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Frage: Wie beurteilt ihr den Bau und Betrieb von Atomkraftwerken?
Bin absolut dagegen! Sofort weg damit! - 8 (66.7%)
Man sollte mittelfristig aus der Technologie aussteigen - 3 (25%)
Solange laufen lassen, bis der letzte Meiler in Pension geht. - 0 (0%)
Kein Problem mit dieser Technologie, bei Bedarf auch jederzeit neue bauen! - 1 (8.3%)
Weiß zuwenig oder habe keine Meinung - 0 (0%)
Stimmen insgesamt: 12

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Autor Thema: Atomkraft - Zukunft oder Risiko?  (Gelesen 1427 mal)
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T.M.O.D. (the master of disaster)


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« am: 21. Juli 2007, 13:56:29 »

Hallo meine Lieben,

anbei eine Frage, deren Umsetzung für die Zukunft des Klimas und der Umwelt weitreichende Auswirkungen haben kann. (z.B. CO2)

Würde mich interessieren, wie ihr dazu steht, und was euch bei diesem Thema bewegt.

Liebe Grüße

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« Antworten #1 am: 21. Juli 2007, 14:51:11 »

Hi

dazu kann ich nur eines sagen: Diese Technologie ist zu gefährlich für uns, wir beherrschen sie nicht und daher: Finger weg davon. Österreich hat diesen Weg vor ca. 30 Jahren eingeschlagen und das war eine richtige Entscheidung.

Tschernobyl ist noch immer unter uns, lest mal diesen Bericht durch, wir haben noch heute radioaktive Verseuchung im Boden und in den Pflanzen.

http://cricket.biol.sc.edu/chernobyl/papers/TORCH.pdf

LG Troll  Afro
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« Antworten #2 am: 21. Juli 2007, 15:17:44 »

Oder das, hab ich eben gefunden: In der Nähe von Atomkraftwerken erkranken Kinder häufiger an Leukämie   .....

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/280769.html

Also:



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Kelte
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« Antworten #3 am: 22. Juli 2007, 01:16:37 »

Nja, es ist ja nicht so einfach ,aus der Technologie so mir nix dir nix auszusteigen, woher sollte man denn in der Zwischenzeit die Energie nehmen, drum meine Antwort 2, mittelfristiger Ausstieg!

Kelte
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« Antworten #4 am: 22. Juli 2007, 10:36:04 »

Hi

dazu kann ich nur eines sagen: Diese Technologie ist zu gefährlich für uns, wir beherrschen sie nicht und daher: Finger weg davon. Österreich hat diesen Weg vor ca. 30 Jahren eingeschlagen und das war eine richtige Entscheidung.

Tschernobyl ist noch immer unter uns, lest mal diesen Bericht durch, wir haben noch heute radioaktive Verseuchung im Boden und in den Pflanzen.

http://cricket.biol.sc.edu/chernobyl/papers/TORCH.pdf

LG Troll  Afro

Du sagst "wir" beherrschen die technologie nicht! Wir würden sie schon beherrschen. Schau mal nach, wo Tschernobyl liegt.
Ich würde die Atomkraft anwenden, es war ein Fehler dass Österr. damals augestiegen ist. ____
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greenbuddha
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« Antworten #5 am: 22. Juli 2007, 11:24:11 »


Du sagst "wir" beherrschen die technologie nicht! Wir würden sie schon beherrschen. Schau mal nach, wo Tschernobyl liegt.
Ich würde die Atomkraft anwenden, es war ein Fehler dass Österr. damals augestiegen ist. ____

... heißt das, Du beherrschst die Technologie Huh? ... und die Sowjets waren eben nur Spar-Dummies Huh?

ich befürchte, so einfach ist das nicht. Denn egal, wie gut eine Gesellschaft den technischen Anforderungen gewachsen ist, die bei der Nutzung von Atomenergie auftreten, es bleiben nach wie vor auch in, sagen wir mal "sichereren" Anlagen Unmengen von nicht klar gelösten Problemen, angefangen von der gerne runtergespielten Wirkung auf die direkte und nahe Umwelt bis hin zu der sog. Endlagerung (ich glaube, inzwischen gibt es nur noch das Wort Zwischenlagerung, oder ? Grin ) des hochradioaktiven "Abfalls".
Und wir dürfen auch nicht vergessen, dass es da neben einer verantwortungsvollen Energieerzeugung und Bedarfsdeckung eben um erhebliche Gelder geht, die Unternehmen damit zu erwirtschaften hoffen, bisher meines Wissens bar jeder betriebswirtschaftlichen Gesamtübersicht.
Aber das ist wohl beim Thema Energie eh fast immer der Fall... wenn wir die Kriege um's Öl alle direkt an der Tankstelle mit bezahlen müssten, könnte sich wohl auch kaum jemand das Benzin leisten ....
« Letzte Änderung: 22. Juli 2007, 11:31:12 von greenbuddha » Gespeichert


Kelte
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« Antworten #6 am: 22. Juli 2007, 16:22:09 »


Du sagst "wir" beherrschen die technologie nicht! Wir würden sie schon beherrschen. Schau mal nach, wo Tschernobyl liegt.
Ich würde die Atomkraft anwenden, es war ein Fehler dass Österr. damals augestiegen ist. ____

... heißt das, Du beherrschst die Technologie Huh? ... und die Sowjets waren eben nur Spar-Dummies Huh?

 Cheesy Cheesy

Und wir dürfen auch nicht vergessen, dass es da neben einer verantwortungsvollen Energieerzeugung und Bedarfsdeckung eben um erhebliche Gelder geht, die Unternehmen damit zu erwirtschaften hoffen, bisher meines Wissens bar jeder betriebswirtschaftlichen Gesamtübersicht.
Aber das ist wohl beim Thema Energie eh fast immer der Fall... wenn wir die Kriege um's Öl alle direkt an der Tankstelle mit bezahlen müssten, könnte sich wohl auch kaum jemand das Benzin leisten ....

Du meinst "volkswirtschaftlichen Übersicht". Die betriebswirtschaftlichen Zahlen (innerhalb des jeweiligen Betriebs) sind sicher passend und für das Unternehmen positiv.
Aber es gibt keine Rechnung bez. volkswirtschaftlicher Kosten (z.B. Zwischenlagerung oder Umweltverschmutzung etc.)
Und die Kriege ums Öl bezahlen wir bereits, oder besser hauptsächlich die US-Bürger per Steuern und wir mit der Euro-Dollar Umrechnungsmisere..

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« Antworten #7 am: 27. Juli 2007, 23:25:26 »

Und die Kriege ums Öl bezahlen wir bereits, oder besser hauptsächlich die US-Bürger per Steuern und wir mit der Euro-Dollar Umrechnungsmisere..

Hmm ?  Huh? Wie meinst du das denn?
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« Antworten #8 am: 28. Juli 2007, 10:29:47 »


Du meinst "volkswirtschaftlichen Übersicht". Die betriebswirtschaftlichen Zahlen (innerhalb des jeweiligen Betriebs) sind sicher passend und für das Unternehmen positiv.
Aber es gibt keine Rechnung bez. volkswirtschaftlicher Kosten (z.B. Zwischenlagerung oder Umweltverschmutzung etc.)


... da ja aber in der Bundesrepublik D. zumindest Energie keinem staatlichen Monopol mehr unterliegt, geht es doch um Betriebe und deren Kalkulation. und in denen muss eben bei Atomenergie keiner mehr rechnen, was da eigentlich unter dem berühmten Strich herauskommt, weil eh alles zu-subventioniert wird und ein Großteil der Unkosten in einen diffusen Zukunftsbereich und auf die Ebene gesellschaftlicher Verantwortung geschoben wird. Folglich gibt es ja auch keinen Energiepreis, der an den vollständigen Kosten orientiert wäre.
« Letzte Änderung: 28. Juli 2007, 10:31:27 von greenbuddha » Gespeichert


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« Antworten #9 am: 28. Juli 2007, 20:59:43 »

Hallo Ihr Lieben,

habe mich auch für den sofortigen Ausstieg entschieden...

Kelte's Argument für den mittelfristigen Ausstieg erscheint mir zwar auch logisch, aber ehrlich gesagt, wenn das wieder hinausgeschoben wird, dann wird auch ganz schnell wieder ein Rückzieheher gemacht. Es gibt genügend Alternativen und wir wären technisch in der Lage dies umzusetzten, woran haperts? Für alternative Energiegewinnung wird einfach nicht genügend Geld aufgebracht.

Alles Gute.
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« Antworten #10 am: 29. Juli 2007, 10:25:12 »

billiger Atomstrom ist ein Witz wenn jahrzehntelang die Steuerzahler die Forschung und Betreibung subventionieren und wer sucht denn nach Endlagerstätten?

sauberer Atomstrom ist ebenfalls ein Witz, wenn man an die jahrtausende anhaltende Strahlung denkt

Unabhängigkeit vom Öl ist ebenso ein Witz, das Uran ist auch nicht unendlich vorhanden

Regenerative Energien sind das nonplusultra und wenn diese Forschung statt der Atomkraft betrieben worden wäre, wären wir heute unabhängig

Unser Glück dass die Grünen da einiges in die Wege geleitet hatten und schade dass nun wieder die ewig gestrigen mit den Energiemonstern an einem Strang ziehen.

Regenerative Energien und Dezentralisierung der Produktion das ist die Lösung.

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« Antworten #11 am: 29. Juli 2007, 22:04:44 »

Ich hab auch gegen AKW´s gestimmt - wie schon vor dreissig Jahren (Man siehts im Nostalgiethread auf meinen Fotos ja deutlich an den Stickern gegen das AKW in Zwentendorf *grins*, damals ging ich fleissig demonstrieren).

Ich könnte mir auch heute, viele Jahre danach, kein Argument vorstellen, dass mich da umstimmen würde.  Roll Eyes

Liebe Grüße
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« Antworten #12 am: 15. Mai 2008, 23:05:38 »

... und so unsicher sieht es in Deutschland aus:

http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/atomkraftwerke_aid_68379.html

Das Erdbeben in China und die damit verbundene Sorge um die Sicherheitslage an den dortigen Atomkraftwerken haben mich heute mal recherchieren lassen.

LG, Yda
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« Antworten #13 am: 16. Mai 2008, 07:59:41 »

Liebe Yda!

Ich denke, als "sicher" galt Tschernobyl auch... Traurig1 - zumindest wurde das sicher so unter die Bevölkerung gebracht.

Was mich auch ziemlich irritiert, ist die Tatsache, dass die täglichen Aussagen über die Erderwärmung als gesteuerte "logische Lösung" die Atomkraft anbieten. Das sieht schon sehr nach Manipulation aus, wenn man bedenkt, wie sehr wir mit Meldungen über den Klimawandel überschwemmt werden - und wie heftig Ansätze, dagegen aufzutreten, bekämpft werden....

Im Prinzip macht sich jedes Land, das auf Atomkraft setzt, doppelt verletzbar:

Naturkatastrophen können nicht verhindert werden - damit ist ein AKW eine ständige Bedrohung, auch wenn angeblich "erdbebensicher" gebaut wurde.

Im Falle einer kriegerischen Bedrohung sind AKWs ein hervorragendes Ziel, um gleich einen ganzen Landstrich auszulöschen.

Liebe Grüße
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« Antworten #14 am: 17. Mai 2008, 12:05:03 »

... Im Prinzip macht sich jedes Land, das auf Atomkraft setzt, doppelt verletzbar:

Naturkatastrophen können nicht verhindert werden - damit ist ein AKW eine ständige Bedrohung, auch wenn angeblich "erdbebensicher" gebaut wurde.

Im Falle einer kriegerischen Bedrohung sind AKWs ein hervorragendes Ziel, um gleich einen ganzen Landstrich auszulöschen.

Liebe Spirit,
hier hast du das ausgedrückt, was ich mir wichtig war.

Ich hoffe, dass immer mehr Menschen die Gefährlichkeit dieser Art Stromerzeugung erkennen und dass die Zeit für biologische, erneuerbare Energien näher rückt.

Mir ist unverständlich, dass Hiroshima und Nagasaki und Tschernobyl nicht ausgereicht haben, um in der Energieerzeugung die Atomkraft längst auszuschließen!  boese
So viel Leid, dass bei vielen durch ihr ganzes Leben, ja durch Generationen hinweg reicht.  Weinen

Es muss ein Ende haben, dass die Menschheit sich selbst versucht und sich selbst zerstört!
Ich habe Tschernobylkinder kennengelernt, die ca. 3 Jahre NACH dem Reaktorunfall geboren wurden.
Meine Schwester hatte mehrere Jahre in Folge im Sommer solche Kurkinder zu Gast.
Die Folgen der Strahlenverseuchung waren mehr als deutlich. Anämische Kinder mit Antriebsschwäche, häufigen Kopfschmerzen, Nasenbluten, Hautproblemen, innerlicher Unruhe und allem möglichen mehr. Und nach Deutschland zur Erholung in den Schulferien fahren ja nur die kräftigsten! Ich möchte nicht wissen, wie hoch die Dunkelziffer der kranken Menschen dort in der Region ist...

Yda
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