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Autor Thema: Was denkt ihr ueber den Kreationismus?  (Gelesen 2735 mal)
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greenbuddha
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« Antworten #45 am: 09. Juli 2007, 13:32:07 »

... habe gerade mal bei meinem Sohn (15) gecheckt, *alsaufgeschreckteselternteilagier*
was da vermittelt wird: er sagt, es werden beide Strömungen betrachtet, ohne klar zu bewerten, welche denn nun "wahr" sei.

Das empfinde ich als einen vernünftigen Ansatz, denn letztlich sagt mir auch mein Verstand, dass ich Schöpfung erst dann komplett ausschließen kann, wenn ich verstehe, was sich außerhalb unseres Universum befindet Grin
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Esper
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« Antworten #46 am: 09. Juli 2007, 16:53:39 »

... habe gerade mal bei meinem Sohn (15) gecheckt, *alsaufgeschreckteselternteilagier*
was da vermittelt wird: er sagt, es werden beide Strömungen betrachtet, ohne klar zu bewerten, welche denn nun "wahr" sei.

Das empfinde ich als einen vernünftigen Ansatz, denn letztlich sagt mir auch mein Verstand, dass ich Schöpfung erst dann komplett ausschließen kann, wenn ich verstehe, was sich außerhalb unseres Universum befindet Grin

Greenbuddha, beide Ansätze sollten nicht als gleichberechigt nebeneinander stehen bleiben, und den Kindern so vermittelt werden. Das birgt Gefahren, es muss eindeutig klar sein, dass es eine Evolution gibt (WICHTIG: Evolutionslehre muss nicht bedeuten, dass es niemals eine Schöpfung gab!)

Der Kreationismus sagt ungefähr folgendes: Gott erschafft andauernd Leben, wenn nun z.B. die gemeine Feldgrille vor 50 Millionen Jahren zum ersten mal aufgetreten ist, so hat Gott sie eben genau zu diesem Zeitpunkt erschaffen. So auch die Dinosaurier und alles andere Getier und Pflanzen.
Laut Kreationismus gäbe es niemals eine Änderung, keine Wandlung und Anpassung. Wenn irgendwas aussterbe, dann lösche Gott es eben aus. Nichts stirbt aus, weil es sich nicht entsprechend angepasst habe, sondern weil Gott es in seinem unausdenklichen Ratschluss so will.
Und auch wir wären aus dem nichts durch einen Schöpfungsakt Gottes entstanden, und zwar genau im Jahr 1,5 Millionen ante Christum natum.  Evil
Ein Willkürakt sozusagen.
Und wenn er will, dass wir aussterben, klatscht er nur einmal in die Hände, und weg sind wir.

Sowas darf nicht gleichberechtigt neben der Evolutionslehre in den Lehrplänen der Schulen stehen, da sträubt sich alles in mir!

Esper
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greenbuddha
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« Antworten #47 am: 09. Juli 2007, 17:38:24 »

... kommt vielleicht drauf an, ob in Biologie oder in weltanschaulich orientiertem Unterricht.

So ganz grundsätzlich finde ich es schon wünschenswert, dass meine Kinder auch zu wissenschaftlichen Ansätzen kritische Distanz bewahren, denn wissenschaftliche Erkenntnisse folgen ja bei der Erlangung von "bewiesenen Tatsachen" auch immer nur ihrem eigenen System. Auch wenn ich das persönlich für die in den meisten Fällen sinnvollste Art halte, sich der "Wahrheit" zu nähern, es ist eben nur eine Möglichkeit, zudem eine recht neue, menschheitsgeschichtlich gesehen.

Bei der Beschäftigung mit einem weltanschaulichen Ansatz fest zu stellen, dass er Fehler aufweist, halte ich alle mal für die bessere Methode, als bestimmte Modelle von vorne herein zu tabuisieren.
Gute Schule lehrt ja keine Wahrheiten, sondern Methoden, sich der Wahrheit zu nähern und ein persönliches Bild von Plausibilität zu erlangen.

Ich möchte nicht, dass meine Kinder eine bestimmte Anschauung pauschal als absurd abtun.
Ich selbst gehe davon aus, dass ALLE menschlichen Erklärungen nur auf Grund von Modellen stattfinden, nicht auf der Basis einer wie auch immer gearteten Objektivität.
« Letzte Änderung: 09. Juli 2007, 17:43:23 von greenbuddha » Gespeichert


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« Antworten #48 am: 09. Juli 2007, 22:12:01 »

Ich fürchte, da stosse ich an meine Grenzen, dich zu verstehen.
Gedankengebilde die wohl kaum an Absurdität zu überbieten sind, als konkurrenzfähige Denkmodelle zu behandeln, da kann ich nicht mit.
Recht hast du damit, das wissenschaftliche Denkmodell kritisch im Auge zu behalten und auch nicht alles unbesehen zu glauben, was von dieser Ecke kommt.
Aber es gibt keine Beliebigkeit der Richtung, sich an "Wahrheiten" anzunähern, es gibt auch ganz einfach falsche Wege...
Esper
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greenbuddha
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« Antworten #49 am: 09. Juli 2007, 22:36:46 »

es gibt auch ganz einfach falsche Wege...
... jeder verbreitete Weg ist aber auch überprüfbar.
Und am besten lernt man ein Denksystem zu entlarven, wenn man es anwendet Grin
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forumstroll
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« Antworten #50 am: 12. Juli 2007, 22:08:29 »

Bedenkliche Entwicklungen gibts hier schon, zurück ins Mittelalter und weg mit Liberalismus....

http://de.tv.yahoo.com/03072007/20/hardliner-herrn-fundamentalistische-froemmigkeit.html

Da kann man sich ja nur am Kopf kratzen.

LG Troll  Afro
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« Antworten #51 am: 12. Juli 2007, 22:14:09 »

Es ist schon interessant - auf der einen Seite treten immer mehr Menschen aus der Kirche aus (ist jetzt subjektiv, betrifft meinen Bekanntenkreis), auf der anderen Seite werden immer mehr Gläubige "radikaler" - einiges geht da in Richtung Polarisierung.

Nachdenkliche Grüße
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Inti
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« Antworten #52 am: 13. Juli 2007, 08:41:31 »

Spirit
Zitat
Es ist schon interessant - auf der einen Seite treten immer mehr Menschen aus der Kirche aus (ist jetzt subjektiv, betrifft meinen Bekanntenkreis), auf der anderen Seite werden immer mehr Gläubige "radikaler" - einiges geht da in Richtung Polarisierung.
genau - es geht nicht um spirituelle Inhalte, die einen sehen diese nicht und treten aus und die anderen sehen sie nicht und geben sich eine andere Struktur. Auch der Papst mit seinen neuesten Erlassen zeigt in die Richtung "Schärfung des eigenen Profils" - da kein inneres Leben mehr da ist wird im Außen an der Darstellung der Hülle gearbeitet. Es ist die Angst vor Aufweichung von Prinzipien. Wer Gott IN sich gefunden hat, für den ist es egal welcher Religion er angehört, sie ist nur noch Platform seiner Darstellung.

LGInti
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« Antworten #53 am: 21. Juli 2007, 18:15:31 »

Hi, jetzt scheints ernst zu werden mit dem kirchlichen Wunsch nach kreationistischem Unterricht in deutschen Schulen:

Zitat
Deutscher Bischof für Schöpfungslehre im Unterricht    
Der katholische Bischof von Augsburg in Bayern, Walter Mixa, unterstützt den Plan der hessischen Kultusministerin Karin Wolff zur Aufnahme der christlichen Schöpfungslehre in den Biologieunterricht.

und

Zitat
Nach Ansicht des katholischen Geistlichen gibt es keinen philosophischen Absolutheitsanspruch der Evolutionstheorie.

Hier: http://science.orf.at/science/news/148680

Ich hoffe, dass diese absurden Ideen unberücksichtigt bleiben, sonst kommt das finstere Mittelalter wieder über uns... Sad

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greenbuddha
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« Antworten #54 am: 21. Juli 2007, 19:52:09 »

Ich hoffe, dass diese absurden Ideen unberücksichtigt bleiben, sonst kommt das finstere Mittelalter wieder über uns... Sad

... nein. es ist eher ein Zeichen für eine untergehende Denkrichtung, so wie eine kranke Tanne noch mal extrem viele Zapfen verzapft Grin
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Kelte
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« Antworten #55 am: 22. Juli 2007, 01:11:27 »

Yop, aber trotzdem können diese Zapfen ganz schon weh tun, wenn sie einem auf den Kopf prasseln... sinnloserweise....  Huh?
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« Antworten #56 am: 05. September 2007, 15:36:40 »

Wieder ein kreationistischer Hit aus Absurdistan, diesmal mit Namen Schweiz:

http://www.skepticker.org/2007/09/04/schoepfungslehre-bald-an-schweizer-schulen/

Auszug:
Zwischen dem 9. und 12. Juli 2007 wurde an 1100 Schweizerinnen und Schweizer im Alter von 15 bis 74 Jahren folgende Frage gestellt: Was soll Ihrer Meinung nach im Biologie-Unterricht betreffend Herkunft des Lebens in den Schulen gelehrt werden?
Das Ergebnis:
a) Nur Evolution 215 (19,6%)
b) Nur Schöpfung 53 (4,8%)
c) Beides gleichberechtigt 831 (75,6%)


Schon die Fragestellung scheint mir völlig sinnfrei zu sein, wie kann man denn gleichberechtigt Dinge lehren wollen, die sich unbedingt ausschließen?  Huh? Sowohl der Fragesteller als auch die "representativen" Schweizer müssen sich hier schon ein Espersches Lächeln gefallen lassen  Wink

Esper
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« Antworten #57 am: 06. September 2007, 19:04:38 »

Wieder ein Steinchen im Mosaik des Rückschritts  Sad (wenns keine Ente ist, was auch möglich scheint)

LG A.
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« Antworten #58 am: 07. September 2007, 10:23:43 »

das hätte ich jetzt aber nicht von den Schweizern gedacht - wobei ich schon nicht nur die physische Evolution als Thema wichtig fände auch die Evolution der Seele und des Geistes halte ich für enorm wichtig
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« Antworten #59 am: 09. September 2007, 12:34:23 »

das hätte ich jetzt aber nicht von den Schweizern gedacht - wobei ich schon nicht nur die physische Evolution als Thema wichtig fände auch die Evolution der Seele und des Geistes halte ich für enorm wichtig
LGInti

Was verstehst du denn unter der Evolution des Geistes und der Seele? Entwicklung im herkömmlichen Sinn?
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