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Yda
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« Antworten #17 am: 14. April 2008, 23:50:44 » |
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Auf mich wirken Kirchen unterschiedlich, je nach Lichteinfall, Ausstattung, Geruch (modrig/sauber?)... Ich war schon in dunklen Kirchen, wo es mich gruselte.
Ich besuchte prunküberladene, katholische Kirchen in Polen, wo mich das viele Gold und die vielen Figuren zu betören drohten. Darin war ein Reichtum, der von außen nicht zu erahnen war und auch im krassen Gegensatz zu den Lebensverhältnissen der Leute stand. (Urlaub 1994) Das alles empfand ich als Überreiz, es machte mich eher unruhig als andächtig.
Dann war ich in der tschechischen Republik in einer orthodoxen Kirche, wo ein Pope anwesend war. Wir zündeten jeder eine Kerze an. Dort auch eine total andere Ausstattung, als man es hier kennt. Das fühlte sich an, als ob ich in einem Märchen gelandet war.
Der Dom zu Speyer hat mich fast umgehauen in seiner beeindruckenden Wirkung auf mich. Riesig. Mächtig. Stumm und doch irgendwie fordernd. Auffordernd? Nach dieser innerlichen Erschütterung stellte sich ein Demutsgefühl ein. Ich kleines Licht. Diese hohen Mauern... Er war aber zu riesig und von Touristen durchwandelt, die wie Ameisen herumwuselten, dass sich mir kein sakrales Gefühl einstellte.
Die Frauenkirche in Dresden steht noch auf meiner inneren Wunschliste der noch zu besuchenden Orte.
Ein richtig gutes Gefühl habe ich in der evangelischen Kirche hier an meinem Ort. Sie ist klein, gepflegt, ist innen weiß gestrichen und mit leuchtendem Himmelblau abgesetzt. Golden ist nur die aufgehende Sonne ganz oben über der Kanzlei, kurz vor der Decke. Wenn ich da hineingehe und mich kurz auf eine Bank setze, wenn niemand da ist, kann ich richtig gut zur Ruhe kommen und Frieden finden. Ein großes Bleiglasfenster mit biblischen Motiven gibt bei Sonnenschein leuchtende Farbe ab. Das gefällt mir, es macht die Einfachheit lebendiger.
Also mein Fazit: Kirche ist nicht gleich Kirche - rein räumlich und gefühlsmäßig betrachtet.
LG, Yda
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