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Autor Thema: Was ist Liebe und was ist sie nicht?  (Gelesen 1752 mal)
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Sturmfarbe
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« Antworten #15 am: 10. März 2008, 09:16:35 »

Das Wichtigste beim betrachten der Liebe ist für mich - wo kommt sie her, wie entsteht sie?

Ist sie ein teil der Individualität, dann sage ich "ich liebe" oder aber "ich werde geliebt"

Also die Liebe hat dann auf jeden Fall mit einem individuum zu tun aus dem sie kommt

Wie wäre es aber nun wenn ich sagen würde "ich BIN IN der Liebe"?

Dann wäre die Liebe eine Energie in die ich eintreten und aus der ich wieder austreten kann

LGInti

Das finde ich auch recht gut ausgedrückt , das "in der Liebe sein".

Es gibt ein Buch von Chuck Spezzano, das heißt: "Wenn es verletzt, ist es keine Liebe" - hab ich lange nicht verstanden, inzwischen schon (ich habs zwar gekauft, nicht gelesen, verliehen und nicht mehr wiederbekommen). Bin ich "in der Liebe", ohne Erwartungen z.B., kann mich auch nichts verletzen und ich verletze nicht.
Ist man " in der Liebe " , dann kann ich, falls ich mich aus ihr entferne, ganz bewußt wieder mit ihr verbinden, sie durch mich fließen lassen, indem ich mein Herz öffne.
Ist echt schwierig, das in Sätze zu fassen, weils eher ein Zustand ist.

Liebe Grüsse, Sturmfarbe
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Inti
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« Antworten #16 am: 10. März 2008, 12:12:38 »

vielen Dank Sturmfarbe - es ist schön verstanden zu werden - ich dachte schon fast ich hätt mich nicht verständlich machen können
Genau, ich denke auch Liebe ist ein Zustand, man kann ihn nicht "machen" wenn ich Liebe "mache", ist es keine Liebe - was ich "machen" kann ist, dass ich mich der Liebe öffne.

Chuck Spezzano werd ich gleich mal googeln

LGInti
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Sturmfarbe
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« Antworten #17 am: 13. März 2008, 14:10:31 »

Hallo Inti,

weißt du, wenn du mir das vor ein paar Wochen gesagt hättest, dann hätte ich es zwar gedanklich verstanden, aber nicht wirklich. Das habe ich erst in der letzten Zeit verstanden, daß dieses Grundgefühl von Liebe, in dem ich mich befinden kann, völlig unabhängig ist davon, ob mir dieses Gefühl nun von jemandem entgegengebracht wird oder nicht.
Das befreit ganz ungemein, weil es ja oft so ist, daß, wenn das Gefühl nicht erwidert wird, auch in einem selbst dieses Gefühl dann abstirbt.
Und so ist halt alles für was gut, auch wenn's noch so weh tut - wenn man das dann irgendwann versteht.

Liebe Grüsse, Sturmfarbe
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« Antworten #18 am: 13. März 2008, 16:28:27 »

Aber - wäre das im zwischenmenschlichen Bereich auch so? Dass es völlig einerlei ist, ob man zurückgeliebt wird?

... bei Beziehungspartnern geht´s mir mittlerweile (zum Glück!) so, daß meine Liebe sich verflüchtigt, wenn sie nicht (mehr) reflektiert wird ... war (leider) nicht immer so <--- das kennt wohl jede/r hier ...
Bei meinem Sohn habe ich es so erlebt, daß es "einerlei" für mich war ... er war eben aufgrund eines autistischen Syndroms nicht in der Lage dazu. Dieses "man bekommt ja auch etwas zurück von den Kindern" erlebe ich erst seit ein paar Jahren in Form der Musik, die mein Sohn spielt (habe ich woanders ja schon mal beschrieben ...). Ich weiß nicht mal, ob er mich mag - trotzdem liebe ich ihn.  Smiley

@ Gondwana!

Liebe zwischen Eltern und Kindern ist außer in der Ursubstanz nicht mit der Liebe zwischen (Geschlechts)Partnern zu vergleichen. Liebe zu Kindern ist etwas vollkommen freies, sie braucht üblicherweise keine Bestätigung und kennt keinen Egoismus.
Naturgegebenerweise ist sie für die Erhaltung der Art unumgänglich...
Liebe zwischen Partnern enthält andere Komponenten, eine davon ist z.B. meist die Ausschließlichkeit. Sie ist für die Erhaltung der Art zwar schon auch wichtig, aber nicht unumgänglich (es gibt ja auch künstliche Befruchtung). Einer ihrer wichtigsten Bestandteile ist die Reflexion, wie du schon schriebst... ohne sie stirbt sie (die Liebe) früher oder später ab (auch aus meiner Erfahrung)

Zitat von: Sturmfarbe
Das habe ich erst in der letzten Zeit verstanden, daß dieses Grundgefühl von Liebe, in dem ich mich befinden kann, völlig unabhängig ist davon, ob mir dieses Gefühl nun von jemandem entgegengebracht wird oder nicht.

@Sturmfarbe:
Mit meinem oben beschriebenen Gefühl, dass die Reflexion eine der Hauptbestandteile der Partnerliebe sei, deckt sich deine zitierte Erklärung eigentlich nicht. Vielleicht ist hierfür der Begriff "Partnerliebe" zu spezifisch, und du meinst irgendein unspezifisches Gefühl der Liebe zu allem.... oder hast du damit auch die Partnerliebe gemeint, die du ohne Reflexion trotzdem ausstrahlen kannst?

LG Admin



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Gondwana
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« Antworten #19 am: 13. März 2008, 16:53:54 »

Liebe zwischen Eltern und Kindern ist außer in der Ursubstanz nicht mit der Liebe zwischen (Geschlechts)Partnern zu vergleichen. Liebe zu Kindern ist etwas vollkommen freies, sie braucht üblicherweise keine Bestätigung und kennt keinen Egoismus.
Naturgegebenerweise ist sie für die Erhaltung der Art unumgänglich...


Ja, das sehe ich auch so. Hatte es halt nur nochmal betont; weil Spirit irgendwo geschrieben hatte, die Liebe zu den Kindern wäre doch nicht immer so ganz uneigennützig, da man(frau) ja auch etwas zurückbekommt von den Kindern ...

Ähnlich wie bei meinem Kind ergeht es mir auch mit Tieren (weiß nicht, ob das nun zum Thema passt).
Tiere kann ich auch "bedingungslos" lieben ...
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« Antworten #20 am: 13. März 2008, 17:09:18 »

Hm, ich denke schon, dass wir von den Kindern etwas "zurückbekommen" - von jedem Kind auf seine Art und in seiner Sprache. So wie Du schreibst, Du würdest es über die Musik fühlen, was er Dir sagen möchte, so ist es bei mir mal ein Augen-Blick von einem Kind von mir.

Kann das sein oder das...ich glaub, wir kriegen in Wahrheit schon viel zurück. Nur - und da schließt sich wieder der Kreis - wir erwarten es nicht automatisch, sondern da ist wieder der Instinkt da, der allerdings durch kleine Augenblicke potenziert wird. Wer kennt das nicht, das Gefühl, sein Kind so sehr zu lieben, dass man dafür sterben würde, nur weil das Baby gelacht hat? Da geht ein Engel durch den Raum und unsere Instinkte schnellen in die Höhe.

Vielleicht hat Mutter Natur das so eingerichtet, ich weiß nicht - aber ich glaube, wir profitieren auch davon, auch wenns auf den ersten Blick nicht ganz so danach aussieht. (Ich hab gestern mit einer Frau geplaudert, die meinte, ihr Sohn sei so undankbar, weil er ausziehe...er ist 25...."undankbar"...das ging mir dann so durch den Kopf.... Roll Eyes - was wäre dann "dankbar"? )

Nachdenkliche Grüße
Spirit
« Letzte Änderung: 13. März 2008, 17:10:12 von Spirit » Gespeichert

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Sturmfarbe
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« Antworten #21 am: 14. März 2008, 09:56:05 »



Zitat von: Sturmfarbe
Das habe ich erst in der letzten Zeit verstanden, daß dieses Grundgefühl von Liebe, in dem ich mich befinden kann, völlig unabhängig ist davon, ob mir dieses Gefühl nun von jemandem entgegengebracht wird oder nicht.

@Sturmfarbe:
Mit meinem oben beschriebenen Gefühl, dass die Reflexion eine der Hauptbestandteile der Partnerliebe sei, deckt sich deine zitierte Erklärung eigentlich nicht. Vielleicht ist hierfür der Begriff "Partnerliebe" zu spezifisch, und du meinst irgendein unspezifisches Gefühl der Liebe zu allem.... oder hast du damit auch die Partnerliebe gemeint, die du ohne Reflexion trotzdem ausstrahlen kannst?

LG Admin





Ja, klar, die Partnerliebe kommt wohl ohne Echo schwer aus. Ich meine damit nicht, daß man bei einem Partner, wo nichts zurückkommt, bleiben sollte - nur muß man auch nicht so leiden, wie man das ja oft tut wegen dem fehlenden Widerhall.
Was ich damit meine, ist, daß ja die Liebe immer noch in mir ist bzw. ich in der Liebe sein kann, nur dann eben ohne einen bestimmten Menschen.  Dann eben die Liebe zu sich selbst und dem Leben. Und oft macht man das aber abhängig davon, ob man eben geliebt wird oder meint, geliebt zu werden. Und das ist ein Irrtum, dem ich lange aufgesessen bin - wurde ich nicht geliebt, konnte ich mich nicht mehr lieben, ich habe das abhängig gemacht von einem anderen. Und sowas ist ein Teufelskreis, in den man immer tiefer sinken kann.
Weiß nicht, ob es jetzt verständlicher ist?

Liebe Grüsse, Sturmfarbe
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« Antworten #22 am: 14. März 2008, 10:24:25 »

Liebe Sturmfarbe!

Ich versuch das mal in meine Worte zu kleiden, um zu sehen, ob ich das richtig verstanden habe:

Zitat
Ja, klar, die Partnerliebe kommt wohl ohne Echo schwer aus. Ich meine damit nicht, daß man bei einem Partner, wo nichts zurückkommt, bleiben sollte - nur muß man auch nicht so leiden, wie man das ja oft tut wegen dem fehlenden Widerhall

Kann man das auch so sagen, dass man die Nichtliebe des Partners nicht als eigenes Verschulden und damit als Fehlerhaftigkeit von sich selbst empfinden sollte? Sondern als "dessen" Problem....

Zitat
Was ich damit meine, ist, daß ja die Liebe immer noch in mir ist bzw. ich in der Liebe sein kann, nur dann eben ohne einen bestimmten Menschen.  Dann eben die Liebe zu sich selbst und dem Leben.

Das sehe ich auch so, ich glaube, da verstehe ich Dich auch richtig. Wenn ich Liebe gebe, und sie wird nicht zurückgegeben, kann ich sie mir am besten selbst geben, so geht sie nicht verloren....und mir gehts gut.

Zitat
Und oft macht man das aber abhängig davon, ob man eben geliebt wird oder meint, geliebt zu werden. Und das ist ein Irrtum, dem ich lange aufgesessen bin - wurde ich nicht geliebt, konnte ich mich nicht mehr lieben, ich habe das abhängig gemacht von einem anderen. Und sowas ist ein Teufelskreis, in den man immer tiefer sinken kann.

Ich glaube, dass das dann passiert, wenn man seinen Wert abhängig macht von der Erwiderung. Diese kann sein, kann auch nicht sein und wird dann gerne mit dem Eigenwert verknüpft, d.h. die Schlussfolgerung gemacht: er/sie liebt mich nicht/zuwenig/anders als ich es verstehe = ich bin es ihm/ihr nicht wert.

Ist eine interessante Diskussion, finde ich!

Liebe Grüße
Spirit

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« Antworten #23 am: 15. März 2008, 07:11:04 »

Sturmfarbe
Zitat
Was ich damit meine, ist, daß ja die Liebe immer noch in mir ist bzw. ich in der Liebe sein kann, nur dann eben ohne einen bestimmten Menschen.  Dann eben die Liebe zu sich selbst und dem Leben. Und oft macht man das aber abhängig davon, ob man eben geliebt wird oder meint, geliebt zu werden. Und das ist ein Irrtum, dem ich lange aufgesessen bin - wurde ich nicht geliebt, konnte ich mich nicht mehr lieben, ich habe das abhängig gemacht von einem anderen. Und sowas ist ein Teufelskreis, in den man immer tiefer sinken kann.
sehr schön Sturmfarbe ganz genau so sehe ich das auch - Beziehungsarbeit ist völlig unabhängig - oder bessser KANN völlig unabhängig von der Liebe in der ich bin, gesehen werden - Beziehungsarbeit hängt an so vielen Gewohnheiten, Vorlieben, Bedürfnissen und Erwartungen - aber die Liebe, wenn ich in ihr bin, muss davon nicht betroffen sein, wir meinen, sie gehören zusammen, deshalb stirbt sie wenn ich enttäuscht werde, oder wenn die Beziehung zerbricht, aber was da passiert ist einfach nur - ich trete an diesem Punkt einfach nur aus der Liebe aus!

Liebe ist ein Gefühl - und wer entscheidet darüber wie ich mich fühle? Etwa der Partner wenn er sich trennt? Bei unseren Kindern funktioniert das doch auch, wenn die sich von den Eltern lösen, lieben wir sie doch auch weiter oder?

LGInti
« Letzte Änderung: 15. März 2008, 07:19:48 von Inti » Gespeichert
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« Antworten #24 am: 15. März 2008, 10:21:23 »

Liebe Sturmfarbe!

Ich versuch das mal in meine Worte zu kleiden, um zu sehen, ob ich das richtig verstanden habe:

Zitat
Ja, klar, die Partnerliebe kommt wohl ohne Echo schwer aus. Ich meine damit nicht, daß man bei einem Partner, wo nichts zurückkommt, bleiben sollte - nur muß man auch nicht so leiden, wie man das ja oft tut wegen dem fehlenden Widerhall

Kann man das auch so sagen, dass man die Nichtliebe des Partners nicht als eigenes Verschulden und damit als Fehlerhaftigkeit von sich selbst empfinden sollte? Sondern als "dessen" Problem....

Ja, genau. Und das ist eine der Fallen, in die man tappt. Hat man genug geliebt? Hat man "richtig" geliebt? Oft kommen ja auch noch Vorwürfe "Du liebst mich nicht" oder  "Das soll Liebe sein" usw. , was einen noch mehr in dieses Gefühl des Versagens treibt.

Zitat
Was ich damit meine, ist, daß ja die Liebe immer noch in mir ist bzw. ich in der Liebe sein kann, nur dann eben ohne einen bestimmten Menschen.  Dann eben die Liebe zu sich selbst und dem Leben.

Das sehe ich auch so, ich glaube, da verstehe ich Dich auch richtig. Wenn ich Liebe gebe, und sie wird nicht zurückgegeben, kann ich sie mir am besten selbst geben, so geht sie nicht verloren....und mir gehts gut.

Ich kann in dieser Liebe sein und kann sie geben, denen, die sie gerade annehmen können. Und vor allem auch mir selbst. Nur geht das nicht, bevor man nicht erkannt hat, daß die Liebe völlig unabhängig von einem bestimmten Partner existieren kann.

Zitat
Und oft macht man das aber abhängig davon, ob man eben geliebt wird oder meint, geliebt zu werden. Und das ist ein Irrtum, dem ich lange aufgesessen bin - wurde ich nicht geliebt, konnte ich mich nicht mehr lieben, ich habe das abhängig gemacht von einem anderen. Und sowas ist ein Teufelskreis, in den man immer tiefer sinken kann.

Ich glaube, dass das dann passiert, wenn man seinen Wert abhängig macht von der Erwiderung. Diese kann sein, kann auch nicht sein und wird dann gerne mit dem Eigenwert verknüpft, d.h. die Schlussfolgerung gemacht: er/sie liebt mich nicht/zuwenig/anders als ich es verstehe = ich bin es ihm/ihr nicht wert.



Das ist sicher eine ganz starke Prägung schon aus der Kindheit, die man da mitbekommt. Bin ich brav und willig und lieb, dann werde ich geliebt. Manchmal, so wie es auch bei mir oft war, fühlt man sich als Kind, egal wie man auch ist, ungeliebt und verachtet. Und wenn man dann dieses Grundgefühl dieses "Nichtwertseins" mitnimmt in eine Beziehung - wie soll sie funktionieren? Und trifft man auf einen Menschen, der einem mit Genuß das bestätigt, daß man nicht genügt und nie genügen wird, dann wird's schwierig.
Ja, ich find die Diskussion auch interessant!

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« Antworten #25 am: 15. März 2008, 10:27:36 »

Sturmfarbe
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sehr schön Sturmfarbe ganz genau so sehe ich das auch - Beziehungsarbeit ist völlig unabhängig - oder bessser KANN völlig unabhängig von der Liebe in der ich bin, gesehen werden - Beziehungsarbeit hängt an so vielen Gewohnheiten, Vorlieben, Bedürfnissen und Erwartungen - aber die Liebe, wenn ich in ihr bin, muss davon nicht betroffen sein, wir meinen, sie gehören zusammen, deshalb stirbt sie wenn ich enttäuscht werde, oder wenn die Beziehung zerbricht, aber was da passiert ist einfach nur - ich trete an diesem Punkt einfach nur aus der Liebe aus!

Liebe ist ein Gefühl - und wer entscheidet darüber wie ich mich fühle? Etwa der Partner wenn er sich trennt? Bei unseren Kindern funktioniert das doch auch, wenn die sich von den Eltern lösen, lieben wir sie doch auch weiter oder?

LGInti

Ja, mir kommt das fast wie Zauberei vor - in der Liebe bleiben können, das Gefühl der Liebe aufrechterhalten können in mir, unabhängig von jemand anderem. Das ist Freude pur!
Stimmt, wenn die KInder sich trennen von den Eltern , lieben wir sie weiter. Aber schon da gibt es manchmal Probleme, die Eltern wollen ja auch öfter mal sich nicht lösen von den Kindern (gottseidank hatte ich da kein Problem, als mein Sohn sein eigenes Leben begann).
Was die Liebe in partnerschaftlichen Beziehungen betrifft, so sind wir anscheinend sehr stark geprägt von der Gesellschaft an sich, wo seit ewigen Zeiten vorgelebt wird, daß Liebe dieser kleine Ausschnitt wäre, der abhängig macht vom Echo des anderen (wobei es schon wunderschön ist, wenn eine Partnerschaft von Liebe getragen wird).

Liebe Grüsse, Sturmfarbe
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« Antworten #26 am: 15. März 2008, 22:28:53 »

Liebe Sturmfarbe!

Zitat
Das ist sicher eine ganz starke Prägung schon aus der Kindheit, die man da mitbekommt. Bin ich brav und willig und lieb, dann werde ich geliebt. Manchmal, so wie es auch bei mir oft war, fühlt man sich als Kind, egal wie man auch ist, ungeliebt und verachtet. Und wenn man dann dieses Grundgefühl dieses "Nichtwertseins" mitnimmt in eine Beziehung - wie soll sie funktionieren? Und trifft man auf einen Menschen, der einem mit Genuß das bestätigt, daß man nicht genügt und nie genügen wird, dann wird's schwierig.
Ja, ich find die Diskussion auch interessant!

Vielleicht ist so was aber auch eine Chance - denn sonst käme man ja auf dieses Muster gar nicht drauf...wie heißt es so schön?

"Wer schon auf dem Meeresgrund war, fürchtet sich nicht mehr vor Pfützen!"

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« Antworten #27 am: 15. März 2008, 23:08:32 »

Das glaube ich auch, alles, aber auch alles was uns passiert ist eine Chance. Nämlich die, uns selbst zu finden. Und dann kann der Meeresgrund noch so tief sein, es sind nur noch Pfützen, über die man drüberhüpft.

Schön gesagt, liebe Spirit!

Liebe Grüsse, Sturmfarbe
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