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Autor Thema: Wird der Mensch je Leben schaffen können?  (Gelesen 573 mal)
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« am: 03. Januar 2008, 13:40:40 »

Hallo

Glaubt ihr, dass es uns Menschen je möglich sein wird, aus Grundbaustoffen Leben zu erschaffen? Aus toter Materie (Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Spurenelementen) sozusagen? (Ich meine jetzt nicht Zeugung oder Reanimation oder Clonen, das sind ja alles Zweige, die bereits vorhandenes Leben umsetzen, manipulieren etc.)

Wir haben ja die Baupläne der DNS bereits entziffert, jetzt müsste es doch möglich sein, einzelne DNS aus den Grundstoffen zu formen und dann miteinander zu kombinieren...
Und damit neues Leben schaffen! Ist vielleicht naiv von mir, ich bin kein allzu großes Licht in Biochemie   Grin doof

Zur Ethik: Sollten wir es denn überhaupt versuchen? Hat jede Kreatur, die im Lauf ihrer Entwicklung die Fähigkeit entwickelt, Leben zu schaffen auch das Recht dazu?

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« Antworten #1 am: 05. Januar 2008, 18:49:38 »

Lieber 11!

Ich denke schon. Aber nicht der Mensch erschafft das Leben, sondern das Leben sucht sich lebensfähige Träger fürs Bewusstsein. Sollte der Mensch fähig sein, ein bewegliches Konglomerat von Zellen zusammenzustellen, das von der Chemie her Träger des Lebens sein könnte, so würde das vielleicht gehen.

Aber vorher müsste man bei so einer Diskussion mal die prinzipielle Frage genau abklären, WAS Leben eigentlich ist.

Lebt ein Stein? Ein Atom?

Liebe Grüße
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« Antworten #2 am: 06. Januar 2008, 14:04:19 »

"Leben ist die charakteristische Eigenschaft, die Lebewesen von unbelebter Materie unterscheidet. Wesentliche Merkmale sind Stoff- und Energieaustausch mit der Umwelt sowie Fortpflanzung und Wachstum."

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Leben

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« Antworten #3 am: 06. Januar 2008, 14:05:29 »

Genau. Wiki ist schlau. Eben diese Definition war das Erste, was man uns in Anatomie beibrachte...
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« Antworten #4 am: 06. Januar 2008, 15:21:44 »

"Leben ist die charakteristische Eigenschaft, die Lebewesen von unbelebter Materie unterscheidet. Wesentliche Merkmale sind Stoff- und Energieaustausch mit der Umwelt sowie Fortpflanzung und Wachstum."

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Leben

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Ja, diese Erkärung wurde mir auch so eingetrichtert. Doch diese Beobachtungen sind ja an eine begrenzte Zeit gekoppelt. Und eine willkürliche Definition.

Wir können auf der einen Seite nicht so schnell schauen, dass wir bemerken würden, ob ein Atom sich vermehrt...auf der anderen Seite können wir uns aufgrund unserer kurzen Lebendauer nicht sicher sein, ob nicht Steine sich in ewigen Zeiten verstoffwechseln...bzw. ob nicht ihre Art zu zerfallen auch "Leben" bedeutet...

Wir müssten generell klären, wo Bewusstsein überhaupt drin ist. Ist Bewusstsein in jeder Zelle? In jedem Atom? Dann ist Leben auch überall möglich. Auch im Tisch sozusagen.

Lg
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« Antworten #5 am: 06. Januar 2008, 23:36:07 »

Eine Definition des Begriffs Leben kann ich jetzt hier nicht ad hoc geben, die Definition von Wiki ist aber möglicherweise nicht ausreichend...
Dies könnte übrigens Inhalt eines eigenen Threads sein.

Was ich aber sagen wollte ist, dass ich nicht glaube, dass der Mensch Leben (im beschriebenen Sinn) schaffen kann. Leben ist irgendwie beseelt oder durchgeistigt, der Mensch kann vielleicht Homunkuli schaffen, Zombies, Wesen die keine Seele haben....
Ich glaube, es reicht nicht, alle Bestandteile des "Lebens" zu kennen (wovon wir sicher auch noch weit entfernt sind), zusammenzumischen und -- voila, Leben entsteht. Irgendetwas ist bei der Entstehung von Leben noch zwingend notwendig, der "Funke"... der Geist, und das kriegen wir nicht hin, weil wir nicht soweit sind und vielleicht niemals soweit sein werden.

LG Admin

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« Antworten #6 am: 06. Januar 2008, 23:48:30 »

Ich denke, daß jedes noch so kleine Molekül eine Art Bewußtsein hat. Auch ein Stein, ein Baum, ein Sandkörnchen.
Doch ich denke auch, daß dieser Funke, der LEBEN eben ausmacht, nicht künstlich herzustellen ist.
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« Antworten #7 am: 07. Januar 2008, 10:33:59 »

Steine und Sandkörnchen können wir aber herstellen.... Sind sie also kein Leben (Admins Definition) oder doch?
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« Antworten #8 am: 07. Januar 2008, 11:15:49 »

Ich denke, daß jedes noch so kleine Molekül eine Art Bewußtsein hat. Auch ein Stein, ein Baum, ein Sandkörnchen.

Ich möchte da widersprechen.
Ein Bewusstsein im Stein, Baum oder Sandkörnchen im Sinne von menschlichem Bewusstsein vermag ich so nicht zu sehen.
Es sind aus meiner Sicht eher innewohnende Informationen, die während einer Zeit ihrer Existenz auf sie einwirkten und die u. U. abstrahlen können.

Beim Baum z.B. das, was er mit den Wurzeln an Flüssigkeit aufnahm. Was hatte das Wasser für lösliche Nahrungsbestandteile, die ihm das Wachsen ermöglichten?
Für mich sind Pflanzen auch Lebewesen, da sie das, was die Lebens-Definition aussagt, erfüllen. Sie können sich vermehren! Sie atmen. Sie wachsen.

An ihren Jahresringen ist ablesbar, wie das Wetter war, sogar nachzählbar, WANN das war...
Diese innewohnenden Informationen können energetisch fühlbar sein.
Dabei denke ich jetzt ans Bäumeumarmen oder das Anlehnen zum Auftanken.

Was Steine und Sandkörnchen angeht - was wissen wir über deren Zusammensetzung? Der Geologe viel, der Laie weniger.
Sie atmen nicht.
Wachsen sie? Keine Ahnung.
Ist ein evtl. Wachstum mit Vermehrung gleichzusetzen?
Edelsteine entstehen unter hohen Drücken unterhalb der Erde... ist das Wachstum?
Was Steine abstrahlen - Beispiel Edelsteintherapie - ist, so glaube ich zumindest - abhängig von ihrer chemischen Zusammensetzung, der Art des Gesteins.

Doch ich denke auch, daß dieser Funke, der LEBEN eben ausmacht, nicht künstlich herzustellen ist.
Hier stimme ich mit dir überein.

LG, Yda
« Letzte Änderung: 07. Januar 2008, 11:17:37 von Yda » Gespeichert

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« Antworten #9 am: 07. Januar 2008, 11:21:40 »

Was den Baum betrifft, glaube ich schon, dass er eine Art Bewusstsein hat, natürlich kein menschliches aber ein Baumbewusstsein halt. Es wird sich sehr stark von unserem unterscheiden, von Kommunikation wird da wohl nie die Rede sein.
Von Steinen und Sand nehme ich kein Bewusstsein an... daher können  wir sie auch herstellen. Man kann ja sogar Diamanten und einige andere Edelsteine künstlich herstellen.
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« Antworten #10 am: 07. Januar 2008, 12:02:28 »

Was den Baum betrifft, glaube ich schon, dass er eine Art Bewusstsein hat, natürlich kein menschliches aber ein Baumbewusstsein halt. Es wird sich sehr stark von unserem unterscheiden, von Kommunikation wird da wohl nie die Rede sein.
Von Steinen und Sand nehme ich kein Bewusstsein an... daher können  wir sie auch herstellen. Man kann ja sogar Diamanten und einige andere Edelsteine künstlich herstellen.
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Sind die künstlich hergestellten Steine denn von der chemischen/mineralischen Zusammensetzung denen der Natur gleich? Sind es nicht immer nur Plagiate?
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« Antworten #11 am: 07. Januar 2008, 17:54:31 »

Nicht umsonst verwenden Menschen, die mit Steinen arbeiten, nur wirkliche Steine - keine künstlich hergestellten. Das kann man nicht vergleichen in diesem Sinn. Ich denke, daß wenn etwas dem menschlichen Organismus nicht gleicht, es trotzdem Bewußtsein haben kann, anders halt.

Ich hatte oben geschrieben, daß alles, jedes Molekül, über eine "Art" Bewußtsein verfügt, nicht daß alles sich so bewußt ist (oder auch unbewußt ist), wie der Mensch.
Und doch, Bäume können mit einem reden, durchaus. Wenn man sich auf ihre Art zu sprechen einläßt und sich Zeit nimmt.
« Letzte Änderung: 07. Januar 2008, 18:07:07 von Sturmfarbe » Gespeichert

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« Antworten #12 am: 07. Januar 2008, 18:41:50 »

Hm, es fällt mir schwer, hier zu argumentieren, weil ich in erster Linie auf mein Gefühl höre. Und dieses sagt mir, dass Bewusstsein in jedem Atom enthalten ist - ich kann es nur schwer beweisen  Roll Eyes - genausowenig, wie zu beweisen ist, dass es KEIN Bewusstsein hätte....

Ich stell mal einen Text hier rein, es ist keine perfekte Quelle, die wissenschaftlichen Ursprungs ist, aber es drückt in etwa das aus, was ich sagen möchte (nur ist es besser formuliert, drum hab ichs genommen *grins*):

Zitat
Ein Wasserstoffatom beispielsweise hat das "Bewusstsein" von Wasserstoff, ebenso wie ein Sauerstoffatom das "Bewusstsein" von Sauerstoff besitzt. Wasser hat das "Bewusstsein" von Wasser. Das heisst, in der Ur-Information ist enthalten,
- wie z.B. Protonen, Neuronen und Elektronen angeordnet sind,
- welche Distanz sie zueinander haben,
- welche Schwingungszustände vorherrschen,
- welche elektromagnetischen Anziehungskräfte herrschen,
- wie hoch die einzelnen Masseanteile sind,
damit der Wasserstoffkern alle Funktionen erfüllt, um seiner Berufung als Wasserstoff nachkommen zu können. Dies gilt auch für den Sauerstoff, für Wasser und alle chemischen Elemente und deren Verbindungen. Aus der Ur-Information ergeben sich also sowohl alle herkömmlichen physikalischen Qualitäten wie spezifisches Gewicht, chemisches Verhalten und elektrische Eigenschaften als auch die "esoterischen" Fähigkeiten wie Talente, Neigungen, Individualitäten und Affinitäten der Materie.
Das Bewusstsein bzw. die esoterische Qualität von Wasser, wenn man es mit ein paar Eigenschaftsworten beschreiben will, ist z.B.: fliessend, alles umhüllend, reinigend, klärend, aufnehmend, weich, neutral, erfrischend, belebend usw. Es sind dies die Beschreibungen der so genannten "feinstofflichen" Schwingung von normalem, frischem Wasser.

Unter "Bewusstsein von Materie" verstehen wir hier und im folgenden ganz allgemein:
1. die äussere Qualität (physikalische und chemische Eigenschaften),
2. die esoterische Qualität (innere Eigenschaften).

Damit ergibt sich jedoch gleichzeitig, dass jedes Atom (in diesen Ausführungen sprechen wir der Einfachheit halber vom Atom als kleinster Einheit) neben physikalischen und chemischen Eigenschaften auch die Intelligenz bzw. den Geist besitzt, "Entscheidungen" zu treffen. Es muss jederzeit entscheiden, wie es in seinen verschiedenen "Lebenssituationen" reagieren soll, um "seiner Berufung" am besten nachzukommen, oder - grobstofflich technisch ausgedrückt - wie es seine physikalische und chemische Beschaffenheit in Relation zu seiner Umgebung in einem ausgewogenen Verhältnis hält.
Ausserdem muss es z.B. entscheiden, ob es bei der Begegnung mit anderen Atomen andere Elektronen, Neutronen oder sonstige Teile in seinen Verband hereinlässt oder nicht, denn das hat Veränderungen für seine vorgesehene Berufung oder Aufgabe zur Folge. Es entscheidet, ob und mit welchen anderen Elementen es eine Verbindung eingehen soll und welche. Es kontrolliert laufend, ob seine momentan Struktur oder auch Position innerhalb seines Verbandes noch in Ordnung ist oder ob Korrekturen notwendig sind. Es führt selbständig und eigenverantwortlich auch die notwendigen Korrekturen durch. In dieser Hinsicht unterscheidet es sich nicht von uns Menschen.

Quelle: http://www.estherrosanna.ch/textebewusstsein.htm

Auch erinnere ich mich an die Zeit meiner Ausbildung, als wir die menschliche Zelle durchgemacht hatten. Ein Wunderwerk, ein Kraftwerk, das eigenverantwortlich und doch im "sozialen" Verbund eine kleine Welt in einer Welt darstellt. Eine Zelle, die denkt, die entscheidet, die ihrer Berufung folgt, die gekränkt (=krank) sein kann, die sich erinnern kann, die verzeihen kann. Und doch nur eine Zelle.  Roll Eyes

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