Nun wollte ich eine Diskusion starten:
1.) - verständlich/ einleuchtend?
2.) - Wie seht ihr das, richtig, falsch, oder veränderlich (in Philo umschrieben mit eine These a) verifizieren b) falsifizieren c) modifizieren)
3.) - Was bedeutet Unmündigkeit / Mündigkeit für euch?
4.) - Aufklärung, was haltet ihr von diesem Ausgangspunkt?
5.) - Wie passt die Kirche hier ins Bild?
6.) - Ist die Kirche / der Glaube damit vereinbar?
und alles was euch dazu einfällt
Liebe Yume!
Hätt ich fast was Interessantes übersehen...

1.) Die Kantsche Ausdrucksweise liegt mir nicht besonders, da krieg ich immer einen Knopf im Sprachzentrum, wenn ich ihn lese...
2.) c) modifizieren. Kant spricht von "selbstverschuldeter" Unmündigkeit und ich bezweifle, dass es so etwas überhaupt gibt.
3.) Unündigkeit/Mündigkeit bedeutet für mich, Verantwortung übernehmen zu wollen
4.) Da ist jetzt der Kantsche Knopf, was versteht er darunter GENAU? Kann Aufklärung jemals objektiv sein und nicht manipulierenwollend?
5.) Die Kirche ist ein Machtinstrument, das manipulativ arbeitet, wird also aus der Natur der Sache an Mündigkeit nicht viel Interesse haben.
6.) Dieser Glauben nicht. Ich denke jetzt an die Christen. Denn solange es zu einer Abspaltung kommen muss (durch die Glaubensvorstellungen), d.h. etwas von mir abgespalten werden muss, weil es "schlecht" oder "böse" ist, ist es unmöglich, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.
Die Christen haben das in ihrer Religion verankert, dass es gut und böse gibt UND dieses bewertet wird. Dadurch ergibt sich zwangsläufig beim Gläubigen die Tendenz, eigenes als "gut" zu betrachten, Fremdes jedoch als "schlecht" - die Trennung muss gemacht werden, um den Lohn dafür zu erhalten - den Himmel. Und so ist es gar nicht möglich, sich selbst SO zu sehen, wie man wirklich ist - mit allen Anteilen, die ein Mensch haben kann, egal ob gut oder schlecht. Und jeder Mündigkeit wird somit ein Riegel vorgeschoben.
Liebe Grüße
Spirit