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Autor Thema: 1.Traum in der neuen Wohnung  (Gelesen 540 mal)
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Gondwana
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« am: 12. November 2007, 11:07:34 »

... sagt man ja so ... der erste Traum in einer neuen Wohnung oder in der ersten Nacht, die man woanders schläft, geht in Erfüllung. Daran denke ich immer, wenn es mal soweit kommt und fand ich schon merkwürdig, bisher hier noch gar nichts geträumt zu haben.

War wie ein Stein (wie Einstein *ggg*) ins Bett gefallen und dann wie ein Bär geschlafen.

Gestern in den frühen Morgenstunden hatte ich dann aber doch einen ziemlich intensiven Traum:

Mein Freund und ich wollten über eine Grenze. Dort mußten wir unsere Pässe abgeben und jeder von uns wurde in eine andere Richtung geführt. Ich hatte angenommen, es sei die Grenze nach Kanada, zumindest im nördl. Amerika, aber dann stellte sich heraus, daß die Zollbeamten russischer Herkunft waren und mir wurde klar, daß wir nun Gefangene waren.
Ich wurde durch eine Stadt geführt, die völlig "normal" anmutete, "nur" daß dort alle und alles überwacht wurde. Die Bewohner der Stadt wurden kontrolliert von anderen, die mächtiger waren. Es herrschte eine angstvolle, düstere Stimmung, als sei die Utopie des Romans 1984 wahr geworden ...
Mein Aufpasser und ich kamen an einer Kirche vorbei. Da führten 3 Stufen aus Stein zum Portal. Wir gingen hinein und ich mußte beten, merkte, es ist besser, nicht zu sagen, daß ich nicht konform gehe mit der Religion. Aber ich wußte, sollte ich mich weigern zu beten, hätte meine letzte Stunde geschlagen ...
Danach wurde ich in ein Haus gebracht, in dem ich von nun an leben sollte. Ich wartete auf meinen Freund und hoffte, daß er sich ebenso angepasst hatte wie ich und sich nicht in Gefahr gebracht hatte. Kurze Zeit später wurde er auch in das Haus gebracht.
Wir beschlossen, so zu tun, als würden wir das Verhalten der Mächtigen gutheißen, um bald selbst dazugehören zu können und dadurch Fluchtmöglichkeiten zu haben.

Tja, so war das ... ich hätte lieber was schöneres geträumt.
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« Antworten #1 am: 12. November 2007, 11:26:27 »

Tja, eine düstere Geschichte.... 
Aber es gibt ja auch einen positiven Grundtenor, der Aspekt der (Wieder)Zusammenführung mit dem Partner. Die Umwelt mochte zwar feindlich und diktatorisch  sein, aber euch vermochte nichts zu trennen.
Und: So unrealistisch war dein Traum ja nicht, denn: Der Überwachungsstaat ist eigentlich schon Realität, nur halt mit feineren Umgangsformen und unauffälliger ...

LG Admin
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Yda
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WeinClown




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« Antworten #2 am: 12. November 2007, 11:28:41 »

Liebe Gondwana,
ja, klingt anstrengend, dein Traum. Beinhaltet aber sichtbar die neue Lebenssituation, denke ich.

"Über die Grenze gehen" ist ja auch ein Umzug.
Man weiß vorher nicht, wie das neue Umfeld auf unser Leben wirken wird.
Von notwendiger Anpassung ist die Rede.
Sonnenklar, oder? Genau das findet ja jetzt statt nach dem Wohnungswechsel.
Und du hoffst, dein Freund schafft das genauso gut, wie du.  Smiley

Was ich noch interessant finde, wie selbst im Traum die uns anerzogenen Feindbilder wirken...
Da kommt sie durch, unsere Sozialisation.
In der DDR aufgewachsen mit dem russischen "großen Bruder" im Bündnis, fällt es mir schwer,
Russland als nur rein das zu sehen, was es jetzt politisch ist, und noch immer ist da kein wirkliches
Gefühl von "Feind" in mir.

Was genau könnte es sein, was in deiner neuen Umgebung dieses negative Gefühl beim Religionsausüben vom Traum bewirkt haben könnte? Du musst etwas mitmachen, was du eigentlich nicht willst?
Du wolltest lieber nach Kanada als nach Russland? *lächel*
Ist das neue Heim nicht genau das, welches du gewünscht hast?

Danke für das Traumteilen.
Ich hoffe, ich habe nicht zuviel hineininterpretiert, was für dich völlig anders ist.

LG, und alles Gute für das Einrichten im neuen Leben!
Ida

« Letzte Änderung: 12. November 2007, 11:32:11 von Ida » Gespeichert

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Gondwana
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« Antworten #3 am: 12. November 2007, 11:35:47 »

Aber es gibt ja auch einen positiven Grundtenor, der Aspekt der (Wieder)Zusammenführung mit dem Partner. Die Umwelt mochte zwar feindlich und diktatorisch  sein, aber euch vermochte nichts zu trennen.

Wow, das ist ja ein völlig neuer Aspekt für eine andere Perspektive! Mit meinem Freund war ich vor 13 Jahren schon mal zusammen, dann haben wir uns getrennt und seit letztem Jahr sind wir wieder ein Paar. Wir hatten immer Kontakt - als beste Kumpel, aber daß wir eines Tages zusammenziehen ---> da wären wir beide niemals drauf gekommen ... so wie ich nun nicht darauf gekommen wäre, den Traum in dieser Richtung zu deuten ...


Zitat
Und: So unrealistisch war dein Traum ja nicht, denn: Der Überwachungsstaat ist eigentlich schon Realität, nur halt mit feineren Umgangsformen und unauffälliger ...


Stimmt. Nur ist es mehr so wie in Huxleys "Schöne neue Welt", daß die Menschen sich sogar "freiwillig" überwachen lassen, bzw. gar nichts bemerken ...

Danke für Deine Interpretation :-)
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Gondwana
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« Antworten #4 am: 12. November 2007, 11:47:51 »

Hallo Ida,

jetzt wo Du und der Admin diese Verbindung von Traum auf neue Lebenssituation hergestellt haben, weiß ich gar nicht mehr, warum ich da selbst nicht drauf gekommen bin ... Sowas! Ein Blindfleck sozusagen!, über die anerzogenen Feindbilder dachte ich auch nach - dabei ist mir nun im "Erwachsenenalter" Amerika nicht mehr sympathisch, - im Traum war das wohl etwas sehr unterbewußtes - denn eine Bedrohung in Richtung Überwachungsstaat geht für mich mehr vom Westen aus - spätestens nachdem Terroranschläge dafür ausgenutzt werden, die Überwachung des Volkes zu rechtfertigen ...

Btw: die Umzugsleute, die uns hier ziemlich viel zerdeppert habe, waren ... ... ... 3 Russen  Grin

Und: mein Freund ist eher ein Einzelgänger, da ist schon viel dran, an dem, was Du geschrieben hast ...


nachdenkliche Grüße,
Gondwana
(die mittlerweile das Netzgerät vom Laptop gefunden hat ;-))
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Yda
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« Antworten #5 am: 12. November 2007, 12:32:24 »

ha ha ha, liebe Gondwana,
ich vergaß, dass es ja zerdepperte Möbel gab.
Und nun, wo du die Verursacher als Russen angibst, ist ja alles nur zu deutlich.  Grin

Der Schlusssatz aus deinem Traum lässt Hoffnung Raum.
Du hast es geschafft, dir Fluchtmöglichkeiten zu schaffen!
D.h. das unterschwellig Böse vom Traum (UB => Verarbeitung real life) konnte gewandelt werden in
Handlungsenergie! Klasse! Dein UB sagt dir, dass du Probleme meisterst!

LG, Ida
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Spirit
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« Antworten #6 am: 12. November 2007, 12:57:21 »

Liebe Gondwana!

Ganz spontan beim Lesen kam mir der Gedanke, dass die Geschichte mit dem Verklagen-Müssen der Möbelfirma zu tun haben könnte.

Jetzt mal als Gleichnis gesehen:

Habt Ihr zwei, also Dein Freund und Du, Skrupel, die Firma zu verklagen - geht Ihr da über eine persönliche (vielleicht ethische) Grenze?

Habt Ihr das Gefühl, Ihr müsstet Euch lieber "schön brav und angepasst" verhalten, um "sozial" (Sozialismus) nicht aufzufallen? Es geht ja dabei auch um das Thema Geld (anderes Reiseziel als Russland - in Richtung Kapitalismus *grins*).

War nur so eine flüchtige Idee, habe nun die Interpretationen der anderen gelesen - super Gedanken dazu....

Liebe Grüße
Spirit

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Gondwana
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« Antworten #7 am: 12. November 2007, 13:59:32 »

Der Schlusssatz aus deinem Traum lässt Hoffnung Raum.
Du hast es geschafft, dir Fluchtmöglichkeiten zu schaffen!
D.h. das unterschwellig Böse vom Traum (UB => Verarbeitung real life) konnte gewandelt werden in
Handlungsenergie! Klasse! Dein UB sagt dir, dass du Probleme meisterst!


1.000 Dank! Hatte ich nun gedacht, das wäre ein negativer Traum gewesen und schon ist alles anders  Cheesy
Danke für´s Brett vorm Kopf wegnehmen  Cool
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Gondwana
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« Antworten #8 am: 12. November 2007, 14:10:04 »

Ganz spontan beim Lesen kam mir der Gedanke, dass die Geschichte mit dem Verklagen-Müssen der Möbelfirma zu tun haben könnte.

Jetzt mal als Gleichnis gesehen:

Habt Ihr zwei, also Dein Freund und Du, Skrupel, die Firma zu verklagen - geht Ihr da über eine persönliche (vielleicht ethische) Grenze?

Habt Ihr das Gefühl, Ihr müsstet Euch lieber "schön brav und angepasst" verhalten, um "sozial" (Sozialismus) nicht aufzufallen? Es geht ja dabei auch um das Thema Geld (anderes Reiseziel als Russland - in Richtung Kapitalismus *grins*).


Liebe Spirit :-),

*ggg* - eine Reise in Richtung Kapitalismus - das sind ja echt geniale Gedanken!!!
Bin auch erstaunt, was sofort gesehen wurde in meinem Traum.

Und dabei geht es sicherlich auch um das Verklagen der Umzugsfirma. Das ist eine sehr unangenehme Sache, da wir beide ÜBERHAUPT nicht die Typen sind, die zum Anwalt rennen, um genüßlich ihr Recht einzufordern. Lieber wäre uns gewesen, wir hätten die komplette Rechnung gezahlt (zum Glück haben wir bisher nur eine Anzahlung über die Hälfte davon gemacht) und alles wäre in Ordnung gewesen.


Es ist so - lästig.
Ich weiß nicht, --- allein hätte ich da wohl nichts in der Richtung unternommen - sonst nehme ich solche Dinge auch eher hin ...
Danke Dir AUCH für Deine Interpretation!


Lieben Gruß,
Gondwana
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