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Autor Thema: Weltenwanderung ;-)  (Gelesen 748 mal)
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Gondwana
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« am: 29. April 2008, 11:08:49 »

Heute Nacht hatte ich einen merkwürdigen Traum, der mir noch ziemlich nah ist jetzt und deswegen schreibe ich ihn auf. Ich ritt in Gesellschaft einer kleinen Menschengruppe durch eine Wüste. Alle hatten schwarze Sachen an und waren dick vermummt wie Beduinen, weil ein starker Wind den Sand aufwirbelte. Aber das waren keine hügeligen Sanddünen, sondern harter, grauer Boden.

Da näherte sich eine riesige schwarze Wolke und wir wußten, sie war giftig. Wer hineingeriet verschwand von dieser Welt, aber zum Glück wurde mir dann von einem sehr alten Mann, der keinerlei Angst zeigte, erklärt; er wüßte, daß er nicht sterben würde, nur wäre alles anders; wenn er aus der Wolke wieder auftauchen würde.

Und dann war die Wolke schon da. Warum alle anderen dachten, nur der alte Mann würde von ihr erfasst, weiß ich nicht. Jedenfalls erwischte sie mich auch. Ich sah nur noch seinen Kopf wieder auftauchen, doch dann war ich allein.

Das Pferd war nun zu einem Fahrrad geworden und ich befand mich rein gefühlsmäßig irgendwo in Afrika, aber in einer fruchtbareren Gegend, alles war grün und frisch. Ich fuhr über eine schmale geteerte Brücke, die über einen reißenden, gelben Fluß führte. Die Brücke war dermaßen marode und löchrig, daß ich sehr große Schwierigkeiten hatte, nicht hindurchzufallen und ich erinnere mich noch, wie ich ärgerlich dache: sowas hätte es in meiner alten Welt nicht gegeben!

Kurz danach kam ich in ein Dorf. Dort wurde anscheinend etwas gefeiert. Es gab offene Festzelte und Leute saßen an Tischen, aßen und tranken, erzählten, ganz "normal" alles. Ich versuchte in den Gesichtern Veränderungen zu erkennen, es waren alles hellhäutige Menschen, so wie ich. Sie waren gar nicht anders und ich war fast enttäuscht darüber; denn ich war darauf vorbereitet gewesen, Lebewesen, die sich ganz anders als wir entwickelt hatten, anzutreffen ...

Die ganze Zeit über war mir bewußt: dies ist eine Nebenwelt, ein "Strang", wie die Welt AUCH sein könnte, - es MUSSTE doch irgendeine klitzekleine Abweichung geben in der Entwicklung. Ich sprach mit den Menschen, sie erschienen mir sogar überaus aufgeschlossen und in sich ruhend.

Die Strassen waren nur einfache Feldwege und es fuhren keine Autos, direkt in der Stadt gab es Grünflächen wie hier nur in sehr ländlichen Gegenden. Ich schlenderte an einer großen Wiese vorbei, auf der Tiere grasten, die ich nicht eindeutig zuordnen konnte und fragte jemanden, der neben mir ging, ob das Rinder seien. "Das sind Urmuten" war die Antwort und mir fiel eine Ähnlichkeit zu Auerochsen (Ure) auf, die doch schon längst ausgestorben sind. Vielleicht gibt es ja auch Mammute, - wollte ich gerade anfangen darüber nachzudenken, als auf der Wiese direkt vor mir ein Tier, daß aussah wie eine riesige Heuschrecke, landete. Es war so groß wie ein Schaf und hatte auf dem Rücken so dicke Wülste aus aneinandergereihten Kugelpanzern. Sah nicht sehr ansprechend aus, aber keiner der Leute schenkte dem Tier Aufmerksamkeit ...

Als ich dann meinen Blick wieder nach oben richtete, sah ich am Horizont tatsächlich eine Herde Mammute ziehen und dann flog auch noch soetwas wie ein Sägefisch durch die Luft ...

Mehr weiß ich nicht mehr. Wie es weiterging  - - - keine Ahnung.
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Yda
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« Antworten #1 am: 29. April 2008, 12:40:20 »

Liebe Gondwana,
ganz spontan aus den ersten Gedanken heraus möchte ich dir schreiben,
was ich rauslesen kann aus deinem Traum.

Du wagst es, in die - deine - Zukunft zu sehen.
Es könnte alles ganz anders werden, als jetzt, aber so vollkommen anders nun auch wieder nicht.
Menschen, Tiere und Natur wird es immer noch geben. Das ist doch beruhigend, oder?
Der Weg dahin führt über eine schmale, geteerte (klebrige?), löchrige Brücke.
D.h., du fühlst dich noch nicht sicher, diesen Weg zu gehen,
aber du bist mutig, trotz Bedenken drüber zu gehen.
Kannst du deine reale Brücke im Leben schon erkennen?

Zur Wolke denke ich, dass ein neuer Anfang immer auch einen kleinen Tod des Alten bedeutet.
Der alte Mann war vielleicht dein UB, was dich bestärken wollte?

Ich empfinde deinen Traum als sehr positiv und verheißungsvoll.
Es ist viel im Gange bei dir!  sun1
Du hast in die Zukunft gesehen, "wie die Welt AUCH sein könnte".
"Festzelte" warten auf dich! Fühlt sich sehr gut an!

Da du das Ende leider nicht mehr weißt, wie war denn deine Stimmung
beim Aufwachen und Erinnern des Traumes?

Ich hoffe, ich liege nicht vollkommen daneben.
Wenn doch - bitte einfach ignorieren, oki?

Ganz liebe Grüße von Yda

« Letzte Änderung: 29. April 2008, 12:43:43 von Yda » Gespeichert

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« Antworten #2 am: 29. April 2008, 16:26:01 »

Liebe Gondwana!

Ich versuchs auch mit einer Deutung - auch wenns bei mir in die genau entgegengesetzte Richtung geht wie bei der Deutung von Yda. Rotwerden

Mich hat das Wort "Urmut" zur Vergangenheit gebracht.

Zu den Anfängen, dahin, wo alles begann.

Der Traum ist für mich eine Reise in die Vergangenheit oder zu den Ursachen für irgendetwas, wie auch immer. Die Wurzeln, wo die Welt so erstaunlich "normal" ist, wo man eigentlich etwas ganz anderes erwartet hätte.

Weil Ursachen meistens viel normaler (im Sinne von Gang und Gäbe) sind, als wir vermuten....Sie haben nur das Mäntelchen des Schreckens umgehängt, in der "Realität" sehen sie wundersamerweise nicht mehr so "anders" aus, als wir erwarten.

Zumindest bei mir wars oft so...

Vielleicht trifft das irgendwo zu, ich weiß nicht. War nur so eine erste Assoziation.

Liebe Grüße
Spirit

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Gondwana
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« Antworten #3 am: 29. April 2008, 21:56:06 »

Liebe Yda und liebe Spirit,

... dankeschön für eure Deutungen!  Umarmung
Ich finde es sehr interessant, daß es einmal in Richtung Vergangenheit und einmal in die Zukunft geht dabei.  claphands Und an beiden Variationen ist was dran!


Kannst du deine reale Brücke im Leben schon erkennen?


Eine reale Brücke kann ich zwar noch nicht sehen, aber vorhin, während ich den Traum aufschrieb und dabei an diese Stelle kam, da dachte ich auch: das ist irgendwie ein Über-Gang in etwas neues, andererseits kann es aber ebensogut auch als Über-Gang in etwas altes gedeutet werden ... im Sinne von: etwas altes neu betrachten. Ich danke euch beiden sehr für diese Blickwinkel; das hilft mir, etwas zu verarbeiten, über das ich (noch) nicht gut sprechen kann ...


Ich empfinde deinen Traum als sehr positiv und verheißungsvoll.
Es ist viel im Gange bei dir!  sun1
Du hast in die Zukunft gesehen, "wie die Welt AUCH sein könnte".
"Festzelte" warten auf dich! Fühlt sich sehr gut an!


Ach Yda, das ist soo schön, wie Du das geschrieben hast!  sun1 sun1 sun1


Da du das Ende leider nicht mehr weißt, wie war denn deine Stimmung
beim Aufwachen und Erinnern des Traumes?

War eine angenehme Stimmung und ich hätte nichts dagegen nocheinmal dorthin zu gehen. Hat mir gefallen dort!


Mich hat das Wort "Urmut" zur Vergangenheit gebracht.


Mensch, Spirit - darauf wäre ich gar nicht gekommen. Habe da nicht weiter drüber nachgedacht über dieses Wort und deswegen erstaunt mich das nun umso mehr!  Shocked


Zu den Anfängen, dahin, wo alles begann.


Ja


Ihr beiden als Traumdeuterinnen: ein klasse Team!!!  yeah1


 dankeschön
... und liebe Grüße,
Gondwana


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Sturmfarbe
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« Antworten #4 am: 30. April 2008, 09:08:00 »

Ja, find ich auch, super gedeutet der Traum und ein Super-Traum sowieso!
Mir fällt nur noch zu den "Urmuten" ein , daß ja der Büffel z.B. bei den Indianern die Fülle bedeutet, die Fülle und der Reichtum des Lebens. Und "Urmut" wird dazu wohl nötig sein, diese Fülle in sich und im Leben zu entdecken.

Liebe Grüsse, Sturmfarbe
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Je mehr wir uns erheben, um so kleiner erscheinen wir denjenigen, die nicht fliegen können (Zitat von Nietzsche)
Yda
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« Antworten #5 am: 30. April 2008, 10:15:57 »

UrMut - ja ein Klasse Wort!

Ich denke, Gondwanas Traum ist ein GROßER Traum.
Während meiner Traumreisen-Behandlung hatte mir der Doc gesagt,
dass wir erkennen können, ob ein Traum ein kleiner oder großer ist.
Wenn die Bilder so deutlich, ein klarer Ablauf, also eine Geschichte erkennbar ist
und die Gefühlslage so offensichtlich, ist es ein großer Traum.

Es ist auch schon sehr aussagekräftig, dass Gondwana dem Traum
eine Überschrift gegeben hat.
Mein Doc hat mich dazu auch immer ermuntert.
Aus einer spontan gewählten Überschrift lässt sich auch schon manches ablesen.

Spirits Deutung und Sturmfarbes Entdeckung des Urmutes faszinieren mich auch.

G l G, Yda
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Gondwana
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« Antworten #6 am: 30. April 2008, 21:44:16 »

Mir fällt nur noch zu den "Urmuten" ein , daß ja der Büffel z.B. bei den Indianern die Fülle bedeutet, die Fülle und der Reichtum des Lebens. Und "Urmut" wird dazu wohl nötig sein, diese Fülle in sich und im Leben zu entdecken.


Liebe Sturmfarbe,

... vielen Dank auch für Deine Ausführungen  Umarmung. Ja, da ist was dran - gerade die beiden Tage jetzt nach dem Traum ist mir diese Fülle richtig bewußt gewesen (und das hält noch an  Smiley). Liegt wohl nicht nur am Frühling, sondern hat auch mit der Erinnerung an diesen Traum zu tun ...


Liebe Grüße,
Gondwana
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Gondwana
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« Antworten #7 am: 30. April 2008, 21:48:17 »

Es ist auch schon sehr aussagekräftig, dass Gondwana dem Traum
eine Überschrift gegeben hat.
Mein Doc hat mich dazu auch immer ermuntert.
Aus einer spontan gewählten Überschrift lässt sich auch schon manches ablesen.


Liebes Ydalein :-)

... stimmt, die Überschrift war völlig spontan gewählt!


Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei euch allen bedanken. Eure Gedanken zu meinem Traum bedeuten mir sehr viel und haben mich irgendwie ... weitergebracht ... auf dem Weg ...


 herzchen herzchen herzchen

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