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Autor Thema: Erdhäuser und Earthships  (Gelesen 706 mal)
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Yda
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« am: 13. Juli 2008, 22:07:48 »

Ihr Lieben,
habt Ihr schon was von Erdhäusern gehört, gesehen oder gelesen?

Ich bin grade auf zwei links gestoßen und außer mir vor lauter Ahhh und Oooohh.
Die sehen sowas von schnuckelig aus - da möchte ich sofort wohnen!

Gucken könnt Ihr hier:
bei wiki
http://de.wikipedia.org/wiki/Erdhaus

und hier:
http://www.erdhaus.ch/main.php?lang=de&fla=y&cont=start

Geil oder?
Sollte wohl doch mal regelmäßig Lotto spielen...

Yda grüßt lieb rüber zu allen
« Letzte Änderung: 29. Juli 2008, 14:58:02 von Yda » Gespeichert

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« Antworten #1 am: 13. Juli 2008, 22:31:01 »

Liebe Yda!

Ist doch ein lustiger Zufall - ich hab diese Erdhäuser heute auch angeguckt!

Hier der Link:

http://www.kurier.at/nachrichten/niederoesterreich/145264.php

Ich war total begeistert - allerdings ist das Erdhaus in Niederösterreich nicht so geschwungen, sondern gerade...würd ich mir sofort bauen...(wenn nur nicht die Kohle wäre.... Roll Eyes)

Danke für die Links!

Liebe Grüße
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Yda
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« Antworten #2 am: 14. Juli 2008, 14:08:34 »

Hallo Spiritchen,
das ist ja lustig...  lach ...
Aber da es keine Zufälle gibt..., kann es keiner sein.  twinkle

Kanalgebührenbefreiung..., was es alles so gibt.
Wieso eigentlich - weil vom Dach kein Regenwasser abgeleitet wird?
Aber trotzdem hat er doch die Toilettenspülung, Waschmaschinenablauf und Waschbecken
 - damit benutzt er doch den Kanal, oder nicht?

LG, Yda
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« Antworten #3 am: 14. Juli 2008, 16:07:16 »

Liebe Yda!

Das ist deshalb, weil gerade in Niederösterreich (Kanalberechnungen sind von Bundesland zu Bundesland verschieden) nach Etagen geht. In manchen Bundesländern wird nach Dachfläche berechnet, in manchen (was ich am besten finde) nach dem tatsächlichen Wasserverbrauch.

In NÖ zahlst Du nach Stockwerk. Und wenn nun ein solcher Sonderfall ist, dass das Dach quasi unter der Erde ist, entstehen solche skurrilen Situationen.

Ich wär von einem Erdhaus schlichtweg begeistert. Die eckige Form gefällt mir allerdings besser als die geschwungene, alleine schon aus praktischen Gründen (Fenster, Terrassentüren wären wesentlich billiger, Einrichtungsprobleme gäbe es keine, sonst bräuchte man ja überall teure Maßmöbel).

Was mich irritiert, warum eigentlich niemand Glasvorbauten macht. Nicht aus Thermoglas, sondern aus stinknormalem Glas, wie es z.B. für Gewächshäuser verwendet wird. Ich kenn Menschen, die haben das vor ihrem Haus (südseitig) und können im Winter damit das Haus heizen, indem sie die Terrassentüre in diesen Glaszubau öffnen. Im Sommer sind diese Glasvorbauten öffenbar und damit heizen sie sich nicht so auf (vor allem wenn sie beschattet werden). Wäre doch eine prima Idee, das generell beim Hausbau zu nutzen?  Roll Eyes

Liebe Grüße
Spirit

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« Antworten #4 am: 28. Juli 2008, 14:55:50 »

Hallo zusammen,

im englischsprachigen Raum gibt es eine ähnliche Idee:
Die sogenannten "Earthships".

Allerdings geht dieses Konzept noch deutlich weiter. Es
ist den Leuten nämlich gelungen ein völlig autarkes(!)
Wohnen selbst unter schwierigeren klimatischen Bedingungen
zu ermöglichen ... von der Wüste bis hin ins kalte Gebirge.
Mittlerweile gibt es anscheinend schon über hundert
realisierte Earthships in aller Welt ... von klein bis riesig.

Aber seht einfach selbst ...

Hier wird das Prinzip eines Earthships erklärt:
http://www.owaze.nl/pdf/Was_ist_ein_earthship.pdf

Hier der Bau eines solchen gezeigt:
http://www.touchtheearthranch.com/picstory1.htm

Und das ist die Website des Entwicklers:
http://www.earthship.net/


Herzliche Grüße
Niclas



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« Antworten #5 am: 28. Juli 2008, 15:20:27 »

Hi Niclas!

Erstmal: Herzlich willkommen!

Danke für die Links - ich fasziniert das Thema autonomes Wohnen seit geraumer Zeit und ich bin dankbarer Abnehmer für Tipps.

Was mir beim Durchlesen aufgefallen ist, und was sich leider zum Schluss bewahrheitet hat, ist der Hinweis auf die Baugenehmigungen.  Traurig1

Allerdings denke ich, dass man alleine schon bei bestehenden Bauten mit Wärmeschutzdämmung, Photovoltaikanlagen, Bio-WCs (die gibts tatsächlich, wird Humus draus, Kostenpunkt: 600 Euro und sehen cool aus), Solaranlagen etc. schon viel erreichen kann.

Die Architektur ist allerdings toll von diesen Häusern, muss man neidlos zugeben.  Ja

Liebe Grüße
Spirit
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« Antworten #6 am: 28. Juli 2008, 15:43:43 »

Hallo Spirit,

danke für das herzliche Willkommen.  Smiley

Mein eigentlicher Grund für die Anmeldung in diesem Forum lag zwar
speziell in den Earthships begründet, aber beim näheren Umschauen
fiel mir gerade auf, dass das Forum auch sonst viel Interessantes zu
bieten hat ... mal weiter stöbern ... vielleicht sollte ich mich dann
auch mal "formell" im entsprechenden Unterforum vorstellen.

Doch zunächst nochmal zu den Earthships:

In Österreich gibt es eine Gruppe von Leuten, die tatsächlich eines
bauen wollen:
http://www.earthship.at/

Und in England gibt es bereits realisierte Earthships:
http://www.earthship.co.uk/video/index.htm

Auch in anderen EU-Ländern tut sich was ... insofern könnte es
auch nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sich - über die EU -
die Vorschriften verändern werden ... schaun wir mal. *g*


Viele Grüße
Niclas
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« Antworten #7 am: 28. Juli 2008, 15:50:23 »

Hi Niclas,

danke für die Infos und Links, klingt wirklich sehr interessant, muss mich da mal durch schmökern.... und auch von mir herzlich willkommen und viel Spaß hier!

Liebe Grüße

Admin

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Yda
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« Antworten #8 am: 28. Juli 2008, 18:36:58 »

Hallo Niclas,
herzlich willkommen hier im Forum!

Dein erster Beitrag ist schon für mich ein Volltreffer.  yeah1  claphands Danke!
Ich bin fasziniert von diesen Earthships, genau wie von den Erdhäusern zuvor.

Das sind ja geniale Ideen zur Nutzung von Ressourcen und Energiegewinnung!
Die verwendeten, gefüllten Autoreifen kann ich noch nicht so ganz innerlich annehmen,
da Gummi und Auto irgendwie ungute Assoziationen in mir auslösen, aber wie es beschrieben ist,
leuchtet ja alles als sinnvoll ein. Ob es nicht stinkt - das wäre mal wert, vor Ort zur Probe zu schnuppern.
Gibt es da keine Ausdünstungen aus dem alten Gummi?
Ich würde mir zuuu gern solche Häuser mal anschauen.

Was ich auch so schön finde, ist, dass man allmählich vom normierten, viereckigen Baukastensystem wieder abkommt und Rundungen und Wölbungen wieder als natürlich Formen annimmt und in Wohnraum bewusst integriert. Möbel müssen ja nicht zwangsläufig an die Wand gestellt werden!

Selbst angelegte PFADE und Kurven in der eigenen Wohnung - ein Traum!
Materialmix nach dem eigenen Gusto! Wer sich das erfüllen kann, hat wirklich was Schönes im Leben.
Wie fühlt man sich da als normales Mieterlein in einer althergebrachten Wohnung, wo noch nicht mal die Türen die Farbe haben, die man sich wünscht und die ausdrücklich untersagt wurden, in einer anderen Farbe zu streichen...

Liebe Grüße von Yda
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« Antworten #9 am: 29. Juli 2008, 13:25:27 »

Hallo Yda,

gerade die Altreifen fand ich anfangs auch etwas befremdlich, aber im Laufe
der weiteren Beschäftigung mit dem Thema veränderte sich das erheblich.

Es sind nämlich gerade die Reifen, die für die besondere Stabilität, Dämmung
und - ganz wichtig - Gestaltungsfreiheit in Form von Rundungen und Bögen
verantwortlich sind. Dazu kommt das finanzielle Argument: Die meisten
Earthship-Bauer haben nämlich für die Reifen kostenlos bekommen! Nur
Abholen mussten sie sich die selbst. Und was den Geruch angeht, so
verschwinden sie ja in der Mauer. Alles wird nach der traditionellen Bauweise
der Adobe-Indianer verputzt. Das einzige, wo es Probleme geben könnte,
wäre der Versuch Bilder an der Wand aufzuhängen ... da braucht es wohl
Spezialdübel ... *g*

Übrigens kann man sich in England auch für ein paar Tage in ein kleines
Earthship einmieten ... die Adresse sollte auf der englischen Website
angegeben sein.


Gruss
Niclas
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« Antworten #10 am: 29. Juli 2008, 15:02:51 »

Hallo Niclas,
ja Urlaub im earthship, das wäre doch mal was!

Wegen Dübeln in diesen Wänden mach dir keine Sorgen.
Ich habe in einem alten Fachwerkhaus mit Lehmfüllungen Bilder aufgehängt mit Spezialdübeln.
Die haben einen Ausklappmechanismus zum Verankern. Wenn ich's recht erinnere, hießen die auch Klappdübel.
Waren nicht billig, aber haben ihre Aufgabe gut erfüllt.
Diese Dübel funktionieren auch in Leichtbauwänden (z.B. aus Rigips), wo man nicht genau weiß, ob man beim Lochbohren die darunter befindliche Verlattung/das Holz findet.

LG, Yda
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« Antworten #11 am: 29. Juli 2008, 21:39:52 »

Geniale Idee! Wenn ich nochmal anfangen könnte ... Wink
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Den Wert eines Standpunktes ermittelt man durch Variationen der Perspektive......

Glaube und Wissen verhalten sich wie zwei Schalen einer Waage ...
[Schopenhauer]
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« Antworten #12 am: 29. Juli 2008, 22:37:12 »

Hier auch eine Idee (ich weiß nicht, wie effizient das wirklich ist, aber ganz interessant):

http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/bstuecke/74689/index.html

Wohnen im Glashaus heißt der Artikel, auf alle Fälle lesenswert.

Ich träume an sich ja von einem völlig autonomen Wohnen.

Also entweder ein kleines altes Haus mit großem Grund irgendwo auftreiben, dieses generalsanieren und supergut dämmen, neue Wärmeschutzfenster etc. einbauen, es also energiesparmäßig auf Vordermann zu bringen. Oder ein Passivhaus bauen.

Dann Solaranlage aufs Dach für die Heizung und das Warmwasser, Photovoltaikanlage ebenso, um die Pumpen und Geräte zu versorgen und das Tüpfelchen auf dem i wäre dann ein kesses Elektroauto (das mit dem Leopardendruck  Grin).

Bioklo (das sind supermoderne WC-Anlagen, die Kompost produzieren, um es mal schön auszudrücken), Gemüse im Garten und Hühner - das wär meins.

Autonom sein, unabhängig sein von Strompreisen, Gaspreisen, Ölpreisen, Spritpreisen - das wäre ein schönes und erstrebenswertes Ziel, finde ich.

Und wenn man das geschickt anstellt, ist es sicher durchführbar. Es gibt bereits Passivhäuser, die ohne Heizung auskommen. Durch ein gutes Belüftungssystem ist es im Sommer schön kühl und im Winter schön warm im Haus. Da reicht die Anwesenheit von einem Menschen, um die Wärmeabstrahlung des Menschen für die Aufheizung des Raums zu verwenden.

Natürlich wäre die Versorgung mit Energie das eine Standbein - das zweite liegt definitiv im Senken des Energieverbrauchs. Wer einen Erdkeller hat, erspart sich teilweise den Kühlschrank, jetzt mal als Beispiel.

Und Gemüse und Obst lässt sich auch trocknen oder einwecken statt die Tiefkühltruhe zu füllen.

Hand aufs Herz....wisst Ihr, wie man Obst/Gemüse trocknet oder haltbar macht? Oder Fleisch räuchert? Welches Gemüse sich fürs Trocknen eignet und welches nicht?

Ich muss ehrlich sagen, mir fehlt da viel, hab ich zu meinem Erschrecken festgestellt. Dieses Wissen, das unsere Vorfahren noch alle hatten, ist vielerorts einfach verschwunden.

Finde ich irgendwie schade.  Roll Eyes

Liebe Grüße
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« Antworten #13 am: 30. Juli 2008, 00:37:56 »

Naja, autarkes Wohnen könnte womöglich doch um einiges leichter
sein, als es zunächst den Anschein hat ... auch ohne ein Earthship.

Es sollte im Sommer einigermaßen kühl bleiben und im Winter
einigermaßen warm. Da bietet sich halt das Erdreich als natürliche
Dämmung an ... vielleicht ergänzt um große der Sonne zugewandte
Fenster, die auch im Winter etwas Wärme herein bringen.

Statt eines Kamins könnte man auch über eine Fußbodenheizung
nach dem Kompost-Prinzip nachdenken, in der Holz(schnitzel)
nicht mittels Feuer in kurzer Zeit bei hohen Temperaturen verbrannt
werden, sondern über wesentlich längere Zeiträume bei niedrigeren
Temperaturen verrotten. Ein Bekannter hat auf diese Weise bspw.
seinen Pool beheizt. Einfach etwa 50-100 Meter Solarschlauch durch
einen normalen Schnellkomposter ziehen und langsam das Wasser
hindurchpumpen. Beim Verrottungsprozess werden zwar nur ca.
70 Grad erreicht, aber selbst moderne Fußbodenheizungen benötigen
nur ca. 20-25 Grad warmes Wasser um einen Raum zu beheizen.

Wasserbeschaffung ist in unseren Breitengeraden zwar relativ leicht,
aber beim Abwasser wird es schon etwas schwieriger. Trotzdem ist
garnicht so aufwendig, das Brauchwasser selbst wieder aufzubereiten.
Da ist das Konzept der Earthships eigentlich ziemlich genial: Das
sogenannte "Grauwasser", also das weniger verschmutzte Wasser,
wird durch das im Haus befindliche Blumenbeet geleitet und so auf
natürliche Weise gefiltert. Das sogenannte "Schwarzwasser", also
aus der Toilette, wird nach Außen in ein speziell angelegtes Feuchtbeet
geleitet und dort gereinigt.

Irgendwann war mir beim Surfen im Netz sogar mal eine Seite
aufgefallen, auf der jemand (ich glaube ein Deutscher) seine eigene
- und auch behördlich genehmigte! - Mini-Kläranlage im Garten
dokumentiert hatte ... auch mittels eines Feuchbiotops und angeblich
ohne Geruchsbelästigung ... aber die Adresse der Seite weiß ich
leider nicht mehr.


Gruss
Niclas
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« Antworten #14 am: 30. Juli 2008, 08:53:03 »

.

Statt eines Kamins könnte man auch über eine Fußbodenheizung
nach dem Kompost-Prinzip nachdenken, in der Holz(schnitzel)
nicht mittels Feuer in kurzer Zeit bei hohen Temperaturen verbrannt
werden, sondern über wesentlich längere Zeiträume bei niedrigeren
Temperaturen verrotten. Ein Bekannter hat auf diese Weise bspw.
seinen Pool beheizt. Einfach etwa 50-100 Meter Solarschlauch durch
einen normalen Schnellkomposter ziehen und langsam das Wasser
hindurchpumpen. Beim Verrottungsprozess werden zwar nur ca.
70 Grad erreicht, aber selbst moderne Fußbodenheizungen benötigen
nur ca. 20-25 Grad warmes Wasser um einen Raum zu beheizen.


Das interessiert mich sehr, gibts da weiterführende Infos?

Was mich nur wundert, wie 50-100 m Schlauch in einen normalen Komposter passen sollen? *grübel* Mein Komposter hat 350 L Inhalt.... Roll Eyes

Zitat
Wasserbeschaffung ist in unseren Breitengeraden zwar relativ leicht,
aber beim Abwasser wird es schon etwas schwieriger. Trotzdem ist
garnicht so aufwendig, das Brauchwasser selbst wieder aufzubereiten.
Da ist das Konzept der Earthships eigentlich ziemlich genial: Das
sogenannte "Grauwasser", also das weniger verschmutzte Wasser,
wird durch das im Haus befindliche Blumenbeet geleitet und so auf
natürliche Weise gefiltert. Das sogenannte "Schwarzwasser", also
aus der Toilette, wird nach Außen in ein speziell angelegtes Feuchtbeet
geleitet und dort gereinigt.

Zu diesem Thema gibt es etliche Alternativen, die zwar wahrscheinlich eher Tabuthemen sind, aber es gibt bereits relativ geniale Systeme, die aus der Toilette Kompost zaubern:

http://www.berger-biotechnik.de/assets/s2dmain.html?http://www.berger-biotechnik.de/  (Hier auf "Komposttoiletten" klicken bitte)

Relativ genial deshalb, weil diese Erkenntnisse ja eigentlich uralt sind:

http://de.wikipedia.org/wiki/Komposttoilette

Interessant ist im Wiki-Artikel auch der Hinweis, dass es früher den Beruf des "Salpeterers" gegeben hat, der die flüssigen Ausscheidungen weiter vermarkten konnte.

So eine Komposttoilette (es gibt inzwischen total moderne, teils sogar futuristisch designte und auch kostengünstige Modelle, ich muss sie noch suchen, irgendwo hatte ich diese Links aufgehoben, dann stell ich sie noch rein, z.B. eine Toilette, die das Häuschen auch gleichzeit heizt durch einen Tank) spart immerhin etliche Liter Wasser am Tag, meistens Trinkwasser. UND es wird die schönste Gartenerde draus.  yeah1

Hier noch ein Erfahrungsbericht von einem Nutzer:

http://tkross.tk.funpic.de/page7.htm

Was ich auch eine gute Idee finde, wenn man schon nicht ein Trockenklo verwenden möchte, sondern bestehende Bauten umweltfreundlicher gestalten möchte:

Hinter der Waschmaschine (Geschirrspüler kann auch angeschlossen werden) wird ein schmaler Wandtank montiert, der die Lauge auffängt - diese speist wiederum die Toilettenspülung.

Finde ich genial - erstens weniger Wasserverbrauch, zweitens gleich eine Reinigungswirkung....

Und ist auch bei älteren Bauten relativ leicht machbar.

Liebe Grüße
Spirit



« Letzte Änderung: 30. Juli 2008, 08:54:32 von Spirit » Gespeichert

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