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Autor Thema: Wunschdenken - Wunscherfüllung  (Gelesen 706 mal)
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Spirit
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« am: 12. Juli 2007, 13:28:17 »

Liebe Foris!

Das Thema Wunschdenken und Wunscherfüllung ist im Thread Cyberspace aufgetaucht und ich möchte deshalb gerne hier das Thema zur Diskussion stellen.

Ich hätte mir das so gedacht, dass jeder hier seine Erfahrungsberichte posten kann.

Vorerst: Mir geht es dabei nicht um die Interpretation vom Positivdenken, die meint, das wäre "Schöndenken" und "Weggucken". Sondern um ein zielgerichtetes Visualisieren, das ist eine eigene Technik (die die schlimmen Dinge in der Welt nicht einfach wegdenken kann  Roll Eyes).

Die Technik:

In entspanntem Zustand (am besten vor dem Einschlafen) stellt man sich möglichst detailgenau den Zustand vor, den man erreichen möchte und hält dieses Bild. Je mehr Emotionen wie Freude z.B. dabei entstehen, desto wirkungsvoller ist es.

Wichtig dabei ist, dass man

a) den Zustand als BEREITS EINGETRETEN erlebt, also nicht in die Zukunft verlegt (kein "ich werde" sondern "ich bin")

b) in sich bleibt, d.h. sich nicht von außen sieht wie in einem Film, sondern immer durch seine eigenen Augen guckt.

In dem Moment, in dem man sich selbst "beobachtet" wie einen Schauspieler, also von außen sieht, funktioniert es nicht mehr.

Am besten gelingt das, wenn man sich zum Beispiel vorstellt, andere Menschen gratulieren einem zum Erfolg, man guckt dabei direkt in die Gesichter der anderen Menschen.

Oder wenn man sich z.B. ein bestimmtes Auto "wünscht", so stellt man sich vor, dass man genau in diesem Auto drinsitzt, total glücklich ist, man spürt richtig das Lenkrad in den Händen.....riecht den Geruch des neuen Autos.....hört die Stimme des Partners, der begeistert ist........spürt den Sitz unter sich......je mehr Sinne dabei mitspielen, desto besser ist es.

Und dieses Bild mitsamt der Emotion des Erfolgreich-Seins nimmt man mit, am besten in den Schlaf.

Die Technik sollte mindestens 1 x am Tag durchgeführt werden, meistens zieht nach Tagen bis Wochen die Realität nach, d.h. der einstmalige Wunsch geht tatsächlich in Erfüllung.

So, das war "meine" Technik. Ich würde mich freuen, wenn Ihr vielleicht ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern würdet, was Ihr für Erfahrungen damit gemacht habt, ob Ihr eine "Technik" habt etc.

Liebe Grüße
Spirit

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Jo
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« Antworten #1 am: 12. Juli 2007, 13:45:09 »


Für mich ist das ein Stück einfach wie innere Weichen stellen. Mein Unbewusstes wird sowieso permanent beeinflusst....uns so gebe ich meinem inneren System eben Visionen, in welche Richtung es bitte mit mir agieren soll.
Wobei ich mir denke, dass es viel mehr auf Bilder und Gefühle anspricht, als auf Worte.

Sprich...unstimmige "Wünsche", rein aus der Vernunft heraus....wo latent ein gefühlsmässig entgegengesetzter Wunsch wirkt....da wird mein Inneres wohl eher den latenten Gefühlswunsch berücksichtigen. Vernunft hilft da dann wohl wenig *g*. Erst wenns stimmig ist...passt das dann. Nicht als Garantie aber es lenkt von inner heraus in diese Richtung mit(was wie ich meine sowieso laufend passiert..aber eben weniger bewusst gespürt, wahrgenommen und genutzt).

So ungefähr empfinde ich das für mich.

 Smiley Jo
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« Antworten #2 am: 12. Juli 2007, 16:17:25 »


was ich hier noch schreiben wollte....

Technik im täglich wiederholten Sinne habe ich keine. ich merke für mich, wenn etwas in mir passend (ausreichend stimmig) ausgerichtet ist, braucht es das gar nicht.

Manchmal lande ich in einer Situation und mir fällt dadurch erst auf, dass ich ja mal gesagt, gemeint, gewünscht habe....es war wohl innerlich ausreichend ernst gemeint...also mehr als eine Absichtserklärung...und hat sich von ganz allein verselbständigt...ohne, daß ich da noch viel gemacht/gedacht habe.

 Smiley Jo
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« Antworten #3 am: 13. Juli 2007, 15:06:55 »

Hallo! :-)

also, ... eine Technik habe ich gar nicht beim wünschen. Wenn ich etwas visualisiere - dann ja, dabei handelt es sich aber immer um gesundheitliche Zustände, die mir nicht gefallen, das ist dann was ganz anderes.

Das wünschen findet irgendwie  Roll Eyes einfach statt. Wenn ich das forcieren will, dann funktioniert es z.B. gar nicht. Es entspricht vielleicht eher dem, was Jo innere Weichen stellen nennt. Das sind immer Wünsche, die direkt aus dem Herz kommen, ohne die Überlegung, ob es überhaupt Wünsche sind! Sie sind immer unterbewußt, nee, auch bewußt, ach - ich weiß nicht genau, wie ich das verständlich beschreiben kann, - es passiert einfach ...


Im Zusammenhang mit einer Geschichte, die ich ein bißchen im Thread "Cyberspace" beschrieben habe, hatte Spirit mir geschrieben:

Zitat
Da sehe ich es ähnlich - Du gehst offensichtlich in erster Linie davon aus, dass der andere einen Nutzen davon haben sollte - vielleicht läuft es ganz anders? Vielleicht soll dieses Hineingezogen-werden Dir etwas eröffnen, was DIR hilft? Muss nicht sein, kann ja für den anderen auch hilfreich sein, aber ich denke, diesen Aspekt kann man auch mal angucken....

Es ging darum, daß ich das Trauma eines anderen Menschen nacherlebt habe und welchen Nutzen das wohl für mich hatte ...

Bevor ich diesen Mann kennenlernte, da war mir so langweilig. Ich wußte schon gar nicht mehr, was ich noch tun sollte, was noch zu überlegen und zu erleben wäre, obwohl ich zu der Zeit sehr glücklich war. Verheiratet, in einer wunderschönen Beziehung sozusagen, ein Haus mit riesigem, alten Obstgarten, viele gute Freunde - Urlaub und Sicherheit und alles, was zu einem schönen Leben dazugehört. Das war nicht immer so gewesen und ich wußte das auch SEHR zu schätzen, dennoch grummelte da etwas im Untergrund, was ich immer wieder aufschrieb, es war ein Wunsch, den ich damals so formulierte:

"Ich wünsche mir eine Aufgabe, die nur ich lösen kann." ... und dann Mutmaßungen darüber, was das wohl sein könnte. So ganz im Stillen wünschte ich mir, jemandem, der traurig ist und dem es seelisch nicht gut geht, dabei behilflich sein zu können, seine Seele zu heilen, ganz zu machen. Das hört sich sicherlich vermessen an, aber als dann diese seltsamen Dinge durch den Cyberspace ins rollen kamen und ich mich in einen Mann verliebte, bei dem sich nach kurzer Zeit herausstellte, daß er eine gespaltene Persönlichkeit hatte, da nahm ich an DAS sei nun die Aufgabe, eben IHM zu helfen ...

Es war schrecklich, selbst so emotional daran beteiligt zu sein, mit soviel Liebe und meiner Ehe, meinem Leben, was dann komplett den Bach runterging.

Das alles aufzuschreiben wäre nun zuviel und würde die Aufmerksamkeit des Lesers hier auch auf eine harte Probe stellen ;-) ...

Aber: irgendwann - und das war schon zu der Zeit, als ich nur noch sporadischen Kontakt zu jenem Mann hatte - las ich nochmal die alten Kladden aus der Zeit bevor das alles passierte und da blieb ich an dem Satz hängen, der meinen dringlichen Wunsch von damals darstellte und auf den Punkt brachte und ich las ihn plötzlich aus einem anderen Blickwinkel, er bekam eine völlig neue Bedeutung, weil inzwischen viel passiert war, auch mit mir und ich fragte mich, wieso mir das nicht vorher aufgefallen war:

"Ich wünsche mir eine Aufgabe, die nur ich lösen kann."
Es war so, daß ich mich selbst aufgegeben hatte und damit löste sich mein "Ich" von mir, indem ich Teil eines anderen Menschen wurde, nicht nur theoretisch, sondern praktisch! Ich war nicht mehr bei mir, aber das wurde auch noch durch so viele andere Kontakte, die ich zu Menschen im Internet hatte, ausgelöst. Leider kann ich das unmöglich alles aufschreiben, mir passieren immer soviel Sachen, mein ganzes Leben lang ...

Jedenfalls merkte ich nach und nach, daß es eigentlich "nur" oder "auch" darum ging, meine eigene Seele zu heilen, mich von meinem eigenen Muster zu lösen. Ich glaube, 2 Jahre lang war ich der einsamste Mensch der Welt, hab´ jeden Tag geheult, Drogen genommen, bin nicht mehr rausgegangen, weil ich meine überbewußten Wahrnehmungen nicht mehr ertragen konnte - habe dann Anfang 2006 hier im Internet in einer virtuellen Stadt (NewAeon City) mein Gondwana-Land eröffnet, meine Insel, und da habe ich gelebt ...

(schicke das erstmal ab - das ist schon wieder so lang ... und schreibe gleich weiter)

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« Antworten #4 am: 13. Juli 2007, 15:52:32 »

... um das jetzt mal etwas abzukürzen:

Im Sommer letzten Jahres ergab es sich dann, daß ich mit meinem besten Kumpel Moon (ist sein Spitzname!) an die Nordsee fuhr. Das war überhaupt nicht geplant und auch die Folge einer Sache, die im Internet lief.

Wir hatten Glück und fanden noch kurzfristig eine Unterkunft an der Flensburger Förde, am Abend bevor wir losfuhren, stritten wir ganz fürchterlich darum, wann wir aufbrechen wollten und dachten beide: was für eine Wahnsinnsidee: wir beide im Urlaub, wenn das mal gutgeht!  Shocked
1994/95 hatten wir eine Liebesbeziehung, die sowas von ätzend war, aber danach wurden wir Freunde, weil wir uns SEHR viel bedeuteten, konnten aber halt nicht längere Zeit zusammen auf engerem Raum sein ...

Naja, wir sind dann trotzdem gefahren, weil wir ja gebucht hatten, obwohl ich drauf und dran war, meinen Koffer wieder auszupacken. Auf der Fahrt da hoch herrschte dann auch eine etwas angespannte Stimmung. Auf den letzten 70 km fuhren wir dann auf der Autobahn auf einen Stau zu, - er wollte, daß wir runterfahren, ich wollte drauf bleiben, merkte aber, wenn ich jetzt nicht nachgebe, dann spricht er den ganzen Urlaub kein Wort mehr mit mir (wir hatten vor, eine Woche zu bleiben).

Also fuhr ich runter von der Autobahn, er war als Beifahrer, der selber nie einen Führerschein gemacht hat, keine große Hilfe beim Finden des Weges und wir gerieten schon wieder in Streit, weil er mich 10 Minuten in die verkehrte Richtung hatte fahren lassen, obwohl ich intuitiv eigentlich woanders langfahren wollte. Wir waren also etwas mehr als nur: gereizt  Grin

Dadurch kamen wir dann auf eine Landstrasse, die wir ansonsten wohl nicht gefahren wären, vor allem hätten wir dann nicht an der Stelle gehalten, wo wir dann hielten, um eine Pause zu machen und hauptsächlich, weil ich mal selber auf die Strassenkarte gucken wollte!
Es gab da ja keine Rastplätze und irgenwann fuhr ich entnervt von der Strasse ab in einen Waldweg und parkte dort. Wir stiegen aus und es war, als kämen wir in eine andere welt. Da standen mehrere aus Holz geschnitzte, lebensgroße Ochsen und Kühe, die verblüffend echt aussahen und noch ein riesiger, alter Baum, eine Buche - daneben eine Tafel mit einer Erklärung, woher der Begriff "Buchstabe" kommt. Am Stamm der Buche war auch ein schild angepinnt, darauf stand, dieser alte Baum hätte eine Tradition und wäre ein ganz besonderer, nämlich eine Wunschbuche. Man konnte sich drunterstellen, sollte dann die Augen zumachen und sich etwas wünschen. Natürlich habe ich das getan! :-)

Ich wünschte mir, dort im Urlaub, den Mann zu treffen, der mich liebt und den ich liebe und mit dem ich dann mein Leben lang zusammenbleibe - endlich!

Wir waren dann also eine Woche lang an der Ostsee. Nix passierte. Da wir uns wieder gut verstanden und eh einmal da oben waren, beschlossen wir, noch eine Woche an der Nordsee zu verbringen, falls wir eine Unterkunft finden würden. So ganz rechnete ich nicht damit, weil Schulferien waren und schon die Wohnung an der Ostsee eine der letzten war, die wir kriegen konnten ...

(Hilfe - ich muß mich mal beeilen mit schreiben, in einer halben Stunde muß ich los, den PC abzuholen ...)

Aber es klappte wie am Schnürchen. Die Wohnung, die wir dann bekamen, war wunderschön, einsam am Deich gelegen in einer alten Friesenkate, noch dazu spottbillig. Wir hatten dort sozusagen unsern eigenen Deich, da kam kaum mal ein Fremder lang ...

Eines Tages dann aber doch. Ein Mann, der seinen Hund vermisste und uns fragte, ob wir den gesehen hatten. Er war echt süß (der Mann ;-)) und ich dachte: Mensch, ist der das vielleicht jetzt endlich mal, den ich mir gewünscht habe!? Er guckte mich auch so an, wir redeten kurz und dann ging er weiter, schließlich war ich ja nicht allein.
Es blieben nur noch 3 Tage Urlaub übrig ...
Nachts schaute ich mal aus dem Fenster und der Sternenhimmel, der sich mir bot, war unvergleichlich. Mein Kumpel und ich gingen raus, legten uns auf den Deich und guckten nach oben. So einen wunderschönen Sternenhimmel habe ich noch nie gesehen. 9! Sternschnuppen, ich wünschte wieder ...

Am nächsten Morgen ging ich ins Dorf zum telefonieren und mein Kumpel ging in der entgegengesetzten Richtung auf dem Deich spazieren. Ich war schon etwas maulig, ... Wunschbuche ... Sternschnuppen ... pah!!!  Sad

So spazierte ich da also am Wasser entlang und harrte der Dinge, die da anscheinend nicht auf mich zukommen sollten/wollten.

Irgendwann trat ich den Heimweg zu der Ferienbehausung an, setzte mich auf "unsen" Deich und wartete auf Moon, fand es schade, daß er nicht da war - irgendwie und ging in die Wohnung. Dann dachte ich darüber nach, daß er in den letzten beiden Tagen mich ein paar mal umarmt hatte, den Körperkontakt zu mir gesucht hatte, was sonst nicht unsere Art war ... kam leicht darüber ins grübeln, verwarf das ganze aber wieder.

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Jedenfalls - aaalso - ins Detail gehen möchte ich nun nicht  Grin, aber an den letzten beiden Tagen da im Urlaub, haben wir uns plötzlich ganz neu wieder ineinander verliebt :-) :-) :-) . das war total irre und sind immer noch zusammen, machen uns nun selbstständig und zum Herbst/Winter suchen wir uns sogar eine gemeinsame Wohnung!!

Das wäre nie passiert, ohne all das, was vorher passiert war, allein der Gedanke daran war für uns beide VÖLLIG abwegig.

Und nun - bin ich sowas von glücklich, ist jetzt fast ein Jahr her und ich staune immer wieder und immer noch, welche Überraschungen das Leben bereit hält.

So, jetzt muß ich aber los.

Danke für´s lesen bis hierher und ein schönes, SONNIGES Wochenende wünsche ich euch allen.

LG,
Gondwana
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« Antworten #5 am: 13. Juli 2007, 16:09:32 »

Liebe Gondwana!

Jetzt wurde mir gerade klar, warum ich diesen Thread ausgerechnet im Unterforum Magie, Liebeszauber und sonstige Phänomene eröffnet hatte. Wink Ich hatte vorher hin und herüberlegt, wo es am besten passen würde und dann nach Bauch entschieden *grins*

Das ist eine unheimlich schöne Geschichte....der Herr Zufall ging wieder mal spazieren und warf Die gleich ein paar Schicksalswendepunkte zu..... Grin

Dankeschön fürs Teilhaben-Lassen!

Aber Du verrätst uns schon noch, woher die Buchstaben kommen?

Jetzt versteh ich Dich und Jo besser, wenn Ihr schreibt, Ihr macht das eher ohne Technik, es ist wie ein Weichenstellen....

Liebe Grüße
Spirit
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« Antworten #6 am: 17. Juli 2007, 19:42:34 »

Schönen guten Abend!

Ich möchte noch etwas erzählen - es hat indirekt mit Wunscherfüllung zu tun, auch wenn es auf den ersten Blick etwas Negatives ist, was mir passierte. Aber es zeigt sehr deutlich (zumindest für mich), wie unbewusste Vorstellungen von mir die Realität erschaffen hatten. Wenn der Text ein wenig komisch erscheint, er ist aus mehreren früheren Beiträgen von mir, ich hab ihn so belassen, weil es ein ganz gutes Bild davon macht, wie ich mich damals gefühlt hatte:

Zitat
Ich möchte aus gegebenem Anlass ein mir eher unangehmes Sinn-Ereignis reinstellen...

Ich hab die letzten zwei Wochen mit meinem Auto Probleme gehabt. Zuerst stand es in der Silvesternacht mit gerissenem Keilriemen - abschleppen, reparieren lassen. Danach ist der Motorschlauch gerissen. Zwei Tage später stand es schon wieder - abschleppen lassen in die nächste Werkstatt, diese war mir fremd, aber gleich vis á vis von meiner Auto-Leiche.

Dort reparierte man (ohne mir zu sagen, was es kosten wird!) und ich musste 500 Euro zahlen. Auf meine anklagende Frage, warum man mich nicht verständigt hat, BEVOR man so eine teure Reparatur durchführen würde, teilte man mir mit, dass ich das Auto auch unrepariert haben könnte (sie würden die Teile wieder ausbauen) und 200 Euro für die Arbeitszeit zu bezahlen hätte. Ich war frustriert und fühlte mich gelinkt.

Doch ok, ich brauchte mein Auto, zahlte und wollte wegfahren. Ätsch. Das Auto sprang nicht an - der Fehler wurde nicht behoben, es wurden nur irgendwelche (500 Euro teuren Teile) ausgetauscht.

Nach etlichen Verhandlungen mit der Werkstätte (die 500 Euro waren pfutsch) haben sie den Wagen dann doch wieder repariert, diesmal gratis. In Wahrheit wars nur eine Kleinigkeit *ärger*

Ich zermarterte mir den Kopf, wo der SINN liegen könnte, dass mir das jetzt passiert. Nachdem ich auf keinen Sinn kam, dachte ich mir, dann such ich mal nach der URSACHE....

Heute nacht bin ich plötzlich munter geworden und da war sie klar, die Ursache: Ich hatte genau zwei Tage, bevor mein Auto das erste Mal hängengeblieben ist, eine Rechnung von einer Firma bekommen, die sich um 600 Euro zu meinen Gunsten geirrt hatte. Und ich hab überlegt, ob ich das klarstellen sollte.

Ich hab es NICHT getan.

"Was Du säst, wirst Du ernten....."

Die Konsequenz aus dieser Geschichte ist, dass ich noch heute bei der Firma anrufen werde und die Rechnung richtigstellen werde, auch wenn es mich verdammt viel Geld kostet. Die Reparaturkosten des Autos waren DIE Summe, um die ich in Prinzip jemanden anderen "geprellt" hatte.

So, und nun geh ich Kaffee trinken und mich gebührend schämen....Ich hab die letzten zwei Wochen "das Schicksal" angeklagt und nicht bedacht, dass der Verursacher letztendlich ich selbst bin....

Unsere Gedanken sinds, die diese Situationen anziehen. Im Hintergrund hatte ich sicher ein schlechtes Gewissen, obwohl die Freude, 600 Euro "gespart" zu haben, im Vordergrund war.

Und dieser Hintergrund hat offensichtlich die Weichen für die zukünftigen Ereignisse gestellt. Das, was wir nicht in unser Tagesbewusstsein lassen, das arbeitet....

Ich hatte vor einiger Zeit einen ziemlich klaren Traum, der sich zwischen Schlafen und Wachen abspielte: Vor mir standen Ereignisse (vergangene und zukünftige), ich kann sie nur als eine Art "Würfel" beschreiben (es ist oft total schwierig, die abstrakten Dinge von Träumen in diese Realität zu "übersetzen", da fehlen mir oft einfach die Worte).

Eine Stimme sagte mir, als ich diese Würfel betrachtete, dass es eigentlich ganz einfach sei: Ich müsse nur die Ereignisse "umcodieren"....

Obwohl ich keine Ahnung habe (stimmt nicht ganz, die "Ahnung" ist schon da, nur das Wissen nicht) WIE die Ereignisse umcodiert werden, weiß ich, dass es mit genau diesem Thema zu tun hat - das Thema: Wir sind der Schöpfer der Realität, der Ereignisse.

Das Problem bei mir war, dass ich nicht authentisch gehandelt habe. Ich bin einen Weg gegangen (der Firma nichts zu sagen), der für mich damals spürbar nicht der "Richtige" war, doch ich habe es ignoriert, anders gehandelt, als meine Intuition es mir geraten hätte.

Und DAS ist der Knackpunkt. Deine Intuition sagt Dir schon, welcher Weg nun für Dich speziell (kann ein völlig anderer sein als bei mir oder sonst wem) der passende ist. Wenn Du diese Gefühle ignorierst, kommt es dicke...

Ich will auch damit nicht sagen, dass das, was mir passiert ist, für JEDEN gilt. Mir ist schon oft aufgefallen, dass es Menschen gibt, wo dieser Mechanismus nicht so offensichtlich greift, bei mir gehts immer sehr, sehr schnell. Da Ursache - da Auswirkung. Aber ich bin überzeugt davon, dass es eine Art Naturgesetz ist, bei einem direkter, beim anderen indirekter.

Ein paar Tage später:

Zitat
Gestern war ich absolut baff. Eine Userin hatte davon geschrieben, dass dieses Geld (alle Reparaturen kosteten in Summe 600 Euro, also genau den Betrag, den ich der Firma schuldete) eigentlich karmisch bereits ausgeglichen ist. Ich wollte trotzdem die 600 Euro nachzahlen, auch als Zeichen für mich, dass ich von nun an nichts mehr tue, bei dem mein Bauch etwas anderes sagt.

Nun, was soll ich sagen? Ich rief gestern, so wie ich es mir vorgenommen hatte, bei dieser Firma an und klärte den Irrtum auf.

DIE WOLLEN DAS GELD NICHT!

Die Buchhaltung sei über den Jahresabschluss drüber, da gäbe es nichts mehr zu rütteln. Und nein, sie würden das auch nicht an die Buchhaltung weiterleiten, da würden sie sich nur selbst eine auf den Deckel einfangen.....Es wäre nett, dass ich "so ehrlich sei" (wenn die wüssten!), aber die Sache ist erledigt.

Ich hab geglaubt, ich trau meinen Ohren nicht. Es IST ausgeglichen....

Liebe Grüße
Spirit

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« Antworten #7 am: 17. Juli 2007, 22:51:56 »

Hey Spirit :-)

Jetzt wurde mir gerade klar, warum ich diesen Thread ausgerechnet im Unterforum Magie, Liebeszauber und sonstige Phänomene eröffnet hatte. Wink Ich hatte vorher hin und herüberlegt, wo es am besten passen würde und dann nach Bauch entschieden *grins*


*smile*
... hast wohl mein Unterbewußtsein angezapft, was?  Grin


Zitat
Aber Du verrätst uns schon noch, woher die Buchstaben kommen?


Bei Ritualen im soundsovielten Jahrhundert  Embarrassed - sorry, hab´ ich mir leider nicht gemerkt, wann das war ... wurden Zeichen auf Buchenscheite gemalt oder geritzt, in die Luft geworfen und je nachdem, wie sie hinfielen, daraus etwas gedeutet. Jedenfalls waren das so stäbchenförmig geschnitzte (Stäbe, Staben) Bestandteile aus einem Buchenstamm. (Hoffe, ich konnte das nun einigermaßen korrekt wiedergeben). Buchenstäbchen sozusagen.


WOW - Deine Geschichte mit dem Geld, die hat´s ja echt in sich!

Das war ja eine Lektion erster Güte! Wahrscheinlich waren das sogar Deine inneren Moralvorstellungen, die diese Geschichte haben entstehen lassen. Beeindruckend.


Liebe Grüße,
Gondwana
« Letzte Änderung: 17. Juli 2007, 22:58:05 von Gondwana » Gespeichert

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