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Autor Thema: Intelligenz - Inwieweit bestimmt sie unser Leben?  (Gelesen 892 mal)
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Kelte
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« am: 13. Januar 2008, 20:20:55 »

Hallo,

was haltet ihr von der Aussage im Threadtitel? Welche Rolle spielt sie?

Ich hab euch hier noch eine Grafik einer Studie angehängt, aus der hervorgeht, dass der Zusammenhang ein großer ist.




Kelte

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« Antworten #1 am: 13. Januar 2008, 21:39:02 »

Rein gefühlsmässig vertraue ich dieser Studie nicht so ganz...
Man erlebt ja so einiges, und mir ist der beschriebene Zusammenhang nicht wirklich in dieser Heftigkeit aufgefallen. Vor allem, dass Rechtsanwälte (und die meisten Politiker sind welche) IQ um 130 haben sollen, bezweifle ich dann doch  Lachen
Vielleicht will die Studie ja nur darauf hinaus, dass dieser Faktor "g" eher die Anpassungsfähigkeit an das System meint, die es ermöglicht, aus demselben das Maximum an Ausbeute rauszuholen.
Dies ist für mich allerdings nicht Masstab von Intelligenz an sich sondern von Schläue und wahrscheinlich Opportunismus.

LG Admin
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Spirit
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« Antworten #2 am: 14. Januar 2008, 09:01:02 »

Auch auf die Gefahr hinauf, dass Ihr jetzt über mich schmunzelt:

Tut mir leid, ich kann das nicht übersetzen. Obwohl ich Englisch beruflich brauche - da passe ich jetzt.

Vielleicht kann mir jemand mal unter die Arme greifen:

Ich bin gleich bei der 1.Zeile hängen geblieben:

Uphill Battle? - Keeping Up? - Out Ahead - Yours to Lose?

Was die einzelnen Wörter bedeuten, weiß ich. Aber in dem Zusammenhang?

Und wenn ich eine Statistik nicht völlig übersetzen kann, machts nicht viel Sinn.... Rotwerden

Liebe Grüße
Spirit
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Kelte
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« Antworten #3 am: 14. Januar 2008, 14:44:52 »

Spirit, vergiss doch die erste Zeile! Die habe ich auch nicht verstanden  Cheesy
Wichtig ist vielmehr das, was unter der Normalverteilungskurve des IQ steht:

Zeit der Arbeitslosigkeit, Scheidungsrate, Armutsrate, Schulaustritte und so weiter. Da ist schon eindrucksvoll--- auch in Richtung Admin!

Kelte
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« Antworten #4 am: 14. Januar 2008, 15:01:36 »

Ok, *ächz* *schweißvonderstirnewischt*  Rotwerden dann lass ich die erste Zeile unter den Tisch fallen.... Verrückt

Dann werd ich mich mal an eine deutsche Auswertung machen (korrigiert mich bitte, wenn ich was falsch interpretiere):

Die meisten Menschen haben einen IQ von ca. 100

Bei niedrigem IQ gibts die höchsten Raten von:


Arbeitsausfall mehr als ein Monat pro Jahr (Männer)
Arbeitslosigkeit (Männer),
Anzahl der unehelichen Kinder (Frauen),
Armut,
Gefängnisaufenthalten,
Sozialhilfeempfänger und
Schulrausschmiss.

Damit hat der Spruch: Selig sind die Armen im Geiste wieder mal danebengehauen.

Anders verhält es sich bei den Scheidungen: Hier ist die Zahl beim Durchschnitts-IQ von 100 am höchsten, gefolgt von den IQ-Benachteiligten und die geringste Zahl an Scheidungen gibts dann wieder bei den Intelligenzbestien.

Darüber ließe sich nun vorzüglich philosophieren... Heilig

Und die Moral von der Geschicht?

Verrate Deinen IQ nie nicht.... Verrückt

Lg
Spirit







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« Antworten #5 am: 14. Januar 2008, 15:10:56 »

Ja, jetzt kommen wir der Sache schon näher...  Heilig

Selig sind die Armen im Geiste schon, aber offensichtlich eben noch nicht auf dieser Welt  Roll Eyes

Kelte
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Yda
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« Antworten #6 am: 14. Januar 2008, 15:31:50 »

H e x e r e i!

Eben stand da noch eine Statistik, jetzt eine Studie!
Yda kommt nicht mehr mit.
Ihr IQ versagt grade... und schamhaft teilt sie mit, dass der ansich ja besonders hoch sein muss nach zwei Scheidungen...  doof
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« Antworten #7 am: 14. Januar 2008, 15:33:02 »

Technik...
Nun ist wieder beides da, Statistik und Studie. Sorry für Alarm.

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« Antworten #8 am: 14. Januar 2008, 20:57:28 »

Erinnert mich nun so an eine ganz süße Begebenheit mit meinen Kids:

Wir sitzen zum Abendessen rund um den Tisch, die zwei Jüngeren diskutieren, ein Wort gibt das andere - meine Jüngste (damals noch im zarten Volksschulalter) meinte, schon leicht beleidigt, sie gehe jetzt rauf in ihr Zimmer. Die Mittlere daraufhin sarkastisch: "Na, dann steigt ja der IQ hier in der Runde..."  (Mama guckt entsetzt ob dieser Meldung  Shocked)

Meine Jüngst daraufhin: Ja, ist eh klar, seids ja dann weniger.....*ratter*rechne*logik*  Lachen

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« Antworten #9 am: 16. Januar 2008, 11:59:05 »

Spirit:  Cheesy Cheesy

Die Einschätzung bzw. Messung von Intelligenz spielt da auch eine große Rolle. Es gibt da ja versch. ansätze, wenn man versch. Tests macht kommt man auf versch. Quotienten, manchmal auch auf größere Unterschiede.
Damit muss ich schon Einschränkungen der Objektivität annehmen. Ausserdem ist das gesamte Gebiet ein heikles Thema...

Eine Bestimmung von Intelligenz ist aber auch wertlos, wenn sie nicht durch Anwendung derselben bestimmt wird, sondern durch akademische Tests, die nichts mir der Wirklichkeit zu tun haben.
Die individuellen Fähigkeiten des Menschen sind durch einfache Tests kaum zu erfassen, da es vielfältige Möglichkeiten der Begabung gibt.

Die Tests nehmen ja meist nur mathematische, technische, logische oder gedächtnisleistungen in Augenschein.
Aber kein Test kümmert sich z.B. Kreativität, Verantwortungsbewusstsein, Neugierde und ähnliches... Für mich zählen aber auch diese Fähigkeiten zur "Intelligenz"
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Yda
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« Antworten #10 am: 16. Januar 2008, 12:15:13 »

... Die Tests nehmen ja meist nur mathematische, technische, logische oder gedächtnisleistungen in Augenschein.
Aber kein Test kümmert sich z.B. Kreativität, Verantwortungsbewusstsein, Neugierde und ähnliches... Für mich zählen aber auch diese Fähigkeiten zur "Intelligenz"
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Eben, eben...  Ja

Ich hab da mal einen Fragebogen bei einer Partnersuchbörse ausgefüllt, der den von 11 oben angeführten Kriterien entsprach!
Da waren die kunterbuntesten Fragen..., ich hab nur so gestaunt. Aber die Auswertung hat mich dann überzeugt, weil da genau rauskam, was mich auch aus meiner Sicht ausmacht... witzig und interessant. Die haben nicht direkt nach "Herzenswärme" gefragt, aber der Test hatte das zum Ergebnis!

Neuerdings kümmert sich die Wissenschaft auch um den Ausdruck "emotionale Intelligenz".
Werde nachhermal dazu googlen, hab vergessen, wo ich das mal las.

Grüße, Yda
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« Antworten #11 am: 16. Januar 2008, 12:22:57 »

Wen's interessiert:
http://de.wikipedia.org/wiki/Emotionale_Intelligenz
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« Antworten #12 am: 28. Februar 2008, 15:25:59 »

Hab einen interessanten Artikel bei der Zeit gefunden, ein Interview mit James Flynn wo interessante Aspekte der Intelligenz, ihrer Entwicklung und Bewertung aufgezeigt werden.

Zum Beispiel denkt er, dass es zu einem Niedergang der allg. Intelligenz durch die Reizüberflutung kommen könnte....

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2008/02/Flynn-Interview?page=all

LG Admin
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« Antworten #13 am: 28. Februar 2008, 15:50:33 »

Danke, lieber Ady!
Hochinteressant!!!

Der Herr Flynn unterrichtet Moralphilosophie. Darüber wüsste ich gern mehr!

Ady, dein Gedanke, dass Reizüberflutung die Intelligenz beeinträchtigt bzw. niedergehen lässt, erscheint mir korrekt.
Die Intelligenz an sich wohl nicht, aber deren Entwicklung!

Das hat mit dem Faktor Zeit sicher auch viel zu tun.
Wir sammeln eine Flut von Informationen, die nicht mehr konkret zu Ende gedacht werden, da wir auf Info-Sammel-Jagd sind. Nicht zu Ende gedacht heißt ja auch, dass sich nichts ergibt daraus. Auch, dass sich nichts setzen kann. Es entsteht kein neues umfangreiches Wissen, sondern wir haben sozusagen ein gepflegtes Halbwissen.

Der Interviewte gab dafür das Beispiel Bücherlesen an.
Lesen von Büchern GIBT Zeit. Inhalt wird nicht als Kurzzusammenfassung übertragen sondern an Hand von Beispielen nachfühlbar gestaltet und durch den Zeitfaktor beim Lesen besser abgespeichert.

Ich ertappe mich auch oft dabei, Info-Hopping zu betreiben.
Lese etwas in einem thread, beantworte z. B. mit "hab ich auch was gelesen, irgendwo abgespeichert, sehe ich nachher mal nach...", gehe aber nicht nachsehen, weil schon wieder irgendwo neue Infos "warten", von mir gelesen zu werden. DAS IST DOCH KRANK!!!

Für mich selbst hab ich das schon erkannt, muss aber endlich anfangen, strikt dran zu arbeiten.

Wir müssen uns daran gewöhnen, dass die Welt so detalliert, wie sie nun schon erforscht ist, nicht mehr KOMPLETT für jeden in allen Einzelheiten erkannt, gelernt und gelebt werden kann.
Besser also, jeder sucht sich ein Gebiet heraus, wo er sich sozusagen beheimatet fühlt, und lebt das, aber dann auch gründlich.  Smiley
Mein Wunsch ist es, dass die Schulbildung für unsere Nachkommen besser angepasst wird. Dass alte, immer noch gültige Grundwerte erhalten bleiben, dass kein absoluter Kultur- und Traditionsverfall passiert. Ich wünsche mir z.B., dass auch in 100 Jahren noch gedruckte Bücher gelesen werden. Weil sie einfach bilden. - siehe oben -

Dein Beitrag war sehr wertvoll für mich. DANKE!  claphands

LG, Yda

« Letzte Änderung: 28. Februar 2008, 16:00:11 von Yda » Gespeichert

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« Antworten #14 am: 28. Februar 2008, 15:57:15 »

Danke für den Link!

Ich bin hin und weg - besonders diese Zitate habens mir angetan:

Zitat
ZEIT Wissen: Eine viel zitierte Definition lautet: Intelligenz ist, was IQ-Tests messen.

Flynn: Niemand würde sagen: Hitze ist, was ein Thermometer misst. Wer so redet, wird nie ein besseres Thermometer bauen können.

oder:

Zitat
ZEIT Wissen: Viele Dinge kann man nachschlagen. Es gibt doch Google und Wikipedia.

Flynn: Nachzuschlagen, wie viele Juden im Holocaust ermordet wurden, ist nicht dasselbe, wie das Tagebuch der Anne Frank zu lesen. Die Literatur prägt unser Einfühlungsvermögen wie kein anderes Medium. Das bloße Anhäufen von Fakten aus dem Internet kann da nicht mithalten.

oder letztendlich das:

Zitat
Aber wir sollten uns keine Illusionen machen. IQ-Tests werden uns wenig über die Menschen verraten.

Dieser Herr Flynn ist überhaupt ein recht interessanter Diskussionspartner, denke ich - da kommt viel Herz mit rüber, bei dem Interview. Tut richtig gut.

Liebe Grüße
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