieser Frauen wiesen mehrere gemeinsame Merkmale auf, anhand derer ein Phantombild eines weiteren Gesichts erstellt werden konnte, das sich, zur Überraschung der Ermittler, als ein vollkommen durchschnittliches, alltägliches Gesicht herausstellte. Nichts an dieser Frau war außergewöhnlich. Folglich, so meine Theorie, ist außergewöhnliche Schönheit etwas, das wir gerne betrachten, aber nicht etwas, as wir gerne besitzen würden. Die Evolution hat uns bewiesen, dass gerade Durchschnittlichkeit sich am besten bewährt hat, und darum sind wir darauf ausgerichtet. Sie garantiert ein gutes Immunsystem und Gesundheit, die an die Nachfahren weitergegeben werden kann. Eine verkappte Evolutionstheoretikerin, auch bekannt als Chiara 
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« Letzte Änderung: 29. Dezember 2008, 19:09:27 von chiara »
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Traue nicht den Klugen, denn sie trauen dir auch nicht. Traue nicht den Dummen, denn nicht alle dummen Handlungen sind vorhersagbar.
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Spirit
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« Antworten #5 am: 29. Dezember 2008, 20:18:58 » |
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Liebe Yda! Ich kann Deine Ansichten sehr gut nachfühlen. Mir fällt es auch immer wieder auf, wie schön alte Menschen sein können. Da gibt es zwei Blicke, das passiert mir oft. Auf den ersten Blick denk ich mir nur, dass ich jetzt einen alten Menschen sehe - auf den zweiten Blick sehe ich ihn als Menschen - und da bemerke ich das junge Gesicht dahinter. Ist schwer zu erklären, aber ich bin sicher, Du weißt, was ich damit sagen will. Liebe Chiara! Dass die Evolution die Durchschnittlichkeit bevorzugt, das glaube ich gerne. Das besonders schöne Weibchen/Männchen bietet ja auch Nachteile (wie ständigen Kampf mit der Konkurrenz). Und die tolle, aufregende Frau, die ideal für einen One-Night-Stand erscheint, würde als Kandidatin für die zukünftige Mutter seiner Kinder sicher durchfallen, weil man(n) sich da ja nie sicher sein kann, ob es dann die eigenen Kinder sind, die man(n) versorgt.  Die Natur ist berechnend, glaube ich.  Mir hat ein besonders charmanter Mann mal gesagt: Mit den aufregenden Frauen verbringt man eine Nacht, die Biederen werden geheiratet"....ich war damals ziemlich sauer wegen dem Spruch, weil er so oder so nicht besonders nett wäre. Aber im Grunde genommen hatte er recht. Liebe Grüße Spirit
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« Antworten #6 am: 31. Dezember 2008, 12:23:51 » |
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Das sehe ich jedoch nicht unbedingt so - ein schöner Mensch bleibt im Normalfall schön (soferne er nicht z.B. 180 kg rauffuttert oder ähnliches, was nicht unseren Schönheitsidealen entspricht), nur ändert sich im Laufe des Alterns auch die Zielgruppe, will heißen, die schöne 90-jährige Frau wird dann wahrscheinlich nicht mehr von 20-jährigen bewundert, sondern auch von 90-jährigen - und wird dort in dieser Zielgruppe genauso ihre Vorteile gegenüber einer eher unscheinbareren 90-jährigen vorfinden, wenn man das so sehen mag.
So habe ich es noch nicht angesehen aber du hast recht! Folglich, so meine Theorie, ist außergewöhnliche Schönheit etwas, das wir gerne betrachten, aber nicht etwas, as wir gerne besitzen würden. Die Evolution hat uns bewiesen, dass gerade Durchschnittlichkeit sich am besten bewährt hat, und darum sind wir darauf ausgerichtet. Sie garantiert ein gutes Immunsystem und Gesundheit, die an die Nachfahren weitergegeben werden kann.
Das sieht Darwin (und ich  ) nicht ganz so, auch im Sinne von „Survival of the Fittest“. Denk an den Pfau, hier haben die schönsten männl. Exemplare die besten Chancen bei der weibl. Pfauenwelt zu punkten. Dies lässt sich auch bei vielen anderen Arten beobachten. Es gibt optische und andere Sexualmerkmale, die eine Auswahl beeinflussen. Der Durchschnitt ist benachteiligt. Mir hat ein besonders charmanter Mann mal gesagt: Mit den aufregenden Frauen verbringt man eine Nacht, die Biederen werden geheiratet"....ich war damals ziemlich sauer wegen dem Spruch, weil er so oder so nicht besonders nett wäre. Das mag im Ansatz stimmen, aber in der Realität bleibt man dann schon bei den "Schönen" picken und sucht sich danach keine Biedere (oder Durchschnittliche). Später kann es dann sein, dass man bereut, aber zum Kinderzeugen reicht der erste Antrieb allemal  @Yda: Ich will auf den biologischen und auch evolutionären Einfluss von Schönheit hinaus, dass es auch andere und wichtige Sichtweisen gibt, ist klar und auch gut! 11
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