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Autor Thema: Kaufsucht?  (Gelesen 2255 mal)
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Sturmfarbe
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« Antworten #15 am: 27. Februar 2008, 19:46:55 »

Also ich mag das Einkaufen auch nicht besonders, aber manchmal überkommt es mich! Aber dann geh ich in den Blumenladen und kauf mir Blumen oder eine Pflanze, und eine schöne Kerze dazu.
Einen Kaufrausch könnt ich allerdings bei Büchern bekommen, oder bei Farben, Papier, Pinseln usw. - doch zu meinem Glück gibts hier kein gutes Fachgeschäft und online kommt es nicht zu einem Rausch! Auch wieder ein Glück!

Liebe Grüsse, Sturmfarbe
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ich bin das Lächeln, der Zorn und die Schmerzen
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Yda
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« Antworten #16 am: 27. Februar 2008, 20:03:19 »

Hallo, ihr lieben Gerne-Einkäufer und Nichteinkäufer!

Die Duschbadmacke... lach... YC, das kann ich dir eigentlich sogar genau erklären.
Dein Onkel hat jahrelang sein Haupthaar mit Geschirrspülmittel gewaschen!!!
Ich hatte immer Angst, dass ihm davon die Haare ausfallen - aber was Wunder - er hat sie noch!
Trotzdem roch es weniger appetitlich als die Spülisorten heute.

Wahrscheinlich aus diesem Gefühl heraus hab ich mir erlaubt, mich seit frühster Jugend nach schönen Waschdüften umzusehen.
Es gab da mal so ein lila Shampoo aus dem Exquisit-Geschäft..., kannst du dich daran noch erinnern, wie das hieß? DAS WAR EIN DUFT!!!

Derzeit lebe ich mein Kaufbedürfnis damit aus, dass es günstig Osterglocken und Narzissen gibt, und da ich Urlaub habe, gönne ich mir fortlaufend frische Sträuße, die mittlerweile von 99 Cent auf 59 gefallen sind und doch genauso schön blühen.  Blumen
Wobei die doch ein bissi stinken, wenn sie voll auf sind, die Blüten... *lach*

Yda
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Spirit
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« Antworten #17 am: 27. Februar 2008, 21:59:29 »

Ist schon interessant, dass eigentlich jeder seine "Schwachstelle" hat, wo er nicht nein sagen kann.... Umarmung1

Bücher waren bei mir auch immer hoch im Kurs, wir haben ein Buchgeschäft um die Ecke, das jedes Buch um 2,10 Euro anbietet. Mängelexemplare, die keine sind. Und da schau ich auch gerne hin und deck mich ein mit Lesestoff. Allerdings sind das halt jedesmal andere Bücher, die sie verbilligt anbieten, da muss man halt stöbern.

Beim Duschbad schlägt bei mir der Geiz zu - da nehm ich das billigste, das ich finden kann. Gute Duschbäder sind nämlich ein beliebtes Geschenk bei meinen Kindern, das krieg ich dann immer zum Geburtstag, Muttertag und Weihnachten geschenkt. Ich liebe da Rosenduft z.B. *schwelg*

Gut, man muss auch berücksichtigen, dass wir ja ziemlich viele Personen im Haushalt sind, wenn ich da mit Markenware bei Duschbad und Shampoo beginne, bleibt nix mehr übrig fürs Essen...*grins*

Ich vergleiche auch sehr die Preise - ich weiß die meisten inzwischen auswendig und geh öfters zu zwei oder drei Läden, um günstiger einzukaufen. Ich seh nicht ein, dass ich wo 1,29 Euro für die Kartoffeln bezahlen soll, wenn zweihundert Meter weiter ein Laden genau die gleichen um 0,79 Euro anbietet.

Ich wundere mich auch oft über die Leute an der Kassa. Da werden Markenware und teure Produkte aufs Band gelegt, dass es nur so kracht - und wir sind hier ein Ort, wo man sich meistens kennt. Grade die Leute, die es nicht grade dick haben, laden da vom Markenwaschpulver bis zu Markenwindeln alles aufs Band....ich frag mich oft, wie die das machen.  Roll Eyes

Bei uns im Ort gibts z.B. zwei Geschäfte, da kriegst Du beim ersten dieselben Sachen um sicher 1/3 billiger als beim zweiten. Und trotzdem ist der Parkplatz beim Billigladen immer leer und beim teuren immer voll. Ist auch was, was ich nicht verstehe - obwohl ich es genieße, denn da gibts dann beim Billigladen, wo ich einkaufe, keine Drängelei. Heilig

Liebe Grüße
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« Antworten #18 am: 27. Februar 2008, 22:10:30 »

Zitat
Ist schon interessant, dass eigentlich jeder seine "Schwachstelle" hat, wo er nicht nein sagen kann.... Umarmung1

 Geht mir  so bei Büchern  aber wie Spirit schon schreibt es gibt ja Mängelexemplare die keine sind.

Mir ist aufgefallen dass die Leute häufig schräg gucken wenn man reduzierte Ware auf dem Band liegen hat

beim Herrn Lidl gibts ja recht oft  Lebensmittel um 30 % reduziert und dass
vor !!! ablauf des Haltbarkeitsdatums

und bei 4 Erwachsenen kann man dann doch einiges einsparen wenn man solche reduzierten Waren auch kauft

liebe grüße
Eidechse
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Die Zeit heilt nicht alle Wunden aber sie lehrt uns mit dem Schmerz umzugehen
Spirit
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« Antworten #19 am: 28. Februar 2008, 07:57:05 »

Ich kann mich an eine TV-Diskussion erinnern, die wirklich bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hatte, war vor etlichen Jahren, dabei waren Politiker aus allen Lagern und der damalige Präsident der Caritas.

Von den Politikern, die meinten, das Volk sei ein Sozialschmarotzer und die Armen seien gar nicht arm, weil sie alle eine Sat-Antenne auf den Dächern hätten, aber Sozialhilfe kassierten, war ich ziemlich schockiert. Aber das ist ja die gängige Meinung...

Dann erklärte der Caritas-Sprecher dieses Phänomen so toll, dass ich sprachlos war:

Die neue Armut hieß der Titel der Diskussion. Früher gabs so einen Spruch "Armut is koa Schand´.." - heute ist es genau umgekehrt. Wer arm ist, wird geächtet, findet u.U. keinen Job mehr, verliert jeden Halt in der Gesellschaft. Die Spirale dreht sich unaufhaltsam weiter.

Das ist der Grund, warum Armut vertuscht wird, mit allen Mitteln. In der Schule dürfen die Mitschüler ja nicht merken, dass einer arm ist, weil sonst hätte dieser Schüler keine Chance mehr. So wird versucht, mit allen möglichen Mitteln das Bild des Wohlstandes aufrecht zu erhalten. Mit Handy, mit Technik, mit allem, was andere auch haben. Nur zu essen gibt es dann zuhause nichts...und die Schulden werden immer größer, weil man sich in der heutigen Zeit "nicht leisten kann" arm zu sein.

Lieber Schulden machen als als arm angesehen zu werden, weil das wäre das Aus....

Nachdenkliche Grüße
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« Antworten #20 am: 28. Februar 2008, 13:13:36 »

Das ist der Grund, warum Armut vertuscht wird, mit allen Mitteln. In der Schule dürfen die Mitschüler ja nicht merken, dass einer arm ist, weil sonst hätte dieser Schüler keine Chance mehr. So wird versucht, mit allen möglichen Mitteln das Bild des Wohlstandes aufrecht zu erhalten. Mit Handy, mit Technik, mit allem, was andere auch haben. Nur zu essen gibt es dann zuhause nichts...und die Schulden werden immer größer, weil man sich in der heutigen Zeit "nicht leisten kann" arm zu sein.


... ist ´ne gute Überlegung, Spirit! Hatte mich dasselbe auch schon mal gefragt, aber keine Erklärung dafür gefunden ...


LG,
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« Antworten #21 am: 28. Februar 2008, 15:23:31 »

@ eidechse: hier in deutschland ist es so, dass neue bücher der buchpreisbindung unterliegen, d.h. der händler kann seine preise nicht selbst festlegen wie er will. so ist es oft sitte, einfach einen entsprechenden stempel draufzudrücken und schon kann das buch billiger angeboten werden.
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« Antworten #22 am: 04. Januar 2009, 10:16:19 »

Schönen guten Morgen!

Durch Eidechse bzw. Meylyn kam ich wieder auf diesen Thread...und hab ihn mir nochmals durchgelesen, ist jetzt fast ein Jahr her, dass er eröffnet wurde.

Und beim Lesen fiel mir ein Link ein, den jemand mal gesetzt hatte hier im Forum, da gings darum, dass Lehrer die Schüler mit reichen Eltern besser benoten würden als Schüler aus armen Verhältnissen.

Dazu passt dann, finde ich sehr gut die Erklärung des ehemaligen Caritas-Leiters:

Ich kann mich an eine TV-Diskussion erinnern, die wirklich bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hatte, war vor etlichen Jahren, dabei waren Politiker aus allen Lagern und der damalige Präsident der Caritas.

Von den Politikern, die meinten, das Volk sei ein Sozialschmarotzer und die Armen seien gar nicht arm, weil sie alle eine Sat-Antenne auf den Dächern hätten, aber Sozialhilfe kassierten, war ich ziemlich schockiert. Aber das ist ja die gängige Meinung...

Dann erklärte der Caritas-Sprecher dieses Phänomen so toll, dass ich sprachlos war:

Die neue Armut hieß der Titel der Diskussion. Früher gabs so einen Spruch "Armut is koa Schand´.." - heute ist es genau umgekehrt. Wer arm ist, wird geächtet, findet u.U. keinen Job mehr, verliert jeden Halt in der Gesellschaft. Die Spirale dreht sich unaufhaltsam weiter.

Das ist der Grund, warum Armut vertuscht wird, mit allen Mitteln. In der Schule dürfen die Mitschüler ja nicht merken, dass einer arm ist, weil sonst hätte dieser Schüler keine Chance mehr. So wird versucht, mit allen möglichen Mitteln das Bild des Wohlstandes aufrecht zu erhalten. Mit Handy, mit Technik, mit allem, was andere auch haben. Nur zu essen gibt es dann zuhause nichts...und die Schulden werden immer größer, weil man sich in der heutigen Zeit "nicht leisten kann" arm zu sein.

Lieber Schulden machen als als arm angesehen zu werden, weil das wäre das Aus....


Es ist schon interessant, wie Armut bzw. Reichtum in einer Gesellschaft, in der eigentlich Chancengleichheit gegeben sein sollte, über das zukünftige Schicksal eines Kindes entscheidet. Wenn durchsickert, dass ein Kind "arm" ist - dann reagieren sämtliche Stellen (Lehrer z.B.) so, dass sich dieser Zustand möglichst nicht ändern kann. Und die Eltern "spüren" das und versuchen, mit Schuldenmachen und Vertuschen gegenzusteuern.

War jetzt ein wenig offtopic...

Liebe Grüße
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