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Autor Thema: Annette v. Droste - Hülshoff  (Gelesen 837 mal)
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MeYLYn
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meylynische GlitzerFee


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« am: 14. Februar 2009, 07:32:53 »

Einleitung:

Das Kalenderblatt vom 8.Februar diesen Jahres machte mich auf sie aufmerksam.
Dort steht ein wunderschönes Gedicht auf der Rückseite, ja und da ich vorhatte dieses Gedicht in einen unserer Threads zu stellen oder gar kombiniert mit einem Bild, habe ich mich bei Wikipedia nun schlau gemacht, wie lange die gute Frau gelebt hätte, um keine Copyrights zu verletzen.
Dabei bin ich auf die interessante Geschichte und Geschichten von Annette v. Droste-Hülshoff gestossen, der Verfasserin dieses Gedichtes, das ich natürlich auch hier zur Erklärung festhalten werde.
Die Geschichte über die Verfasserin kommt allerdings im nächsten Beitrag.
Doch nun das Gedicht.

Ich trau auf deine Hand,
dass sie mich wohl behüte,
weil alle deine Güte und
Liebe mir bekannt,
und dass ein sichrer Hort,
das Unheil von mir wende.
O Herr in deine Hände!
Dies sei mein letztes Wort.

Annette v. Droste-Hülshoff
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Relativ ist das Sein, endlos die Zeit,
komm und tauch ein, in die Ewigkeit

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MeYLYn
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meylynische GlitzerFee


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« Antworten #1 am: 14. Februar 2009, 07:37:50 »

Original entnommen aus Wikipedia

Anna Elisabeth Franzisca Adolphina Wilhelmina Ludovica Freiin von Droste zu Hülshoff, kurz Annette von Droste-Hülshoff, (* 12. Januar 1797 auf Burg Hülshoff bei Münster; † 24. Mai 1848 in Meersburg) war eine deutsche Schriftstellerin. Sie gilt als eine der bedeutendsten deutschen Dichterinnen.
......
......

LEBEN

Annette von Droste-Hülshoff stammte aus dem altwestfälischen, katholischen Adel. Sie wurde als Tochter von Clemens August von Droste-Hülshoff und Therese von Haxthausen am 12. Januar 1797 auf der westfälischen Burg Hülshoff zwischen Havixbeck und Roxel bei Münster geboren. Annette von Droste-Hülshoff führte ein zurückgezogenes und eingeengtes Leben. In ihrer Kindheit und Jugend kränklich, bedingt durch ihre Frühgeburt, wurde sie in den Jahren 1812 bis 1819 von Professor Anton Matthias Sprickmann unterrichtet und gefördert. Nach dem Tod ihres Vaters 1826 wurde der Familienbesitz von ihren Bruder Werner übernommen, so dass sie sowie ihre ältere Schwester Jenny mit ihrer Mutter auf deren Witwensitz dem Haus Rüschhaus bei Nienberge übersiedelten.

Eine erste größere Reise führte sie 1825, ein Jahr vor dem Tod ihres Vaters, an den Rhein nach Köln, Bonn und Koblenz. In Bonn, wo ihr Vetter Clemens August von Droste-Hülshoff lebte, verband sie eine Freundschaft mit Sibylle Mertens-Schaaffhausen; zu deren Freundeskreis zählten außer Annette von Droste-Hülshoff Johanna- und Adele Schopenhauer und Goethes Schwiegertochter Ottilie. In Bonn, das sie bis 1842 mehrfach besuchte, begegnete Annette von Droste-Hülshoff außerdem August Wilhelm Schlegel. Zwar stand Annette von Droste-Hülshoff in brieflichem Kontakt mit intellektuellen Zeitgenossen wie den Brüdern Grimm, sie entzog sich aber niemals den Anforderungen ihrer Familie, etwa wenn sie immer wieder als Krankenpflegerin herangezogen wurde. Da sie ständig selbst kränkelte, standen für sie ein Bruch mit der Familie oder der Versuch nie zur Debatte, durch ihre Schriftstellerei ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Wohl aber sah sie ihre Berufung als Dichterin. Auch ihre Mutter erkannte dies und unterstützte ihre Tochter, indem sie beispielsweise versuchte, den Kontakt mit Christoph Bernhard Schlüter herzustellen, was aber zunächst misslang, da dieser die zugesandten Manuskripte für nicht ausreichend erachtete.

Annette von Droste-Hülshoff nahm ihre literarische Arbeit sehr ernst und war sich bewusst, große Kunst zu schaffen. Ihre Balladen wurden berühmt (Der Knabe im Moor), wie auch ihre Novelle (Die Judenbuche). Ein wichtiges Dokument tiefer Religiosität ist ihr Gedichtzyklus „Das geistliche Jahr“, in dem aber - typisch für die Zeit - auch die Zerrissenheit des Menschen zwischen aufgeklärtem Bewusstsein und religiöser Suche gestaltet wird. Die Ausführungen in diesem Werk werden heute als biographisch erachtet, da sie über 20 Jahre an dem gesamten Zyklus arbeitete. Bedeutend für ihr literarisches Wirken waren ihre Reisen an den Bodensee, wo sie zunächst zusammen mit der Mutter ihre Schwester Jenny besuchte, die den Freiherrn Joseph von Laßberg („Sepp von Eppishusen“) geheiratet hatte, der sich mit mittelalterlicher Literatur beschäftigte.

Ab 1841 wohnte sie vorwiegend bei ihrem Schwager auf Schloss Meersburg am Bodensee, sah ihr Zuhause aber weiterhin im Rüschhaus bei Nienberge, wo unter anderem ihre Amme, die sie bis zu deren Tode pflegte, und ihre Mutter wohnten. Mit Levin Schücking verband sie seit 1837 eine Dichterfreundschaft; er war der Sohn einer Freundin, die verstarb, als Schücking ca. 17 Jahre alt war. Durch ihre Vermittlung wurde er 1841 auf Schloss Meersburg Bibliothekar. Insbesondere unter dessen Inspiration entstand in Meersburg ein Großteil ihrer „weltlichen“ Gedichte. Annette erwarb am 17. November 1843 ein Haus, das Fürstenhäusle, am Stadtrand inmitten der Weinberge in Meersburg. Am Nachmittag des 24. Mai 1848 verstarb Annette von Droste-Hülshoff auf Schloss Meersburg am Bodensee, vermutlich an einer schweren Lungenentzündung. Ihr Grab befindet sich auf dem Meersburger Friedhof.

http://de.wikipedia.org/wiki/Droste-H%C3%BClshoff
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meylynische GlitzerFee


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« Antworten #2 am: 14. Februar 2009, 07:42:54 »

Empfehlenswert ist auch sich den Artikel über das Morgenblatt für gebildete Stände anzusehen

zu finden hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Morgenblatt_f%C3%BCr_gebildete_St%C3%A4nde

Das Morgenblatt war mit seiner Auflage von 2.500 Exemplaren, davon etwa 1.400 Abonnements, das führende literarische Unterhaltungsorgan in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es erschien von 1807 bis 1865 in Stuttgart und Tübingen im Verlag der Cotta'schen Verlagsbuchhandlung, einem der einflussreichsten deutschen Verlage dieser Zeit.

Idee und Konzept zu der vier- bis sechseitigen und bis zu sechsmal wöchentlich erscheinenden, im Zeitungsstil aufgemachten Zeitschrift stammten von dem Verleger Johann Friedrich Cotta. Die Zeitschrift hatte aufgrund der Vielzahl bedeutender Mitarbeiter schnell großen Erfolg; kaum ein wichtiger Autor der Zeit fehlte auf der Mitarbeiterliste. Die Prominenz der Mitarbeiter führte dazu, dass von dem ursprünglichen Prinzip, die Beiträge der Zeitschrift anonym erscheinen zu lassen, zusehends abgewichen wurde.

Im Laufe des Erscheinens gab es mehrere getrennt geführte Beilagen:

    * Extra-Beylage (1809–1823)
    * Intelligenz-Blatt (1807–1851)
    * Kunst-Blatt (1816–1849)
    * Literatur-Blatt (1817–1849)
    * Übersicht der neuesten Literatur (1809–1816).

Chefredakteure

    * Karl Christian Heinrich Grüneisen (1807–1808)
    * Georg Reinbeck (1808–1811)
    * Friedrich Haug (1811–1817, später zusammen mit Friedrich Rückert, dann zusammen mit Therese Huber)
    * Friedrich Rückert (ab 1815)
    * Therese Huber (1817–1823)
    * Georg von Cotta (ab 1823) und Johann Friedrich von Cotta (1824–1826)
    * Wilhelm Hauff (Chefredakteur von Januar 1827 bis 18. November 1827)
    * Gustav Schwab (1827, auch Redakteur des literarischen Teils von 1827–1837)
    * Hermann Hauff (1828–1865, Bruder des bekannteren Wilhelm Hauff)


und hier noch ein Link, der das Morgenblatt näher erläutert.

http://www.phf.uni-rostock.de/institut/igerman/forschung/litkritik/litkritik/start.htm?/institut/igerman/forschung/litkritik/litkritik/Medien/MeMorgenblatt.htm
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meylynische GlitzerFee


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« Antworten #3 am: 14. Februar 2009, 07:55:56 »

Näheres zu ihrer Novelle ... ... Die Judenbuche .... ....

http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Judenbuche

„Die Judenbuche – Ein Sittengemälde aus dem gebirgichten Westfalen“ ist eine Novelle von Annette von Droste-Hülshoff, die erstmals 1842 im Cotta'schen Morgenblatt für gebildete Leser erschien. Sie behandelt ein Verbrechen und vor allem dessen Vor- und Nachgeschichte und spielt in dem entlegenen westfälischen „Dorf B.“ (das später als das Dorf Bellersen der Stadt Brakel im Fürstbistum Paderborn identifiziert werden konnte) in einem deutschen Kleinstaat des 18. Jahrhunderts, vor den Umwälzungen, die die Französische Revolution für Europa mit sich brachte. Holz- und Jagdfrevel stehen hier an der Tagesordnung. Den begangenen Rechtsverletzungen begegnet man jedoch „weniger auf gesetzlichem Wege, als in stets erneuten Versuchen, Gewalt und List mit gleichen Waffen zu überbieten“. Die „Judenbuche“ wird außerdem als Milieustudie und Kriminalgeschichte verstanden.

......
......

ich denke alles weitere kann man in Wikipedia nachlesen, der Link befindet sich weiter oben.

****************************************

Interessant ist auch ihre Ballade ..... ...... Der Knabe im Moor ..... .......

im Wikipedia Link ist ein tolle Abhandlung dabei über Versmaß, Form und Aufbau

http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Knabe_im_Moor

und hier noch ein Link, wo die Ballade zu finden ist, gut illustriert und auch die Erklärung einiger Begriffe.

http://www.martinschlu.de/kulturgeschichte/neunzehntes/fruehromantik/droste/texte/derknabeimmoor.htm#anfang/
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« Antworten #4 am: 14. Februar 2009, 13:00:05 »



 Danke,liebe MeYLYn für die Info.

 LG Akire
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« Antworten #5 am: 14. Februar 2009, 14:44:15 »

Bedanke mich auch... kannte die Dame bis jetzt nur gerade mal so vom Namen....

LG Admin
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« Antworten #6 am: 14. Februar 2009, 17:16:25 »

Ein herzliches Dankeschön, Meylyn!

Finde ich toll, dass Du diese Infos hier reingestellt hast!

Danke

Liebe Grüße
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MeYLYn
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meylynische GlitzerFee


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« Antworten #7 am: 14. Februar 2009, 18:10:35 »

Gern geschehen, ist ja doch immer wieder interessant, was sich so bei den großen Dichterinnen und Dichtern dieser Welt tut.
Vor allem faszinierte mich die Abhandlung in Wikipedia über den Aufbau der Ballade,
über sowas mache ich mir, wie ich gestehen muss, beim Verfassen meiner Gedichte niemals Gedanken.
ich zähle die Silben und höre auf den Fluss und den Klang.

Im Prinzip reime ich aus dem Bauch heraus, das scheint wohl doch nicht so richtig zu sein  smiliehappy

Liebe Grüße
Meylyn
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Yda
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« Antworten #8 am: 15. Februar 2009, 15:39:31 »

Liebe Meylyn,
reime du nur weiter aus dem Bauch,
das gefällt uns allen auch!

Auch von mir ganz lieben Dank für die vielen Infos und die ausführliche Vorstellung der Frau Droste-Hülshoff.
Von Komikern der Jetztzeit verulkt fiel mir ihr Name vor einigen Jahren erstmals auf.
Dann habe ich ein paar Jahre Aphorismen gesammelt - noch vor der Internetzeit.
Und ich bin auch dabei hin und wieder auf sie gestoßen.

Nun hab ich ein genaueres Bild.
Auch die Infos über diese Zeitschrift und ihre Autoren finde ich sehr interessant.
Warum wurden uns solche Dinge nicht in der Schule beigebracht?
Da wurde sie nur als Liebesgedichtschreiberin vorgestellt und im zarten Jugendalter naturgemäß belächelt...

Also danke, liebe Meylyn!
Yda
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